Was die Person daraus macht ist ja ihre Sache, aber wenn ich sehe wie viele gar nicht wissen, dass Trockenfutter unter normalen Umständen kein Alleinfuttermittel ist, dann finde ich es grundsätzlich nicht verkehrt oder verwerflich zumindest mal darauf hingewiesen zu haben.
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Sicher ist nichts verwerflich daran, aber ich kenne genug die das durchaus wissen. Ich z.B. , ich hab auch Nassfutter, aber eben auch
Trockenfutter immer zur Verfügung stehen und ich mag mich weder rechtfertigen, noch erklären warum, wieso, weshalb . Ich mag genauso wenig erklären warum ich Fleisch gerne esse und nicht vegan lebe (z.B., kommt für mich meist aufs selbe raus, man kommt da kaum auf einen Nenner, es sei denn, der Gegenüber hat kein Problem damit und akzeptiert es einfach, ohne darauf hinzuweisen, warum, wieso seine Meinung die bessere ist)
Nein, natürlich nicht, aber viele gehen einfach so blauäugig da heran, dass sie dann ganz schnell auf den Boden das Tatsachen zurückgeholt werden, wenn Miez mal da ist.
Und Unsauberkeit ist nicht umsonst eine der Hauptgründe für die Abgabe ins Tierheim.
Das mag sein, ich habe mich nie genau damit befasst was der meiste Abgabegrund ist, mein Hauskater bleib beim Tierarzt, er ist vorher aus dem 4. Stock vom Balkon geflogen, hatte Pfote gebrochen und die Besitzer hatten 2 Tage später ne neue Katze. Sie wollten Sammy am liebsten einschläfern lassen. Ich denke mit solchen Menschen braucht man gar nicht reden, wo ein Wille, da ein Weg. Aber in dem Fall war ja nix da. Solange die Menschen wenigstens die tiere im
Tierheim abgeben, bösartig wird es, wenn das normale Denken nicht einmal mehr bis dahin reicht.
Mit Nachbarskatzen hatte sie bisher nur näheren Kontakt zu einem roten Kater, der ist aber frech wie Rotz und extrem penetrant und darauf reagiert sie sehr giftig.
Dass sie zu den beiden Katzen der Nachbarin gegenüber Kontakt hat haben wir noch nicht beobachten können, aber kürzlich beobachteten sie und eine der beiden Nachbarskatzen sich aus sicherer Entfernung (Tammy drinnen im Wohnzimmer und die Nachbarsmiez draußen auf dem Nachbarsgrundstück) durch einen Zaun und keine der beiden zeigte irgendwelche Anzeichen von Nervosität, Aggression oder ähnlichem. Im Gegenteil, es wurde sich fleißig zugeblinzelt und die Nachbarskatze fing dann noch an sich zu putzen. Die beiden Nachbarskatzen sind auch eher Typ höfliche Zurückhaltung und ich denke das ist es auch was Tammy braucht.
Ist sie Wohnungskatze oder Freigänger? Ich hatte mit Tommy einen Kater der in seinem Revier völlig normal auf Neuzugänge reagiert hat, sprich, bisschen fauchen, knurren und nach paar Tagen war alles vorbei. Im Gehege mit einem Nachbarskater war er das ganze Gegenteil, jedesmal wenn der kam, sprang Tommy voller Wucht und Wut gegen das Gatter, und hat dieses verscheucht. War halt nicht sein direktes Revier und speziell diesen konnte er nicht leiden. Es gibt noch andere Katzen in der umgebung, da hat Tommy bei weitem nicht so einen Aufstand verursacht. Woran es genau lag kann ich nicht sagen, aber ich denke es gibt auch bei Katzen dieses: ich seh dich und ich mag dich nicht. Welche die sich von Anfang an unsympathisch sind. Ist immer etwas schwierig daraus zu schließen, wenn sie noch getrennt sind, also ein Fenster oder Gitter dazwischen ist.
Tommy war übrigens auch einer, er als ruhig und nie mitten drin beschrieben wurde. Selbstbewusst, aber unauffällig. Hier war er das ganze Gegenteil (ist mit 1 Jahr als Kastrat von den Züchtern zu mir gezogen) er war der erste beim Besuch, immer mittendrin, hat apportiert usw.
Das stimmt auch und bei sehr sozialen Katzen mag das funktionieren, dass man die einfach alle zusammensetzt und schaut was draus wird, aber bei Katzen die lange und vielleicht auch noch von kleinauf allein gehalten wurden oder einfach nur schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht haben sollte man schon schauen, dass man der eine "Sozialarbeiterin" dazusetzt die die Miez dann ein bisschen an die Hand nimmt und ihr zeigt, dass andere Katzen nicht generell doof sind und ihr die Katzensprache wieder beibringt.
Die einzigste wo ich wußte das sie 11 1/2 Jahre Einzelkatze war, war Lizzy, diese hatte ich mit 12 Jahren übernommen, ich hab ihr Sammy (zum damaligen Zeitpunkt 2 1/2 Jahre alt) vor die Nase gesetzt, Lizzy, inzwischen 13 Jahre alt gewesen, mochte ihn sofort und deshalb bleib Sammy. Mein Glück war vermutlich das ich zur damaligen Zeit eben nicht im Internet unterwegs war. Glück deswegen, weil es keinen lieberen gibt als Sammy, er ist inzwischen 11 jahre alt und begrüßt jeden Neuzugang mit Nasenstupser, ohne Fauchen etc. Hätte ich damals schon im Netz gelesen, hätte ich vermutlich direkt beim
Tierarzt abgesagt. Es soll jetzt nicht heißen das es immer so läuft wie in meinem Fall, aber es zeigt eben: Nicht immer ist das was wir einschätzen wirklich richtig, nicht immer lässt eine Katze, die lange allein gelebt hat, darauf schließen, das sie die Katzensprache verlernt hat. Bei Sammy wußte ich nichts weiter, er hat da wohl allein gelebt, aber mehr weiß ich beim besten Willen nicht.
Das stimmt, aber trotzdem ist es oft so, dass man eher an die Leute herankommt, wenn man einen entsprechend netten Ton anschlägt statt gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.
Da gebe ich dir definitiv recht :-D
lg Juli