Hallo ihr Lieben,
vielleicht können sich einige noch an mein Kater-Katze Problem erinnern.
Kurz zusammengefasst: zur Erstkatze zog ein Kater, aufgrund von Reibereien und Raufereien zog noch ein Zweitkater ein, was das Problem nicht unbedingt verbessert hat. Das Ganze über einen Zeitraum von nunmehr 3 Jahren.
Ich habe aufgrund des Problems schon so Einiges umgestellt: mind. 3x täglich Spielen, vermehrt mit dem "Problemkater", Wohnung zum Katzenspielplatz umgestaltet, nicht länger als notwendig aus dem Haus gegangen (nur zum Arbeiten und zum Laufen), kein Urlaub, keinesfalls über Nacht weg, Fernlehrgang Tierpsychologie mit Schwerpunkt Katze absolviert, hier im Forum nach Rat gefragt und befolgt etc...
Und nun bin ich so müde... So unendlich müde. Ich habe das Gefühl mich im Kreis zu drehen. Ich stehe morgens auf, mache mein Müsli und mit dem ersten Bissen im Mund springe ich auf, um die Katzen zu trennen. Ich stehe im Bad, putze mir die Zähne und laufe klecksend durch die Wohnung, um den Kater aus dem Raum zu schicken. Ich liege im Bett und horche (durch die Ohrstöpsel!), ob die Katze wieder knurrt, ob ich wieder aufstehen muss. Ich sitze am Geburtstag meiner Mutter auf heißen Kohlen im Restaurant, weil es schon 21.00 Uhr ist und ich unbedingt schnell nach Hause muss, um die Katzen noch mindestens eine Stunde zu beschäftigen.
Was passiert? Der Kater, Findus, stellt der Katze, Holly, nach und "verprügelt" sie. Schlimmer als das eigentliche Verprügeln, das ja nur ein paar Sekunden dauert und recht laut zugeht, ist das Nachstellen. Sobald die Katze sich bewegt, ist sie in seinem Blickfeld. Sogar, wenn ich am Boden rumkrebse und mit Federwedel etc. herumfuchtle, schwankt sein Blick immer wieder vom Federwedel zur Katze. Meistens entscheidet er sich dazu, mal eben die Katze niederzuwalzen. Ich sitze abends zwei Stunden auf dem Boden, versuche nach der Reihe verschiedenste Spielzeuge, klickere dazwischen - alle sind total gut dabei, außer Findus! Der sitzt in der Ecke und schaut zu.
Der zweite Kater ist zwar nett, hat das Problem aber eher verschlimmert, weil der nämlich auch gerne mit der Katze fangen spielt und rauft. So ist die Katze unter Dauerbeschuss quasi. Sie spielt zwar gerne mit dem zweiten, aber wenn dann der Raufbold auch noch ankommt.. zu viel. Die zwei Kater kuscheln und putzen sich, ab und zu balgen sie mal, aber nicht wirklich oft...
Es ist nicht immer gleich schlimm. Manchmal habe ich 3 Tage am Stück "nur" ein paar Verfolgungen täglich, bissl Knurren, bissl Fauchen, aber weiter nichts. Und dann habe ich wieder eine harte Woche mit dem vollen Programm.
Ich habe schon so viel versucht und nun gibt es echt nix mehr, was ich noch probieren könnte.
So oft habe ich überlegt, ob ich Findus abgeben sollte. Immer wieder konnte ich es mir nicht vorstellen. Er ist so ein süßer, kuscheliger, braver Hosenscheißer- mein kleiner Knuddelbär. Ich heul mir die Augen aus dem Kopf, weil mein Verstand mir sagt, dass ich nicht nur für die Katzen leben kann.
Ich glaube andere Leute würden sagen "So schlimm ist das nicht, lass sie machen". Aber ich kann das nicht, für mich ist es eine andauernde Stresssituation.
Ich habe mal ein Video eingestellt, das Zweite hat irgendwie nicht gefunzt:
https://www.youtube.com/watch?v=Of4b1ThuAd0
Ich habe das Gefühl, dass ich die Entscheidung "abgeben oder weiter versuchen" nicht völlig alleine treffen kann. In meiner Familie gibt es aber niemanden, der mich versteht - sie können es sich nicht vorstellen.
Wie ist eure Meinung?