Wenn ich die Möglichkeit habe, gehe ich ab und zu auf eine Katzenausstellung oder Messe. Ich schaue dann nach Spielzeug, Kratzbaum Ersatzteilen und schaue mir auch gerne mal die ausgestellten Katzen an. Dann stellt sich mir immer die Frage, warum muss auch noch der zehntausendste Züchter Maine Coons, BKH- Katzen oder Bengalen züchten? Um die Rasse voran zu bringen wäre das in der Menge nicht nötig, es sind einfach Moderrassen und man will mit ihnen Geld verdienen.
Andere seltene schöne Rassen wie Somalis oder Abessinier, Türkish Angora oder Türkish Van sieht man sehr selten oder gar nicht, ebenso sind OKH kaum zu sehen. Dafür wie schon gesagt, Massen an Katzen der Moderassen. Die Züchter müssen ja alle im Verein züchten sonst dürften sie nicht ausstellen oder sehe ich das falsch?
Ich habe auch schon sehr interessante Gespräche mit Züchtern geführt und etliche engagieren sich auch im Tierschutz, aber die große Masse ist für mich kaum mehr als ein Vermehrer. Es ist schwer das als Interessent zu unterscheiden.
Auch Züchter im Verein sind keine Garantie für Seriösität, wir haben ab und zu auch eine Rassekatze mit Stammbaum, z.B. Britisch Kurzhaar, Maine Coon oder Bengalen. Die sind oft in einem desolaten Zustand und es kostet sehr viel Geld, diese Katzen wieder aufzupäppeln, vltt. erinnert sich noch jemand an die arme Amelie. Der Züchter hat oft Zuchtverbot und wechselt dann einfach den Verein oder überträgt die Zucht auf ein Familienmitglied. Unser Tierschutzverein gibt auch diese Katzen für die normale Schutzgebühr von 125 Euro ab, warum sollten sie auch mehr kosten, sie sind nicht mehr wert als die Straßenkatzen.
Ich lese hier immer von seriöser Zucht, sicher gibt es die. Trotzdem habe ich so langsam den Glauben daran verloren.
Mir geht es genau wie dir.
Ich sehe ebenfalls auf den Katzenausstellungen hauptsächlich Maine Coon, Norweger,
BKH und Ragdolls.
Geld verdient man allerdings auch mit diesen Rassen aus hier bereits viel diskutierten Gründen nicht.
Da sollte man sich eher auf seltenere Rasse verlegen - wobei dort die Zuchttiere natürlich auch entsprechend den Liebhabertieren mehr kosten.
Ich denke eher, dass die Züchter ihr Herz an diese Rasse verloren haben und sie deshalb züchten.
Und das nicht jeder Züchter auch wirklich ein guter und seriöser Züchter ist, wissen wir doch auch.
Auch das nicht jede Zucht tatsächlich eine ist, sondern nur eine Vermehrung mit Vereinszugehörigkeit.
Wir hatten hier doch im Forum mal ein Beispiel dafür. Eine Forine, die Maine Coon züchtete, aber im Grunde nur immer wieder die gleichen Katzen verpaarte. Das hat nicht wirklich etwas mit Zucht zu tun, sondern höchstens damit, in gewissen Abständen niedliche Kitten zu haben. Der finanzielle Aspekt spielte hier auch eine große Rolle.
Klar, wer nicht in neue Zuchttiere oder Ausstattung investiert und auch nicht wieder neue Elterntiere testen muss, kann an den Kosten sparen und einen kleinen Gewinn einfahren.
Man sollte aber auch wissen, dass gerade zu den kleinen Ausstellungen nicht besonders viele Züchter fahren, sondern eher die aus der Umgebung. Die meisten guten Züchter beschränken sich auf die wirklich wichtigen Ausstellungen. Auch ein Züchter will nicht ständig seine Tiere zu Ausstellungen schleppen.