Also stelle ich jetzt mal meine Hunde vor.
Alles begann mit
Asta
23.07.1997 - 01.10.2010
Asta war eine Drahthaarfoxlhündin und kam mit einem halben Jahr von einem miesen Züchter zu mir.
Zu der Zeit lebte ich noch in Hannover.
Sie war lange Zeit sehr krank mit einer bösen Hautgeschichte und wegen ihr bin ich zu Barf gekommen, auch wenn man das damals noch nicht so nannte.
Letztlich hatte sie aber ein einigermaßen beschwerdefreies Leben, erst in den letzten beiden Lebensjahren habe ich ihr Cortison geben müssen, um ihre Lebensqualität zu erhalten.
Sie war eine großartige Hundepersönlichkeit mit clownesken Zügen, sie konnte eine Menge Tricks und ging nach Terrierart keinem Streit aus dem Weg.

Sie starb an einem aufgeplatzten Tumor im Bauchraum, den wir nicht bemerkt hatten, da das Cortison wohl die Symptome unterdrückte.
Motte
12.01.2005
Motte ist ein Foxterrier, wie er im Buche steht. Immer Vollgas und mit dem Kopf durch die Wand. Sie kam mit 9 Wochen zu mir.
Vom Exterieur ist sie eher klein, schmal und zierlich, vom Wesen aber eher ein Bulldozer. :roll:
Mottes Leidenschaft sind Stöckchen, je größer desto besser.
Dies wurde fast zum Verhängnis, da sie sich wohl unbemerkt mal einen Stock in den Gaumen rammte, was zu einem retrobulbären Abszess und einer Kaumuskelmyositis führte. :-|
Insgesamt haben wir fast ein Jahr daran rumgedoktert und sie ist zweimal dem Tod nur knapp von der Schippe gehüpft. letztlich wurde im Tierspital Zürich der Schädel eröffnet und Abszess und ein Teil des Muskels wurden entfernt. Nun hat sie eine Platte im Schädel und nicht mehr so viel Kraft im Kiefer, ist aber wieder gesund.

Wenn Motte sich wieder total bekloppt benimmt, schiebe ich das auf die Platte, aber die Wahrheit ist, das sie einfach bekloppt ist. :roll:
Nemo
ca. 18.12.2005
Nemo kommt aus Cordoba und hat dort sein erstes Lebensjahr auf der Straße verbracht. Er wurde mir als Foxterrier untergejubelt, ist aber keiner.
Er kam mit dem Flieger in Frankfurt an, stieg bei uns ins Auto, betrat die Wohnung und war fortan zuhause.

Er ist ein Goldschatz. Mein Lieblingshund. Er schläft im Bett unter der Bettdecke und ist einfach nur unkompliziert und nett. :-D
Allerdings klaut er wie ein Rabe alles, was essbar ist. Er kann Milchtetrapacks öffnen, ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten (und einen Liter Milch trinken, ohne Durchfall zu bekommen). :roll:
Außerdem ist er die
Hauptfigur eines Comics.
Kobold
20.03.1999 - 05.04.2014
Kobold kam 2006 über eine Windhund-Rettungsorganisation aus Madrid zu uns. Die Leute dort waren mit ihm heillos überfordert und sehr froh, ihm loszuwerden. :roll: Er war ein XXL-Foxl, und hatte eher Airdaleterriergröße.
Er hatte wahrscheinlich ohne jegliche Ansprache jahrelang in einer Etagenwohnung gelebt und autistische Züge entwickelt, die er nie mehr so ganz ablegen konnte. :???:
Dennoch war er ein sehr netter Hund, der sehr von der Gesellschaft der anderen profitierte und besonders Motte abgöttisch liebte.
Da er Frauen nicht mochte, hat er sich besonders an meinen damaligen Partner angeschlossen.
Bei der Trennung Anfang 2011 habe ich ihn deshalb schweren Herzens ziehen lassen, weil es für Kobold einfach besser war. Ich habe aber Unterhalt gezahlt und dieses Jahr ist seine Asche zu mir zurückgekehrt. :-(
Rübe
ca. 2002 - 31.08.2010
Rübe war wirklich eine richtig arme Socke. Er kam von einer Müllkippe auf Mallorca über eine Organisation nach Deutschland, die sich darauf spezialisiert hatte, kleine Rassehunde zu importieren und hier für viel Geld zu verkaufen. In Deutschland stellte sich raus, dass Rübi schwer herzkrank war. Also musste er schnell weg. :twisted:
Ich habe ihn freigekauft. Er konnte nicht richtig laufen, was mir verschwiegen wurde. Nach Untersuchungen kam heraus, dass er in Spanien wahrscheinlich mal einen Unfall hatte, seine ganze Hüfte war schief ein Fermurkopf war (leider nicht ganz fachmännisch) entfernt worden. :-|
Dennoch war Rübchen der fröhlichste, positivste Hund, den ich je kennenlernen durfte. Er war immer gut drauf, lieb und freundlich zu jedermann, lies sich niemals entmutigen und genoss jeden Augenblick seines Lebens in vollen Zügen.

Er war mir eine wirkliche Inspiration und hat mir sehr viel beigebracht.
Er starb an einer unbekannten neurologischen Krankheit, die ihn komplett vom Hals abwärts lähmte, möglicherweise eine Botulismusvergiftung.

Das erste Bild zeigt ihn hier in DE bei den Orga-Leuten auf dem Hof. Er war nur Haut und Knochen. :twisted:
Pixel
ca. 10.2009
Nachdem ich innerhalb von einem Monat zwei Hunde verloren hatte und abzusehen war, dass mich Kobold auch verlässt, stieß ich auf Pixel. Auch er wurde mir als reinrassiger Foxterrier vermittelt, ist aber ein Mix mit einem enorm anstrengenden Charakter. Er kommt aus Barcelona.
Er ist der erste Hund, den ich bereue, da er hier einfach nicht reinpasst.

Er ist hyperaktiv gepaart mit einer diffusen Ängstlichkeit und Überforderung draußen. Da ich seit 2009 kaum noch laufen kann, kann ich ihm eigentlich nicht gerecht werden. Ich habe ihn einmal weitervermittelt, er kam aber nach drei Tagen zurück, da er begann, die dort lebende Schäferhündin zu mobben. :???:
Er hat nie gelernt, hündisch zu kommunizieren und hält in den Nacken beißen für eine Spielaufforderung und anstarren für freundliches Interesse. Ich nenne ihn auch meinen ADHS-Hund mit Tourette-Syndrom. :-?Die anderen Hunde hier können da mittlerweile mit umgehen, aber ich betreibe viel Management.
Man merkt allerdings auch klitzekleine Fortschritte über die Jahre, ich denke, so in sieben Jahren ist er ganz passabel. ;-)
Pixel hat eine unerklärliche Vorliebe für Kaffee und wenn ich nicht aufpasse, trinkt er meinen. Allerdings merkt man ihm das Koffein nicht an, ich habe sogar das Gefühl, nach Espresso wird er ruhiger. :lol:
Chilli
15.01.2008
Chilli wurde mir auf Facebook angeboten, da sich mittlerweile herumgesprochen hat, dass ich kranken, verwahrlosten und als hoffnungslose Fälle eingestuften Foxterriern ein Zuhause gebe. Sie hat eine schwere Hauterkrankung in Form einer sehr tief gehenden
Dermatitis mit großen blutigen Stellen überall am Körper.:-(
Sie kommt aus Rumänien und hätte sehr wahrscheinlich den Winter dort nicht überlebt.
Sie kam am 06.12.2013 nach Deutschland und ich habe über ein halbes Jahr gebraucht, bis sie einigermaßen gesund war. Leider wurde bei ihr zusätzlich noch ein Herzfehler festgestellt. :-|
Sie ist von ihrem gesamten Habitus Asta kolossal ähnlich, was die ersten Wochen hier sehr schwer machte.
Chilli hat wahrscheinlich als Hofhund gelebt, bis sie wegen der Hautgeschichte am Zaun des Auffanglagers angebunden wurde. Sie ist nicht stubenrein und auch sonst eher selbstständig und orientiert sich wenig an Menschen.
Aber sie macht Fortschritte und ich denke, wir sind auf einem guten Weg.

Das erste Foto zeigt sie noch in Rumänien.
Motte und Asta sind übrigens
Hauptdarsteller in einigen Bildergeschichten, in denen auch Kobold einen Gastauftritt hat.
Dieses Bild ist von 2008, alle fünf von links nach rechts: Asta, Motte, Kobold, Rübe und Nemo
Das sind Asta, Motte und Nemo.
Ich habe natürlich noch unzählige Bilder, aber ich denke, das reicht erstmal.