Ja, auch das haben wir durch. Da greife ich dann allerdings beherzt ein. Hilft irgendwie auch nicht. Manchmal zittert er nicht mal vorher, so schnell geht das. Grummel. Ich glaube, dass ich sehr lieb zu allen Katzen bin, aber sie dürfen nicht alles.
Nachdem meine Paulina gestorben war, hatte sich das etwas gegeben, war aber auch nicht ganz weg, seit den Kleinen ist es halt wieder viel mehr geworden. Er hat wirklich Stress. Aber dass die sich mal wuppen, das weiß ich und da bin ich entspannt. Ich halte seit 40 Jahren Katzen, niemals hatte ich ein solches Problem. Alle Kater (ja, auch alle kastriert), die Markieren probiert haben, konnte ich wieder in den Griff kriegen. Aber dieser hier... Er hat wirklich Dominanzprobleme. Draußen prügelt er sich durch die gesamte Katzenbevölkerung mit einer "Hingabe", die mich verblüfft. Auch da war kein anderes Tier so extrem. Die anderen haben sich mal geprügelt, mal nicht und sie haben auch nicht aktiv nach anderen gesucht, um sich zu prügeln. Dieser hier rennt auch mal 50 Meter die Straße runter, wenn er einen anderen Kater oder eine Katze sieht. Nur um den zu verhauen. Fremde Katzen, die in die Wohnung geraten (Türen vom Hof führen direkt in unsere Wohnung, im Sommer also gut möglich), werden erbarmungslos zerkleinert. Zu kleinen Katzen ist er immer sehr freundlich und zurückhaltend. Dem Nachbarskaterchen hat er zwei Jahre lang immer wieder Mäuse gebracht, bis der endlich kapiert hatte, dass man die fangen kann. Ist mit ihm um die Häuser gezogen.
Ich habe auch schon vom Tierarzt prüfen lassen, ob vielleicht bei der Kastration ein Fehler passiert ist (also zweiter Tierarzt), weil er sich echt wie ein unkastrierter verhält. Der Tierarzt sagte, nein, ist alles in Ordung. Keine Ahnung, wie er das festgestellt hat.
Tja, was mache ich denn nun?
Ergänzung ()
Achso, zur Wohnung. Die ist wirklich groß, ca. 130 qm sind von den Katzen normalerweise ungehindert zu betreten, drei Räume sind geschlossen. Eine Katzenklappe haben wir nicht. Aufgrund der Struktur des Hauses haben wir Doppeltüren nach außen und der Vermieter wünscht nicht, dass da was eingebaut wird. Kann ich auch verstehen. Das heißt, ich stehe jeweils auf und lasse die Katzen raus, wenn sie das möchten. Wenn Kater reinwill, "klopft er an". Normalerweise arbeiten wir alle ganztags, das bedeutet, Katerle ist dann tagsüber draußen. Er ist ein großer Schmusekuschelkater, will aber auch nicht dauernd Körperkontakt. Ein Freigeist sozusagen.