Hallo Nici, wir hatten auch eine alte, kranke Katze, die (vermutlich) dement war und noch dazu taub. Ich fühle mit dir, denn ich weiß wie extrem anstrengend es ist. Leider hat mein Mann die Wöchentlichen
Tierarzt besuche immer auf mich abgeschoben. Einmal nach so einem
Tierarzt-Besuch hatte ich auch einen Tag, da hat sie mich voll gepieselt und angekackt, vor lauter Stress und Medis. Da war ich dann so fertig, dass ich nur noch geduscht habe, meinem Mann geschrieben habe "Komm sofort nach Hause, Lulu ist im Bad und ich bin jetzt erst Mal ein paar Stunden weg." Und dann bin ich gegangen.
Manchmal hilft es leider nicht zu wissen, dass sie nix dafür können. Dennoch habe ich mich immer wieder und wieder selbst daran erinnert und wenn ich nicht mehr konnte mich auch Mal hier erinnern lassen.
Ich weiß es ist nicht das, was du nun vermutlich brauchst, da es dir ja selbst nicht gut geht. Aber versuche trotzdem die Guten und auch die Schlechten Momente zu genießen. Präge dir ein wie sie schreit, nimm es auf. Merke dir wie sich ihr Fell unter deinen Händen anfühlt und sich ihr schnurren anhört. Denn selbst das Geschrei wird dir unendlich fehlen, wenn sie Mal nicht mehr ist. Uns waren nur 1 Jahr und 3 Monaten mit unserer Lulu zwischen Adoption und Tod vergönnt. Im Dezember ist es ein Jahr. Ich sitze gerade hier und heule während ich dir das schreibe, weil ich ihr "MAWAAAU" so vermisse. (Dadurch dass sie taub was hat sie sehr laut und sehr merkwürdig miaut)
Ich möchte nicht, dass du dir deswegen jetzt Vorwürfe machst oder dich schlecht fühlst, sondern dir einfach noch eine andere Perspektive auf die ganze Sache aufzeigen.
LG