Verrätst du mir, wie diese Lösungen bei dir und in deinem Kater aussahen?
Na klar, nur vermutlich werden das bei euch ganz andere Lösungsansätze sein.
Vor dem Besuch der Psychologin sollte ich für jeden meiner Kater einen kleinen Fragebogen ausfüllen, damit sie sich im Vorfeld schon einen kleinen Überblick verschaffen konnte. Über Micki hatte ich ihr u. a. geschrieben, dass er sehr sehr ängstlich, aber auch verspielt und neugierig ist. Für Spieleangeln jeder Art kann man ihn immer begeistern.
Als sie dann kam, hatte sie eine 1,20 m lange Reitgerte aus einem Pferdeladen in der Hand, mit der sie ihn die ganze Zeit in Bewegung hielt. Also egal, ob wir am Tisch saßen und uns unterhielten oder meine Wohnung besichtigten (also meine Katzenklos) - Micki war immer dabei. So konnte sie ihn aus den Augenwinkeln immer beobachten und sein Verhalten beurteilen.
Wegen seiner Rückenbeschwerden (
Spondylose und Hüftdysplasie) empfahl sie mir, ein Tablett (ja, ein richtiges Tablett für Menschen :mrgreen

mit Katzensand zu befüllen, da sie vermutete, dass ihm die Ränder der anderen Toiletten zu hoch seien.
Ich hatte ihr erzählt, dass er sein großes Geschäft immer im Klo verrichtet, allerdings völlig verrenkt, so dass drei Pfoten aus dem Klo ragten oder auf dem Rand standen. Allerhöchstens eine Pfote durfte im Klo sein.
Hier vermutete sie, dass er das Cats Best Öko Plus an den Pfoten nicht mag. Sie empfahl mir, "seesandähnliche" Streu zu besorgen und ein paar Klos (und natürlich das Tablettklo) damit zu befüllen. Ich entschied mich für Tigerino parfümfrei und finde es super. Mittlerweile benutzen wir diese Streu ausschließlich.
Für seinen Spieltrieb und die Neugierde empfahl sie mir, ein Fummelbrett zu besorgen. Außerdem sollte ich auch so eine Reitgerte wie oben erwähnt kaufen und damit jeden Tag mindestens 10 Minuten mit Micki toben. Möglichst mit ihm allein.
Ich habe alle ihre Tipps umgesetzt und tatsächlich hat er schon nach ein paar Tagen mit dem Wildpinkeln aufgehört. Ich konnte es gar nicht glauben!!! :shock:
Welcher Vorschlag genau ihn nun wirklich überzeugt hat, weiß ich nicht. Eigentlich waren es alles Kleinigkeiten, auf die man vielleicht auch alleine hätte kommen können. Aber alle zusammen haben auf alle Fälle unser Zusammenleben gerettet. Es riecht nicht mehr nach Pipi und ich kann auch mal wieder Besuch reinlassen

.
Micki ist seither viel selbstbewusster geworden, ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Darüber freue ich mich ganz doll.
Ich bin jedenfalls froh, dass ich die Katzenpsychologin um Hilfe gebeten habe, und bin gespannt, wie es bei euch laufen wird.