Es war mir klar, daß ich mit meinem Thema hier provoziere:
Jule sitzt gerade auf der Terasse und schaut sich den Garten an, nachdem sie mich vorher dazu aufgefordert hat, ihr den Wasserhahn aufzudrehen, um zu trinken.
Sie läuft durch`s Gras, frißt mal hier mal da einen Halm, kommt rein springt auf den Schreibtisch wieder runter, rein raus, aber immer an den Futternäpfen vorbei:
Ich habe sowohl bei meinem FIV-Kater Muuzepuckel, bei meiner an einem extrem schnell wachsenden Nierentumor verstorbenen Mascha und auch bei meinem HCM-Kater Ciccio, auch wenn sie nicht vor Schmerz geschrien haben, gesehen, daß es ihnen schlecht ging.
Und ja, ich bin mir meiner Verantwortung bewußt.
Für das Geld, das ich schon dem Tierarzt gegeben habe, hätte man einen Kleinwagen kaufen können und wenn ich jedesmal einen Arm oder ein Bein zur Heilung hätte geben müssen, ich wäre bereit dazu gewesen (wie sähe ich wohl jetzt aus?)
Pauschal zu sagen: eine Katze von 12 Jahren sei noch zu jung zum Sterben, halte ich nicht für richtig.
Keiner will, daß ein geliebtes Tier jung stirbt, aber es passiert!
Mein Schäferhund Ras war auch erst 8 Jahre alt, als er einen Hirnschlag hatte.
Muuzepuckel war erst 5/6 Jahre, Mascha auch erst 6 und mein Herzkater Ciccio gar erst 4.
Daß es Wochen dauert, bis eine Katze stirbt, habe ich in über 60 Jahren auch noch nicht beobachtet, bis auf die , die vom Tierarzt so lange wie möglich am Leben gehalten wurden, wobei ich da die Frage stelle, wem das am meisten genutzt hat.
Wie ich es sehe, quält sich ein Tier, das den Tod nahe kommen sieht und sich zum Sterben zurückzieht, eher nicht, sondern akzeptiert den Tod!
Wir Menschen interpretieren und wünschen und wollen nicht akzeptieren.
Und so werden dann die Lieblinge so lange es geht am Leben gehalten und weil es nicht endlos geht. werden sie dann : EINGESCHLÄFERT!
Hier im Katzenforum treffe ich wohl nur zu 99% Leute, die dies als ganz normal ansehen, aber niemand der artgerecht und natürlich zu Ende denkt!
MfG