Nun hat es uns auch erwischt. Wir begrüßten vor einer Woche unseren ersten Pflegi.
Das kam für mich natürlich nicht unerwartet. Schließlich hatte ich meine Bereitschaft signalisiert, in Zeiten besonders hohen Pflegestellenbedarfs ein Tier aufzunehmen.
Wir, das sind:
Kaija, geb. am 03.08.2008, eingezogen am 09.12.2008 (mit ihrem Bruder, der am 09.06.2010 den Unfalltod starb)
Rhino, der Chef der Kompanie, im Alter von ca. 2 Jahren eingezogen am 11.06.2010 und seither Freund, Beschützer und Hütekater

Pio, unser Epi-Kater mit leichter
Ataxie

Issi, Laborbeagle, eingezogen am 15.04.2011, Katzenversteherin

Kael und Faolan, die Kaninchen, geboren am 12.09.2009

Lurchi, Loki und Dottir, die Axolotl

Und das nun ist unser Pflegekater, Boris.
Unser bildhübscher Pflegi heißt Boris. Er tauchte auf, war augenscheinlich zahm, wollte ins Haus, durfte aus Allergiegründen jedoch nicht, wurde jedoch angefüttert und schließlich von Tierschützern "eingesammelt".
Boris (entwurmt, geimpft, keine sonstigen Parasiten) zeigte sich vom ersten Moment an sehr zahm. Er kam in "seinem" Zimmer aus der Box, schnurrte und ließ sich gerne streicheln.
Zunächst hielt ich die Gittertür geschlossen, doch bereits am folgenden Tag zeigte sich, dass weder er noch meine Katzen aggressiv reagierten. Vorsichtig waren sie.
Also ließ ich die Türe offen und die Katzen wählten ihren eigenen Weg der Vergesellschaftung. Sie respektierten einfach den Individualabstand des anderen, gingen Bögen, fixierten nicht, zeigten keine Aggression.
Da Boris untergewichtig ist (3,5 kg) soll er gepäppelt werden und ca. 1 kg zunehmen, damit eine Zahnsanierung durchgeführt werden kann. Nicht ganz einfach, wenn ein Tier sehr mäkelig frisst. Das scheint sich aber inzwischen gelegt zu haben. Es war wohl nur Aufregung. Jedenfalls verputzte er heute alles, was ich vorsetzte. Da muss ich gleich noch nachlegen. Auch wirkt Boris zunehmend entspannt. Die heute hingelegte Kratzpappe findet er toll und nutzt sie auch als Ruhebett.
An dem Hund stört Boris sich nicht, die Kaninchen ignoriert er.
Ich bin mal gespannt, wie es bei uns weitergeht.