Hallo,
ich suche Eure Hilfestellung bei einem eventuellen gesundheitlichen Problem meiner Nelly. Ob es wirklich ein Problem wird, steht noch nicht fest, falls es aber eintritt, möchte ich gerüstet sein, auch argumentativ meiner TÄ gegenüber, und nicht erst dann anfangen, mir Gedanken zu machen.
Ich war gestern mit Nelly bei meiner TÄ (eine Praxis mit Besitzerin und drei weiteren TÄinnen) da Nelly Schwierigkeiten mit dem Urinabsatz hatte. Sie ging mehrmals kurz hintereinander in ihre Toilette und presste. Ansonsten verhielt sie sich völlig normal, spielte, schmuste fraß wie immer. Urin konnte ihr nicht entnommen werden, da die Blase leer war, sie bekam Metacam gespritzt, sollte es danach nicht besser werden, müsse sie antibiotisch behandelt werden (es ist aber besser, bzw. verschwunden). Beim Abtasten des Bauchraums fühlte die TÄ einen geschwollenen Lymphknoten. Sie meinte, dass die Schwellung von dem Entzündungsherd, den Nelly vermutlich im Körper habe, kommen könne, dann müsste die Schwellung nach zwei bis drei Wochen verschwunden sein. Auf meine Frage, was es alternativ sein könne, meinte sie, es könne sich auch um ein Lymphom handeln. Ich fragte nach einem Ultraschall oder einer Röntgenaufnahme. Sie meinte, da sehe man nichts Genaues. Überhaupt würde sie, sollte es sich um ein Lymphom handeln, nichts weiter tun. Operieren brächte nichts, da Lymphome stark streuten. Man könne nur mit einer Chemotherapie das Leben verlängern, heilbar sei ein Lymphom nicht. Wenn bei ihrem Tier ein Lymphom diagnostiziert würde, würde sie keinerlei Diagnostik mehr betreiben, auch keine Punktion des Lymphknotens. Das Einzige, was man dadurch erreiche, sei eine Gewissheit und für die Katze sei es Stress.
Nun bin ich der Meinung, dass auch eine Lebensverlängerung einen Wert darstellt. Bei einer sechsjährigen Katze und der Vermutung des Lymphoms nichts zu tun und abzuwarten was passiert??? Auch würde ich, sollte die Schwellung nicht verschwunden sein, gerne wissen, was meine Katze hat und nicht in der Ungewissheit leben. Ich las, dass eine Chemotherapie heute nur noch sehr geringe Nebenwirkungen habe, warum sollte man darauf verzichten, wenn es das Leben verlängern kann.
Eine weitere Unsicherheit habe ich. Sollte der verdickte Lymphknoten in zwei/drei Wochen nicht mehr tastbar sein, sollte ich mich mit dem Tastergebnis zufriedengeben? Ich würde sicherheitshalber gerne einen Ultraschall des Bauchraums vornehmen lassen und ggf. auch eine Röntgenaufnahme und eine Blutuntersuchung.
Zum Abschluss noch: Ich gehe seit Jahren in die Tierarzt-Praxis und war bisher immer zufrieden, nun kommen mir Zweifel.
Für Eure Einschätzung, vielleicht auch Erfahrungen, wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Christa