Einen wunderschönen guten Abend alle zusammen,
Ich bin schon eine Weile hier im Forum als stummer Mitleser unterwegs und habe mich jetzt doch entschieden mal zu fragen. Mann meinte, Forum braucht man

nicht, aber Frau braucht das jetzt. Ich bin mir nicht sicher, ob das hier rein gehört oder eher in Katzen mit Handicap, passt in beides.
Ich stelle uns mal noch kurz vor: Der Dosi-Teil der Familie besteht aus MamaDosi (also mir

), PapaDosi (also oben erwähntem Mann). Der königliche Teil der Familie besteht aus eurer Majestät Katze Nummer 1 seit Anfang September in der Familie, hört -beziehungsweise hört nicht- auf den Namen Lulu ist laut Tierarzt ca. 10 Jahre und schon immer taub. Und Neuzugang Prinzessin auf der Erbse Angstkatze Zoe ca. 3 Jahre seit 1 Woche bei uns.
Jetzt zu dem kleinen Problem...
Wir haben Lulu im Tierheim geholt. Naja eigentlich wurde PapaDosi im Tierheim erwählt. Und sie wurde uns trotz unserer Skepsis explizit nur als Einzel-Wohnungskatze vermittelt. "Das kann doch nicht richtig sein, Katzen sind doch gesellig." habe ich gedacht, aber die Frau vom Tierheim war stur. Also Miss Lulu eingepackt und mitgenommen. Die erste Nacht war ein graus. Dass aus einem so zierlichen Tierchen so ein Geschrei herauskommen kann, nicht zu glauben. Das hat sich inzwischen auch gelegt, nur wenn sie mäkelig ist wird gebrüllt.
Da Madame nicht kratzt oder richtig scharrt oder ähnliches und beim vom Sessel klettern mit der Kralle hängen geblieben ist sind wir zum Tierarzt Krallen schneiden. Als sie nach ner Woche immer noch nicht richtig gefressen hat (was ja wohl normal ist bei so einem Umzug) und immer wieder erbrochen hat wieder auf zum Tierarzt (2x).
Da kam beim zweiten der Termine auf, dass die Katz nur noch 3,5 Kilo wiegt. Vorher waren es 4,4. Bluttest auf alles, fast kein Blut bekommen und auf dem Röntgen ein fettes Fellknäul im Magen. Natürlich gehört euer Hoheit hier zu den gefühlten 0,1% Katzen die Malzpaste voll eklig finden. Und dann kam noch raus, dass sie wohl schon länger eine
Pankreatitis hat. Medizin bekommen und den Rat, wenn es dann besser ist eine zweite Katze zu holen. Und das haben wir dann letzte Woche, jetzt, wo es Miss Lulu besser geht, auch gemacht.
Und mal wieder wurde Mann im Tierheim auserwählt (nächstes Mal nehm ich ihn nicht mehr mit!!) Von der ängstlichsten dreifarbigen Katze aller Zeiten. Die wohnt jetzt im Wohn-/Esszimmer. Seit Donnerstag frisst Madame jetzt auch und wird immer spielerischer und neugieriger. Inklusive ausbüchsversuche durch die Wohnzimmer/Küchentür. Also haben wir, damit die Damen sich sehen können ein Netz über die offene Wohnzimmer-Flurtüre gespannt. Und Lulu darf, wenn wir im Wohnzimmer sind auch mit rein. Zoe muss sich auch noch an uns gewöhnen. Näher als einen Meter dürfen wir auch nicht ran, wenn das Netz nicht dazwischen ist.
Nun... Zoe würde ja gerne Kommunizieren, aber Lulu hört ja nichts und spricht leider auch keine Katzen-Körpersprache. Durch ihre Taubheit wurde sie wahrscheinlich (sagt der Tierarzt) von Ihrer Mama verstoßen und hat nicht gelernt was eine Katze tut. Z.B. Kommuniziert Lulu stark über ihren starrenden Blick. Naja ich schweife ab. Zoe würde Lulu gerne mögen und macht ihr auch vieles nach, frisst was Lulu auch gefressen hat, sitz wo Lulu auch saß, spielt mit was Lulu auch gespielt hat, versucht zu beschnuppern und reagiert/antwortet auf Lulus gebrülle. Und Lulu? Kommt und Faucht. Nimmt ihr das Spielzeug weg, das Fressen, den Platz und klein Zoe hat so Angst, dass sie sich nur versteckt und schnurrt wie verrückt. Wird das noch besser? Sollten wir noch warten oder Zoe zurück bringen? Überall wo ich nachgelesen habe steht warten, aber kann das mit einer tauben schreienden Katzenoma und einer jungen Angstkatze was werden?
Eigentlich wollen wir keine der Beiden hergeben und das obwohl Zoe noch so auf Abstand ist.
Vielen Dank schon mal für eure Antworten!