Natürlich muss man immer mithelfen aber ich kann neben Schule und Nebenbeschäftigungen nicht den Haushalt für drei Stockwerke schmeissen
Schon klar - das wird auch niemand so erwarten, Du wohnst ja nicht alleine zuhause, oder?
Meine Eltern haben, als ich in Deinem Alter war, beide voll gearbeitet.
Ich hatte Klavierstunden, war im Schwimmtraining und war auch sonst vielbeschäftigt. Mein Taschengeld hab ich damals aufgestockt in dem ich immer Freitag nachmittags in einem Büro geholfen habe (vor allem die Ablage, ätzend).
Mein Bruder war auch ausgebucht mit Schule und Sport.
Wir haben trotzdem alle im Haushalt mitgeholfen - auch wenn meine Mutter (die neben ihrem Job auch noch so ihre Termine hatte) sicher den größten Teil übernommen hat.
Worauf ich raus will:
Du schreibst:
Ich brauche gute Argumente zu einer Zweitkatze. Optimal wäre etwas mit Dreck, da das glaub ich das größte Problem meiner Mutter ist.
und:
... wenn meine Mutter ihr Standardargument bringt (du kannst nicht mal hinter dir her aufräumen oder mehr im Haushalt helfen)
Da würde ich mal wirklich gezielt Punkt für Punkt durchgehen, was Du da von Dir aus optimieren könntest.
Was das eine Argument Deiner Mutter angeht, den "Dreck":
Es lässt sich nicht leugnen, zwei Katzen machen mehr "Dreck" als eine.
Sie hinterlassen doppelt so viele Haare. Langhaarkatzen hinterlassen längere Haare, da summiert sich das dann nochmal.
Katzenstreu wird doppelt so viel in der Wohnung verteilt (bei Wohnungskatzen).
Freigänger schleppen alles mögliche mit rein, hinterlassen gelegentlich dreckige Pfotenabdrücke, fläzen sich klatschnass aufs Sofa - und bringen sowohl tote als auch lebende Beute mit nachhause.
Der Futterplatz ist ein eigenes Thema. Ich glaube nicht dass sich das wirklich vermeiden lässt. Ich hab zwar schon von Katzen gehört die ihren Futterplatz immer sauber verlassen, in der Realität kenne ich aber nur Sauigel-Katzen. Mit Rohfleisch wird besonders gerne rumgesaut, das wird mit der Kralle vom Teller geholt und erstmal bespielt... Ich hab ganz sicher keinen Putzwahn, aber da bin ich auch ein bisschen empfindlich, da wird dann schon entsprechend oft gewischt.
Sicher gäb's noch mehr Beispiele...
Was das andere Argument Deiner Mutter angeht, also dass Du nicht mal hinter Dir selbst herräumen könntest:
Im Zusammenhang damit, dass Du das Katerchen ins Haus gebracht hast und entsprechend für es und seine Hinterlassenschaften verantwortlich bist, würde ich das so interpretieren, dass Du dem Katerchen nicht genug hinterherräumst.
Wo hält sich das Katerchen denn hauptsächlich auf? Wo hat es seine Lieblings-Schlafplätze? Wohin zieht er sich zurück und wo spielt er am liebsten? Wo ist der Fressplatz, wo gibt's Wasser, wo stehen die Klos?
Falls es so sein sollte, dass sich all das hauptsächlich im EG abspielt, also wo Du aktuell nicht putzt, da könntest Du Dich sicher mit Deiner Mutter darauf einigen dass Du das übernimmst - optimalerweise im Tausch gegen was anderes.
Aber was bedeutet das in der Konsequenz?
Die Situation optimieren.
Ein paar Argumente der Mutter gab's ja schon, wie man die ausräumen könnte siehe oben...
Keine 2. Katze und der kleine ist für immer zur Einzelhaft verdonnert?
Nein, natürlich nicht.
Aber halt auch auf die Argumente der Mutter eingehen. So ganz ohne Hintergrund werden die auch nicht sein.