So, ich bin zurück. Also die Diagnose ist immer noch unklar. Es waren weder Wasserergüsse noch Granulöse erkennbar, dafür aber stark vergrößerte Lymphknoten und Bauchspeicheldrüse. Optisch, sagt mein Arzt, spricht es eher für Lymphome als FIP. Von den Blutwerten her (z.b. der A/G Quotient und der hohe Corona Titer) eher für FIP, aber nicht zwangsläufig. Eindeutig diagnostizieren könnte man jetzt nur mit einer Biopsie.
Wir haben auch über die Möglichkeit einer Chemo gesprochen (nach diagnostischer Biopsie), aber bei Lymphomen ist auch das keine Heilung, dafür aber eine große Strapaze und nicht zuletzt auch verdammt teuer. Also habe ich mich dagegen entschieden.
Er hat auch erwähnt, dass eine (zwar kleine) Möglichkeit besteht, dass es irgendein nicht zuordbarer Infekt ist. Lino hat AB bekommen und Kortison. Morgen gehen wir noch mal hin, und er oder seine Frau schauen ihn noch mal an. Vielleicht schlägt das an und die Lymphknotenschwellungen gehen etwas zurück. Er hat mir da schon ein bisschen Hoffnung gemacht, wenn auch er klargestellt hat, dass es nicht gesagt ist. Aber versuchen sollte man es auf jeden Fall.
Lino hat sich eben auf dem Rückweg im Auto relativ lautstark beschwert und ist dann eben ganz eilig zum Fressnapf gelaufen. Ein bisschen geputzt hat er sich auch. Vorhin, bevor wir zum Tierarzt sind, war er auch auf dem Balkon und hat Vögel beobachtet. Schmerzen hat er wohl keine, er hat zumindest bei Druck nicht in die Richtugn reagiert. Heißt also, auch wenn er gerade gescwächt ist, er hat schon noch was vom Leben.
Ich weiß, ich darf mir nicht zu viele Hoffnungen machen. Aber Lino hat als 5 Monate altes Kätzchen einen krassen Unfall überlebt, bei dem die Ärzte ihm auch so gut wie keine Überlebenschance zugeschrieben hatten. Vielleicht überlebt er auch das hier. Trotzdem muss ih im Hinterkopf behalten, dass es evtl. in ein paar Wochen oder Monaten zuende gehen kann. Ist echt keine leichte Situation grad.