Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn?

Diskutiere Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hmmm....ne, also ich würde wohl eher nicht wollen, dass mir jemand beim Sterben zusieht. Als mein Opa starb, waren meine Oma und meine Cousine...
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #61
Hmmm....ne, also ich würde wohl eher nicht wollen, dass mir jemand beim Sterben zusieht. Als mein Opa starb, waren meine Oma und meine Cousine gerad mal 10 Minuten weg. Meine Cousine rief mich noch an und sagte, dass Opa sogar seine Sprüche, die er so hatte, gesagt hat. Wir dachten, es geht ihm besser.....bis der Anruf aus dem KH kam, dass Opa verstorben ist.
Als ich meinen Hund erlösen lassen habe, hatte ich das Gefühl, er möchte dass ich bei ihm bin. Er mußte nicht auf den kalten Tisch, sondern durfte auf einer Decke auf dem Boden liegen. Als er merkte, dass er langsam wegdämmert (Narkose), legte er mir seine Pfote in die Hand. Er liebte es, wenn man sein Bein kurz über der Pfote gekrault hat. Sein Kopf lag auf meinem anderen Arm und ich habe ihm das Bein gekrault und mit ihm geschmust, bis es vorbei war. Der Tierarzt sagte, ich solle mein gesicht weiter weg nehmen, da Hunde wohl aus Reflex schnappen könnten. war mir egal. Es war der "letzte Wunsch" den ich ihm erfüllt habe. Ob es aus Hundesicht wirklich so war, weiß ich natürlich nicht.
Bei den Katzen würde ich auch dabei bleiben. Es sei denn, ich würde merken, die betreffende Katze mag es nicht. Ich würde zwar den raum nicht verlassen, aber eben das Tier in Ruhe lassen. Nur, ob man es in dem Moment merkt oder merken will? Ich weiß es nicht.
Bartagame Lexy ist in meiner Hand eingeschlafen. Er mußte auch erlöst werden. Ratte Erna verstarb auch in meiner Hand. Sie wurde plötzlich panisch, war hinten wie gelähmt und bewegte sich im Kreis. Hab sie dann aus ihrem Käfig genommen. Auf der Hand wurde sie ganz ruhig und starb. Zufall? War sie nur ruhig, weil sie keine Kraft mehr hatte? Oder hat es sie beruhigt, weil man bei ihr war?
dabei bleiben oder nicht ist da wohl immer eine schwere Entscheidung. Jedenfalls wenn es darum geht, ob und wie man merkt, ob das Tier lieber allein sterben möchte oder nicht. Ich hoffe, wenn es hier mal soweit ist, kann man in der Beziehung die richtige Entscheidung treffen.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #62
Ich überlege jetzt schon seit die Frage aufkam, ob es besser ist sein krankes Tier in der Tieraztpraxis oder zu Hause einschläfern zu lassen, ob ich das hier überhaupt schreiben soll:
Man sollte auch überlegen, ob man ein Tier nicht auch einfach sterben lassen kann, wenn das Ende von selbst kommt. Dann kann man sich zu Hause verabschieden und das Tier kann sich von den Menschen verabschieden.
Meine Katze Jenny hat z.B. meinem älteren Sohn, noch ein letztes Mal das Pfötchen in die Hand gelegt...
Sie starb nach einem tiefen Seufzer friedlich auf den Sofa. Alle waren bei ihr.

Sie war mit 14 Jahren nach einer Blasenentzündung in tierärztlicher Behandlung und trotzdem sich die Entzündung durch AB-Gaben gebessert hatte, gesellten sich immer mehr Probleme dazu, unter anderem auch ein geschädigtes Herz.

Die Tierärztin wollte einschläfern und versuchte uns zu überzeugen, es sei ja keine Heilung mehr möglich und die Katze würde nicht mehr gesund werden. Als ob ich das erwartet hätte. :roll: Ich sagte ihr, dass ich das wüsste. TÄ:"Sie können nicht loslassen und sie verabschiedet sich ja schon."
Ich hatte nur das Gefühl, sie wollte noch ein letzten Verdienst rausschlagen.
Ihr letzter Versuch: "Zu Hause erstickt sie Ihnen, das ist kein schöner Tod."- Seelische Erpressung.

Ich habe meine Katze genommen und nach Hause gebracht. Ja, vielleicht kann man es letztlich als Ersticken bezeichnen, wenn das Herz aussetzt und keinen Sauerstoff mehr transportiert. Mir kam es nicht vor wie eine Quälerei (siehe oben).

Bei Menschen lässt man das auch zu und nennt es auch keinen schlimmen Tod.

P.S. Ich bin natürlich nicht generell gegen das Einschläfern, nur für ein Abwägen.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #63
[...] Bei Menschen lässt man das auch zu und nennt es auch keinen schlimmen Tod.[...]
LEIDER muss man es beim Menschen zulassen, meine Mutter ist qualvollst gestorben und ich hätte mir so gewünscht, dass man ihr das hätte ersparen können - wenn du das einmal miterlebt hast, sagst du nicht mehr pauschal, dass schwerkranke Menschen keinen schlimmen Tod haben :cry:.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #64
Das Dir davor graut, kann ich gut verstehen. Ich persönlich fand das entsetzlich (eigentlich gibt es kein passendes Wort für diese Entscheidung).
Ich hatte auch leider das Problem, dass ich gar nicht mehr gesehen habe, dass Mona schon so schlimm abgemagert war und sie kaum noch Kraft hatte.
Ich konnte/wollte das nicht sehen.:-(

Das Zuhause ist doch sicher.
Es geht wirklich nur um das Ende, das Einschläfern.

Ich weiß nicht, ob man das jetzt wirklich vergleichen kann, aber wer von Euch möchte denn nicht lieber Zuhause sterben?


Liebe Grüße
Melanie


Ich hoffe und bete das mir die entscheidung abgenommen wird und sie einfach einschläft.
Wenn ich die Enstcheidung treffen muss, weiß ich ehrlich gesgat garnicht, ob hier oder beim Tierarzt.

Ich beobachte Sternchen sehr gut udn achte auf sie. Danke diese Forums und vieler guter Beiträge bekommt man soviele Tipps, worauf man achten muss. Oder auch die geschichten con Usern....

Melli, am liebsten zuhause.
ich habe leider schon einige Famileinangehörige verloren, die im Pflegeheim oder Intensiv waren. Das war nicht schön, weder für uns noch für denjenigen selber. Und wenn dann noch dein Opa sagt, wann kann ich endlich sterben......Das zerreißt einen und man wünscht sich dann, das was man für sein Tierchen tun kann, auc für menschen tun dürfe (sorry für OT).

Lg Andrea
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #65
Lucy ist in der Tierklinik im Inkubator verstorben.

Ich weiß nicht warum, aber irgendwas in mir hat mir gesagt, dass ich sie lieber dort lassen soll. Es sollten am nächsten Tag noch ein paar Untersuchungen gemacht werden und ich hatte morgens einen Termin. Danach wollte ich sie wieder abholen. Das hatte ich ihr versprochen. Allerdings ist sie unerwartet in der Nacht verstorben. Ihr Zustand war zwar kritisch, aber noch nicht lebensbedrohlich. Ich schätze dass sie nicht zuhause sterben wollte. Abgeholt habe ich sie trotzdem und im garten beigesetzt.

Einerseits finde ich es schade Lucy nicht auf ihrem letzten Weg begleitet zu haben, andererseits hätte sie hier auch keine Ruhe gehabt. So konnte sie in Frieden gehen.

Wie ich es bei meinen beiden jetzigen Katzen handhaben werde weiß ich noch nicht. Allerdings möchte ich, sollten sie eingeschläfert werden müssen, einen direkten Venenzugang am Hinterbein über diesen dann eine Überdosis Narkosemittel gespritzt werden soll.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #66
[...] Allerdings möchte ich, sollten sie eingeschläfert werden müssen, einen direkten Venenzugang am Hinterbein über diesen dann eine Überdosis Narkosemittel gespritzt werden soll.
Was wäre denn die Alterative?
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #67
Manche Tierärzte legen die Tiere vorher in Narkose. Dazu spritzen sie in den Muskel und müssen dann noch ein zweites Mal für die endgültige Spritze pieksen. Andere suchen sich direkt eine Vene am Vorderbein und verabreichen gleich das Mittel.
Es gibt verschiedene Präparate welche zur Euthanasie zugelassen sind. Für manche MUSS das Tier vorher in Narkose gelegt werden. Denn diese Mittel lähmen die Atmung und dadurch kommt es zu einem herzstillstand. (Beispiel T61). Ein anderer Wirkstoff ist eigentlich ein altes Narkosemittel, welches heutzutage nicht mehr eingesetzt wird, es verursacht sehr schnell einen Herzstillstand. (Phentobarbital, also ein Barbiturat. Beispielsweise Narcoren)

Ich möchte aber nicht, dass meine Katzen sehen müssen wie sie gepiekt werden. Deshalb das Hinterbein und einen Katheter einfach zur Sicherheit, dieser verrutscht nicht so schnell wie eine Kanüle und man kann ggf nachdosieren.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #68
Also von mir aus, kann das hier auch abweichen, vom Tier.
Ich finde gut, in verschiedene Richtungen zu denken.

Bianca, :d042:

Nicky, jetzt habe ich Dich verstanden.
Ja, darüber kann man auch nachdenken. Letztendlich haben sie aber keine Wahl, wenn wir entscheiden, dass der Zeitpunkt des Einschläferns gekommen ist.
Sie können sich nicht selbst einschläfern. Also ist immer jemand dabei.

Ich glaube nicht, dass Menschen ÜBERWIEGEND allein sterben.
Natürlich habe ich das im Rahmen meiner 24 jährigen, beruflichen Tätigkeit auch erlebt, dass Menschen sterben obwohl die Angehörigen nur schnell "eine rauchen" gegangen sind, aber ich würde sagen, dass das nicht "meistens" passiert.


Bine, danke für Deinen Beitrag.
Ich kann Deine Gedanken SEHR gut nachvollziehen und glaube, von Herzen, dass Du alles richtig gemacht hast.

2013 ist mein Papa ganz plötzlich aus dem Leben gerissen worden. Da hatte ich leider keine Chance mehr, ihn zu begleiten.
2014 ist mein Schwiegerpapa an Krebs erkrankt. Wir wohnen in einem Haus und als es zu Ende ging, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass er nach Hause kommt.
Ich werde seine Stimme am Telefon niemals vergessen, als ich ihn im Krankenhaus angerufen habe um ihm zu sagen, dass wir das Pflegebett ganz schnell bekommen haben und er morgen nach Hause kommen kann.
Glückseligkeit, war förmlich zu spüren und dann später auch zu sehen. Mein Schwiegerpapa ist dann hier, unter uns, verstorben.
2015 ist dann leider meine Mama ganz plötzlich verstorben. Ich hatte zweieinhalb Tage lang Zeit, mich zu verabschieden, bis sie verstorben ist. Leider im Krankenhaus...

Also wenn es eben möglich ist, möchte ich selber auch Zuhause sterben.
Nein, das Sterben und der Tod, haben kein schönes Gesicht. Gehören aber zu unserem Leben dazu.


Linette, danke das Du das ansprichst.
Ich habe mir dazu auch schon mal Gedanken gemacht:


Liebe Grüße
Melanie
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #69
Danke für die Erstellung, dieses Threads.




Ehrlich gesagt glaube ich gar nicht, dass der Tierarzt einschläfern würde, wenn das Tier noch WEGRENNEN würde/könnte.
Zumindest kann ich mir keine todkranke, sterbende Katze vorstellen, die noch die Kraft hat, wegzurennen.


Da muss ich Dir leider widersprechen:???: Mein Joschi wog vielleicht noch knapp etwas über 2kg, konnte wegen seines Kiefernkrebses nicht mehr futtern und hatte die letzten Nächte sogar auf dem Fußboden geschlafen, obwohl er es noch schaffte, auf das Sofa und den Tisch zu springen. Als die TÄ das Wohnzimmer betrat versuchte er an ihr vorbei die Treppen hoch nach oben zu laufen. Er hätte vielleicht noch einige Tage überlebt, wäre aber qualvoll verhungert, weil er zur Futteraufnahme nicht mehr fähig war. Daher hatten wir die Entscheidung getroffen, dass unsere TÄ ins Haus kam. Das Bild, wie er versuchte wegzulaufen bekomme ich bis heute nicht aus dem Kopf :cry: Aber ihn mit dem Auto in die Praxis zu bringen wäre für ihn noch schlimmer gewesen, da er bei und nach jedem Tierarztbesuch völlig panisch war. Ich fand es erschreckend, wie viel Energie und Kraft eine sterbenskranke 19-jährige Katze tatsächlich noch entwickeln kann:shock: Laut unserer Tierärztin hätte er vermutlich keine 2 Tage mehr geschafft.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #70
Meine sind alle in Narkose gelegt wurden, darauf bestehe ich auch. Das Mittel direkt zu spritzen kommt für mich nicht in Frage.

lg Juli
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #71
Meine sind alle in Narkose gelegt wurden, darauf bestehe ich auch. Das Mittel direkt zu spritzen kommt für mich nicht in Frage.

lg Juli
Für mich auch nicht. 3x hatten wir "Glück" dass die Narkose bereits ausreichte. Man sagt doch der Tod ist wie ein einschlafen. Und genau das sollte es mMn sein wenn man helfen muss.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #72
Ich überlege jetzt schon seit die Frage aufkam, ob es besser ist sein krankes Tier in der Tieraztpraxis oder zu Hause einschläfern zu lassen, ob ich das hier überhaupt schreiben soll:
Man sollte auch überlegen, ob man ein Tier nicht auch einfach sterben lassen kann, wenn das Ende von selbst kommt. Dann kann man sich zu Hause verabschieden und das Tier kann sich von den Menschen verabschieden.
Meine Katze Jenny hat z.B. meinem älteren Sohn, noch ein letztes Mal das Pfötchen in die Hand gelegt...
Sie starb nach einem tiefen Seufzer friedlich auf den Sofa. Alle waren bei ihr.

Wenn sich das Tier nicht quält, sondern wirklich ohne Schmerzen einschlafen kann, würde ich es auch nicht einschläfern lassen. Ich wünsche all meinen Tieren ein langes Leben. Wenn es aber soweit ist, wünsche ich ihnen, dass sie einfach im Schlaf sterben. Ist zwar für uns vielleicht nicht so schön, wenn man morgens wach wird und eine verstorbene Katze neben einem liegt, aber einschläfern finde ich noch schlimmer. Eben weil man entscheiden muß, tot oder lebendig und weil erlösen auch bedeutet, das Tier ist krank, fühlt sich nicht wohl hat evtl sogar Schmerzen. Sollte ich mit einem der 5 zum Tierarzt müssen und es steht die erlösen im raum, würde ich auch, wenn es für das Tier gut ist, immer so entscheiden, wie saurier es gemacht hat....noch eine letzte Nacht im zuhause, nachts kuscheln dürfen, beim Menschen liegen und dann den Tierarzt nach hause holen. Aber eben nur, wenn es für das betreffende Tier zumutbar ist. Aber mit Medikamenten vollpumpen lassen, damit ich es noch mal mit nach hause nehmen kann, würde ich egoistisch finden. Dann würde ich auch in der Praxis erlösen lassen. Kann ja auch schnell passieren. Unfall, Tierarzt, dort werden so schwere Verletzungen festgestellt, dass man besser erlösen sollte....oder halt auch Krankheit, die sich beim Tierarzt als viel schlimmer als angenommen rausstellt und man dem Tier nicht zumuten kann, noch mal nach hause gebracht zu werden.
Erlösen wann und wo kommt wohl auch auf die Situation an
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #73
Ja Emil, so kann es auch passieren. Schrecklich.
Wie Du aber schreibst, wäre der Weg in die Praxis noch schlimmer gewesen.

Andrea, was glaubst Du denn, wie es für Sternchen leichter wäre?
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #74
[...] Ich möchte aber nicht, dass meine Katzen sehen müssen wie sie gepiekt werden. Deshalb das Hinterbein und einen Katheter einfach zur Sicherheit, dieser verrutscht nicht so schnell wie eine Kanüle und man kann ggf nachdosieren.
Jack bekam erst die Beruhigungsspritze, dann den Zugang im Hinterbein und dann das Mittel. Ich denke, ich würde es wieder so machen.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #75
Es kommt, wie bereits geschrieben, auf das Medikament an.

Wenn man das überdosierte Narkosemittel wählt, braucht man vorher keine Sedation. Im Prinzip geht dann einfach das einschlafen fließend in den Tod über.

Aber diese Entscheidung darf natürlich jeder selbst treffen. Plausibel erklären kann man es sowieso nicht.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #76
Unsere Tierärztin hat einen kleinen Pieks in die Leber gemacht - dort sind keine Schmerznerven - und Schnuffi ist binnen Minuten "eingeschlafen". Ich würde es jederzeit wieder so machen lassen, wenn es sein muss. Allerdings ist er in der Praxis eingeschlafen - ich hätte es mir mehr gewünscht, dass es zuhause gewesen wäre. Aber dafür kam es zu plötzlich
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #77
Was für ein Thema !

Wir und der Tod oder das Sterben, etwas vor dem wir alle Angst haben und es meistens verdrängen, egal ob es uns selbst betrifft, oder die die wir lieben.
Ich für meinen Teil bilde mir ein meinen Frieden mit dem Tod geschlossen zu haben, wobei ich mir wahrscheinlich da selbst was vorlüge.
Meine Lieben habe ich verloren, als wir am glücklichsten waren, an einem Tag im Paradies der zur Hölle wurde.
Es wurde nur die Leiche meiner jüngeren Tochter gefunden, die ich dann Monate später bestatten konnte, aber wenn ich sie am Friedhof besuche, sind ihre Schwester und meine Frau auch dort, und ja es hat etwas sehr tröstliches einen Platz zu haben, an dem ich mit ihnen sprechen kann.

Ich weiß nicht ob ihr Tod leicht oder schwer war, ich weiß nur dass er sehr plötzlich war.
Ich glaube auch, dass es sehr schwer für uns "Hinterbliebenen" ist zu beurteilen, wie leicht oder wie schwer das Sterben ist, alles was wir wissen ist, dass es endgültig ist.

Früher habe ich es immer belächelt, wenn man die Asche seines Tieres in einer Urne aufbewahrt oder der Katze, dem Hund ein Grab gibt, aber ich gebe zu es hat doch etwas sehr tröstliches in seiner Seele eine Platz zu haben, den man besuchen kann, wenn man selber Trost braucht.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #78
Mark, wahrscheinlich möchtest Du das gar nicht hören, aber ich kann gerade nicht anders, als Dir zu sagen, dass ich, seitdem ich das weiß, jedes Jahr an Weihnachten, an Dich denke.
Es tut mir UNFASSBAR leid.

Ja, gewiss ist, dass der Tod endgültig ist und ja, das macht Angst.



Wie siehst Du das mit dem Einschläfern?
Zuhause oder in der Praxis?

Dein letzter Satz ist so schön, dafür gibt es noch ein :a066:
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #79
Ich denke ich weiß jetzt auch, worum es geht. Ich möchte Dir auch sagen, wie leid mir das tut Monterosa.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #80
Ich z.B. brauche keinen "Ort" zum Trauern, ich war seit ihrem Tod nur einmal am Grab meiner Mutter und auch nur, weil ich musste - mir bringt das nichts, denn dort ist meine Mutter nicht. Ich trage die Erinnerung an sie in mir und wenn ich eine Entscheidung treffe oder etwas sehe und dabei denke: 'Was würde sie dazu sagen?', dann habe ich mehr von ihr, als wenn ich vor einem Stück Erde stehe.

Dass meine Tiere eingeäschert wurden und nun hier im Regal stehen, hat - neben der Sache, dass ich nicht wirklich einen Ort zum Hingehen brauche - etwas damit zu tun, dass ich keinen Platz zum Bestatten hätte (denn wir haben keinen Garten und der meiner Eltern ist zu weit weg bzw. ist ja auch nicht klar, was mit dem Haus nach dem Tod meines Vaters passiert und dann die Tiere Fremden überlassen...?) und als Alternative nur die Tierverwertung geblieben wäre und DAS hätte ich nicht über mich gebracht.

Der Tod gehört für mich zum (alltäglichen) Leben, ich wohne über einem Bestatter, ich fürchte den Tod nicht. Ich mag ihn nicht, aber ich habe auch keine Angst. Wenn ich morgen sterben müsste, würde ich sagen, dass das in Ordnung wäre. Sicher, es wäre schmerzhaft, meine Lieben zurückzulassen und klar möchte ich noch vieles machen, aber ich bin zufrieden mit meinem Leben, habe vieles erleben dürfen, obwohl ich noch nicht soooo alt bin :wink: - also, ich schätze, ich hätte nur Angst, dass ich Schmerzen hätte.

Und genau das möchte ich meinen Tieren ersparen - Schmerzen. Daher würde ich sie immer bewusst gehen lassen, wenn ich die Chance habe und es einen Grund gibt.
 
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