Das, was ich jetzt schreibe, gilt natürlich nur für
gesunde Katzen!
Aber die kleinen Teufelchen haben recht schnell raus, wie man einen manipuliert. Fienchen ist auch so eine Kandidatin. Komischerweise ist nämlich ganz viel Futter, was im Napf unfressbar ist, fressbar, wenn ich es ihr aus der Hand füttere (vielleicht auch eine Prägung aus ihrer Zeit auf der Straße, ich kann mir so richtig vorstellen, wie sie - klein, weiß und ultra niedlich maunzend - sich in Restaurants durchgeschnorrt hat...) oder gar noch an die Hängematte serviere.

Anfangs habe ich das getan, weil ich dachte, "die arme ehemalige Straßenkatze soll doch nicht hungern müssen!", jetzt mache ich es manchmal noch , um zu testen, ob sie etwas wirklich nicht mag oder einfach nur mäkelt. (Öhm, schrieb ich nicht gerade was von Manipulation ... ?

).
Willy belagert mich regelmäßig, obwohl 6m weiter im Flur 2 gefüllte SureFeed-Futterschalen stehen. Wenn ich dann mit ihm hin gehe, tut er immer ganz überrascht. "Oh, da steht ja Futter! Hab ich ja gar nicht bemerkt!" "mampf".

Gerade ist das Futter etwas anstrengend, weil man kauen muss - also wird auch wieder gejammert oder demonstrativ vor dem Fummelbrett gesessen ...

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Ich gebe dem Gemäkel - wahrscheinlich zu oft - nach. Und hab mir ihr Verhalten sicher selbst zuzuschreiben. Konsequenz ist nicht so meine Stärke, aber ich versuche, da an mir zu arbeiten, letztendlich ist es für die Katzen auch besser, wenn man "verlässlich" ist.
Bei meinem Mann mäkeln sie übrigens nicht ganz so - wobei der letztens, als ich weg war und er für die Versorgung zuständig war, gesagt hat, dass er da erst gemerkt hat, wie "anstrengend" das sein kann.
Ich sage mir jetzt immer wieder: "Es ist genug Futter da, sie mögen es grundsätzlich, sie sind gesund und sie
müssen nicht hungern. Wenn sie es tun, ist es selbst gewähltes Leid." Und wenn das Futter während meiner Abwesenheit nicht angerührt wurde, dann hatten sie wohl keinen Hunger.
Und im Fall von Fienchen habe ich eingesehen, dass sie einfach auch nicht so viel braucht. Und dass es ok ist, wenn sie mal nicht gleich zum Napf rennt, sondern halt erst später frisst.
Was will ich mit dem Roman nun sagen? Es liegt ganz ganz viel an uns Menschen und unserer Einstellung. Wenn wir versuchen, etwas entspannter an die Sache heran gehen, überträgt sich das auch auf die Katzen!