Ich glaub Du verstehst mich falsch: Ich fänd's ja auch gut wenn's anders wäre.
Aber die Realität ist leider nicht so, könnte das Tierheim tatsächlich "artgerechte" Haltung und hochwertige Fütterung leisten, dann könnte es auch Vorbild sein.
So wie's aber nun mal ist kann das Tierheim höchstens Empfehlungen abgeben.
Und bei den Empfehlungen wird's schwierig - selbst hier im Forum wo man sich doch größtenteils einigermaßen einig ist unter den "Profis" gibt's ja immer wieder heftige Diskussionen was denn nun wirklich richtig ist und was nicht. Von den Abweichungen bei den Bedarfswerten aus seriösen Quellen ganz zu schweigen - auch die sind sich ja uneins.
nein mir ging es explizit um die Vorbildfunktion.
Vorbild würde bedeuten dass dort eben genau das passiert was man sich für die Tiere wünscht: Schön viel Platz, hochwertiges Futter, enger Kontakt zum eigenen Menschen usw.
Das geht aber nun mal nicht im Tierheim - schon von Platz und Zeit her nicht.
Das ist genau der Punkt und meine Ausgangsfrage gewesen.
Dass eine Pflegestelle das kann aber das Tierheim nicht?
Kann man das denn überhaupt vergleichen? Eine Pflegestelle ist doch eine private Unterbringung in einem ganz normalen Haushalt unter eben den Bedingungen wie man sie sich für die Pflegist auch später vorstellt, absolut nicht zu Vergleichen mit einem Tierheim!
Eine Pflegestelle kann natürlich Vorbild sein, denn da können die Tiere auch entsprechend gehalten werden.
Was kann man eurer Meinung nach - und mit euch meine ich nicht nur die Allgemeinheit, sondern auch andere aktive Tierschützer - vom Tierschutz erwarten?
Ich finde das muss man differenzieren - im Tierheim geht's nun mal anders zu als auf Pflegestellen.
Naja, eine offizielle Richtlinien wäre z.B. das Tierschutzgesetz. Das kennt ja auch keiner im Detail.
Wieso nicht? Auch hier gilt dass man ein Buch kaufen kann oder eben im Internet nachlesen kann:
http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/
Dann haben wir ja festgestellt, dass der DTB Flyer zur Haltung von jeglichen Heimtieren online stellt. Für mich wäre der DTB jetzt schon eine Institution, die Richtlinien vorgibt.
Sorry - aber es wurde doch schon festgestellt dass da z.B. drin steht dass Rohfleisch nicht gefüttert werden sollte. Soweit ich mich erinnere bist Du aber doch auch eine Verfechterin der (zumindest teilweisen) Rohfleischfütterung?
Warum findest Du das interessant? Ich glaube das geht den meisten so...
Wenn man trotzdem gute Tipps usw. bekommt ist das natürlich super. Aber ich hatte das nicht erwartet.
Ich habe gerade mal geschaut bei Zooplus. Felix kostet das Kilo 4,63€, Whiskas kostet das Kilo 3,33€. Sheba = 5€ (!) das Kilo. Für den Dreck wollen die tatsächlich 5€ haben. Alle Pflegis, die ich hier hatte, haben von Sheba Durchfall bekommen. Als günstiges Mittelklasse-Futter liegt Macs mit en 800g Dosen weit unter diesen Preisen, nämlich mit einem Kilopreis von 2,60€ (bei Futterplatz) exklusive Rabattcodes.
Langsam - Du kannst natürlich nicht 100gr-Schälchen mit 800gr-Dosen vergleichen vom Preis her.
Felix kostet in 400gr-Dosen auch "nur" 1,95€/kg (Zooplus), ist also selbst in kleineren Dosen schon deutlich billiger als MAC's - nur mal als Beispiel.
Natural Cat von Cats Country kostet im Kilo ca. 4,50€ und hat 95% Fleischanteil. Bioforpets mit 99% Fleischanteil und Bio-Fleisch liegt bei knapp büer 5€ das Kilo.
Da muss man schon noch die Feuchte rausrechnen - 99% Fleisch gibt's in KEINER Dose. Alles 'ne Frage der Deklaration. Bei Bozita steht auch 95% Fleisch drauf...
... aber wenn ich die Schälchen schon aufmache, kommt es mir hoch).
Warum fütterst Du es dann? Kann ich nicht nachvollziehen...
Es gibt noch weitere Mittelklasse Futtersorten wie Catz Finefood, Granata Pet usw. die alle im 4-5€ Bereich pro Kilo liegen.
Da muss man aber schon sehr große Mengen abnehmen und viele Rabatte kriegen damit man da unter 5€/kg zu kommen. Sorry, aber allzu sehr sollte man da die Realität auch nicht schönen.
Zumal es mehr als genug Leute gibt die für ihre Katzen garnicht mehr als 3€/kg ausgeben können, auch hier in diesem Forum...
Also laut Tierschutzbund, Tierheimen, Tierärzten ist Rohfleisch auch keine Nahrung für Katzen.
Tja - schon deshalb wird sich der Text nicht als Info-Flyer eignen...
Was sollen wir ihnen also geben. Dose ist Mist, Rohfleisch auch - und nun?
Ich hab nicht gesagt dass man Nassfutter nicht füttern sollte - nur ist es halt tatsächlich nicht "artgerechet". Artgerecht wäre Maus, Vogel usw... - roh selbstverständlich.
Nassfutter ist eine Alternative die zwar nicht "artgerecht" ist, aber die Katze mit allem versorgen kann was sie braucht. Noch näher an einer "artgerechten" Ernährung ist sicherlich BARF.
Ach was und danach darf sie wieder auf Schrottfutter umgewöhnen oder wie darf ich das verstehen?
Wie kommst Du denn auf sowas?
Fakt ist, dass einem überall empfohlen wird erstmal das Futter zu nehmen, das zuvor gefüttert wurde. Sowohl in diesem als auch in anderen Foren, aber auch beim Tierschutz, von Tierärzten, in Büchern und natürlich im Internet.
Entsprechend wird doch jeder spätestens wenn der "seine" Katzen abholt, noch fragen was denn bisher gefüttert wurde. Und wenn's nur ist damit überhaupt schon mal was da ist was Katz sicher frisst.
Was dann später tatsächlich gefüttert wird muss sich jeder selbst überlegen. Wäre halt erfreulich wenn's nicht nur Schrott wäre.
Na Leute die Ahnung haben!
Wie z.B. der Tierschutzbund der Rohfleischfütterung ablehnt?
Und das rechtfertigt ihren schlechten Futterempfehlungen?
Mir hat noch kein Tierarzt Futter empfohlen - weder gutes noch schlechtes.
Ich habe auch noch nie Tierfutter beim Tierarzt gekauft, das einzige was ich ab und an beim Tierarzt kaufe sind so Sachen wie z.B. Wurmkur.
Ich wurde beim ersten Besuch gefragt was wir denn so füttern (berechtigte Frage in meinen Augen) und "gutes Nassfutter, kein Trockenfutter, ca. 20% Rohfleisch" wurde als Antwort abgenickt und das war's auch schon.
Man lernt das, was Pflegestellen während der Verpflegung der Pflegekatzen machen.
Da stand aber doch was bezüglich Tierheim-Angestellter? In meinen Augen ist das wie gesagt was völlig anderes als 'ne private Pflegestelle.
Das Wissen wird meist von den "erfahrenen Leuten" im Verein an jede Pflegestelle weitergegeben.
Hoffentlich nicht nach dem Motto "Das haben wir schon immer so gemacht, da müssen wir nichts ändern..."
Mein Aha-Erlebnis diesbezüglich war ja mal der Stammtisch einer Katzenhilfs-Organisation bei dem mir ausführlich erklärt wurde warum Trockenfutter so wichtig ist...
Ich bin da ein typischer Fall von Aufklärungsresistenz.
Das wird aber nicht so gehandhabt, weil keiner Zeit dafür hat. Tierschutzvereinen spielen Feuerwehr und gehen dabei zugrunde. In jeglicher Hinsicht.
Soviel zum Thema "artgerechte" Haltung...
Wikipedia ist keine seriöse Quelle.
Klar nicht. Aber diverse Foren, Blogs und Websites noch viel weniger weil da niemand Einspruch erheben bzw. korrigieren kann.
Das sehe ich anders. Wenn der Tierarzt schrott ist und der Besitzer dem Tierarzt hörig ist, ist es egal, ob sie sich schon kannten oder nicht. Der Schaden bleibt derselbe.
Also besser garkein Tierarzt?
Woher soll denn ein Anfänger überhaupt wissen was von Tierärzten im Besonderen und im Allgemeinen zu halten ist?
Sagt mal, wofür braucht ihr denn eine wissenschaftliche Abhandlung zu artgerechter Katzenernährung, wenn doch schon vor Jahrzehnten (oder sogar länger) erforscht wurde, dass Katzen reine Carnivore sind??? Was ist denn daran missverständlich?
Wenn's damit schon erledigt wäre, wär's ja einfach.
Zumal der Tierschutzbund das anscheinend ja auch anders sieht.
Also muss ich mir doch im Prinzip nur die Zusammensetzung einer Maus anschauen und dann weiss ich Bescheid, was die Katze braucht.
Und wie wäre sie denn, die Zusammensetzung der Maus? Die kennt ja auch niemand so ganz genau, zumal die Maus vom Deich sicherlich anders zusammengesetzt ist als die Maus in Oberbayern (Jod), die Frühlingsmaus anders als die Herbstmaus usw...
Davon mal ganz abgesehen dass bisher - meines Wissens nach - nur Zuchtmäuse untersucht wurden.
Und Maus allein reicht ja nicht - draußen futtern Katzen ja auch Vögel, Reptilien, Insekten usw. Und gelegentlich ein paar Kräutchen...
Auch habe ich ncoh keine Maus gesehen, die nur 4% Fleischanteil hatte und der Rest der Maus aus Industrieabfällen bestand.
Das mit den 4% ist ein gängiges Missverständnis, das bezieht sich nur auf die "geschmacksgebende Komponente", da ist schon noch mehr Fleisch drin, selbst bei Supermarktfutter sind 55-60% Fleisch (& Nebenprodukte) enthalten.
Ich finde Du vereinfachst das jetzt viel zu sehr.
WOFÜR BRAUCHT IHR WISSENSCHAFTLICHE BEWEISE? Die Indizien liegen doch auf der Hand!
OK - dann nehmen wir doch einfach mal das Beispiel Taurin, Du kannst uns ja sicher sagen wieviel Taurin eine Katze denn nun tatsächlich so braucht und dass Überdosierungen tatsächlich nachweislich ungefährlich sind?
Indizien sind so 'ne Sache...
Ich bin selbst beruflich in der Wissenschaft angesiedelt und bin der Meinung, dass die Wissenschaft bereits alle notwendigen Informationen über katzengerechte Ernährung (siehe oben) erforscht hat.
Sicherlich wurde da viel geforscht - nur sind die Ergebnisse, zu denen man da gekommen ist, leider sehr unterschiedlich und die Werte weichen stark voneinander ab.
Hier hat mal jemand schön zusammengefasst wie sehr schon die wichtigsten Werte voneinander abweichen:
http://www.katzen-fieber.de/katzenfutter-naehrstoffempfehlungen-naehrstoffbedarf.php