2017 macht uns allen große Angst...

Mit Lotte fing es für uns ja schon wirklich heftig an, aber es geht immer so weiter. Die meisten Vereine sind noch immer rappelvoll und müssen schon jetzt Notfällen absagen. Uns geht es nicht anders. Ich bin unendlich froh, dass ich im Laufe der Zeit schon wirklich mega tolle Kontakte knüpfen könnte, die mir/uns auch schon oft aus der Patsche geholfen haben.
Vor kurzem durfte sich eins unserer Mitglieder zwar von einem anderen Verein hier in der Gegend anhören, dass sie sich immer über die Vereine aufregen, die gleich "losrennen" wenn irgendwo ein Notfall ist, ohne selbst Platz zu haben und andere müssten es "ausbaden". Aber sein wir doch mal ehrlich: wenn wir nur da helfen wo es schon für jedes mögliche Scenario Hilfe gibt, helfen wir am Ende nirgends und die Tiere bleiben auf der Strecke. Und ob die Leute nun direkt beim am Ende übernehmenden Verein anfragen oder über uns ist doch völlig egal. Hauptsache das Tier bekommt schnell Hilfe. Naja, manche sehen das wohl leider anders...
Nun mal wieder zu uns und unseren Schützingen
Die drei Mädels, die wir in Lotte gefangen hatten, sind auf eine Pflegestelle umgezogen. Sie sind zwar scheu und ängstlich, aber auch noch jung und wir möchten ihnen die Chance auf ein besseres Leben bieten. An der Fangstelle waren sie mehr als unzureichend versorgt und sahen selbst für Streunerkatzen wirklich schlecht aus. Inzwischen wissen wir, dass sie statt mit Katzenfutter eher mit Schicken oder Salami gefüttert wurden.:twisted:
Zwei der Kater sind wieder draußen. Sie haben das Eingesperrt sein gehasst und sind im Gegensatz zu den Mädels wirklich wild. Die Mitarbeiter vom Restaurant bekommen nun Futter gestellt und werden anständig füttern. Natürlich behalten wir das aber auch im Auge.
Kater Keks, der dritte Kater, ist inzwischen nach Emsbüren gezogen. Ein sehr trauriges Ereignis, der Tod einer unserer ehemaligen Schützlinge, könnte jetzt zu seiner großen Chance werden. Jetzt wo Mogli fort ist, ist Krümel ganz allein in seinem Zuhause und sucht seine Familie wieder einen passenden Gefährten. Da wir nur wenig über das Katerchen aus Lotte wissen, er vom Alter aber ganz gut passt, haben wir mit Krümel's Mama besprochen, dass Keks (Name wurde von der Familie schon mal einstimmig beschlossen

) eine Chance bekommt, er aber erstmal als Pflegi mit Option auf Endstelle dort einzieht.
Nun liegt es an Keks. Er wird sicher eine Weile brauchen bis er sich an das Leben mit Menschen gewöhnt hat. Wir hoffen er lebt sich gut ein und kann sein neues Leben bald genießen. Da er aus einer Gruppe stammt und dort wohl eher der zurückhaltende Typ war, sehen wir für die Zusammenführung durchaus gute Chancen.
Gypsy war letzte Woche notfallmäßig beim Tierarzt. Sie hatte ein paar mal erbrochen und es kam etwas Blut mit. Beim Tierarzt wurde dann festgestellt, dass sie freie Flüssigkeit im Bauchraum hat. Ursache unbekannt. Evtl besteht ein Zusammenhang zur Herzerkrankung und nun wurde die Dosis der Entwässerungstabletten die sie bekommt angepasst. Inzwischen ist sie soweit wieder fit. Sie frisst sehr gut und macht einen für ihre Verhältnisse zufriedenen Eindruck.
Am Dienstag sind ihre beiden Mit-Pflegis Lily und Farina in ihr neues Zuhause umgezogen und seit dem ist sie tatsächlich gelassener. Die beide hatten aber auch wirklich Pfeffer im Hintern.:mrgreen:
Die beiden haben ein wirklich tolles Zuhause bei einem jungen Paar in Osnabrück gefunden.
Erinnert ihr ein an Mina, die sich die Kastrationsnarbe aufgebissen hatte? Die Maus war ja wirklich scheu danach und fauchte und spuckte wenn man auch nur ansatzweise in ihre Nähe kam...
Das hier ist Mina heute
https://www.youtube.com/watch?v=Z68xAmR4M4o
Es ist als sei ein Knoten geplatzt. Sie redet inzwischen mit ihrer Pflegemama und streicht ihr um die Beine. Auch streicheln geht immer öfter. Der absolute Wahnsinn!:mrgreen:
Noch mehr Wahnsinn ist, dass Mina ein Zuhause gefunden hat. Gestern waren wir zur Vorkontrolle in Rheda-Wiedenbrück und am Ostermontag wird sie zu ihrer neuen Familie und den drei bereits dort lebenden Katzen ziehen.:-D
Auch unsere Mia ist vermittelt. Der Umzug musste hier etwas warten, da sie zunächst doch noch an den Augen operiert wurde. Sie hatte schon lange immer mal tränende Augen, aber die richtige Diagnose stellte erst der Tierarzt, der die letzte Impfung durchführte: Rolllider...:-| Nun hat sie alles überstanden, Fäden sind gezogen und in ein paar Tagen ist es soweit. Sie zieht nach Recklinghausen und wird sich dort hoffentlich gut mit ihrer neuen Freundin verstehen.
Am Donnerstag bekam ich von einer Bekannten folgende Nachricht
Hochtragende Katze zum Kastrieren in Klinik abgegeben. Babys kommen in den nächsten Tagen. Hast du ne Idee?
:shock::shock::shock: Der Tierarzt hatte sich geweigert zu kastriert und sie darauf hin um Hilfe gebeten. Eine zündente Idee hatte ich auch nicht und es hagelte Absagen von allen umliegenden Vereinen. EIn paar Privatpersonen boten auf Facebook ein Zimmer, eine Garage oder gar eine Scheune an, aber 90% ohne Erfahrung und auch nicht mobil. Sicher alles lieb gemeint, aber da bei so einer Geburt auch schnell mal was schief geht, wollten wir die Katze natürlich gern in möglichst kompetenden Händen wissen. Am Freitag dann konnte die scheue Kätzin zu einem etwas entfernten befreundeten Verein ziehen. Die Erleichterung war enorm, bis.... ja bis.........
Ich bekam erneut eine Nachricht. Selbe Dame hat noch eine hochtragende Kätzin abgegeben. Nicht ganz so weit wie die erste, aber auch schon im letzten Drittel... :dead: Inzwischen hatte meine Bekannte erfahren, dass sie dort woh schon einige Katzen hatte kastrieren lassen, sie aber offenbar Hilfe brauchte, das ganze zu bewerkstelligen. Es hieß zunächste sie hätte etwa 10 Katzen... Meine Bekannte bat mich mal mit ihr dahin zu fahren, sie wollte aber erst mit der Dame telefonieren. Als wir danach miteinander sprachen, bin ich fast hinten über gefallen... Sie hat nicht 10 sondern 40!!!! Katzen! Die Bekannte sagte "sie hat 160m² und die dürfen frei laufen" - nun ja... viele Katzen sind ja ein Stück weit auslegungssache, aber 40 klang arg nach Messi und als sie dann noch sagte darunter sein ein Wurf mit 6 Kitten im Alter von 4 Wochen und sie wolle den behalten, weil sie das was dort geboren würde nicht abgeben könne, war der Fall für mich klar. Das ist ne Nr. zu groß für uns, da müssen die Behörden ran. Die Dame hatte im Laufe des Telefonats erwähnt das sie mit einem Verein bei uns in der Ecke nicht mehr zu tun haben wolle und ich ahnte warum. Inzwischen weiß ich das diese Frau 2013 bereits Ärger mit dem Vet-Amt hatte und 12 Katzen unter Auflage hatte kastrieren müssen. Warum das nun wieder so eskaliert ist konnte mir keiner sagen. Aber der Verein der damals alles in die Wege leitere kümmert sich nun um weiteres. Es sind 2 tragende, die Mama mit 6 Kitten, diverse unkastriere Kater und eben auch einige kastrierte... Ich hoffe sehr, den Tieren dort wird geholfen und das Ganze hat endlich ein Ende da...