Ihr Lieben,
vielen herzlichen Dank für die mutmachenden Worte und die Anteilnahme. Natürlich halte ich Euch auf dem Laufenden. Bisher gibt es noch nichts Neues zu berichten. Telefonisch erreiche ich nur jemanden zwischen 13 und 14 Uhr. Danach werde ich natürlich sofort berichten. Bei Verschlechterung o.ä. werde ich natürlich angerufen, daher gehe ich davon aus, dass im Moment alles den Umständen entsprechend verläuft.
Ich fühle mich etwas besser. Es ist trotzdem einfach alles schlimm, aber es ist für den Moment eine innere Ruhe da, weil ich nun erstmal nur Hoffen und Warten kann und nicht Entscheidungen treffen muss, was zu tun ist und Angst habe, die falsche Entscheidung zu treffen. Die Sorge, dass mein Kater verendet, bevor man herausgefunden hat, wie man ihm helfen kann, war furchtbar. Ebenso die Panik, dass einfach nichts gefunden wird und es ihm immer schlechter geht und man ihn ohne Diagnose einschläfern muss, ich hätte mir das ewig vorgeworfen. Nun muss man abwarten und das Beste hoffen. Ich sage mir, dass er dort in den besten Händen ist, auf Intensivstation liegt, kontrolliert und überwacht wird, über die Sonde ernährt wird und sicher so weggedröhnt sein wird, dass er weder Schmerzen hat, noch groß was davon mitbekommt.
Wie es zu so etwas kommen kann, weiß ich nicht. Ich weiß, dass ich ihn bestmöglich versorgt, ernährt und beobachtet habe. Und dass er für meine Beurteilung bis vor einer Woche topfit und ganz normal war. Aber sicher gab es kleine Vorzeichen, die ich einfach nicht bemerkt habe ;(
Vergiftung: Habe ich direkt am Anfang auch viel überlegt. Grad wegen des Speichelns. Wobei die Klinik Tierärztin meinte, dass es vermutlich eine Reaktion auf das Schmerzmittel ist. Giftpflanzen hab ich keine in der Wohnung. Es steht auch nichts offen rum, keine Medikamente, keine Reinigungsmittel, kein Essen. Ich bin auch die ganze Liste der Giftmittel für Katzen nochmal durchgegangen, aber hab nix gefunden, was er hätte haben können. Er bekommt auch nichts nebenher, er kriegt nur sein Katzenfutter und das gleiche wie sein Bruder.
Dass sie vorher keine Sonde geschoben haben, kann ich insoweit verstehen, dass sie natürlich nach den ganzen befundlosen Untersuchungen auch gedacht haben, dass er sich vlt. wirklich nur den Magen verdorben hat und von selbst wieder anfängt, zumal er ja Sonntag ein paar Brocken genommen hat. Es ist immer ein zweischneidiges Schwert, er ist nicht dick, aber er ist schon sehr propper (6,9 KG, aber halt Maine Coon) und die Gefahren einer Fettleber sind bekannt und ebenso, dass schon organische Veränderungen vorliegen können, bevor diese im Blut zu finden sind. Also rein verlässlich sind gute Leberwerte nicht, dass die Leber nicht schon etwas geschädigt ist, aber ich denke, da das Blut wirklich sehr häufig kontrolliert wurde, hätten sie sofort und noch rechtzeitig so oder so reagieren können, bevor es gefährlich wird.
Das einzig klinisch auffällige war die Milz, die auf dem röntgen zu sehen war, was wohl eher ungewöhnlich ist. Bei der Sonografie aber unauffällig wirkte, aber die Ärzte haben das im Hinterkopf behalten. Und die etwas zu niedrigen Leukozyten. Die waren aber in einem Bereich zu niedrig, dass die Klinik Tierärztin meinte, dass könnte auch an der Tatsache liegen, dass er eine reine Wohnungskatze ist, die haben einfach kein so starkes Immunsystem wie Freigänger. Hab aber bei meiner Haus-
Tierarzt nochmal nachgefragt, am Donnerstag, also einen Tag zuvor, waren seine Leukozyten im Normalbereich. Also waren die etwas erniedrigten Leukozytenwerte durchaus eine Auffälligkeit. Aber das kann bei so vielen Sachen auftreten, also kein klarer Hinweis, nur, dass definitiv etwas nicht in Ordnung ist.
Das war auch ein Grund, warum ich gesagt habe, keine weiteren Tests, nicht weiter schallen, röntgen, gucken, bitte aufmachen und direkt nachsehen. Hop oder Top. Wenn nichts ist, ist es natürlich doof, aber er wird es überstehen, aber bevor wir irgenwas verpassen... Meine Haus-
Tierarzt hat mir nämlich schon geraten, ihn einfach erstmal mit nach Hause zu nehmen und nen paar Tage zu beobachten, wenn so alle Werte gut sind und er tendenziell schon besser und wacher wirkt und anfängt zu fressen, vlt. berappelt er sich zuhause wieder richtig. Aber mir war das einfach zu komisch, dass er nur wegen einer Magenverstimmung oder ähnlichem sich so schnell so schlecht präsentiert hat zuhause, dass ich das nicht machen wollte. Zwar hab ich auch Angst gehabt, dass er sich gerade fängt, aber mir vorzustellen, ich hätt den mitgenommen und was wäre dann passiert in den nächsten Tagen zuhause? Will ich gar nicht drüber nachdenken.
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