Ach, es ist mal wieder alles nicht so einfach. Grundsätzlich muss man rechnerisch die Phosphatangabe ins Verhältnis zur Trockenmasse des Futters setzen. Ich versuche mal zu erklären, warum man das machen muss. Angenommen, wir haben zwei verschiedene Futter:
Futter 1: 50% Fleisch, 50% Wasser, 1% Phosphor
Futter 2: 70% Fleisch, 30% Wasser, 1% Phosphor
Sieht nach identischen Phosphatgehalt aus, aber Du hast in Futter 1 weniger Fleisch und mehr Wasser. Rechnet man jetzt
((Prozentualer Anteil Phosphor) / (100 - Prozentualer Anteil Wasser)) * 100
dann erhält man für Futter 1: 2% Phosphor und für Futter 2: 1,4% Phosphor. Es macht also einen erheblichen Unerschied. Ausführlich ist das Ganze bei
TANYAS UMFASSENDES HANDBUCH ÜBER CHRONISCHE NIERENERKRANKUNG erklärt. Das ist die Bibel der Katzenhalter mit nierenkranken Katzen.
Und nun zum Select Gold: Nach der Rechnung oben kommt man auf 0,7% bis 0,8%. Eigentlich immer noch recht ordentlich, wenn es mit diesem Futter nicht ein anderes Problem gäbe: Fast alle Sorten enthalten DL-Methionin (nicht deklarationspflichtig, man muss mal wieder beim Hersteller nachfragen, um sicher zu sein) und das sollten nierenkranke Katzen nicht bekommen. Warum das so ist, kann man bei Tanyas ... nachlesen.
Das Ganze kann man jetzt ausgesprochen kompliziert und frustrierend finden. Aber leider ist die Welt so.