Hi,
schön dass du dir Gedanken vor der Anschaffung machst, aber für mich liest sich das ein bisschen so als möchtest du ein Kuscheltier für dein Seele?
Ich hab mir mal ein bisschen was rausgepickt, wozu ich gern meine Ansicht schreiben will
würde sich eine Britisch Kurzhaar in Einzelhaltung mit Freigang wohlfühlen? Ich würde dann eine Katze ohne besondere Fellzeichnung nehmen, damit bei Langfingern nicht so offensichtlich ist, dass es eine Rassekatze ist. Da gab es Anzeigen mit ganz fleckigen, ziemlich dunklen Kitten.
Das hatte WinstonvonWensin ja auch schon erwähnt, dass seriöse Züchter ihre Tiere so nie abgeben würden. Ob hier eine langweilige Fellfarbe reichen würde, bezweifle ich. Deine wunsch "
BKH" unter deinen Voraussetzungen wirst du nur bei Vermehrern bekommen und da bekommst du eine Wundertüte, die höchstens so aussieht wie eine
BKH, aber keine ist. Lies dich doch mal in gute Zucht und Schwarzzüchter ein, das öffnet einem wirklich die Augen.
1. eine Katzenklappe nicht in Frage kommt, da ich Schildkröten im Garten rennen habe, die sonst rein kommen oder reinkommen wollen. Wir wollen dann nicht stündlich die Terrassentür aufmachen, weil eine Katze raus will und dann die andere. Mein Mann hat schon Katzenerfahrung und meinte, das wäre dann vll so.
Bin jetzt nicht sehr Schildkrötenerfahren aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie eine Schildkröte durch eine Katzenklappe quetscht, zumal die Klappe ja auch noch einen ordentlichen Abstand zum Boden hat. Bei uns sind das irgendwas um die 15/20 cm. Dann muss die Klappe aufgedrückt werden und der Körper inkl. Panzer muss durch den Tunnel geschoben werden. Sollte das der Fall sein, würd ich das gerne mal sehen
2. es auch eine Kostenfrage ist. Wie ihr ja vll rausgelesen habt, werde ich erstmal arbeitslos sein. Ich kann halt gerade keine großen Ansprüche stellen.
Wenn man jetzt mal ohne Tierarztkosten rechnet, machen zwei Katzen keinen Unterschied zu einer. Vielleicht braucht man 8 Euro mehr im Monat für Streu. Kratzbaum etc, braucht man auch für eine, Spielzeug ebenfalls, Futter kommt in großen Dosen günstiger als in kleinen.
Tierarzt, ja der kostet, aber das auch bei einer. Tierarztkosten sind nix planbares, das werden meistens Zufallskosten, außer Impfungen und diese kann gut vorher planen.
3. Platz für dann 3 Katzenklos... ich weiß nicht... würde gerne auch noch selbst Platz in der Whg haben, besonders Stellfläche am Boden.
Für den Anfang reichen auch zwei Klos, und zwei sollte man auch bei einer Katze haben.
4. auf Vox schlichtet Birga Dexel bei Hund katze Maus ja immer Katzenpärchen, die aus irgendeinem Grund nicht mehr miteinander können und dann womöglich noch das Markieren anfangen... da wäre nicht nur mein Mann not amused.
Also das kann man ja nicht verallgemeinern. Wir haben vier Kater und hier ist alles friedlich. Loui und Fuzzi sind gute 5 Jahre alt, Hänky und Marvin sind 2 1/2. Alle verstehen sich und es gibt keinen Stress. Was dort oft gezeigt wird, sind unpassend gewählte Paare, nicht durchdachte Vergesellschaftungen oder einfach ganz klar Halterfehler. Wenn man sich zu den Charakteren ein paar Gedanken macht und sich mit Katzenhaltung allgemein beschäftigt, kann das Leben mit mehreren Katzen sehr friedlich und ruhig sein.
5. es gibt hier in der Nachbarschaft 3 Freigängerkatzen. Wäre es nicht das Beste, die Katze sucht sich selbst aus, wann und wo sie mit welcher Katze rumstreunert? Und falls es nicht passt oder zu dem Zeitpunkt nicht passt, kommt sie wieder zu uns hat hat ihre Dosenöffner für sich.
Katzen suchen sich draußen meistens keine Freunde, das sind eher Feinde. Und dass sie euch dann als Ersatz sucht, weil sie draußen keine Freunde findet, finde ich persönlich schade, denn Katzen brauchen eher Argenossen als Menschen.
hängt es von der Rasse Britisch Kurzhaar ab, dass ihr Einzelhaltung nicht gut heißt oder gilt das mittlerweile für alle Katzen? Also ich kenne im Bekanntenkreis NUR Einzelfreigängerkatzen.
Ganz klar, alle Katzen. Zusätzlich gibt es noch geselligere Rassen, wie
OKH zb, und ich glaube
BKH´s zählen auch dazu.
Ich stelle mir vor, dass wir ein Tier bei uns aufnehmen, das ich zum Stressabbau und weil ich eine Tiernärrin bin, streicheln kann (wenn sie Katze es halt zu dem Zeitpunkt zulässt, muss nicht immer sein) und das ich ansonsten mit Spielzeug nicht bespaßen MUSS, weil sie draußen auf Pirsch gehen kann und sich dort rumtreibt.
Aber was ist wenn sie nicht raus mag, gerne mit euch spielen möchte, euch fordert, rumschreit weil sie nach Aufmerksamkeit sucht, weil sie einsam ist, weil ihr langweilig ist? Das kann passieren und das passiert bei Einzelhaltung leider sehr oft, irgendwie die Tierchen ja auch beschäftigt und geliebt werden.
Es wird wieder Zeiten geben, wo wir beiden beruflich eingespannt sind. Sie sollte also nicht die Wände hochgehen, weil wir nicht mit der Angel mit ihr spielen. Sie soll am besten jeden Tag raus, außer es ist zu kalt/nass.
Und dann? Sitzt Katz alleine da und wenns blöd läuft, geht sie die Wände hoch oder resigniert.
Eine schöne Vorstellung ist, dass die Katze im Garten neben der großen zahmen Schildi in der Sonne liegt und das Leben genießt, ihren Trieben draußen nachgeht und uns als Rückzugsort und Dosenöffnerort sieht.
Das ist der Wunschtraum, den du so nicht bekommen wirst.
Ich kann voll verstehen, dass man ein Tier für sich haben möchte, aber das sind Katzen sind. Katzen sind eigenwillig, stur, egoistisch, trickser, erfindungsreich und sehr penetrant, wenn sie was wollen. Und da ist die Rasse egal, die Eigenschaften haben sie alle.