Keine offensichtlichen Verletzungen, die Flügel wollte ich nicht auseinander ziehen, da so winzig.
Ich habe es dann, draußen, in die Höhle unseres Kratzbaums, der im Apfelbaum steht, gesetzt.
Es hat die Nacht überlebt, hüpft jetzt in der Wiese rum und die Miezen haben Hausarrest.
Auf was muss ich achten, wie stelle ich Verletzungen fest und wie kann ich den Kleinen helfen, damit sie überleben????
Bitte entschuldige! Ich habe deinen Beitrag jetzt erst gesehen, da ich nicht täglich online bin.
Mit kleinen Vögeln ist das leider immer so eine Sache.
Hast du einen Ästling bei dir, kann sich das Ganze noch durchaus gut entwickeln.
Ästlinge sind kleine Vögel, die bereits etwas Federn haben und sich schon außerhalb des Nestes bewegen. Diese werden noch eine ganze Weile von den Altvögeln gefüttert, was die ganze Sache einfacher macht. Viele Vogelarten suchen ihre Jungen nämlich noch 24 Stunden, nachdem sie verschwunden sind. Hast du so einen Ästling, dann setzt du ihn erst einmal in eine Schüssel, die etwas ausgepolstert ist - aber unbedingt ohne Wasser, wenn du nicht permanent nachschauen kannst. Die Kleinen sind nämlich etwas tollpatschig und wenn sie stolpern, können sie sogar in einer flachen Wasserschale ertrinken.
Von außen kannst du natürlich sehen, ob sie verletzt sind - innere Verletztungen sieht man ja leider nicht.
Nach ungefähr einer Stunde fangen sie dann an zu piepsen. Das ist dann das sichere Zeichen, das alles gut ist. Nun ganz schnell das Junge nehmen, auf einen hohen Ast setzen und warten.
Meistens dauert es nur wenige Minuten und die Elterntiere finden ihr Junges. Dann füttern sie es auch weiter. Habe das selbst schon ein paar mal erlebt :-D
Den Katzen Hausarest zu geben ist jedenfalls super. Sonst bringen sie den gleichen Vogel noch einmal...
Bei Jungtieren, die keine Federn haben - also Nestlingen - ist es leider nicht so einfach. Das beste ist, sie in das Nest zurückzusetzen. Vögel haben keinen stark ausgebildeten Geruchssinn und ihnen ist egal, ob ihre Kleinen vom Menschen angefasst wurden. Nur sollte man die Jungtiere zurücksetzen, wenn die Elterntiere nicht da sind.
Findet man das Nest nicht oder ist es bereits zerstört, wird es leider wirklich sehr schwierig. Meisen, Amseln und Co. großzuziehen funktioniert zwar, ist aber wirklich sehr, sehr aufwendig. Besser ist es, die Tiere dann zu einer Wildtieraufzucht zu bringen. Man kann hierfür auch bei Nabu anrufen, oder im Tierheim.
Selbst aufziehen empfehle ich nicht. Wer hat schon die geeigneten Geräte? (sowas Ähnliches wie ein Brutkasten, etc.)
Sind die Kleinen bereits durch die Zähne der Katzen verletzt wurden, hilft nur ein ganz schneller Gang zum Tierarzt. Selbst wenn sie nicht stark bluten, gelangen durch den Speichel der Katze leider viele Giftstoffe in die kleinen Körper. Das überlebt in der Regel kein kleiner Piepmatz.
Ich hoffe ich konnte ein ganz klein wenig helfen.
Bitte entschuldige noch einmal die späte Antwort - hatte es wirklich nicht gesehen.