Jonny ist ein Paradebeispiel dafür, dass man bei Verhaltensveränderung oder auffälligem Verhalten zunächst einmal einen Tierarzt aufsucht und das Tier gründlichst untersuchen lässt.
Nachdem die schmerzenden Zähne entfernt wurden und die Nachwirkungen der OP überstanden sind, ist Jonny wie verwandelt.
Er frisst gut; er erkundet die Wohnung; er nimmt Kontakt zu meinen Katzen auf; er folgt mir gerne wie ein Hündchen.
Ein kleiner Macho scheint auch in ihm zu schlummern. :roll: Gerne grummelt oder singt er die Mädels an. Bei Kaija trifft er da auf taube Ohren. Die wirft ihm vernichtende Blicke zu und jeder geht in eine andere Richtung. Leni dagegen legt inzwischen die Ohren an, wenn sie ihn sieht und verschwindet. Sie ist aber auch nicht ganz unschuldig, wenn er hinter ihr herjagt. Sie findet ihn doof und faucht ihn an.
Jonny beschnuppert Pio und lässt ihn in Ruhe. Unglaublich, wie neutral bis freundlich die meisten Pflegekatzen auf dieses behinderte Tier reagieren.
Mit Rhino werden "staring contests" ausgeführt, ohne, dass etwas geschieht. Sie gehen einfach getrennter Wege und gut ist es.
Die folgende Nacht wird Jonny leider in seinem Katzenzimmer verbringen müssen. Rhino kam heute humpelnd heim, verzog sich sofort in seine Schlafbox und knurrt mich an, wenn ich ihn hinten links abtasten will. :shock: Das Letzte, was Rhino jetzt braucht, ist ein Halblanghaar-Macho, der etwas größenwahnsinnig wird. Freue mich darauf, morgen zu einem Tierarzt fahren zu dürfen :mrgreen:, der eine offene Sprechstunde hat. Nun, immerhin kenne ich da inzwischen so einige, denen ich auch vertraue.
Derzeit sitzt Jonny auf einem Stuhl neben mir, schnurrt und köpfelt Tisch und Stuhl an oder auch mich. Süß.