Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich?

Diskutiere Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo Ihr Lieben, ich möchte hier nicht die tausendste Diskussion pro/contra Freigang auslösen.;-) Ich frage mich allerdings schon ewig, woher...
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #1
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Hallo Ihr Lieben,

ich möchte hier nicht die tausendste Diskussion pro/contra Freigang auslösen.;-)

Ich frage mich allerdings schon ewig, woher die weit verbreitete Meinung kommt, dass Katzen nur als Freigänger glücklich sind.

Gibt es dazu irgendeinen "Ursprung" aus vergangenen Zeiten, wo es noch keine Autobahnen und ähnliches gab und die Katzen auf dem Bauernhof lebten und durch die Felder gestreift sind? Und das völlig normal war und es wird deshalb als "natürlich" von Generation zu Generation weitergegeben und immer so übernommen? Oder liegt es an was anderem?

Kann mich bitte mal jemand aufklären?

Danke!:-D
 
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  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #2
Ich denke es liegt daran das sie immer noch Jäger sind. Das liegt in ihrer Natur und zumindest die normalen Hauskatzen sind glaube ich als Freigänger schon glücklicher. Dort können sie lauern, jagen, auf Bäume klettern und all die Sachen machen die einer Wohnungskatze verwehrt bleiben.
Bei vielen Rasekatzen scheinten viele Naturinstinkte minimiert zu sein. Angst vor lauten Geräuschen zb. Ob bei denen noch der imense Jagstrieb vorhanden ist wie bei den EHK kann ich nicht wirklich beurteilen aber viele Rassen wie der Perser, Brite etc sind ja normalerweise deutlich ruhiger.

Und nein, ich würde einer Katze trotzdem keinen uneingeschränkten Freigang geben weil ich da viel zu viel Angst hätte. Ich sehe aber bei einer Freundin wieviel Spass die Zwerge haben draussen auf Feld und Wiese rum zu streunen und sich Mäuschen zu fangen. Ja, ich denke sie sind glücklicher oder anders, sie können ihre Instinkte besser ausleben.
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #3
Es sind ja nicht nur Katzen, die man früher einfach frei hat laufen lassen. Und es immer noch tut.

Ich kenne Bauernhöfe, da haben Kaninchen, Hühner und Hunde keine Einschränkungen und sind nur die Nacht hindurch drin. Viele kommen dann mit dem Argument, dass man das mit Hunden auch nicht macht. Hunde haben aber einen ganz anderen Lebensablauf. Sie sind deutlich mehr auf Menschen bezogen, haben verschiedene Grössen und Charaktere. Während Katzen hauptsächlich als Jäger unterwegs sind und draussen ein relativ ähnliches Verhalten an den Tag legen, würden Hunde da nicht hinein passe.

Ich bin auch der Meinung, dass Katzen draussen glücklicher sind. Würde es aber nie jemandem aufdrängen, da es auch ganz davon abhängt, wie man wohnt.
 
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  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #4
Hm, hier leben 3, die ganz unterschiedlich sind.
Herrfritz verbringt so gut wie den ganzen Tag draußen ( die meiste Zeit sitzt er vor der Tür oder liegt beim Nachbar auf Terrasse)
Pepsi geht so einmal die Woche raus und geht dann aber direkt weiter weg und ist nach einer Stunde wieder da
Lilli bleibt in der Wohnung und auf dem Balkon. Da können die Türen auf stehen, sie will nicht.

Ich denke, sie sind alle gleich glücklich, weil sie sich aussuchen können, ob raus oder rein.

Mein Perser war übrigens hier total gerne draußen unterwegs und hat sich als Chef gefühlt
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #5
Also unsere kleine geht gern raus und schläft gern im gebüsch. Und Mati geht auch raus aber er ist auch gern drinnen.
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #6
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure bisherigen Antworten!:-D

Mir ist schon klar, dass jede Katze anders ist und dass es auch "eingefleischte" Freigänger gibt.

Nur...mich interessiert halt, woher die weit verbreitete Meinung kommt, dass "alle" Katzen nur im Freigang glücklich sind. Oft überlegen ja Katzenhalter, wie sie ihre Katzen an den Freigang "gewöhnen" können, selbst wenn die Katzen gar nicht nach draußen drängen.:?

Irgendwoher muss diese Meinung in den Köpfen der Menschen ja kommen.
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #7
Ich denke das kommt aus der Zeit, wo die Katzen noch mehr Nutztier (Kammerjäger) als Haustier waren. Sie waren ja da um Haus und Hof von Mäusen zu befreien. Bei uns wurde es jedenfalls mehrere Generationen so gemacht. Kannte keine Katze die ein KaKlo im Haus hatte und Futter gab es auch eher selten, damit sie nicht faul wurden.
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #8
Bei vielen Rasekatzen scheinten viele Naturinstinkte minimiert zu sein. Angst vor lauten Geräuschen zb. Ob bei denen noch der imense Jagstrieb vorhanden ist wie bei den EHK kann ich nicht wirklich beurteilen aber viele Rassen wie der Perser, Brite etc sind ja normalerweise deutlich ruhiger.

Zumindest nach meiner bescheidenen Erfahrung mit EINER Rassekatze und (bisher) zwei Hauskatzen stimmt dieses Vorurteil nicht so pauschal. Ich sehe da keinen Unterschied. Das Jagdinteresse und die Geschicklichkeit sind gleichermaßen vorhanden. Nur dass es bisher nur mein Hauskater geschafft hat, angeleint auch eine Maus zu fangen. Vielleicht, weil er das noch von seiner Mutter auf dem Bauernhof gelernt hatte. Die Rassekatze (Somali) fängt und frisst aber Schmetterlinge, Grashüpfer etc.

Und Angst vor lauten Geräuschen? Ja schon, aber auch nicht anders oder größer als bei Hauskatzen.
So lange ist die Zuchtgeschichte von Katzen nicht, dass man Naturinstinkte hätte minimieren können. Wozu auch, man kann sie ja auch umlenken, beim Spielen z.B.
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #9
Oft überlegen ja Katzenhalter, wie sie ihre Katzen an den Freigang "gewöhnen" können, selbst wenn die Katzen gar nicht nach draußen drängen.:?

Irgendwoher muss diese Meinung in den Köpfen der Menschen ja kommen.

Ok, zu denen gehöre ich auch oder besser gehörte. Nicht, dass ich gegen Drinnenkatzen bin, war aber der Meinung, wenn es die Umgebung hergibt, sollen sie auch raus.
Tja, Pepsi fand es zu gefährlich draußen. Sie wurde schließlich von einer anderen Katze ANGEGUCKT! Da war ihr erster Ausgang beendet und raus wollte sie 3 Jahre nicht mehr.

Ich dachte einfach, dass Katzen ja so unabhängig sind und raus wollen. Nicht um unbedingt glücklicher zu sein, einfach, um nicht in der Wohnung unterfordert zu sein.
So irgendwie.... ich kann es nicht besser beschreiben

Vielleicht, weil ich aus einem Hundehaushalt komme und Katzen im Gegensatz zu Hunden so Freigeister sind - also auch Freigänger
 
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  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #10
Ich persönlich hab mit Anfang 20 zum ersten mal erlebt, dass jemand seine Katzen nicht raus lässt. Und hab ihn im ersten Moment der Tierquälerei bezichtigt, weil ich den Gedanken so absurd fand :oops:

Obwohl meine erste Katze bereits das Glück hatte unter eher "städtischen" Verhältnissen (also mit Futter, Klo, Sofa) leben zu dürfen war es tatsächlich zumindest in meiner Kindheit noch nicht bekannt, dass man Katzen auch in der Wohnung halten kann.

Also ja, ich denke das ist etwas was so lange so gelebt wurde, dass es sich bis heute hartnäckig als "die" Haltungsform hält.

@suba: ich kringel mich grad bei der Vorstellung, dass sie "angeguckt" wurde.... *g*
 
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  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #11
Es sind ja nicht nur Katzen, die man früher einfach frei hat laufen lassen. Und es immer noch tut.

Ich kenne Bauernhöfe, da haben Kaninchen, Hühner und Hunde keine Einschränkungen und sind nur die Nacht hindurch drin. Viele kommen dann mit dem Argument, dass man das mit Hunden auch nicht macht. Hunde haben aber einen ganz anderen Lebensablauf. Sie sind deutlich mehr auf Menschen bezogen, haben verschiedene Grössen und Charaktere. Während Katzen hauptsächlich als Jäger unterwegs sind und draussen ein relativ ähnliches Verhalten an den Tag legen, würden Hunde da nicht hinein passe.

Ich bin auch der Meinung, dass Katzen draussen glücklicher sind. Würde es aber nie jemandem aufdrängen, da es auch ganz davon abhängt, wie man wohnt.

Das stimmt auch.

Viele Tiere, die früher frei um ihr Heim und im Dorf herumstreiften, wurden den Mitmenschen bei zunehmender Bevolkerung und Urbanisierung zu gefährlich und lästig (frei laufende, vielleicht bissige und auch frei ihre Häufchen machende Hunde).
Außerdem stieg der emotionale Wert von Heimtieren. Man wollte sie als Familienmitglieder vor Gefahren beschützen.

Hunde, Kaninchen und auch Hühner kann man relativ leicht mit einem Zaun einsperren.

Katzen sind viel schwieriger drinnen zu halten, das erfordert Nachdenken und Aufwand, auch wie sie trotzdem genug Abwechslung und Unterhaltung haben können. Sie stören freilaufend auch weniger als Hunde.
Da war/ist es leichter sich einzureden, dass nur diese Tierart, trotz aller Risiken für Leib und Leben, auf keinen Fall in ihrem Lebenraum eingeschränkt werden darf.
 
  • Freigang für Katzen - woher kommt das eigentlich? Beitrag #12
Ich bin auch eigentlich ein befürworter des freigangs für Katzen. Solange es die verkehrslage rund um das wohnhaus zulässt.
Ich konnte das ganze jetzt auch an "eigenem" Leib erfahren wie es ist wenn man einen draußenkatze mit in die Stadt nimmt. Aus beruflichen Gründen ging es für mich vor zwei Monaten vom beschaulichen Ostwestfalen in die Dortmunder Innenstadt. Für die beiden Katzen hieß das:
Von einem ländlichen Dorf mit einem Haus in einer spielstrasse ging es in den dritten Stock eines Hauses mitten in der Innenstadt
Einen heftigeren Wechsel kann man also nicht durch machen.
Dabei konnte ich vorallem feststellen das die grosse von den beiden in den ersten Wochen extrem schlechte Laune hatte :D vorallem wenn es am Wochenende mal wieder zu meinen Eltern ins beschauliche dort ging.
Ich hab dann aber in Dortmund einfach angefangen mich sehr mit den Katzen zu beschäftigen. Hab mehr Spielzeug geholt und bin mit beiden Katzen auch mal an der Leine rausgegangen einfach um ihnen neue Impressionen zu geben. Das hat bisher alles wunderbar funktioniert.
Tatsache ist halt nur das wenn man sich entscheidet die Katzen nur in der Wohnung zu halten, dann muss man sich halt mehr mit den Tieren beschäftigen (das schohnt übrigens auch die Wohnungseinrichtung). Die kleinen bekommen halt etwas schneller Langeweile wenn sie nur drin sind :D
 
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