Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion?

Diskutiere Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Mich würde ja mal interessieren, auf welchem wissenschaftlichen Hintergrund denn die in all den Katzenforen vertretende Annahme beruht, dass all...
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #41
Gut, aber es muss doche einen Grund geben, warum die Masse der Tierärzte falschbzw. uninformiert sind bzgl. artgerechte Tierhaltung.

Mich würde ja mal interessieren, auf welchem wissenschaftlichen Hintergrund denn die in all den Katzenforen vertretende Annahme beruht, dass all die Tierärzte (die übrigens Tierernährung auch als Fach im Studium haben, gelehrt von Wissenschaftlern, die genau in diesen Felden forschen) falsch bezüglich der Ernährung von Katzen liegen.
 
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  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #42
Ich habe anderswo schon von "Hills -" u. "Royal Canin-" Hörsälen gelesen ...
Und soweit ich weiß, ist das Studium wohl schwerpunktmäßig auf Nutztiere ausgelegt.

Was mich ja auch immer wieder erstaunt, ist die Menge an Tierarten, die Tierärzte wissenstechnisch abdecken können müssen (sollten); mein Hausarzt würde mit Sicherheit noch nicht mal einen Schimpansen behandeln :mrgreen:

Soll heißen, die sollten sich lieber "spezialisieren", dann wäre vermutlich mehr erreicht!

Aber nochmal zurück zum Thema.
Jede Pflegestelle ist wohl hinsichtlich ihrer Kompetenz anders aufgestellt (da es ja alles auf Freiwilligkeit beruht, wird man da kaum Einheitlichkeit rein bekommen).
Die Verantwortung liegt also letztendlich immer beim Halter.
Und Aufklärung seitens der PS, in welcher Form auch immer, ist mit Sicherheit angebracht und wünschenswert, aber zwingen kann man niemanden, das muss man wollen. ;-)

LG
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #43
Die Spezialisieren sich im Studium heutzutage jedenfalls entweder auf große "Nutztiere" oder auf "Kleintiere". Und können nach dem Studium noch wechseln und auch ne Art Facharzt machen.

Eine Freundin von mir, militante Tierschützerin, hat ihr Studium vor ca. 2 Jahren beendet und im Fach "Tierernährung" wurde ihr beigebracht, von einem Prof, der genau in dem Gebiet forscht, dass man die natürliche Nahrung einer Katze eh nicht künstlich ersetzen kann. D.h. im Prinzip ist jedes Futter Mist. Sie selbst meint, dass man ab einem gewissen Alter auf hochwertigeres Futter umstellen sollte. Warum weiß ich grad nicht, kann aber noch mal gern nachfragen.

Sie meint z.B. auch, dass Trockenfutter gut für die Zähne sei. Das kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann z.B. schon sagen, dass das Trockenfutter nicht etwa wie ein Butterkeks (gern gewähltes Beispiel in Katzenforen) an den Zähnen kleben bleibt und Zahnstein verursacht. Dafür fehlen a) gewisse Zähne bei den Katzen und b) gewisse Inhaltsstoffe im Trockenfutter, damit es kleben bleiben kann.

Ich z.B. "amüsiere" mich ja regelmäßig in Katzenforen, wenn Leute anführen, im schlechten Futter seien ja Haut, Haar, Knochen & Hufe etc. enthalten. Da denk ich: ja, das klingt eigentlich recht natürlich, da die Katze auch in der Natur Haut, Haar, Knochen & Füße mitfrisst.

Und generell finde ich, es gibt einen Konsens in Katzenforen was die Fütterung angeht, zu dem mir einfach die wissenschaftlichen Belege fehlen.
 
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  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #44
Wie kann man damit umgehen, dass jeder TSV was anderes erzählt? Warum gibt es da keine einheitlichen Informationen?
Ich denke dass es vor allem deshalb keine einheitlichen Informationen gibt, weil es keine "allein seligmachende Wahrheit" bezüglich Katzenernährung gibt die auch wissenschaftlich belegbar wäre.
Wer soll sich da so aus dem Fenster lehnen und Empfehlungen aussprechen?

Wie seht ihr das? Hat der Tierschutz diese Vorbildfunktion oder ist er eher für die Tierrettung zuständig und nicht so sehr für die Aufklärung?
Der Begriff "Vorbild" ist da vielleicht falsch gewählt: Was man sich für die Katzen seitens des Tierschutzes wünscht ist ein schönes liebevolles Zuhause in dem sich gut um die Katzen gekümmert wird (vernünftige Ernährung, tierärztliche Versorgung, Beschäftigung usw.).
Das sind ja eben alles Dinge die in einem Tierheim garnicht möglich sind. Also nix Vorbild.
Aufklärung wäre natürlich super - den Tieren soll es ja im neuen Zuhause besser gehen als im Tierheim.

Ich gab den Tipp mal Sahnequark anzubieten, wenn denn schon kein Rohfleisch möglich ist. Ja, angeblich würden sie da nicht dran gehen. Ok. Wie sieht es aus mit Sahne pur? fragte ich. Nee, davon bekommen die ja Durchfall! Meine Frage: Haben Sie denn auch laktosefreie Sahne verwendet? Antwort: Nein. Meine Antwort: Katzen sind laktoseintolerant, es ist logisch, dass sie von laktosehaltiger Sahne Durchfall bekommen. Das würde mir nicht anders gehen, bin ja auch laktoseintolerant.
Meine Frage an euch: Warum wissen solche Leute sowas nicht?
Ich weiss das auch nicht. Milchprodukte als Päppelnahrung bzw. Fleischersatz?

Eine Züchterin steht mir mit Rat und Tat zur Seite. Sei es Streu, VG, Futter, Krankheit oder was auch immer.
Eine Pflegestelle kann das auch. Aber von einem Tierheim kann man das wohl eher nicht erwarten...

Wenn ich mir als Anfänger nun aus dem Tierschutz ein Tier hole würde ich sowas auch erwarten. Zumindest ein Flyer wo alles drin steht.
Was sollte da denn Deiner Meinung nach genau drinstehen? Es gibt ja eben keine offiziellen Richtlinien.

Ist der Anspruch zu hoch? Soll man sich damit zufrieden geben, dass das Tier gerettet wurde und ein Minimum an Versorgung erhält?
So traurig es ist, wenn niemand sich persönlich kümmert / kümmern kann wird das wohl immernoch besser sein als die Tiere sterben zu lassen.

Mich interessiert einfach, ob der durchschnittliche Katzeninteressent (ich nenn es jetzt mal so) überhaupt diese Erwartung an den Tierschutz hat oder nicht.
Ich hab diese Erwartung nicht. Hatte ich aber auch gegenüber der Pflegestelle nicht von der wir unsere Katzen haben.

Noch ist in den TSVs nichts vorgeschrieben, es ist keine Pflicht, dass es jemanden geben muss, der sich auskennt, sondern ALLES was die da machen ist freiwillig, d.h. sie können auch entscheiden, worauf sie den Schwerpunkt legen wollen, was sie machen wollen. Und anscheinend legt ein Grossteil der Tierschützer den Schwerpunkt auf die TIERRETTUNG und nicht auf die Vorbildfunktion, sprich Aufklärung über artgerechte Tierhaltung etc.
Gibt es nicht auch in jedem Tierheim mindestens einen Tierarzt der da mitredet?

Denn die Leute, die zum Tierschutz gehen, sind eh die, die grundsätzlich das Beste für ein Tier wollen.
Da wär ich mir nicht so sicher. Letztendlich ist das Tierheim neben Bauernhof eben auch die "billigste" Art an ein Tier zu kommen...

Mich würde mal interessieren, wie viele von den Schreibern hier regelmäßig Geld und/oder Futter an den (Tierheim-)Tierschutz spenden und/oder sich an Freiwilligenaktionen beteiligen.
Wir spenden regelmässig an die Katzenhilfsorganisation, über die wir unsere Katzen bekommen haben.

In welchem Punkt ich absolut nicht deiner Meinung ist die Preisfrage. Schrottfutter wie Whiskas und Felix ist fast, genauso oder teils noch teurer als gutes mittelklasse Futter. Man müsste einfach nur die Sorte wechseln und würde dasselbe Geld bezahlen.
Auch hier bin ich mir nicht sicher ob das so stimmt.
Gerade bei Katzen aus schlechten Umständen und mutterlosen Kitten dürfte von beidem gleich viel gefressen werden - bis eben nichts mehr reingeht.
Und was soll mit den Spenden passieren die größtenteils ja auch nicht sooo hochwertig sein dürften?
Verschenken kann man sie ja als "Vorbild" auch nicht.

Gäbe es vielleicht eine übergeordnete Institution, die man vielleicht zur Verantwortung ziehen könnte, sich darum zu kümmern, dass der Tierschutz damit versorgt ist. Oder fühlt sich in Deutschland niemand dafür zuständig, dass Tiere artgerecht gehalten werden?
Kann der Tierschutz denn überhaupt die Tiere "artgerecht" halten?
Und was genau ist "artgerecht" bei der Ernährung? Wir wissen alle dass Dosennahrung nicht wirklich "artgerecht" für die Katze ist, auch das hochwertige nicht.

Ja, es stimmt schon, dass es letztlich preislich fast keinen Unterschied macht, weil von dem hochwertigen Futter ja weniger gefüttert werden muss, bis die Katzen satt sind.
Siehe oben: Ich bin überzeugt dass das garnicht großartig durchschlagen wird, zumindest solange nicht wie gleichzeitig auch noch weniger hochwertig gefüttert wird.

Oft passiert das aber nicht, sondern die Adoptanten fragen Tierheim oder TSV was gefüttert wurde und füttern das dann weiter. Bis jetzt haben mich meine Adoptanten das jedes Mal gefragt, weil zu mir nur LEute kommen, die ihre Katze auch richtig halten wollen und jeder hat bis jetzt gefragt, was sie bei mir an Futter bekommen haben.
Klar - das ist ja auch das erste was einem geraten wird, dass man die Katzen erstmal mit dem füttern soll was sie zuvor auch bekommen haben bis sie sich eingewöhnt haben.

Eigentlich braucht es dafür doch nur zeitliche Ressourcen oder? Gut, wenn jeder Verein einen Flyer erstellen würde, müsste man die Druckkosten bezahlen. Man könnte den Flyer aber auch erstellen und als Download online zur Verfügung stellen, so dass jeder, den es interessiert sich den Flyer bzw. die Infos downloaden kann. Man könnte auch auf der Webseite eine Rubrik über artgerechte Ernährung zur Verfügung stellen. Das wäre dann sogar kostenfrei. Wichtig ist ja nur, dass die Infos irgendwo stehen und zugänglich sind.
Die "zeitlichen Ressourcen" solltest Du nicht unterschätzen, die muss man auch erstmal haben.
Downloads allein reichen auch nicht - es gibt immernoch jede Menge Leute die keinen Computer zuhause haben.

Ja, das man von Tierärzten da noch nicht mal zuverlässige Infos bekommt, habe ich auch schon gemerkt, dabei geht man ja eigentlich davon aus, dass diese sich zumindestens mit artgerechter Tierhaltung auskennen, aber sowas lernt man im Studium anscheinend nicht. Es gibt ja doch so viele die noch zu Trockenfutter raten...ganz schlimm :-?
Und da wären wir dann wieder bei dem Problem wer denn die Texte für die fraglichen "Flyer" machen soll...

Meine Futterspenden (sehr hochw. DoFu) wurden, na ja "weggestellt" weil Marken unbekannt - lieber hätte man einen Sack Sanabell im Empfang genommen. -soviel zum Thema Ernährung-
Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen weil ich ein paar Dosen Smilla zur Seite gestellt habe für die Pflegestelle - ich wollt's nur mal testen, die Katzen fressens auch (wenn auch nicht mit Begeisterung), aber mir behagt es nicht. Wohin damit? Spenden kommt ja nicht in Frage...

Meines Erachtens sind in erster Linie die Tierärzte bei diesem Thema in der Pflicht - sind ja täglich mit den Folgen konfrontiert - Aufklärungsarbeit zu leisten.
Die Tierärzte leben von den Folgen...

Sie sind wahrscheinlich auch die Glaubwürdigsten von allen. Und wie bekommen wir die Tierärzte dazu nicht mehr zu Trockenfutter zu raten und die Leute über artgerechte Tierhaltung und Ernährung zu informieren?
Vor allem wirst Du sicher da auch unterschiedlichste Meinungen finden können. In dem Fall dann sicherlich auch besser begründet und mit seriösen Quellen.

Das ist auch wieder so eine Sache. Der Sachkundennachweis. Das wäre eine gute Gelegenheit, Tierschützer, Pflegestellen etc. mehr Wissen näher zu bringen, eine Art Ausbildung. Die muss man aber nicht machen. Sie ist kostenpflichtig. Keiner hat Geld dafür.
Was lernt man denn bei diesem Sachkundenachweis? Kann man das irgendwo nachlesen?
Was kostet dieser Schein?

Für Wissen mangelt es an Geld. Das Wissen müsste kostenlos zur Verfügung gestellt werden, einheitlich.
Zur Verfügung stellen allein reicht halt leider nicht wenn's dann nicht gelesen wird.
Was schreibt eigentlich Wikipedia zum Thema?

Im Tierschutz (Tierheim und/oder TSV) mangelt es an zeitlichen undd finanziellen Ressourcen. [...] Aufklärung hinsichtlich artgerechte Tierhaltung oder Ernährung gehört wohl eher in die Kategorie "Luxus- wenn wir mal Zeit haben, dann..."
Genau so denk ich mir das auch - und kann's auch nachvollziehen.

Ja, aber meist haben die Adoptanten ja schon "ihren" Tierarzt und den dann zu wechseln...mhm :roll: schwierig...neue Frage: Wie findet man deutschlandweit glaubwürdige Tierärzte, die auch noch Ahnung von artgerechter Tierhaltung haben?:-D
Die Adoptanten die schon einen Tierarzt haben sind vermutlich weit weniger problematisch - diejenigen die überhaupt erstmalig ein Tier halten und noch garnicht über Ernährung usw. nachgedacht haben könnten schwieriger werden...

Hmm, ... Buchautoren? Oder bei den Zoo's anfragen, wer der behandelnde Tierarzt ist?
Vielleicht kann der eine oder andere ja schriftlich :)-D) erklären, warum sie den Tiegern dort nicht einfach nen Sack ins Gehege stellen!
Also ich möchte eigentlich keine Ernährungsratschläge von einem Tierarzt der auf Tiger spezialisiert ist - das ist einfach nicht dasselbe wie 'ne Hauskatze.

Es geht doch eigentlich nur darum, diese Höhrigkeit zu "durchbrechen" und den Leuten was als Argumentationsgrundlage mit an die Hand zu geben.
Hörigkeit? Argumentationsgrundlage?
Sorry, aber als wir uns entschieden haben Katzen einziehen zu lassen hab ich mich vorab informiert - bei unterschiedlichen Quellen (wollte ja wissen mit was für Kosten man aktuell rechnen muss und wie der Stand der Forschung in Sachen Katzenernährung so ist - ja, ich gestehe, in genau dieser Reihenfolge).
Wem sollen wir da "hörig" gewesen sein?

Mich würde ja mal interessieren, auf welchem wissenschaftlichen Hintergrund denn die in all den Katzenforen vertretende Annahme beruht, dass all die Tierärzte (die übrigens Tierernährung auch als Fach im Studium haben, gelehrt von Wissenschaftlern, die genau in diesen Felden forschen) falsch bezüglich der Ernährung von Katzen liegen.
Das frag ich mich auch häufig...

Soll heißen, die sollten sich lieber "spezialisieren", dann wäre vermutlich mehr erreicht!
Bitte nicht - dann müssten nämlich noch mehr Leute noch viel, viel, viel weiter fahren.
Natürlich freu ich mich wenn in meiner Tierarztpraxis jemand ist, der sich auf Katzen spezialisiert hat. Aber das mit der Spezialisierung könnte genauso nach hinten losgehen wie bei den Allgemeinmedizinern - schon mal versucht einen neuen Hausarzt vor Ort zu kriegen? Ich schon, da hast Du keine Chance... Und ich wohne nicht in Hintertupfingen...

... im Fach "Tierernährung" wurde ihr beigebracht, von einem Prof, der genau in dem Gebiet forscht, dass man die natürliche Nahrung einer Katze eh nicht künstlich ersetzen kann. D.h. im Prinzip ist jedes Futter Mist.
Meine Rede - "artgerechtes" Futter für die Katze ist das sicher nicht was, was man so in Dosen kaufen kann. Auch Rindfleisch, Elch, Büffel, Hirsch usw. gehört nicht zur natürlichen Beute der Katze.
ABER: Man kann versuchen einer guten Ernährung für Katzen so nah wie möglich zu kommen. Mit BARF wohl am ehesten, mit hochwertigem Dosenfutter natürlich immer nur begrenzt.

Und generell finde ich, es gibt einen Konsens in Katzenforen was die Fütterung angeht, zu dem mir einfach die wissenschaftlichen Belege fehlen.
Die wissenschaftlichen Belege fehlen nicht nur Dir - es gibt zwar jede Menge einzelne Quellen zu einzelnen Themen (die kannst Du Dir hier im Forum auch aus den entsprechenden Threads rauspicken), aber meines Wissens gibt es keine einzige AKTUELLE wissenschaftliche Abhandlung darüber welche Ernährung für eine Katze tatsächlich am gesündesten ist.
Aber dafür um so mehr Theorien. Der "Konsens in Katzenforen" gehört dazu, und ist - zumindest in meinen Augen - nicht der schlechteste.
Leider können sich viele das garnicht leisten so zu füttern. Ob damit den Katzen dann geholfen ist?
 
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  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #45
Uiii, .... da warste aber fleißig!;-)
Leider hast du mich in ein paar Punkten ein wenig missverstanden - ist aber eigentlich auch wurscht.

Lass uns das Thema doch mal umformulieren:
Sunshinekath wollte glaub ich erfragen inwieweit es sinnvoll ist, Adoptanten (und -onkels :-D) mit Zusatzinformationen zu versorgen, die über die üblichen Schutzvertragsklauseln hinausgehen.

Vielleicht hätte der eine oder andere ja, aus heutiger Sicht ja dazu noch etwas anzumerken?!

Ich für meinen Teil erwarte eigentlich auch keine Ernährungsberatung von einer Pflegestelle.
Bestenfalls Haltungstips, die Fähigkeit, die Tiere ein wenig charakterlich beurteilen zu können, und gaaanz wichtig, während der Eingewöhnungszeit wenigstens mit Rat zur Verfügung zu stehen!

@Sunshinekath, ich hoffe das ist in deinem Sinne, wenn nicht, bitte entschuldige!

LG
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #46
Man könnte den Adoptanten /-onkels :mrgreen: auch ein modernes Buch über richtige Katzenhaltung mitgeben (sollte natürlich unauffällig mitberechnet werden..). Aber da stellt sich leider wieder die Frage: Welches denn? :roll:
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #47
Beispiel-Seminar vom Deutschen tierschutzbund:

S 2 vom 18. bis 19.04.2015
Die Katze
Veranstaltungsort: Akademie für Tierschutz, Neubiberg
Leitung: TÄ Verena Mißler
Referenten: Dr. med. vet. Renate Jones-Baade
Samstag von 10:00 Uhr (Registrierung ab 9:30 Uhr) bis ca.
18:00 Uhr
Sonntag von 9:00 Uhr bis ca. 13:00 Uhr
Kosten (incl. Verpflegung):
Für Mitglieder: € 15,00
Für Nicht-Mitglieder: € 175,00
Inhalte:
• Normalverhalten der Katze
• Haltungsansprüche der Wohnungskatze
• Verhaltensprobleme bei Katzen
• Artgerechte Haltung und Beschäftigung von Katzen im Tierheim
Teilnahme für Tierfreunde und Mitarbeiter/Mitglieder von
Tierheimen und Tierschutzvereinen.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #48
Das habe ich eben gerade gefunden

Also beim Kapitel ERnährung...naja...ich weiss nicht...das ist so wischi...waschi..nix konkretes halt. Aber sie haben alle Info-materialien online. Haltung Katze, Hund etc. Also braucht man das nciht mehr erfinden....das kommt quasi von "Ganz oben"

Ich gehe es die Tage mal durch und schaue ob es brauchbar ist...denn es nützt ja nichts, wenn ein deutscher Tierschutzbund Richtlinien erstellt, die mit der Praxis wenig zu tun haben und wieder nur Missverständnisse erzeugen.
 

Anhänge

  • Die_Haltung_von_Katzen.pdf
    354,4 KB · Aufrufe: 21
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  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #49
super, da ist es doch schon.
Nun wird das Kapitel über Ernährung gleich heftigst zerrissen werden.
Abgesehen davon wäre das doch für die Tierheim das Hilfsmittel. Wer keinen Computer hat, dem kann es ja als Ausdruck gegeben werden.

An dem Ernährungsglaubenskrieg möchte ich mich nicht beteiligen. Ich finde nur, der DTB hat hier gute Vorarbeit geleistet. Kann man ja auch erwarten.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #50
So - und nu komm ich und geh das ganze mal von einer ganz anderen Seite an... ;-)

Der typische Bauernhof, die Mietzen werden mit Essenresten gefüttert, die mit Reis, Kartoffeln oder Nudeln gestreckt werden, ab und an nen Schluck nicht abgekochte Kuhmilch aus den Resten der Melkmaschine. Da das viel zu wenig für die Menge an Katzen auf dem Hof ist, wühlt sich die kluge überlebenstüchtige Mietz noch durch die Abfalleimer und Komposthaufen der Nachbarschaft und ergänzt dies ab und an mit einer gefangen Maus. Im Körper siedeln Würmer und Parasiten jeder Art - unklusive Giardien und dank der Rohmilch Campylobacter jejuni, also von den wenigen zugeführten Närhstoffen bleiben noch nichtmal alle hängen. Der Körper ist somit auf Mangelernährung und wenig Stoffzufuhr eingestellt, Tiere, dessen Körper dies nicht gelernt haben, kommen gar nicht erst bis dahin, sondern sterben vorher. Nun kommt der tolle Tierschützer, fängt die Kitten und die zahmen Tiere weg, die scheuen gehen kastriert als Mäusefänger zurück. Alle reingeholten Tiee werden entwurmt, den Gardien und Bakterien den Garaus gemacht, der Darm ist sauber wie Babypopo, dazu gibts hochwertiges Futter - das Tier soll ja schließlich jetzt gut ernährt werden, man will ja alles richtig machen - Vorbildfunktion usw. - ne? Und was glaubt ihr wird passieren? Ein Großteil der Tiere wird plötzlich zusammenklappen, einige Kitten sterben sogar.... wie kann das sein? Man hat ihnen doch geholfen und sie haben doch jetzt ALLES bekommen? Warum gings ihnen draußen gut und jetzt plötzlich nicht mehr?

Die Antwort liegt schlicht darin: der Körper konnte das alles nicht verstoffwechseln!

Eine Katze, die drin aufgewachsen ist, dessen Körper vernünftig funktioniert, ist ganz anders zu sehen, als ein Tierschutztier. Das heißt nicht, daß alle Tierschutztiere minderwertige Ernährung brauchen, aber nicht selten ist es tatsächlich so, daß diese Tiere die hochwertige Nahrung gar nicht verstoffwechseln können. Im geringeren Fall scheiden sie das "zuviel" eben einfach unverdaut aus, aber bei anderen führt das in der Anfangszeit zum Stoffwechselzusammenbruch (oft in Kombi mit zuvielen Medis) und im späteren Verlauf dann zu Futterunverträglichkeiten mit Durchfall/Allergien usw.

Aufgrund dessen bekommen z.B. alle Tiere die ich von draußen reinhole erstmal Schrottfutter gefüttert und dann steigere ich das langsam um zu schauen, ob die Mietzen damit klarkommen. Wenn nicht, dann bleibt es eben beim Billigfutter...

Ganz ehrlich Kat?
Ich finde deine Gedanken löblich und halte Aufklärung auch für wichtig, aber ich denke der Tierschutz hat größere Probleme als die Frage des Futters - und wenn ich mir die Frage stelle, ob ich jemandem versuche klarzumachen, daß sein Einzelkitten ein 2. braucht, oder ob ich ihm versuche zu erklären, daß er das Kitekat lieber nicht kaufen sollte, dann erkläre ich ihm lieber erstmal das mit dem 2. Kitten, dann das mit den Infektionskrankheiten wie Fiv und Felv, das mit dem Balkon und Fensterschutz - und erst danach kommt das mit dem Futter - wenn er mir dann noch zuhört, aber meist kommt man gar nicht erst soweit... ;-)
Und ich würde eine Vermittlung nicht davon abhängig machen, was für Futter gefüttert wird (Einzelfälle wo Mietz krank ist und deshalb Spezialfutter braucht ausgenommen) - wenn es der Mietz dort ansonsten gut geht und ich überzeugt bin, daß das Mietz dort ein schönes Leben haben wird und man auf meinen Futterhinweis nicht reagiert, dann vermittle ich das Mietz trotzdem dahin. Denn draußen hätte das Mietz noch nichtmal Billigfutter bekommen - das ist somit dann schon eine 100% Verbesserung - und: ich weiß ja wie gesagt nichtmal, ob es das hochwertige Futter überhaupt verwerten kann...
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #51
So - und nu komm ich und geh das ganze mal von einer ganz anderen Seite an...
Danke für die ausführliche Aufklärung! Das beruhigt mich wieder. Manchmal wird man ziemlich kirre gemacht. Wie es in der Praxis in Tierheim aussieht? Weiß ich nicht. Werden da Unterschiede gemacht zwischen eher verwöhnten Hauskatzen (Besitzer gestorben...) und Wildlingen?
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #52
Taskali, genau so ist es. Ich hätte es nicht besser schreiben können. Das ist im Grunde eine Luxusdiskussion. Wichtig ist erst mal dass diese Katzen versorgt werden, fast egal womit. Die Bauernhöfe, und nicht nur die, füttern auch hier noch eingeweichtes Trockenfutter und Brot mit Milch. Da geht es ums Überleben und evtl. fangen die Katzen sich noch was dazu. Diesen Menschen klar zu machen, dass Hundefutter in großen Dosen für die Katzen nicht gut ist, erfordert einiges an Überzeugungsarbeit. Ob sie es dann umsetzen ist eine andere Frage. Auch die Tierheime können kein hochwertiges Futter geben, da gibt es noch ganz andere Probleme. Ich finde es z. b. nicht gut wenn Struvitkatzen dort ausschliesslich mit Trockenfutter gefüttert werden und die anderen Katzen in dem Zimmer das gleich mitfressen müssen.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #53
Was Taskali über die Ernährung von Katzen sagt, die nur minderwertige Fütterung gewohnt sind, finde ich auch hochinteressant und bedenkenswert.

Es ging aber sunshinekath um etwas anderes, als das, was hier wiedermal als Luxusdiskussion abegeblockt wird. Sie hatte von Tierschutzstellen berichtet, die sich selber nicht über diese Themen schlau machen (wahrscheinlich, weil sie wichtigeres zu tun haben :roll: - oder doch weil es sie nicht interessiert) und falsche Informationen an die Adoptanten weitergeben.

Ich war heute auch auf einem Bauernhof, die Bäuerin liegt im Krankenhaus, die Nachbarn haben Riesensäcke Trockenfutter hingestellt - nett gemeint. Ich habe der "Katzen-Betreuerin" geraten, nur immer wenig davon zu füttern und doch lieber das (billige) Nassfutter, was wir gestern besorgt hatten. Und dass die Katzen zwar draussen vielleicht genug zu trinken finden (war ihr Argument, sie haben "natürlich" keine Wasserschüsseln...), aber dass das bei Trockenfutterfütterung trotzdem nicht genug ist und auf die Nieren gehen kann. Dass nicht immer alles nach Lehrbuch abläuft ist mir klar, aber man sollte gewisse Erkenntnisse zumindest haben und vermitteln können und wollen. Aus Liebe zu den Tieren.
 
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  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #54
Dass nicht immer alles nach Lehrbuch abläuft ist mir klar, aber man sollte gewisse Erkenntnisse zumindest haben und vermitteln können und wollen. Aus Liebe zu den Tieren.

Ja, das definitiv - nur sehe ich halt da das Problem, daß in den meisten Tierheim z.B. schon ein Grundwissen über die gängigen Infektionskrankheiten wie Fiv und Felv fehlt oder über die typischen Alterkrankheiten wie CNI, SDÜ oder Diabetes, geschweige denn der richtige Umgang mit Problemkatzen wie scheue, aggressive oder unsaubere Katzen bekannt ist - und das sind aus meiner Sicht erstmal die Dinge, die sich ändern müßen. So lang selbst diese Dinge nicht funktionieren, sehe ich die Frage nach der Ernährung irgendwo weit unten in der "To learn" Liste...
Das ist eben - leider - das Pferd von hinten aufzäumen. Das gesamte System krankt an allen Ecken und Enden - da ist die Frage der Ernährung im Tierheim und des weitergebens des Wissens an andere eben nur ein Punkt von vielen.
Kat hat ja nicht Unrecht, aber es ist schlicht ein Nebenkriegsschauplatz...
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #55
OK, ich gebe dir 100% recht. Aber der Thread geht ja um alle diese Punkte, nicht nur um Ernährung.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #56
Ich hatte das Eingangspost schon so verstanden, daß es hauptsächlich um die Ernährungsfrage ging...

Grundsätzlich ist die Frage der Vorbildfunktion natürlich mit "sollte so sein" zu beantworten - aber in der Realität wird man da leider eben immer wieder auf taube Ohren stoßen. Die Gründe dafür sind Vielfältig und da steckt dann immer auch die Frage hinter, warum diese Leute Tierschutz machen, denn nicht immer steckt auch tatsächlich Tierliebe drin, wo welche drauf steht... ;-)
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #57
Da kann ich Taskali nur zustimmen. Das Futterthema ist ja eigentlich nicht nebensächlich und ich versuche auch immer so gut zu füttern, wie es eben geht. Leider hat man da in Tierheimen keinen großen Einfluss, sie füttern, was gespendet wird und das mache ich ja auch. Wichtig fände ich z. B. dass in Tierheimen nicht das Struvit Trockenfutter auch von den anderen Katzen gefressen werden muss. Das kann zu anderen Problemen führen. Trotzdem wird es so gemacht, weil alles andere zu kompliziert ist.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #58
Man könnte aber auch sagen, die Vorbilder-und Aufklärungsfunktion ist eigentlich noch wichtiger als das nie aufhörende Tiere versorgen und vermitteln (nicht falsch verstehen, der Teil ist natürlich trotzdem nicht nur wichtig sondern unerlässlich). Vielleicht ist "Futter" nicht so ganz das richtige Beispiel, aber nehmen wir statt dessen das Thema Kastration, Rassekatzen oder Vermehrer vs. Züchter, dann ist relativ klar dass aufklärender Tierschutz gefragt ist. Also quasi die zukünftige Flut an zu versorgenden Tieren stoppen indem man am System (am Wissen und der Denkweise der Menschen) etwas ändert, statt das System quasi aufrecht zu erhalten.

Mit ist aber absolut klar, dass man, wenn man selbst vor der Flut an Katzen steht, zuerst an genau diese Katzen denkt und die versorgt und weiter vermittelt und alles an Zeit und Ressourcen rein steckt damit es diesen Katzen bestmöglich geht.
Aber so bleibt es dann eben ein ewiger Kampf.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #59
Wichtig fände ich z. B. dass in Tierheimen nicht das Struvit Trockenfutter auch von den anderen Katzen gefressen werden muss. Das kann zu anderen Problemen führen. Trotzdem wird es so gemacht, weil alles andere zu kompliziert ist.

Da gebe ich dir absolut Recht, aber wenn dann eine TÄ da rumfuhrwerkt, die bei 90% der Katzen Struvit feststellt, dann ist das auch wenig hilfreich. :roll:

Ansonsten wird hier im Tierheim lieber mit den 100g-Schälchen gearbeitet als mit Dosen, weil es ja schneller geht. Aber Futterspenden sind halt nicht immer nur Schälchen, aber auch sehr selten gutes Futter, wobei die Menschen, die das Tierheim unterstützen wollen, meistens keine Ahnung von Ernährung haben und es einfach gut meinen

Oder selbst Kitten, die im Tierheim geboren wurden, nur in Freigang vermittelt werden. Es war hier in Essen zumindest einige Zeit so, ob es noch so ist, weiß ich nicht.
 
  • Hat der Tierschutz eine Vorbildfunktion? Beitrag #60
Ja, Tierheime und Tierschutzvereine sind noch mal ein besonderes Thema. Ich habe bisher auch noch nicht festgestellt, dass sich da jemand, bis auf wenige Ausnahmen, besonders gut mit der Ernährung der Katzen auskennt. Aber auch da wird an den Futterstellen hauptsächlich das gefüttert, was satt macht. Es gibt da notgedrungen Fütterung zweiter Klasse. Die eigenen Katzen bekommen möglichst hochwertiges Futter, was sie oft noch nicht mal gerne mögen, die Draussenkatzen bekommen das Billigfutter und das, was die verwöhnten eigenen Katzen nicht mögen. Bei über dreissig Katzen ist das auch gar nicht anders möglich.
 
Thema:

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