Da ich auf meine letzte Meinungsäußerung sehr schnell die Antworten bekam, ich hätte wohl nicht zurück gelesen, sei von mir angemerkt, dass ich natürlich den Anfang in Augenschein genommen hatte. Aber der endet bei mir nicht nach dem ersten Post.
Der fünfte Beitrag zu dem Thema sah 2015 dann so aus:
Schlimm ist wirklich, mit welchen Aggressionen das Thema oft behandelt wird. Also geht es um Glaubensfragen, weniger um Fakten, und es werden Glaubensbekenntnisse als Fakten gehandelt? Wer sollte das sicher unterscheiden können? Wer Hilfe erfährt, wird drauf schwören, daß es die Wirkung hatte. Ursache - Wirkung / Medikament - Heilung, das verleiht Sicherheit, etwas, worauf man sich verlassen kann. Wer die Erfahrung des anderen als Mumpitz hinstellt, handelt fahrlässig und zeigt, daß er auf sachlichen Austausch keinen Wert legt.
Wenn es wahrscheinlich scheint, daß diese Therapien reiner Placebo sind, sollten die Aufklärer die innere Größe aufbringen, ihre Argumente freundlich und verständnisvoll für die Lage der anderen vorzubringen! Wenn sie das nicht schaffen, sollten sie sich vllt. besser raushalten.
In dem Falle aber, wo eine Katze nicht richtig behandelt wird und Schaden leiden wird, ist Aufklärung nötig. Allerdings sehe ich auch da keinen Grund, das nicht in angemessener, sachlicher Weise zu tun. Rhetorisch stehen da manche in der Steinzeit, wenn es um die Frage geht, wie kann ich jemanden überzeugen? Steinzeit meint: Keule.
Ihr seht, seit 2015 hat sich nicht viel verändert. Ich hatte allerdings nicht geschrieben, dass diejenigen, die da keinen Nutzen sehen können, sich raushalten sollten. Nein, ich hatte vermerkt, dass jeder seine Meinung einbringen kann, aber eben nicht immer und immer wieder, so dass die anderen Beiträge vollkommen unter gingen. Darauf kam es mir an.
Und die Unterscheidung pro Wissenschaft und evidenzbasierte Medizin
oder nicht finde ich auch etwas vermessen. Das klingt für diejenigen, die
auch andere Heilmethoden in Anspruch nehmen - aus welchem Grunde auch immer - als wenn sie mit der Wissenschaft auf Kriegsfuß stehen würden bzw. nicht wissenschaftlich orientiert denken können. Wer kann das denn beurteilen? Dafür kennen sich viele doch überhaupt nicht genug.
Fazit war in vielen Fällen: Wer auch auf alternative Heilmethoden setzt, hat sich von wissenschaftlichen Erkenntnissen bzw. der evidenzbasierten Medizin verabschiedet.
Dabei waren fast alle Beiträge, die eingeflossen sind, Beispiele dafür, dass die Mediziner, also die Wissenschaftler, bei manchen Leiden bzw. Krankheiten nicht weiter wussten. Erst dann wurden von den Menschen für sich oder auch für ihre Tiere alternative Wege gesucht, weil nichts anderes mehr übrig blieb.
Ich möchte die Diskussion nicht noch einmal eröffnen, aber diejenigen bitten, die gleich auf meine Zeilen geantwortet hatten, sich diese Argumente doch einmal durch den Kopf gehen zu lassen.
Des Weiteren bliebe die Frage, was macht Ihr mit Euren Tieren oder Euch selber, wenn die Ärzte bei Euch irgendwann auch keinen Behandlungsansatz mehr finden und Euch somit keinerlei weitere Hilfestellung zur Gesundung bzw. Heilung mehr geben können? Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht? Schließlich kann es jeden treffen, wenn nicht heute, vielleicht morgen oder übermorgen...
Ich wünsche es allerdings niemanden, das möchte ich als Schlusswort einbringen.