Ja, es stimmt schon, dass es letztlich preislich fast keinen Unterschied macht, weil von dem hochwertigen Futter ja weniger gefüttert werden muss, bis die Katzen satt sind.
Weißt du persönlich wirklich von TSV, die Schrottfutter aus Überzeugung kaufen und empfehlen? Ich kann mir als Argument gegen hochwertigeres Futter, das nicht Bio ist nur vorstellen, dass auch das Fleisch aus dem hochwertigen Futter aus der Massentierhaltung stammt.
Davon abgesehen, weißt du ja vermutlich selbst, wie schwierig es sein kann, bei einer (älteren) Katze eine Futterumstellung vorzunehmen. Zumal die Katzen im Tierheim ja oft in Gruppen gehalten werden und das Tierheim es nicht unbedingt mitbekommt, wenn eine Katze nach solch einer Futterumstellung nix isst. Und das Nixessen kann bei Katzen ja schnell gesundheitlich gefährlich werden. Die meisten älteren Katzen im Tierheim stammen ja aus Privathaushalten und oft weiß das Tierheim dann, was zuvor gefüttert wurde. Allein das Abgegebenwerden im Tierheim stellt für eine Katze aber eben schon enormen Stress da... Dann noch eine Futterumstellung? Ich weiß ja nicht. Das sollte man doch lieber eher den Menschen raten, die die Katze dann mitnehmen - natürlich erst nach der Eingewöhnungszeit.
Also ich hatte bis jetzt bei meinen Pflegekatzen noch nie Probleme. Die haben immer alles gefressen was ich ihnen hingestellt habe. Ja, aber das Fleisch, das in Whiskas, Sheba etc. drin ist, stammt doch auch aus der Massentierhaltung oder irre ich mich jetzt. Ich finde es gibt kein gutes Argument Whiskas & Co. zu kaufen, es sei denn es muss eine langsame Futterumstellung gemacht werden.
Wenn ich deine Argumentation richtig verstanden habe, argumentierst du in die Richtung "Quantität vor Qualität", sprich lieber mehr Tiere satt bekommen mit weniger gutem Futter als hochwertig zu füttern.
Gut, also gehen wir mal davon, nachdem ja nun schon einige Argumente gefallen sind, warum es nciht unbedingt so einfach für
Tierheim oder TSV ist hochwertiges Futter zu füttern, so wäre es zumindestens angebracht, die neuen Besitzer über artgerechte Nahrung aufzuklären, so dass die Tiere wenigstens im neuen Zuhause dann artgerecht ernährt werden. Oft passiert das aber nicht, sondern die Adoptanten fragen
Tierheim oder TSV was gefüttert wurde und füttern das dann weiter. Bis jetzt haben mich meine Adoptanten das jedes Mal gefragt, weil zu mir nur LEute kommen, die ihre Katze auch richtig halten wollen und jeder hat bis jetzt gefragt, was sie bei mir an Futter bekommen haben. Für mich ist das immer der Moment in dem ich anfange aufzuklären, klar gebe ich auch die Sorten an, die ich verwendet habe, aber viel wichtiger ist, dass ich darauf hinweise, dass Whiskas & Co. Mist ist.
Ich empfinde es nicht so dramatisch wenn der Tierschutz mit Vereinshintergrund, keine Aufklärung über artgerechtes Futter leisten kann. ( kann ja noch nicht mal der Tierarzt). Die Tierheime leisten viel, doch sie haben weder die finanziellen Möglichkeiten noch die Mitarbeiter um so aufzuklären. Denke so lange es keine bundesweite Regelung gibt, wird es immer Tierheime geben, die zu früh und dazu noch nicht kastriert die Tiere abgeben, gar nicht oder zu oberflächlich die Adoptanten kontrollieren.
lg
Verena
Das ist interessant. Inwiefern braucht ein
Tierheim oder TSV finanzielle Mittel um Aufklärung zu leisten. Eigentlich braucht es dafür doch nur zeitliche Ressourcen oder? Gut, wenn jeder Verein einen Flyer erstellen würde, müsste man die Druckkosten bezahlen. Man könnte den Flyer aber auch erstellen und als Download online zur Verfügung stellen, so dass jeder, den es interessiert sich den Flyer bzw. die Infos downloaden kann. Man könnte auch auf der Webseite eine Rubrik über artgerechte Ernährung zur Verfügung stellen. Das wäre dann sogar kostenfrei. Wichtig ist ja nur, dass die Infos irgendwo stehen und zugänglich sind.
Ja, das man von Tierärzten da noch nicht mal zuverlässige Infos bekommt, habe ich auch schon gemerkt, dabei geht man ja eigentlich davon aus, dass diese sich zumindestens mit artgerechter Tierhaltung auskennen, aber sowas lernt man im Studium anscheinend nicht. Es gibt ja doch so viele die noch zu Trockenfutter raten...ganz schlimm :-?