Sehr eindimensional auf einen vermutlich zu vernachlässigen Faktor reduziert.
An das Thema wird - vor allem von Katzenfreunden - in der Tat immer sehr eindimensional heran gegangen. Erlebe ich hier vor Ort auch ganz extrem (der gegenseitige Hass zwischen Katzenfreunden und vermeintlichen Naturschützern ist tatsächlich unerträglich).
So lange wir Aussagen haben wie
"Meine Katze hat in 10 Jahren vielleicht zwei Vögel gefangen"
oder
"Ja schaut doch erst mal nach Italien oder Frankreich"
oder
"Ja aber die Bonzen!"
oder
"Die Waschbären sind viel schlimmer!!!"
etc, wird sich auf der gesamten Welt nichts ändern. Es ist immer wieder ironisch wenn die Leute sofort aufschreien "Ja der Mensch ist der größte Umweltsünder", dann aber einen mensch-gemachten Faktor (denn Katzen SIND domestizierte Haustiere) aus eigenen Interessen heraus kleinreden.
Genau das ist halt Whataboutismus.
So lange wir jegliches Gefühl von Eigenverantwortung abschieben und die Schuld immer nur bei allen anderen suchen nur garantiert nie bei einem selbst, so lange wir erwarten, dass bitte erst mal alle anderen handeln bevor man selber sich vielleicht minimal einschränken müsste, wird sich die Spirale von Umweltzerstörung und Klimawandel immer weiter drehen.
Dazu gehört es auch, Studien zu ignorieren, das Haar in diesen zu suchen um nur nicht von der eigenen Meinung abweichen zu müssen etc., wie bereits auch hier im Thread schon geschehen. Man kann Fakten halt ignorieren, davon hören diese aber noch lange nicht auf zu existieren. "Vermutlich vernachlässigbarer Faktor" - selbst wenn Studien belegen, dass dies eben nicht der Fall ist. Finger in die Ohren und "lalala".
Es ist ökologisch vollkommen egal, ob "andere Faktoren" vermeintlich noch viel schlimmer sind, noch viel mehr Einfluss haben. So funktioniert Ökologie halt nicht - eindimensional. Es ist ein Netz. Und JEDER einfließende Faktor ist zu bedenken und gegenbenfalls zu verändern. Selbst vermeintlich "vernachlässigbare Faktoren" können bereits enorme positive Auswirkungen haben, wenn man sie beseitigt...
Erst wenn die Leute verstehen, dass man Probleme auf ganz vielen verschiedenen Ebenen angehen kann, GLEICHZEITIG, dass es eben nicht eindimensional ist und man sich nicht darauf ausruhen
muss sollte nichts zu tun, so lange "die großen da oben" oder "Land xyz" oder "Nachbar Heinz-Günther" auch nichts ändert, können wir die Welt vielleicht ändern...retten. Denn so wird die Schuld eben immer nur von einem zum anderen geschoben und keiner fühlt sich verantwortlich und keiner macht etwas.
/rant over