Echte Dauerausscheider in dem Sinne, daß sie für immer ausscheiden scheint es nicht wirklich zu geben - zumindest ist mir bei meinen (ja wirklich intensiven) Recherchen nicht ein einziger Fall untergekommen. Vielmehr gibt es Langzeitausscheider - das dauert dann ca. 1 Jahr - wie es auch bei mir bzw. bei meinen Pflegis der Fall war. Ich hab jetzt im Nachgang tatsächlich von mehreren solchen Fällen gehört - so selten scheinen Langzeitausscheider also doch nicht zu sein, viele testen nur nicht richtig (oder gar nicht) nach. Bei diesen Langzeitauscheidern wird nicht mit jedem Kot auch Viren ausgeschieden, deshalb sind mehrere Nachtests erforderlich, bevor man wirklich behaupten kann, daß eine Katze nicht mehr ausscheidet. Bis zum Ausscheidungsende sollten die Desinfektions- und Vorsichtsmaßnahmen weitergeführt werden, um ein Weitertragen des Virus zu verhindern.
Danke Dir
Ich denke wirklich, das Wichtigste ist, dass man nach überstandener Infektion gut nachtestet.
Leider gibt es wirklich wenig Informationen über Dauerausscheider, daher ist es schwer, dazu abschließend etwas zu sagen.
Auch TÄ freuen sich sicherlich nicht über Patienten mit einer Seuche, wenn auch nur in abgeschwächter Form. Will mir nicht vorstellen, wie die putzen müssen, nachdem so eine Katze im Wartezimmer und auf dem Tisch saß etc......
Das kann ich Dir sagen, wie die "putzen müssen" ;-) denn der
Tierarzt in meiner Klinik sagte mir das: die Sachen werden mit Formaldehyd desinfiziert. Also, eine spezielle Form eines Aldehyds. Aussage mein
Tierarzt: "Oberwirksam, obergiftig!"
In der Tat sind Aldehyde auch nach RKI die wirksamsten Desinfektionsmittel bei Parvo. Der Parvovirus ist ein unbehüllter Virus und gehört zu den widerstandsfähigsten Viren überhaupt. Das Biest überlebt außerhalb des Körpers mindestens 1 Jahr lang, wenn nicht länger, und wird erst bei sehr hohen Temperaturen abgetötet (die in der Natur nicht vorkommen).
Da Aldehyde krebserregend und hochgiftig sind, kann man sie in Wohnräumen nicht verwenden.
Manche Kliniken verwenden auch Ozongeräte, aber mein
Tierarzt vertraut am liebsten auf die Aldehyde.
Im Wohnraum ist Virkon einfach das Beste, da sehr ungiftig für Säugetiere. Ich habe immer Virkon im Haus, mindestens 2-3 Tütchen, für den Fall der Fälle.
Zur Impfung: ich bin beim Impfen sehr zurückhaltend geworden, nachdem zu viele Freunde um mich herum Katzen an Impfsarkome verloren haben und sich die Schnupfen-Impfung bei meinen 7 Katzen als völlig wirkungslos erwiesen hat (sie hatten 2013 ALLE eine Calici-Infektion mit allerschwerstem Verlauf, sowas hatte der
Tierarzt bei durchgeimpften Katzen noch nie gesehen).
Dennoch: bei der Seuchenimpfung sollte man schon aufpassen. Alle paar Jahre eine Auffrischung, manche sagen nach 3 Jahren, andere nach 7 Jahren, sollte man wirklich lieber machen.
Leider ist die Seuchenimpfung immer mit der Schnupfenimpfung gekoppelt. Ich hab deshalb große Bedenken bei meinen Katzen mit dem Calici, ob ich irgendwann man auffrischen sollte. Denn nicht selten gehts nach einer Impfung wieder so richtig los ... :-(