zu klein zum decken?

  • Autor des Themas IvoN
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Vitellia

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Ja,darauf war ich auch eingegangen- das es wichtig ist,sicher über rassetypischen Krankheiten zu informieren und die Elterntiere entsprechend zu testen und natürlich macht es sind,wenn auch schon deren Eltern getestet sind und so,
Übrigens hat die Tochter einer Nachbarin sich einen kleinen Kater zugelegt,der angeblich ein BKH ist,wo ich mindestens einen Scottish-Fold-Mix vermute.
Grund ist,das der Kleine die Ohren immer auf Halbmast stehen hat,also die Ohren sind seitlich nach unten geklappt,aber ohneKnick.
Zu dem Kater kommt in ein paar Wochen noch ein Bengalmädchen,ein Kitten und das Mädel redet jetzt schon davon,die Kleine doch mal werfen zu lassen....Vater soll der vorhandene Kater sein.
Allein die Kombi der Rassen sehe ich schon kritisch,aber die dann noch verpaaren? Um Himmels willen....
Meine Bedenken habe ich schon geäußert,aber irgendwie das dumme Gefühl,da auch auf taube Ohren zu stoßen.....manchmal redet man sich denMund vergeblich fusselig...
Ich finde so etwas auch sehr frustrierend. Neulich hatten wir ein Gespräch mit befreundeten Hundebesitzern (Dalmatiner) über das Leid und die gesundheitlichen Probleme von brachycephalen Rassen ("Plattnasen" wie Französische Bulldogge / Mops etc.) und auch Katzenrassen, die als Qualzucht gelten, wie z. B. die Scottish Fold. Ein Großteil der Plattnasen stammt ja auch von (oft skrupellosen und nur auf den Profit ausgerichteten) Vermehrern
oder "Puppy Mills" (bzw. "Hundepuffs", wie unser Bekannter es nennt). Wobei ich in dem Fall die meisten "seriösen", also im Verein organisierten Züchter auch nicht viel besser finde. Aber das würde zu weit führen.

Wir waren uns sofort einig, dass man es hier im Grunde genommen mit einer Tierschutzkatastrophe zu tun hat und diese egoistische "Haben-Will"-Mentalität ("nur keinen Trend verpennt" :cautious:) ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse des Tieres ist uns vollkommen unverständlich.

Nur leider erreicht man die, die es eigentlich angeht, so schlecht. Weil sie einfach auch - aus welchen Gründen auch immer - sich allen Argumenten verschließen und die Probleme oft gar nicht sehen wollen. Das geht ja bis hin zu absoluter Realitätsverweigerung. Ist das purer Egoismus, fehlende Empathie oder Verdrängung? Oder eine Mischung aus allem? Ich weiß es nicht bzw. kann es, wie sicher viele von uns hier, schlicht nicht nachvollziehen. 🤷‍♀️

Sorry fürs OT, aber das musste ich mir mal von der Seele schreiben. Und vielen Dank an alle, die trotzdem immer noch unermüdlich Aufklärung zum Wohl der Tiere betreiben. Die Hoffnung bleibt, das man den einen oder anderen vielleicht doch zu einem Umdenken bewegen kann.
 
WinstonvonWensin

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@Vitellia Das klappt.... mal schneller, mal kostet es viel Kraft und Nerven und es gibt auch Phasen wo man so gar nichts erreicht. Dann hinterfrage ich mich immer selber, was fehlte um zu überzeugen und manchmal funktioniert es nicht , da das eine Weltbild nicht zum anderen passt. Aber wenn man etwas anspricht ist doch schon mal der erste Schritt.

Wenn ich zurückdenke wie schwer es vor 30 Jahren war einen Bauern zu überzeugen seine Tiere kastrieren zu lassen und eben nicht die Würfe zu töten... kann ein Nein mich nicht mehr so schocken.... Ich versuche es immer um immer wieder. Wenn ich daran denke, wie oft meine Tochter mit irgendwelchen Kitten ankam mit Tränen in den Augen weil der Bauer sie ertränkt hatte, erschlagen oder nur auf den Misthaufen geworfen hat. Oder die vielen Kleinteilen die sie gerettet hat, weil ein Bauer gesagt hat entweder du nimmst sie mit oder ich erschlage sie.

Vielleicht bin ich deshalb der Mensch der ich bin, ich lasse nicht locker und halbe Sachen liegen mir nun mal nicht.

lg
Verena
 
bertiundsine

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Nur leider erreicht man die, die es eigentlich angeht, so schlecht. Weil sie einfach auch - aus welchen Gründen auch immer - sich allen Argumenten verschließen und die Probleme oft gar nicht sehen wollen. Das geht ja bis hin zu absoluter Realitätsverweigerung. Ist das purer Egoismus, fehlende Empathie oder Verdrängung? Oder eine Mischung aus allem?
diese Frage stelle ich mir auch oft. Viele haben eine gewisse Vorstellung und wollen diese realisieren. Es wird sich weder umfangreich eingelesen und Infos oder Ermahnungen von Dritten werden in den Wind geschlagen. Wie viele Menschen gibt es, die ihren Hund nie Gassi führen, weil sie keine Zeit oder keine Lust haben? Ich kenne leider so einige. Wie viele Leute gehen nicht mit ihrem Tier zum TA, weil es ja sooo schlimm noch nicht ist und man ja und eigentlich auf den Stress grad nicht so Bock hat? Meiner Meinung nach fehlt es an Verantwortungsbewusstsein der Kreatur gegenüber. Das Tier wird traditionell als Gebrauchsgegenstand oder heutzutage mehr den je, als Statussymbol gesehen. Das es Bedürfnisse hat, krank werden kann oder unerwünschte Eigenschaften mit sich bringt wird komplett verdrängt. Sei still und sei schön lautet die Devise. Und dann erzählen mir Leute ihre Einzelkatze in der 1 Zimmerwohnung bei Vollzeitjob wäre total gestört und würde mit Absicht alles zerkratzen oder: mit meinem Hund kann ich garnicht rausgehen, der fällt vor lauter Angst alles an, was sich bewegt. Die Leute kommen ja nichtmal mehr darauf, dass das Problem eben nicht das Tier ist. Erst letztens erzählte mir eine Bekannte mit verklärtem Blick, ihr nächster Hund würde eine französische Bulldogge, als ich sie auf gewisse Problematiken aufmerksam machte wurde ich mal wieder belächelt, die spinnerte Tierfreundin oder Ökotussi mit Bienen im Garten. Das Thema sollte schnell gewechselt werden. Oft gelte ich auch als Spielverderber oder als frustrierte Olle:geek:. Ich mache aber trotzdem weiter, denn selbst wenn von 100 Leuten einer aufwacht, ist schon was erreicht.
 
Blackmoon

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Danke Sauerier für deinen Beitrag :love:
Den unterschreib ich drei Mal. Mir wär hier leider schon lang die Hutkrempe gegangen.

Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen "Katze zu klein zum decken" Ohne sie gesehen zu haben,anhand des Gewichtes und das sie einen Maine Coon-Einschlag haben soll,JA sie ist zu klein/zierlich. Und du würdest ... nebst den ganzen anderen Gründen die dir hier viele User mehr als geduldig aufgezeigt haben,ihre Gesundheit riskieren. Da hat deine Tierärztin schon recht. Unsere Katze wiegt nicht wesendlich mehr und sie ist eine ganz zierliche,kleine,schlanke Maus. Wenn ich mir vorstellen würde das sie Kitten bekommen müsste,würd mir schlecht und Angst und Bange werden. Und unsere ist eine normale Hauskatze ohne Mix,reinrassig oder what ever.

Ich meine mich dunkel zu erinnern das du geschrieben hast,das du gern ein Katerchen hättest. Was u.a dein Argument für ein Wurf war. Was hindert dich daran in den Tierschutz zu gehen und dort nach einem Kater zu schauen. Dort gibt es auch Rassekatzen (wenn´s wieder ein Maine Coon sein sollte)

Ebay Kleinanzeigen ist die denkbar SCHLECHTESTE QUELLE für Haustiere. Egal ob Hund,Katze oder sonstiges an Vierbeinern. Gut,ab und an vermitteln auch TS-Vereine dort. Die sind dann aber auch als solche ausgezeichnet die Anzeigen. Aber generell gehört eigentlich die Plattform für Tiere verboten.
Besser schaust du direkt bei Tierschutzseiten. Wie gesagt,es gibt auch extra Vermittlungsseiten von Tierschutzvereinen die auf Rassetiere "spezialisiert" sind.

Allgemein zum Thema Kastration ... für mich bzw. uns gehört das dazu. Wir haben vier Katzen (ein Mädel,drei Jungs) und unsere wurden -wenn sie nicht schon kastriert waren- zeitnah zum Tierarzt geschlürt und dort kastriert. Keine Diskussion. Für mich käme das nicht in Frage ein unkastriertes Tier zu haben. Das schließt Hunde ein. Da scheint es ja völlig "out" zu sein zu kastrieren (egal ob Rüde oder Mädel)

Das wollt ich nur mal gerad loswerden.
Ich hoffe inständig die ganzen gut geschriebenen Beiträge kommen irgendwie an und du lässt beide Mädels sofort kastrieren. Wenn du Kitten möchtest,geh in den TS und schau da nach einem bzw. vllt gleich 2 Kitten. Damit ist allen geholfen.
 
Frigida

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Leider denken die meisten Menschen nicht weiter als bis zur Nasenspitze.
So meine Freundin, die mir erklärte sie hätte 2 Kitten gerettet. Sie wollte auch gern ein Rassekätzchen, fährt zu einem Typen mit einer Anzeige auf eBay und da sitzen 2 Kitten in einem Verschlag im Keller. Sie war völlig entsetzt, hat dem Typen nicht nur das eine, sondern auch das andere Kitten bezahlt, beide mitgenommen und das eine gut weitervermittelt.
Als ich ihr sagte: "Herzlichen Glückwunsch, dann ist der Kerl seine Kitten ja erfolgreich losgeworden und kann gleich wieder einen Wurf ansetzen, der dann wieder in dem Verschlag landet!", da hat sie mich groß und entsetzt angesehen. So weit hatte sie eben nicht gedacht. Ihr Bild von sich war "Kittenretterin" und nicht "Vermehrerunterstützerin".

Die Leute, die hier schreiben, ihre Katzen decken zu lassen, sind meist nicht wirklich von der schlauen Sorte. Denn die, die sich wirklich informieren, lassen in der Regel lieber die Finger davon. Und genau die wäre die wirklich verantwortungsvollen Züchter.
So habe ich auf Heikes Empfehlung mal an einem Genetikseminar teilgenommen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer dort waren nicht gerade die hellsten Kerzen auf der Torte. Obwohl man ihnen zugute halten musste, dass sie es immerhin soweit geschafft haben und sich in diesem Seminar informierten. Aber eine Katze von denen hätte ich bei mir nicht aufgenommen.
Wenn man nicht einmal die einfachsten Genetikgrundlagen begreift, wie soll man dann genug Grips aufbringen, um sich über all die anderen wichtigen Dinge zu informieren?
Mir war nach dem Seminar klar: Ich züchte nicht. Auch die niedlichen Kitten wiegen nicht auf, dass man sich bestenfalls nach 16. Wochen von ihnen trennen muss. Das Schlimmste ist aber doch, was alles passieren kann. Kaiserschnitte, Totgeburten, Kitten, deren Überlebensaussichten nur Stunden betragen und die man aus Tierschutzgründen besser schnell euthanasiert, um ihnen diese Stunden mit Qualen zu ersparen, Katzen, die man bei ins Herz geschlossen hat und die bei der Geburt der Kitten sterben. Züchter zu sein ist hart und kein Spaß. Das muss man alles aushalten. Und dann muss man seine Kitten vermitteln... in andere Hände geben, von denen du nie wissen kannst, ob sie wirklich verantwortungsvoll und gut mit den Tieren umgehen. Man kann den Leuten nur vor den Kopf schauen.

Für alle die Leute, die dieses Elend riskieren, um niedliche Kitten zu haben und diese für einen kleinen Preis zu verkaufen, habe ich so Nullkommnull Verständnis.
Für die, die sich nicht informieren, was sie damit dem Tier, dem Tierschutz, den seriösen Züchtern antun, indem sie sinnlos vermehren.
Für die, die erst an sich und kaum, wenn überhaupt, ans Tier denken.
 
bertiundsine

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Die Leute, die hier schreiben, ihre Katzen decken zu lassen, sind meist nicht wirklich von der schlauen Sorte. Denn die, die sich wirklich informieren, lassen in der Regel lieber die Finger davon. Und genau die wäre die wirklich verantwortungsvollen Züchter.
Manchmal denke ich das auch. Erstmal müsste ein solcher zukünftiger Vermehrer doch relativ schnell merken, dass ein Forum wie dieses kein Ort ist, an dem er auf Claqueure trifft. Zudem sind immer wieder einige noch nichtmal in der Lage, den Namen der anvisierten Rasse korrekt zu schreiben. Ich finde letzteres sollte schon drin sein, wenn man ernsthaft in Erwägung zieht eine Rasse zu ,,züchten", selbst wenn man, wie du so schön schreibst, nicht das hellste Tortenlicht ist.
 
Vitellia

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Erst einmal volle Zustimmung zu @Frigida s Posting. Und auch ihr @WinstonvonWensin und @bertiundsine habt natürlich Recht. Auch wenn es frustrierend ist, darf man nicht damit aufhören, kontinuierlich weiter Aufklärung zu betreiben.

Für den Rest weiche ich mal aus ...
 
Emil

Emil

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Hut ab vor Jedem, der eine Zucht mit ausreichend Kenntnis und Leidenschaft betreibt.
Ich kenne nur eine BKH-Züchterin und den Züchter unserer früheren Riesenschnauzer-Damen persönlich und weiß von ihm, was Alles dazu gehört und wie viel Arbeit es macht. Er hatte z.B. einmal eine Hündin, die 12 Welpen geboren hat und kurz nach der Geburt einen Rollmagen bekam. Zum Glück ist er mit der Hündin rechtzeitig in der Tierklinik angekommen, so dass eine erfolgreiche Not-OP durchgeführt werden konnte. Aber für ihre Welpen fiel sie natürlich einige Zeit aus. Das bedeutete für unseren Züchter und seine Lebensgefährtin rund um die Uhr Versorgung der Kleinen. Sie haben sich abgewechselt und nachts mit in der Wurfkiste geschlafen ( naja, geschlafen wohl eher wenig )
Auch als die Hündin wieder Zuhause war konnte sie ihre Welpen nicht Alle optimal versorgen, so dass die Kinder wechselweise von ihr gesäugt oder mit der Flasche zu gefüttert wurden. Und das ist nur eines der Dinge, was passieren kann. Wenn man dann nicht weiß was zu tun ist sollte man die Finger von einer Zucht lassen.
Die bekannte Züchterin der BKH hat vor Beginn ihres Traumes sich mindestens 1 Jahr lang
über alle dazu gehörigen Dinge informiert und erst nachdem sie absolut sicher war, dieses zu schaffen mit der Zucht begonnen. Sie hat ganz tolle kerngesunde Katzen und ich könnte sie jeder Zeit empfehlen. Mein Vater hatte uns sogar angeboten, zwei Kater von ihr zu kaufen, da sie zum Zeitpunkt des Todes unserer Sternchen gerade Kitten hatte. Da hatten wir aber bereits zwei Tierheimkater geplant . ( Emil+Rasmus ) Und wir wollten auch keine Kitten, sondern schon etwas ältere Tiere.
 
Katzen Engel

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Nur weil es "mega Spaß" macht soll die Katze noch so jung gedeckt werden... sowas finde ich echt unverständlich und unverantwortlich.. bitte tu ihr einen Gefallen und lass sie kastrieren.
 

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