https://www.katzen-forum.de/katzen/70854-draussen-tuer.html Hier gibts die lange Geschichte von Sirius (und jetzt auch Lucky!)
In Kurzform: Sirius ist ca. 12+ (wie groß dieses Plus ist, wissen wir nicht), chronisch krank, hat chronische Schmerzen, ist fast blind und hat und wohl sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht (wir sind uns recht sicher, dass er geschlagen wurde, aber nichts genaues weiß man nicht). Er ist kein Streuner, sondern ein ausgesetzter zahmer Kater.
Die Kombination Angst, schlechte Erfahrungen, Nichts-Sehen und Schmerzen plus die Tatsache, dass ich es nicht so machen kann wie Taskali und seine Grenzen respektieren (seine Öhrchen müssen jeden Tag gecremt werden, und ich hab noch keine Möglichkeit gefunden, das auf eine für ihn entspannte Art zu machen - selbst wenn er auf dem Sofa liegt, zuckt er fürchterlich zusammen und wird ganz klein und platt, wenn ich mich neben ihn setze, auch wenn ich ihn danach manchmal zum Schnurren überreden kann), führt dann eben zu seiner Angst. Er verbringt den Großteil seines Tages unter dem Bett, wenn wir zu Hause sind, bis auf gelegentliche Ausflüge zum Klo und zum Napf.
Er und ich haben uns jetzt auf "Save-Spots" geeinigt (neben dem Bett, neben dem/den PCs), wo er weiß, dass er nicht gefangen und nicht festgehalten wird (Eincremen ist an diesen Stellen auch tabu). Dafür kommt er dann zu uns, lässt sich streicheln und fordert das auch lautstark ein, genießt es offensichtlich, schnurrt, schmust und rammt seinen Kopf gegen alles, das lange genug stillhält. Sobald wir aber stehen, oder noch schlimmer, in seine Richtung gehen, ist er grundsätzlich erst einmal weg, außer, wir halten einen Futternapf in der Hand.
Clickern, um das Selbstbewusstsein zu steigern, funktioniert leider auch nicht so wirklich, er bewegt sich durch seine Schmerzen sehr ungerne und er kann den Target-Stick auch nicht sehen. Nachdem ich mit meinem Latein ein bisschen am Ende bin, was ihn angeht, versuche ich momentan, seine Grenzen so gut wie möglich zu respektieren, seine gesundheitlichen Probleme zu behandeln, die Situation für ihn so erträglich wie möglich zu machen, und jede Schmusestunde und jede Leckerlistunde und jeden kleinen Vertrauensbeweis mit ihm so sehr wie möglich zu genießen - er ist einfach mein Herzenskater!