Hallo an alle,
ich wende mich jetzt mal völlig verzweifelt an euch in der Hoffnung ihr könnte mir etwas Mut zusprechen oder habt vllt. sowas ähnliches mal gehabt.
Tut mir auch leid, dass es so lang geworden ist.
Habe mittlerweile schon Kosten von fast 3000 Euro gehabt, war bei 3 verschiedenen Tierärzten und momentan ist sie in einer Tierklinik.
Bitte, bitte verurteilt mich nicht, ich habe so viel gelesen und hab doch immer den Ärzten vertraut (z.B. dass keine Blasenentzündung mehr da wäre sondern nur Harnkristalle), habe alles versucht und ich kann sie einfach noch nicht aufgeben.
Es geht um meine Katze, 2 ½ Jahre. Ich muss dazu sagen, dass sie sehr sensibel und eh etwas körperlich eingeschränkt ist, z.B. ist sie fast blind seit Geburt durch grauen Star (deswegen auch reine Hauskatze) und für ihre Rasse ziemlich klein (sie wiegt gerade mal 2 bis 2,5 Kg.) Auch scheint sie leichte Missbildungen an den Hinterbeinen zu haben, aber trotzdem kam sie gut zurecht und war eine ganz liebe, wenn auch, ängstliche Katze. Mit der Zeit hat sich das aber ganz gut gebessert, sie lief nicht mehr so oft weg und war auch sehr verschmust. Lebenswille und – freude war definitiv da!
Habe zu Pfingsten einen kleinen Kater für sie dazu geholt, der sehr lieb war. Damit sie jemanden zum schmusen hat, da meine Erstkatze mit ihr nicht so klar kommt. Allerdings ist er nun eher ein Rüppel und hat sie auch gestresst. Weiß nicht ob das unter anderem der Auslöser war dafür…ansonsten wäre das wohl der Umzug gewesen nächsten Monat :-(
Nun dauert dieses ganze Drama schon länger es fing an im Juli, da war der Popo leicht nass.
Ab zum Tierarzt: Blasenentzündung und
Struvit festgestellt. Geröntgt wurde sie ebenfalls, es waren keine Steine zu sehen. Nur kristalle „flackerten“ auf.
Antibiotikum bekommen, bei der nächsten Kontrolle war die Blasenentzündung weg. Nur
Struvit noch und habe dafür halt Diätfutter gegeben (zusätzlich! Zum normalen Futter, konnte mich damit nicht so ganz anfreunden, habe auch schlechte Sachen darüber gehört und gelesen) und regelmäßig den pH-Wert kontrolliert.
Sie ging aufs Katzenklo und während sie reinging (Haubentoilette) verlor sie schon Pipi, hat mehr auf den Boden gepinkelt als ins Katzenklo. Es lief nur so runter, da war kein Strahl, keine Kontrolle nichts. Selbst die Beine waren mittlerweile immer mal nass.
Ab zum zweiten Tierarzt , Thema barfen angesprochen.
Struvit nochmal per Labor bestätigt, allerdings wurde keine Blasenentzündung festgestellt. Ich sollte es mit barfen probieren, dann würde sich das selbst regulieren der pH-Wert und somit würden sich dann die Steine auflösen. Wenn das nicht klappt, sollte ich wieder kommen um mit einem Katheter die Blase zu durchspülen (sie quasi zu reseten) und weiter mit barfen probieren.
Habe es einige Zeit probiert, es trat keine Besserung ein.
Hatte zwischenzeitlich auch Guardacid ausprobiert nach Rücksprache, aber da hatte ich eher das Gefühl es bewirkt bei ihr das Gegenteil.
Bis ich dann auf einem weißen Regal eine Urinpfütze gefunden habe, die leicht rötlich war. Da war mir klar wieder Blasenentzündung, ab zum 3. Tierarzt weil ich doch nicht mehr überzeugt war wegen der Kathetersache und es wurde irgendwie trotz barfen immer schlimmer. pH-Wert war eigentlich ganz gut immer.
Antibiotikum bekommen, kein
Struvit sondern „so eine Art“ Urat festgestellt. Der Kater wurde von ihr getrennt, weil die Vermutung nahe lag, dass er der Stressfraktor wäre. Außerdem erneut geröntgt und da wurde mir mitgeteilt, dass dieses „aufflackern“ auch Blut sein kann.
Außerdem wurde mir eine Tierklinik empfohlen und da zur Neurologin, weil der Verdacht bestand, dass irgendwas mit den Nerven nicht stimmt. Da sie ja eh seit Geburt blind ist, die Fehlstellung hat an den Hinterbeinen usw. Hatte dort auch einen Termin ausgemacht, es dauerte leider noch etwas bis dahin.
Trotz der Trennung vom Kater, hatte sich nichts geändert. Es wurde immer schlimmer. Mit der Zeit stank die Katze und alles so dermaßen nach Urin es war unerträglich. Wurde auch immer inaktiver und nun lag mittlerweile schon Kot rum!
Bis eines Tages Blut hinten zu sehen war und ein Knubbel, ab zur Notfallsprechstunde des Arztes, die erzählte mir dass die Haut sich hinten schon nekrotisiert habe und es offen wäre. Da war die Wahl zwischen einschläfern und Tierklinik als letzte Hoffnung.
Ich weiß nicht wieso mir das nicht eher aufgefallen ist, sie hat halt längeres Fell und die Tierärzte haben da nie wirklich nachgeschaut, aber natürlich logisch wenn Urin im Fell zurückbleibt, dass die Haut da ständig angegriffen wird. Ich mache mir solche Vorwürfe. Ich habe mich so sehr auf
Struvit und ph-Wert eingelesen, dass ich an sowas gar nicht gedacht habe…
Der Arzt in der Tierklinik wiederum sagte mir chronische Blasenentzündung, sie blieb ein paar Tage dort stationär die Wunde heilte auch ganz gut, allerdings verlor sie immer noch Pipi im Liegen beispielsweise. Antibiogramm wurde gemacht und demnach ein Antibiotikum gegeben. Infusion bekam sie auch ein paar Tage lang um die Blase zu durchspülen.
Nach einer Woche sollte ich sie zu mir nach Hause nehmen, Antibiotikum gegen die Blasenentzündung geben, sowie einmal täglich kurz baden etc.
Ich muss dazu sagen:
Sie war wieder aktiver, war so verschmust, miaute wieder, war wieder wild auf Leckerchen UND konnte gezielt im Katzenklo Pipi sowie Kot absetzen! Sie wirkte so viel besser und ich war guter Dinge!
Leider habe ich es anscheinend nicht gut unter Kontrolle gehabt denn ca. eine Woche später musste sie wieder in der Tierklinik bleiben, weil die Wunde sich verschlimmert hatte.
Und dort ist sie bis heute.
Ich telefoniere täglich mit der Klinik, habe gewünscht dass ein Mittel eingesetzt wird (Tierklinik gibt jetzt Propalin oder so ähnlich, habe darüber jetzt schlechtes wieder gehört) um den Schließmuskel zu stärken, weil ich einfach denke, dass durch die chronische Blasenentzündung, sowie
Struvit und halt die Wunde hinten, dieser einfach geschwächt ist.
MRT/CT (800 – 1000 Euro ) wurde mir zwischendurch angeraten und wieder abgeraten, am Anfang wegen Verdacht auf Bandscheibenvorfall weil sie natürlich gekrümmt war wegen den Schmerzen. Ihre Haltung ist aber auch viel besser mittlerweile. Zwar wurde es mir nochmals angeraten, auch weil es bei ihr „ganz interessant wäre“, aber die Tierärzte glauben nicht, dass sie einen Bandscheibenvorfall hat. Außerdem wurde durch einen erneuten Harnstatus ausgeschlossen, dass sie
Struvit oder ähnliches hat. Da wären natürliche Kristalle, die normal wären im Urin.
Laut Tierarzt verliert sie nun auch etwas weniger Urin, der Strahl im Katzenklo ist noch etwas besser geworden. Aber beim hochheben / Druck auf den Bauch verliert sie nach wie vor Urin und die Wunde heilt nur seeeehr, sehr langsam ab. Es ist ja auch ziemlich ungünstig mit der Heilung an der Stelle, direkt darüber läuft ja das Pipi immer raus… Die Frage wäre ob sie je richtig verheilt und ob sie jemals wieder den Urin halten könne. Man hatte das Thema einschläfern wieder angesprochen, weil es zu langsam ginge. Die Katze wäre alleine, an einem fremden Ort, wird zwar gestreichelt, aber das wäre nicht ich. Es muss an das Wohl der Katze gedacht werden.
Das hat mein Herz wieder zum bluten gebracht


Im Prinzip sehe ich das ja auch so, aber ich habe halt noch die Hoffnung, dass wir das unter Kontrolle bekommen. Sie setzt ja wieder im Katzenklo gezielt Urin und Kot ab und das ist Wochen lang so nicht geschehen! Außerdem muss ich immer daran denken wie viel Lebenslust sie doch gezeigt hat trotz Halskrause zu Hause, würde immer in Frage stellen ob man das hätte nicht doch unter Kontrolle bekommen….und wenn sich das nicht in ein paar Tagen mit dem Urin bessern würde, würde ich noch das MRT/CT machen lassen.
Die Tierärzte wissen nicht hundertprozentig was sie hat, es wird wohl viel diskutiert intern.
Blutwerte waren immer in Ordnung, eine Niere wäre wohl etwas auffällig im Sono (leider weiß ich nicht mehr genau, was er da gesagt hatte, aber keine
Niereninsuffizienz. Es wurde auch wieder ein Antibiogramm gemacht (keine Erreger im Urin) sowie eine Biopsie (unauffällig).
Ich hoffe es ist nicht alles zu sehr durcheinander erzählt und verständlich. Und wie gesagt bitte verurteilt mich nicht, ich bin momentan nur noch am weinen. Hab schon so viele Menschen verloren dieses Jahr und jetzt noch meine „Babykatze“? :-(
Ich ärgere mich, dass ich so lange gewartet habe bis ich zur Tierklinik gefahren bin und nur immer den Ärzten zum Thema Ernährung geglaubt habe.
Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Einschläfern oder ebenfalls denken, dass sich die Blase noch regeneriert? Wie gesagt es ist ja schon besser geworden. Nur nicht 100 % und sehr langsam. Würdet ihr MRT/CT in Erwägung ziehen? Habe totale Schuldgefühle und weiß einfach nicht mehr weiter … :-(
Soll ich sie doch erlösen, damit sie nicht mehr in der Tierklinik bleiben muss? Aber dachte halt die ganze Zeit, dass es das wert wäre wenn sie doch danach ein paar schöne Jahre bei mir noch leben könnte...vielleicht sehe ich das auch falsch....
