Die Entscheidung ist doch super
Nachteile gibt es nicht wirklich ... eher Vorteile für deinen Kater und auch dich. Einzigster Knackpunkt könnte evtl. die Zusammenführung sein,da man ja nicht weiß wie die beiden aufeinander reagieren werden.
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten ... einmal die sogenannte "langsame Zusammenführung" (hier im Forum zu finden oder auch Tante Google) mit der ich persönlich keine Erfahrung habe,oder man setzt die zwei schlichtweg zusammen,trinkt ein Dauerabo Beruhigungstee und guckt zu. Letzteres hab ich bisher immer gemacht und bin damit nicht schlecht gefahren. Habe selber drei Katzen (zwei Jungs,ein Mädchen)
Was du brauchst ist Geduld und Ruhe. Katzen merken sehr schnell Anspannung und Stress beim Dosenöffner. Egal für welche Zusammenführungsvariante du dich entscheidest. Die solltest du nach dem Charakter der beiden wählen denke ich. Sind beide von Haus aus sehr soziale Tierchen,unkompliziert etc. ist eine anfängliche Trennung nicht zwingend notwendig und man kann´s ohne versuchen. Sind beide oder einer von beiden eher "oh ha,aufpassen" dann langsam.
Ich selber hatte bisher das Glück wirklich soziale und halbwegs unkomplizierte Tiere zu haben. Von unserem Momo mal ausgenommen. Der ist zwar absolut nicht aggressiv,aber tut sich super schwer mit Veränderungen. Was ein Neuzugang nun einmal ist. Da brauchte ich etwas mehr Geduld und Spucke als bei den anderen
Nach ein paar Tagen knurren,komisch beäugen,ggf fauchen und kleinen Fellaufständen war´s hier ansich immer getan und es war gut. Momo brauchte Wochen bis zu Monate um die letzten zwei Neuzugänge zu "verknusen"
Dabei war er selber ein "Risikozugang" damals,als er vor 8 Jahren mit 16 Wochen einzog. Meine zwei damaligen (leben heute nicht mehr) waren 5 und 6 Jahre. Die Kätzin war unkompliziert und sozial,der Kater leider eher "hasse ich und zerfleisch ich" oder "lieb ich abgöttisch" Wir hatten damals genau deshalb mit der Pflegestelle eine Rückgabeoption festgemacht,weil der Kater so gar nicht einschätzbar war und durchaus super aggressiv werden konnte. Und so ein 16 Wochen alter Wutzel ist natürlich alles andere als Augenhöhe mit einem ausgewachsenen,kräftigen Kater. Momo hab ich damals auch erst mit meiner Kätzin zusammen gelassen. Da ging alles super,nach 2 Stunden war das kein Thema mehr. Dann meinen Kater dazu und was soll ich sagen,es war Liebe auf den ersten Blick :mrgreen: Erleichterter Anruf nach ein paar Tagen in der Pflegestelle das der kleine Wus bleiben kann,erfolgte ^^
Die zwei waren bis zum Tod meines großen Katers unzertrennlich,Hintern auf Eimer und ganz ganz dicke Katerfreundschaft. Trotz des doch nicht unerheblichen Altersunterschiedes.
Insgesammt hab ich 4 Zusammenführungen bisher ohne Hilfsmittel überstanden,die Tierchen natürlich auch ohne Schaden

Und hab eine ausgeglichene Katzentruppe von erst zweien und seit 8 Jahren dreien. Ohne das ich eingreifen musste.
Spielen hilft ebenfalls fast immer. Am besten sind Dinge wie Spielangel oder so (falls sich beide für interessieren) wo sie sich im Spiel quasie unverfänglich nähern können und erleben dürfen und so merken können "hey,der ist gar nicht doof,der findest das Teil auch toll"
Du kannst so eine Zusammenführung auch mit Feliwaysteckern unterstützen. Ebenso wäre es ratsam,wenn du den neuen Kater holst,getragene Shirts oder ein Pulli/Sweater oder benutztes Handtuch mit bei zu haben.
Neuen Kater damit abstreicheln/einreiben (so lässt sich in einem Mehrkatzenhaushalt auch gut Tierarztgeruch etwas beseitigen) das er nicht ganz so fremd riecht.
Lass dir das gewohnte Futter mitgeben oder erfrag es das er in der ersten Zeit bei dir erst einmal das weiter bekommt. Umstellen -falls gewünscht- kannst du später immer noch. Ein Stressfaktor bezüglich Umzug weniger.
Die ersten Tage ist eh Ausnahmezustand für ALLE. Also Ruhe bewahren,Alltag einkehren lassen,alles so ruhig wie möglich,tief durchatmen und so wenig Gedanken wie möglich machen
