So ähnlich versuche ich es im Augenblick auch, aber manchmal verzweifle ich an der Authentizität...
Es ist nicht ganz leicht, die Schule zu unterstützen und den Zwerg zu motivieren, wenn man fast täglich etwas findet, um die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen und schreiend wegzurennen... Aber ich bemühe mich..;-)
Und Dein Ausblick ist auch nicht grade ermutigend...:evil:
Mit Lernen selbst hat der Zwerg auch überhaupt kein Problem. Das macht ihm Spaß.
Und ja, ich unterrichte ihn selbst und Du hast Recht, das kostet jetzt schon höllisch viel Zeit.
Und nein, arrogant klingt das nicht, weil ich täglich sehen kann, wie Schule "funktioniert".
Er hat bei mir Rechnen und Lesen gelernt und ist rein fachlich dabei auch Klassenbester. Das bringt ihm aber nur im schriftlichen Bereich gute Noten und die zählen nun mal kaum. Erfolg in der Schule ist etwas anderes...
Angefangen habe ich damit, weil in unserer Schule nur mit Methoden unterrichtet wird, die nachweislich nicht funktionieren (Lesen durch Schreiben in Kombination mit Schreiben nach Gehör... in Mathe sollten sie sich Rechenregeln in kleinen Gruppen oder selbst erklären...) Entsprechend "gut" rechnet und liest der größte Teil der Klasse auch. Dies aber immerhin eifrig...
Zur Zeit lernt er programmieren und ist super stolz auf seine ersten kleinen Projekte. (Keine Sorge, es gibt inzwischen auch kindgerechte Programmiersprachen, ein Wunderkind ist er nicht.)
Ich habe aber auch schon gemerkt, dass Freizeitlernen höllisch in die Hose gehen kann. In der ersten Klasse hatte er sich extrem für das Weltall und die Entstehung von Planeten interessiert. Also habe ich ihn mit entsprechenden Materialien versorgt und ihm die Sachen erklärt.
Dummerweise hatte er da noch Religionsunterricht. Die Lehrerin war der Meinung, dass die Kinder zwingend die Schöpfungslehre verinnerlichen müssen... Und das natürlich als unumstößliche Wahrheit...
Mein damals 6-jähriger hatte aber noch nicht gelernt, dass es manchmal klüger ist, nichts zu sagen. Sehr höflich war er zum Schluss auch nicht, zumindest das muss ich ihm ankreiden...
Nun ja, jetzt kann er 2x die Woche eine Stunde länger schlafen...
Die Geschichte mit dem Lehrer Deiner Tochter klingt nach einem klassischen Autoritätsproblem. Der Lehrer fühlt sich provoziert und reagiert mit Strafe, um klar zu stellen, wer der Chef ist. Tolle Leistung! :roll:
Ich ahne die Richtung des Lehrerkommentares...
Manchmal frage ich mich, wann einige Lehrer endlich merken, dass schlechte Noten auch immer ihr eigenes Versagen aufzeigen. Er hat es nicht geschafft, Deinem Kind den Stoff zu vermitteln. Woran das liegt, weiß ich nicht, aber er hat es nicht geschafft, seinen Job zu machen.
Dummerweise führt diese Herangehensweise bisweilen auch zu Lehrern, die nur gute Noten geben, und die Kinder haben trotzdem nichts gelernt.. Aber zumindest schadet das den Kindern wesentlich weniger, solange wir nicht von den Grundfächern sprechen...
Na gut, dann ahne ich ja, was auf mich noch zu kommt... packen wir's an und machen das Beste draus... oder zumindest das, was möglich ist...
Zumindest muss ich mich noch nicht mit der Pubertät rumschlagen! Wenn Deine in der 9. ist, dürftest Du schon das volle Paket haben, oder?