Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn?

Diskutiere Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Also wenn es um Einschläfern geht, gibt es doch nur den Ort wo sie/er zu Hause war, auch wenn es dann vielleicht etwas sticht, den Platz jeden Tag...
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #81
Also wenn es um Einschläfern geht, gibt es doch nur den Ort wo sie/er zu Hause war, auch wenn es dann vielleicht etwas sticht, den Platz jeden Tag zu sehen, aber ich sehe da keine andere Möglichkeit.

Zum anderen, ich weiß Melli und es macht mir auch nichts mehr soviel aus, es hat Jahre gebraucht um darüber zu reden, aber mittlerweile habe ich gelernt Mitgefühl anzunehmen und nicht mehr gleich davon zu laufen, also ein Bussi für Dich für Deine Gedanken an mich zu Weihnachten.

Apropos Jedermann möchte nächste Weihnachten bei Dir feiern.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #82
...
Meine Katze Jenny hat z.B. meinem älteren Sohn, noch ein letztes Mal das Pfötchen in die Hand gelegt...
Sie starb nach einem tiefen Seufzer friedlich auf den Sofa. Alle waren bei ihr.
...
Ich habe meine Katze genommen und nach Hause gebracht. Ja, vielleicht kann man es letztlich als Ersticken bezeichnen, wenn das Herz aussetzt und keinen Sauerstoff mehr transportiert. Mir kam es nicht vor wie eine Quälerei (siehe oben).

Bei Menschen lässt man das auch zu und nennt es auch keinen schlimmen Tod.
LEIDER muss man es beim Menschen zulassen, meine Mutter ist qualvollst gestorben und ich hätte mir so gewünscht, dass man ihr das hätte ersparen können - wenn du das einmal miterlebt hast, sagst du nicht mehr pauschal, dass schwerkranke Menschen keinen schlimmen Tod haben :cry:.
sauri, lies bitte noch mal die oberen Abschnitte.
Den letzten Satz mit den Menschen bezog ich auf einen Herztod, vergleichbar mit dem von Jenny und keinesfalls pauschal auf alle schwerkrankem Menschen. Tut mir leid, wenn das so rüberkam.

Monterosa, nach deinen entsetzlichen persönlichen Verlusten könnte ich es sogar verstehen, wenn du die trauernden Tierhalter belächeln würdest. Um so großartiger von dir, dass du es nicht tust.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist wirklich viel, viel tragischer als der eine Tieres, auch wenn es unklug ist, das in einem Katzenforum zu sagen.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #83
@Mark: :a066:

@Linette: Das habe ich dann in der Tat missverstanden, sorry.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #84
Heike, was den Besuch auf dem Friedhof betrifft, bin ich wieder ganz bei Dir.
Ich habe auch nicht das Gefühl, dass meine Eltern oder mein Schwiegerpapa dort sind.
Sie sind in meinem Herzen.
Ich zünde lieber hier Zuhause für sie alle, eine Kerze an.

Dennoch kann ich verstehen, dass viele Menschen diesen Ort brauchen und dort auch Trost finden.


Mark, die Zeit hat es bestimmt auch gebraucht um ansatzweise zu verarbeiten, was passiert ist.

Ja, Jedermann kann in diesem Jahr gerne bei uns das Weihnachtsfest feiern.


Linette, ich finde den Schmerz, den man bei dem Verlust eines geliebten Menschen spürt, auch nicht vergleichbar, mit dem Schmerz, den man spürt wenn die geliebte Katze geht.
Aber das ist auch nur mein persönliches Empfinden.


An Alle, hat die Beisetzung eines Haustieres eigentlich auch Grenzen, für Euch?
Ich meine, könntet ihr Euch eine Erdbestattung, die einer menschlichen Erdbestattung gleicht, mit allem Drum und Dran vorstellen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #85
Meine zwei ältesten Mäuse sind leider in der Praxis eingeschlafen -.-
Bei Sam kam es so plötzlich ... es war ein Zahnnachgucktermin wo der Tumor gefunden wurde (Lebenserwartung max 2 Wochen) und wo er schon in Narkose lag,hab ich ihn gleich schlafen lassen. Das Ding hätte platzen können,er wäre mir vor vollem Napf verhungert etc. Das waren alles keine tollen Aussichten für 2 Wochen leben lassen.
Bei Julchen war es abzusehen. Sie hatte ebenfalls Krebs (Lymphom mit Bauchraumstreuung) und ich hab sie ein gutes halbes Jahr gepeppelt und gehegt. Ansich wollte ich sie gerne hier zu Hause schlafen legen,wenn sie´s nicht von selber schafft. Zeitraum war nicht abzusehen ... Tierarzt (Klinik) sagte bis zu 1-2 Jahren wäre möglich mit Medikamenten. Daher hatte ich mit der Haustierarztpraxis abgesprochen sie hier zu Hause schlafen zu legen falls nötig. Nur leider konnte sie eher nicht mehr und es war natürlich an einem WE,so das nur 1 Tierarzt in der Praxis war,die seperate Katzenpraxis geschlossen und unmöglich einen Haustermin für den Tag zu bekommen. Also mussten wir leider mit ihr in die Praxis. Wurden aber vorgenommen und mussten nicht warten,so das so wenig Unruhe und Stress wie möglich für die Kleine.
Es gab zwei Spritzen,einmal Narkose und dann das andere Zeug. Sie ist ganz ruhig eingedämmert :cry:

Beide Tierchen habe ich eine Einzeleinäscherung gegeben (da ist auch wirklich nur Asche in den Beutelchen und keine anderen Rückstände ... wo ich das auf der ersten Seite gelesen hatte) und sie stehen nun hier auf einem kleinen Würfelregal mit ihren Lieblingsspielzeugen in den Gefäßen mit drin und ein paar andere Dinge die ich noch mit reingelegt habe.
Überlege ob ich Sam nicht ein Bäumchen gebe. Wir ziehen bald um,hätten Eigentum und Garten. Er war so gerne draußen früher. Hätte also die Möglichkeit. Muss ich mal schauen. Julchen bleibt in ihrem kleinen Gefäß,da sie nie raus wollte. Denke so mitten drin sollte sie sich auch wohlfühlen :)

Ich hab ehrlich gesagt früher schräg geschaut wenn ich z.B im TV gesehen habe,das jemand sein Tier einäschern lässt oder ähnliches. Tierfriedhof war mir noch sehr nachvollziebar.
Bis das eben mit Sam und Jule kam und ich keine Möglichkeit hatte sie zu begraben. Ich wusste aus dem Erlebnis mit meiner Hündin vor Jahren,das mir das verdammt quer geht,wenn ich das nicht kann. Sie musste damals verbrannt werden und bekamen sie auch nicht wieder (glaub damals gab´s das auch noch nicht sooo verbreitet) wegen Seuchengefahr. Hätte sie wohl gern im Garten damals begraben (wohnte da noch zu Hause) Wusste auch ehrlich gesagt bis Sam nicht das es Einzeleinäscherungen auf Wunsch gibt und wurde von der Praxis an ein nettes Krematorium verwiesen bzw. die meldeten sich am Nachmittag des Einschläferungstages,holten Sam und auch Julchen in der Praxis ab und gut eine Woche später hatte ich die zwei Mäuse wieder zu Hause. Urne hatte ich dort nicht gekauft,sondern so nach etwas hübschen gesucht und es gefunden. Sie hätten sie mir auch kostenlos von der Transporturne in das Gefäß umgesetzt,aber das hab ich doch lieber selber gemacht.

Ich bin immer dafür das ein Tier lieber selber seinen Weg findet. Sofern es sich nicht quält und unnötig leiden muss. Dann sollte man dem "vorgreifen" und eben den Weg erleichtern.
Julchen z.B hätte mit einer Medikamentenerhöhung und noch mehr Medikamente es vllt noch ein paar Wochen geschafft. Aber sie konnte nicht mehr. Bäuchlein war voll mit Wasser und es hätte mehr Tierarzt bedeutet.
Ich war in der Zeit drum bemüht sie so weit wie möglich aus Praxen und Kliniken raus zu halten. Sie mochte das gar nicht und stresste sie. Das wäre dann nicht mehr in dem Rahmen gegeben gewesen und das war der letzte Gefallen den ich ihr tun konnte. Sich nicht weiter unnötig zu quälen. Die letzten zwei Wochen ging es bei ihr halt ganz langsam wirklich abwärts und sie bekam mehr und mehr Probleme,hatte Schmerzen etc. Und das musste nicht. Sie hat sich wirklich sehr Mühe gegeben,hat viel gekämpft und war super tapfer die Maus. War so stolz auf sie,das sie es soweit geschafft hatte.
Mir wäre es nur sehr lieb gewesen,wenn sie hätte hier zu Hause gehen dürfen :-(
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #86
[...] Der Verlust eines geliebten Menschen ist wirklich viel, viel tragischer als der eine Tieres, auch wenn es unklug ist, das in einem Katzenforum zu sagen.
Nein, das finde ich nicht, wieso sollte man das nicht sagen dürfen? Ich sehe das ganz genauso. Ich liebe meine Katzen und sie gehören zu meiner Familien, aber sie haben nicht den Status eines engen menschlichen Familienmitglieds.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #87
Nein Melli, das könnte ich mir nicht vorstellen. Mir geht es da ähnlich wie sauri. Ich brauche das nicht. Nur bringe ich es auch nicht über mich Krabbe beim Tierarzt zu lassen.
Es geht mir auch bei dem Grab meiner Mutter so wie Euch. Ich denke so oft an sie, frage mich in der und der Situation, was sie dazu sagen, wie sie handeln würde. Sie ist quasi immer bei mir, in mein Leben integriert. Deshalb gehe ich auch sehr selten zu ihrem Grab.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #88
An Alle, hat die Beisetzung eines Haustieres eigentlich auch Grenzen, für Euch?
Ich meine, könntet ihr Euch eine Erdbestattung, die einer menschlichen Erdbestattung gleicht, mit allem Drum und Dran vorstellen?

Du meinst so richtig mit aufbahren, Kränzen, usw usw...? Nein, das finde ich dann doch zu übertrieben. Ich möchte für mich auch nicht so eine Beerdigung. Ich möchte nicht, dass da vorn einer steht und aus meinem Leben erzählt. Ich möchte keine Kränze und ich möchte keine Trauerkleidung. Ich denke, gerade deshalb kann ich mir das für die Tiere nicht vorstellen.
Ich für mich möchte die Einäscherung, nichts Kirchliches, statt Rede zwei ganz bestimmte Lieder, wenn die Urne runtergelassen wird soll ein drittes Lied gespielt werden. Statt Trauerkleidung ganz normale Kleidung wie jeder möchte und statt Blume ins Grab werfen ein schluck Becks reinkippen. Danach nix mit Kaffee und Kuchen sondern Party. ich weiß, hört sich für viele befremdlich an und viele denken, ich bin total bekloppt. Aber das bin ich. Wenn ich jetzt ein Tier so bestatten lasse wie es normal bei Menschen abläuft....nein, das würde auch nicht zu mir passen. Ich sage aber auch nichts dagegen, wenn es jemand so macht. Jeder, wie er am besten damit zurecht kommt und wie er es für richtig hält.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #89
Heike und Melli, bei mir ist das ähnlich wie bei euch. Ich gehe nicht an das Grab von meinem Opa, weil er da mMn einfach nicht ist, bzw. warum sollte er/sein Geist/seine Seele auch an diesem tristen Ort sein?

Andere hingegen brauchen das einfach und das akzeptiere ich genau so. Jeder sollte auf seine persönliche Art trauern dürfen, sei es für einen Angehörigen oder für ein geliebtes Haustier.

Ich habe meinen Opa auch 4 Wochen begleitet. Wir dachten, er wird dement, dann bekam er Atemnot und es wurde ein Hirntumor diagnostiziert.

Von da an hat er überwiegend wirres Zeug geredet ...

2 Tage nachdem er im KH war, sagte er mir (ganz leise, als Oma und Mama gerade draußen waren) "ich komme eh nicht mehr nach Hause."

Ob er gern zu Hause gestorben wäre, kann ich nicht sagen, aber wenn er sich noch hätte artikulieren können, hätte er uns alle nach Hause geschickt, weil er nicht gewollt hätte, dass wir ihn so in Erinnerung behalten, sondern eher an die schönen Momente denken.

Trotzdem bin ich bei ihm geblieben, weil ICH es mit MIR selber nicht vereinbaren konnte, nicht bei ihm zu sein.

Er ist glücklicherweise für die letzten 3 Tage in das Hospiz gekommen und ich muss sagen, dass es dort "sehr schön" war.

Aber tatsächlich hatte meine Mutter lange damit zu kämpfen, dass sie dabei geblieben ist, hatte schlechte Träume und konnte ihn sich nicht mehr "davor" vorstellen. Ich hätte da weniger Probleme. Habe eher Schwierigkeiten, mich an die Zeit zu erinnern, als er im Sterben lag.

Ich habe danach "Das Buch vom Leben und Sterben" von Dada Peng gelesen und fand das sehr interessant.

Der Opa meines Mannes ist zu Hause gestorben. Hat zu Oma gesagt, er macht seinen Mittagsschlaf und ist nicht mehr wach geworden. Man muss dazu sagen, dass die Oma seit Tagen an seinem Bett gesessen hat, außer er wollte schlafen.

Die Oma einer Kollegin dürfte auch zu Hause gehen, hat aber trotzdem gewartet, bis alle für einen kurzen Moment aus dem Raum waren.

Wenn ein geliebtes Tier stirbt, ist es aber auch ein ganz anderes Gefühl, finde ich. Dass ich Dian bei seinem letzten Gang nicht begleiten konnte (sei es aus egoistischen Gründen oder nicht), hat mir sehr zugesetzt. Denn ich konnte mich nicht verabschieden [emoji17]
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #90
Es gibt Gräber von Menschen wo ich "gern" hingehe, von Zeit zu Zeit muss das sein. Das meiner Omi zB. einen anderen Ort gibt es nicht wo dieses Gefühl ist.
Das Grab meines Bruders nur ein paar Schritte weiter, nein, auf gar keinen Fall. Vielleicht später, vielleicht nie.

Sockie und Lu liegen hier im Garten an "ihren Plätzen". Da gehören sie einfach hin.

Ein Begräbnis mit allem wie bei einem Menschen würde ich bei einem Tier nicht machen. Weil bei aller Liebe und bei allem was ein Tier tatsächlich bedeuten kann für einen selbst, bleibt es ein Tier.
Wobei Beerdigungen die ich als "typisch" kennengelernt hab, mit allem Pipapo und dem ganz fürchterlichen Kaffeetrinken anschließend, sind einfach furchtbar und leider so...total unpassend. Abschied nehmen ja aber doch bitte ohne "das MUSS so ".
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #91
Andrea, was glaubst Du denn, wie es für Sternchen leichter wäre?

Generell hasst sie den Transportkorb und die Autofahrt. Also erspare ich ihr das.
Aber wenn es so sein sollte, das irgendetwas ist, wo man schnell zum Tierarzt muss und sich da dann heraustellt, es geht nicht mehr, wüßte ich nicht, was ich machen sollte....
Das Tier noch mal quälen, in den Korb, nach Hause und da dann einschläfern lassen?


Früher habe ich es immer belächelt, wenn man die Asche seines Tieres in einer Urne aufbewahrt oder der Katze, dem Hund ein Grab gibt, aber ich gebe zu es hat doch etwas sehr tröstliches in seiner Seele eine Platz zu haben, den man besuchen kann, wenn man selber Trost braucht.

Ich denke, jeder wird in irgendeiner Art etwas machen/ zu Hause haben, was an seine Tierchen erinnert. Ob es nur ein Foto ist, eine Urne oder ein Grab im Garten oder auf dem Friedhof.
Jeder macht es so für sich, wie er das gerne möchte. Und ich respektiere da jeden Wunsch wie jemand damit umgeht und auch wie man mit seiner Trauer fertig wird.


An Alle, hat die Beisetzung eines Haustieres eigentlich auch Grenzen, für Euch?
Ich meine, könntet ihr Euch eine Erdbestattung, die einer menschlichen Erdbestattung gleicht, mit allem Drum und Dran vorstellen?

Es gibt für mich persönlich keine Grenzen. Da wir alle unterschiedlich sind und auch unterschiedlich damit umgehn, wird jeder einzelne das beste für sich entscheiden.
Und das respektiere ich.....
Das einzigste was ich nicht nachvollziehn könnte, wen jemand sein Tierchen ausstopft und sich so dann wieder nach Hause holt. Aber auch das muss jeder für sich entscheiden.....

Lg Andrea
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #92
Ich bin persönlich auch absolut kein Friedhofsgänger. Das gibt mir nichts. Das Urnengrab meiner Mutter suche ich nur auf, wenn es auf Wunsch meines Vaters ist. Z.B. irgendwelche Pflanzen kappen oder gießen.
Dafür habe ich das große Foto meiner Mutter von der Trauerfeier hier im Flur hängen.( an Geburtstagen oder am Todestag wird eine ihrer Lieblingsrosen aus dem Garten davor gestellt ) Das Foto genau 1 Jahr vor ihrem Tod bei der Diamantenen Hochzeit meiner Eltern. Sie war damals schon schwer krank, strahlt aber auf diesem Bild vor Glück. Die Trauerfeier selbst war für mich der Horror, da so viele Leute kamen, dass der Pastor zusätzliche Stühle organisieren musste, um alle Freunde und Bekannten unterzubringen :shock:
Das anschließende Händeschütteln von ca. 120 Personen hätte ich gerne umgangen :shock: Mein Vater anscheinend auch, da er seine Beisetzung bereits organisiert und auch bezahlt hat. Er will auch keine Trauerfeier, sondern nur eine Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis, was mich sehr erleichtert.
Bei der Beisetzung meines Bruders war ich nicht dabei und war bisher auch nur ein einziges Mal an seinem Grab ( 800km entfernt ) Auch von ihm steht ein Foto vom letzten gemeinsamen Weihnachten 2 Tage vor seinem Freitod im Zimmer. Meine Eltern, mein anderer Bruder sowie meine Schwägerin haben ihn noch aufgebahrt gesehen. Alleine deswegen bin ich froh, nicht mit dabei gewesen zu sein. Das hätte ich nicht durchgestanden:???: Aber meine Mutter und meine Schwägerin wollten es damals unbedingt.
Meine Mutter ist übrigens hier zu Hause dank eines tollen befreundeten Arztes friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen. Ich war im Zimmer und habe es erst gemerkt, als ich kein Atmen mehr hören konnte.
Sie hatte eigentlich ein Hospiz ins Auge gefasst, aber dies wohl nur aus Rücksichtnahme auf uns.
Zwei Tage vor ihrem Tod war noch die gesamte Familie einschl. Enkelkinder da und hat Abschied genommen.
Meinen Göga und mich hat sie sogar noch darum gebeten, dass wir uns bitte um meinen Vater kümmern sollen und ihn beim gesamten Papierkram rund um Beisetzung und Trauerfeier unterstützen, für die sie selbst noch die Gästeliste verfasst hatte.
Die in meinen Augen merkwürdigste ( oder ungewöhnlichste ) und kürzeste Beisetzung habe ich bei meiner Freundin erlebt, die im Alter von 50 Jahren urplötzlich an Herzversagen starb und von ihrem Freund nach seiner Nachtschicht tot in der gemeinsamen Wohnung aufgefunden wurde. Es gab keine Trauerfeier. Der bestellte Trauerredner ( kein Pastor ) kam mit der Urne direkt aus der Friedhofskirche und ging mit den wenigen anwesenden Gästen direkt zum Grab. Dort hielt er dann eine wirklich sehr passende Rede über das Leben meiner Freundin ohne in irgendeiner Weise auf die Tränendrüse zu drücken. Es wurde teilweise sogar geschmunzelt. Alle anwesenden Freunde, der Lebensgefährte sowie die Mutter kamen in völlig normaler Kleidung. Eine junge Frau, sogar in Punker-Klamotten:shock: Anschließend haben wir dann noch eine Weile mit dem Lebensgefährten geredet und uns Fotos auf seinem Handy angeschaut.
Es gab zwar wohl später noch ein gemeinsames Zusammensein, aber daran haben wir nicht mehr teilgenommen, da wir die Anwesenden bis auf die Mutter auch erst an diesem Tag kennengelernt hatten.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #93
Ich bin persönlich auch absolut kein Friedhofsgänger. Das gibt mir nichts. Das Urnengrab meiner Mutter suche ich nur auf, wenn es auf Wunsch meines Vaters ist. Z.B. irgendwelche Pflanzen kappen oder gießen.
Dafür habe ich das große Foto meiner Mutter von der Trauerfeier hier im Flur hängen.( an Geburtstagen oder am Todestag wird eine ihrer Lieblingsrosen aus dem Garten davor gestellt ) Das Foto genau 1 Jahr vor ihrem Tod bei der Diamantenen Hochzeit meiner Eltern. Sie war damals schon schwer krank, strahlt aber auf diesem Bild vor Glück. Die Trauerfeier selbst war für mich der Horror, da so viele Leute kamen, dass der Pastor zusätzliche Stühle organisieren musste, um alle Freunde und Bekannten unterzubringen :shock:
Das anschließende Händeschütteln von ca. 120 Personen hätte ich gerne umgangen :shock: Mein Vater anscheinend auch, da er seine Beisetzung bereits organisiert und auch bezahlt hat. Er will auch keine Trauerfeier, sondern nur eine Urnenbeisetzung im engsten Familienkreis, was mich sehr erleichtert.
Bei der Beisetzung meines Bruders war ich nicht dabei und war bisher auch nur ein einziges Mal an seinem Grab ( 800km entfernt ) Auch von ihm steht ein Foto vom letzten gemeinsamen Weihnachten 2 Tage vor seinem Freitod im Zimmer. Meine Eltern, mein anderer Bruder sowie meine Schwägerin haben ihn noch aufgebahrt gesehen. Alleine deswegen bin ich froh, nicht mit dabei gewesen zu sein. Das hätte ich nicht durchgestanden:???: Aber meine Mutter und meine Schwägerin wollten es damals unbedingt.
Meine Mutter ist übrigens hier zu Hause dank eines tollen befreundeten Arztes friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen. Ich war im Zimmer und habe es erst gemerkt, als ich kein Atmen mehr hören konnte.
Sie hatte eigentlich ein Hospiz ins Auge gefasst, aber dies wohl nur aus Rücksichtnahme auf uns.
Zwei Tage vor ihrem Tod war noch die gesamte Familie einschl. Enkelkinder da und hat Abschied genommen.
Meinen Göga und mich hat sie sogar noch darum gebeten, dass wir uns bitte um meinen Vater kümmern sollen und ihn beim gesamten Papierkram rund um Beisetzung und Trauerfeier unterstützen, für die sie selbst noch die Gästeliste verfasst hatte.
Die in meinen Augen merkwürdigste ( oder ungewöhnlichste ) und kürzeste Beisetzung habe ich bei meiner Freundin erlebt, die im Alter von 50 Jahren urplötzlich an Herzversagen starb und von ihrem Freund nach seiner Nachtschicht tot in der gemeinsamen Wohnung aufgefunden wurde. Es gab keine Trauerfeier. Der bestellte Trauerredner ( kein Pastor ) kam mit der Urne direkt aus der Friedhofskirche und ging mit den wenigen anwesenden Gästen direkt zum Grab. Dort hielt er dann eine wirklich sehr passende Rede über das Leben meiner Freundin ohne in irgendeiner Weise auf die Tränendrüse zu drücken. Es wurde teilweise sogar geschmunzelt. Alle anwesenden Freunde, der Lebensgefährte sowie die Mutter kamen in völlig normaler Kleidung. Eine junge Frau, sogar in Punker-Klamotten:shock: Anschließend haben wir dann noch eine Weile mit dem Lebensgefährten geredet und uns Fotos auf seinem Handy angeschaut.
Es gab zwar wohl später noch ein gemeinsames Zusammensein, aber daran haben wir nicht mehr teilgenommen, da wir die Anwesenden bis auf die Mutter auch erst an diesem Tag kennengelernt hatten.

Das hört sich gut an,
ich denke jeder von uns sollte es so gestalten, wie er/sie es fühlt...
Egal ob bei geliebten Menschen oder Tieren.

Bei meiner Mama, Schwiegermama und Schwägerin, haben wir Familienmitglieder jeweils abwechselnd,
die Urne über den Friedhof getragen, den allerletzten Weg haben wir sie mitbegleitet-mitgetragen,
sind den letzten Weg davor schon mit ihnen gegangen,... und haben sie dann ins Grab "abgeseilt"...
(das war für uns absolut schlüssig).
Es war so persönlich und mit einem guten Gefühl für alle Beteiligten verbunden ...
Bei Papa, war es damals anders...

Aber auch bei meinem Schwager, haben die engsten Freunde schon vor 18 Jahren, den Sarg getragen.

Innerhalb des vorletzten Jahres verloren wir 4 geliebte Menschen und 2 geliebte Tiere...

Mir haben all diese Erfahrungen ... die früher vorhandene ---
eher diffuse Angst vor dem Tod an sich, genommen.
Das Sterben, gehört m.M.nach ebenso zu unserem Leben, wie das Geborenwerden.

Unseren 22jährigen Wallach Romeo, haben unsere Mädels alleine, zwar auf der geliebten Romeo Weide, inmitten seiner Kumpels und nach mehrmaligem Tierarzt Besuch auf der Weide, nach unendlichen Spritzen und Medikamenten, nach 3 Tagen samt Nachtwache im Schlafsack auf der Weide,
doch glücklicherweise mit der sensiblen Begleitung des Tierarztes ...
über den Regenbogen begleiten müssen...tapfere Mäuse;-(
Der Papa konnte leider erst nach dem Job dazukommen , eben erst als es bereits vorbei war:oops:
und ich war damals leider nur über Handy und Whats App dabei, weil ich zu diesem Zeitpunkt gerade
2 Wochen bei meiner Schwester auf Mallorca verbrachte:-()
Einige Stunden später,
fuhren die Mädels dann während der Nacht noch mal zu Romeo,
um sich nach dem Schock, ein allerletztes Mal zu verabschieden...

So würde ich gerne auf meinem letzten Weg begleitet werden...
auch wenn ich Katze, Hund oder Pferd wäre...
Bine
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #94
Bei meinem früheren Pflegepony (ich war ca 14) hätte ich mir gewünscht, dass er im Stall eingeschläfert worden wäre. Ich bekam einen Anruf, ich solle bitte schnell zum Stall kommen. Mit Moritz stimmt was nicht, Tierarzt kommt auch gleich. Also hin und diesen Anblick hab ich nie vergessen. Er stand pitschnass und zitternd in der Box. Ein Huf angehoben. Es sah aus, als würde unter dem Huf ein Eiterbeutel kleben. Am Tag davor lief er noch normal auf der Weide. Er wurde dann nicht eingeschläfert, sondern sollte geschlachtet werden. Also ab in den Hänger, wovor er eh Angst hatte. Hänger zu, ein krachen und er ist tot zusammengebrochen. So was vergisst man nie und ich frage mich noch heute, warum er nicht eingeschläfert wurde.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #95
Bei meinem früheren Pflegepony (ich war ca 14) hätte ich mir gewünscht, dass er im Stall eingeschläfert worden wäre. Ich bekam einen Anruf, ich solle bitte schnell zum Stall kommen. Mit Moritz stimmt was nicht, Tierarzt kommt auch gleich. Also hin und diesen Anblick hab ich nie vergessen. Er stand pitschnass und zitternd in der Box. Ein Huf angehoben. Es sah aus, als würde unter dem Huf ein Eiterbeutel kleben. Am Tag davor lief er noch normal auf der Weide. Er wurde dann nicht eingeschläfert, sondern sollte geschlachtet werden. Also ab in den Hänger, wovor er eh Angst hatte. Hänger zu, ein krachen und er ist tot zusammengebrochen. So was vergisst man nie und ich frage mich noch heute, warum er nicht eingeschläfert wurde.

Das tut mir sehr leid:-(
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #96
Ich finde sehr interessant wie unterschiedlich mit dem Thema Sterben/Tod/Beerdigung umgegangen wird und danke Euch, für die, teilweise sehr offenen Beiträge.
Sowas in einem Katzenforum aufzuschreiben, ist ja auch nicht jedermanns Sache.

Klar, wenn ich jetzt notfallmäßig mit meinem Kater in die Tierklinik rasen würde und dann klar werden würde, dass keine Hoffnung mehr besteht UND mein Kater starke Schmerzen hätte, würde ich wohl auch vor Ort und Stelle, einschläfern lassen.

Ja genau Erbse, sowas meinte ich.
Für mich persönlich würde so eine Erdbestattung mit Anrede, "Sargträgern", Musik usw. auch viel zu weit gehen.
Ich würde es fast makaber finden.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #97
Ja genau Erbse, sowas meinte ich.
Für mich persönlich würde so eine Erdbestattung mit Anrede, "Sargträgern", Musik usw. auch viel zu weit gehen.
Ich würde es fast makaber finden.

Das sehe ich genauso. Ich hatte schon meine Probleme als mein Vater noch Musik angemacht hat bei Tommys Beerdigung. Lag auch an der Musikauswahl selber, ich hasse auch genau das auf Beerdigungen. Diese traurige, langsame Musik, irgendwie macht es das alles schwerer, zumindest für mich. Allerdings habe ich es nicht übers Herz gebracht meinem Vater zu sagen, das er sie ausmachen soll.

Ich habe Tommy geliebt, aber er ist ein Tier gewesen, kein Mensch. Zumal ich würde mir manchmal wünschen das auch Menschen bestattungen etwas , nunja, "einfacher" ablaufen. Bisher kenne ich das von Freunden, Bekannten wo ich auf der Beerdigung war, aber nicht aus dem Blickwinkel der Hinterbliebenen selber. Dennoch hoffe ich das ich nicht 100te Hände hinterher schütteln muss. Das wäre mir persönlich auch zuviel.

lg Juli
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #98
Juli, Dein Vater wollte Dir bestimmt etwas Gutes tun.

Man muss nicht am Grab (eines Angehörigen) stehen bleiben und Beileidsbekundungen entgegennehmen.
Wir Geschwister haben uns am Grab unserer Eltern verabschiedet und sind dann direkt weitergegangen.
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #99
Klar, wenn ich jetzt notfallmäßig mit meinem Kater in die Tierklinik rasen würde und dann klar werden würde, dass keine Hoffnung mehr besteht UND mein Kater starke Schmerzen hätte, würde ich wohl auch vor Ort und Stelle, einschläfern lassen.
Genau. Das UND finde ich auch wichtig. Allein die Tatsache, dass keine Hoffnung mehr besteht, also das Tier totgeweiht ist, ist (für mich) kein Grund zum Einschläfern.

Ich habe Tommy geliebt, aber er ist ein Tier gewesen, kein Mensch. Zumal ich würde mir manchmal wünschen das auch Menschen bestattungen etwas , nunja, "einfacher" ablaufen.
Wir haben Jenny beerdigt, wo ihre Vorfahren auch liegen, auf dem Bauernhof von dem sie stammte.

Die Bäuerin (die Tante meines Lebensgefährten und damals schon um die 80) sah von der Seite zu und sagte dann "Bei meiner Beerdigung werdet ihr mal nicht so ein Gschieß machen, wie bei eurer Katz".
Worauf ich ihr versprach, wir würden dann mindestens doppelt so viel Gschieß* um sie machen. :mrgreen:

*bayrisch: viel Aufhebens, Tamtam
 
  • Der letzte Weg - wie und wo gestaltet ihr ihn? Beitrag #100
Linette, deshalb habe ich es fett geschrieben.
Nein, die Tatsache, dass mein Tier todgeweiht ist, würde mich auch nicht dazu bringen, einschläfern zu lassen.

Wann genau würdest Du Deine Katze einschläfern lassen?

Bei mir wäre Schluss, wenn Schmerzen durch Medikamente nicht in den Griff zu bekommen wären.
 
Thema:

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