Aus der kleinen Handvoll Katze wird mittlerweile eine richtige Katzendame. Okay, Tapsy verhält sich wenig damenhaft, sie liebt es mit den anderen ausgiebig zu raufen. :mrgreen: Die Anderen lieben sie und haben quasi unendlich Geduld mit dem kleinen Wirbelwind.
Tapsy hat auch kein Problem damit sich selbst zu beschäftigen, vorzugsweise mit Dingen, die mit Katzen nichts zu tun haben: Eierkocher, Biomüll, Staubsaugerroboter, Kugelschreiber - spielen kann sie erst einmal mit allem!
Außerdem ist sie pervers auf Brot und Teigwaren. Eine Tüte mit Brötchen auf dem Küchentisch liegen lassen? Nicht mit Tapsy, sie zerstört die Tüte und klaut die Brötchen. Die anderen gucken dann immer etwas komisch, irgendwas zwischen "erstaunen" und "Nase rümpfen".
Wir sind wirklich froh, dass die Integration von Tapsy in die Gruppe so reibungslos geklappt hat. Sie ist ein Jungbrunnen für die anderen.
Nun steht uns allerdings das nächste "Problem" ins Haus, ein schwarzes Problem mit einem weißen Fleck auf der Brust:
Miss Piggy
Anfang des letzten Jahres zog gegenüber beim Nachbarn ein junges Paar ein. Er 17, sie 18, keine Ausbildung oder sonstige Ambitionen. Mit ihnen kam auch Miss Piggy, eine ca. 3 Jahre alte Katzendame. Sie war ihm zugelaufen, und er fütterte sie. Mit Dingen wie "Kastration" oder sowas hatten die Beiden nichts am Hut, warum auch? Katzen sind ja unabhängig...
Piggy war dann recht schnell zu Besuch bei uns auf dem Grundstück, vorzugsweise wenn wir gegrillt haben. Sie zeigte absolut keine Scheu und sprang uns direkt auf den Schoß. Manchmal kam sie mehrfach täglich, dann wiederum hat man sie 3 Wochen nicht gesehen. Wir machten uns da auch keine Sorgen, hatten ja mit unseren Katzen und unserem Haus genug zu tun.
Seit November jedoch war Piggy dann regelmäßig bei uns - morgens, mittags, und abends. Na ja, wenn sie schonmal da war und bettelte, dann konnten wir sie auch füttern. Sie bekam ihr Futter im Carport serviert, zweimal täglich.
Irgendwann im Dezember fanden wir dann heraus, dass Piggy bei uns im Holzschuppen eingezogen war. Vermisst wurde sie zuhause nicht, auch nachfragen beim Vermieter blieben ohne Erfolg. Da es dann ja auch auf Weihnachten zuging und die Tage und Nächte sehr kalt wurden, bekam Piggy einen isolierten Schlafplatz im Schuppen. Freunde von uns hatten noch eine Thermobox aus dem Großhandel, und hatten die für Piggy entsprechend umgebaut. Dort zog Piggy dann sehr schnell ein.
Heute nun war ich drüben beim Nachbarn und erfuhr, dass seine Untermieter letzte Woche ausgezogen sind. Meine Frage nach dem Schicksal von Piggy beantwortete er mit mangelndem Interesse seine ehemaligen Mieter.
Ganz toll! Wirklich! Seine Katze einfach zurücklassen wie Sperrmüll - lernen die Leute heute denn gar kein Verantwortungsbewusstsein mehr? Lassen die später auch ihre Kinder zurück?
Na ja, nun haben wir eine Aufgabe: Wir müssen uns etwas für Piggy einfallen lassen...