Stören Freigänger das Ökosystem ?

Diskutiere Stören Freigänger das Ökosystem ? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Ja, die Waschbären stellen hier in Berlin auch ein Problem dar. Ich möchte dennoch die Wirbeltiere nicht unerwähnt lassen. Amphibien und...
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #21
Ja, die Waschbären stellen hier in Berlin auch ein Problem dar.

Ich möchte dennoch die Wirbeltiere nicht unerwähnt lassen. Amphibien und Reptilien ( Kriechtiere ) besetzen meist ökologische Nischen. Problematisch wird es, wenn endemische Arten zu bevorzugten Beutetieren von eingeschleppten Jägern wie z.B. dem Waschbären oder eben verwilderten Hauskatzen/Freigängerkatzen werden, weil sie vielleicht eine leichter zu greifende Beute - als zB. eine Maus oder gar ein Vogel - darstellen und somit stark dezimiert werden. Unter den endemischen Arten kann das wirklich fatale Folgen nach sich ziehen und ein kleines Ökosystem nachhaltig stören.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #22
Natürlich sind Freigänger-Katzen "super predators" und stören das Ökosystem. Allerdings nicht annähernd in dem Maße wie es Bebauung, Rodung, konventionelle Landwirtschaft/Fischerei, Globalisierung etc. tut...
Mein Paulchen hat letzten Sommer draußen gelebt und sich irgendwie durchgeschlagen, weil er seinen Besitzern "abhanden" gekommen ist. Sein Instinkt, Tiere zu jagen, hat ihm das Überleben gesichert. Und ja, er hat ein Recht auf Überleben! Sein Freiheitsdrang und sein Jagdtrieb ist spätestens seitdem stark ausgeprägt und nicht mehr zurückzudrehen. Das "Problem" ist nicht die einzelne Katze mit ihren natürlichen Instinkten - sondern immer der Mensch, der zu stark überall eingreift.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #23
Es geht doch nicht um dein Gartenproblem....dass ist ärgerlich. dass kann ich sogar verstehen. Wir haben auch einen vogelfreundlichen Garten .... sonder hier geht es um die Frage, was verursacht die Katze in der Vogelwelt.

lg
Verena
Nein, Verena, ich habe doch gar kein Gartenproblem.
(Hier im Dorf wohnen auch gar keine Bonzen. ;))

Ich habe ein fiktives Beispiel gewählt, wie man in den Medien und der Politik das Hauptproblem umschifft und die Menschen springen darauf an.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #24
@ tigerstern dann fühle ich mich nun von deinem Beitrag ziemlich auf den Arm genommen. Damit habe ich ein großes Problem und werde auf deine Beiträge dann nicht mehr eingehen....Da ich keine Lust auf Ratespiele habe:
“Was fiktiv ist oder wahr“

lg
Verena
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #25
Natürlich sind Freigänger-Katzen "super predators" und stören das Ökosystem. Allerdings nicht annähernd in dem Maße wie es Bebauung, Rodung, konventionelle Landwirtschaft/Fischerei, Globalisierung etc. tut...
genau..und auch das Problem Freigänger/freilebende Katze ist im übrigen menschengemacht, Stichwort Kulturfolger.
Wenn man als Mensch selbst das eigentliche Problem verkörpert ist es m.E. immer recht peinlich, dass Problem mehrere Stufen weiter unten zu suchen und anzuprangern. Man sollte die Diskussion bei der Hauptursache beginnen, nicht bei den Randerscheinungen, die es ohne Hauptproblem nicht gäbe. Bei sowas fühle ich mich dann auf den Arm genommen.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #26
@Gast13634 Ich wollte nie den Eindruck erwecken, daß es ein reelles Beispiel ist. Ich finde es in der Form schon unglaubwürdig.
Gut, vielleicht hätte ich das noch anmerken sollen.

Du brauchst auf meine Beiträge auch nicht einzugehen. Dies hier ist ein Forum, wo jeder antworten darf, wo er möchte.
Daß du Dich jetzt von mir verschaukelst fühlst, ist schade, aber dann ist es so.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #27
Sehr eindimensional auf einen vermutlich zu vernachlässigen Faktor reduziert.

An das Thema wird - vor allem von Katzenfreunden - in der Tat immer sehr eindimensional heran gegangen. Erlebe ich hier vor Ort auch ganz extrem (der gegenseitige Hass zwischen Katzenfreunden und vermeintlichen Naturschützern ist tatsächlich unerträglich).

So lange wir Aussagen haben wie

"Meine Katze hat in 10 Jahren vielleicht zwei Vögel gefangen"

oder

"Ja schaut doch erst mal nach Italien oder Frankreich"

oder

"Ja aber die Bonzen!"

oder

"Die Waschbären sind viel schlimmer!!!"

etc, wird sich auf der gesamten Welt nichts ändern. Es ist immer wieder ironisch wenn die Leute sofort aufschreien "Ja der Mensch ist der größte Umweltsünder", dann aber einen mensch-gemachten Faktor (denn Katzen SIND domestizierte Haustiere) aus eigenen Interessen heraus kleinreden.

Genau das ist halt Whataboutismus.

So lange wir jegliches Gefühl von Eigenverantwortung abschieben und die Schuld immer nur bei allen anderen suchen nur garantiert nie bei einem selbst, so lange wir erwarten, dass bitte erst mal alle anderen handeln bevor man selber sich vielleicht minimal einschränken müsste, wird sich die Spirale von Umweltzerstörung und Klimawandel immer weiter drehen.

Dazu gehört es auch, Studien zu ignorieren, das Haar in diesen zu suchen um nur nicht von der eigenen Meinung abweichen zu müssen etc., wie bereits auch hier im Thread schon geschehen. Man kann Fakten halt ignorieren, davon hören diese aber noch lange nicht auf zu existieren. "Vermutlich vernachlässigbarer Faktor" - selbst wenn Studien belegen, dass dies eben nicht der Fall ist. Finger in die Ohren und "lalala".

Es ist ökologisch vollkommen egal, ob "andere Faktoren" vermeintlich noch viel schlimmer sind, noch viel mehr Einfluss haben. So funktioniert Ökologie halt nicht - eindimensional. Es ist ein Netz. Und JEDER einfließende Faktor ist zu bedenken und gegenbenfalls zu verändern. Selbst vermeintlich "vernachlässigbare Faktoren" können bereits enorme positive Auswirkungen haben, wenn man sie beseitigt...

Erst wenn die Leute verstehen, dass man Probleme auf ganz vielen verschiedenen Ebenen angehen kann, GLEICHZEITIG, dass es eben nicht eindimensional ist und man sich nicht darauf ausruhen muss sollte nichts zu tun, so lange "die großen da oben" oder "Land xyz" oder "Nachbar Heinz-Günther" auch nichts ändert, können wir die Welt vielleicht ändern...retten. Denn so wird die Schuld eben immer nur von einem zum anderen geschoben und keiner fühlt sich verantwortlich und keiner macht etwas.

/rant over
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #28
@Ankaa da Du versucht hast eine meiner Textpassagen sinngemäß wiederzugeben möchte ich das richtig stellen. "Waschbären sind viel schlimmer!!!" habe ich so nicht geschrieben.

Und doch auf die Eungangsfrage ist meine Antwort nein hier in Deutschland sind Katzen keine Bedrohung für das Ökosystem nur weil sie ein paar Tiere fangen. Aktuell gibt es in D nicht genug Katzen um die Vielzahl an Tieren die als Beute in Betracht kommen signifikant zu dezimieren. Und wenn eine Katze jetzt mal ein Vögelchen erwischt das vom Aussterben bedroht ist, ist deswegen nicht die Katze der schuldige warum diese Art ausstirbt.

Sonst finde ich deinen Beitrag ziemlich unelegant, kein Wunder wenn sich da in deinem Umkreis die Fronten verhärten. Du hast dich überhaupt nicht mit den Antworten anderer auseinandergesetzt sondern bügelst hier voll ab.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #29
nein hier in Deutschland sind Katzen keine Bedrohung für das Ökosystem nur weil sie ein paar Tiere fangen.

1) Hast du dafür auch eine Quelle oder ist das halt einfach nur deine "Meinung"? Ernst gemeinte Frage. Behaupten kann immer jeder viel, man muss es allerdings halt auch belegen können.

2) Genau das ist ebenfalls Teil des Problems: Deutschland existiert nicht losgelöst von der Welt in einem eigenen Vaccuum. Ökosysteme kennen keinen künstlichen politischen Grenzen.

Du hast dich überhaupt nicht mit den Antworten anderer auseinandergesetzt sondern bügelst hier voll ab.

Es wurde nach Studien gefragt. Ich habe Studien gepostet. Worauf die Reaktion sinngemäß war "ja, glaub ich halt trotzdem nicht".

Tut mir Leid, das passiert mir als Wissenschaftler, vor allem einer der direkt mit Klimawandel zu tun hat, permanent. Nachweisliche Fakten, wissenschaftlich fundierte Studien(!), werden einfach ignoriert weil sie unangnehm sind und nicht ins eigene Weltbild passen. Zuviele Leute setzen ihre "Meinung" mit "Fakten" gleich. Es ist unglaublich frustrierend. Und arrogant.

Mal davon abgesehen finde *ich* es unglaublich unelegant, wenn auf eine Frage sofort mit Kotz-smileys reagiert wird...
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #30
Mal davon abgesehen finde *ich* es unglaublich unelegant, wenn auf eine Frage sofort mit Kotz-smileys reagiert wird...
Das stimmt aber warum ziehst Du da alle mit rein? Überlese es oder bereinige das mit betreffende Person direkt.
Es wurde nach Studien gefragt. Ich habe Studien gepostet. Worauf die Reaktion sinngemäß war "ja, glaub ich halt trotzdem nicht".
Das stimmt nicht. Ich behaupte mal einfach, dass sich bisher keiner alle Abstracts durchgelesen hat und selbst wenn müsste man wenn man wirklich mitreden will die darin genannten Studien auch noch alle lesen. Hinzu kommt ja es sind renommierte Plattformen die wissenschaftlich anerkannt sind aber nichts desto trotz müsste man sich jetzt mit den Autoren, dem Studiendesign usw. beschäftigen. Von daher wäre mein persönlicher Wunsch als nicht Experte mir nicht Literatur um die Ohren zu klatschen mit der ich Tagelang beschäftigt wäre sondern eine konkrete These aufzustellen und dann mit einer Studie zu hinterlegen.
Tut mir Leid, das passiert mir als Wissenschaftler, vor allem einer der direkt mit Klimawandel zu tun hat, permanent.
Ich bin kein Wissenschaftler sondern nur stinknormale Angestellte. Und es passiert mir immer wieder, dass Leute mit höherem Bildungsgrad meinen sie meinen sie sein Blöd und ich hätte gar keinen Schaden. Echt jetzt so diskutiere ich nicht, wenn Jemand von vornherein meint er weiß mehr weil er nen Zettel hat wo drauf steht wie klug er ist. Wir können uns gerne als Experten in unterschiedlichen Fachbereichen deklarieren aber mehr auch nicht.

Als Wissenschaftler hat man die Aufgabe stetig aufzuklären nicht den andern zu erklären, dass sie ja eh nicht bescheid wissen.
1) Hast du dafür auch eine Quelle oder ist das halt einfach nur deine "Meinung"?
Das ist meine logische Abschätzung anhand der mir gegebenen Informationen und ich bin gern bereit dazu zu lernen.

Warum meinst Du ist meine These falsch? Das ist ebenfalls ehrlich gemeint wie ich es mir zwei Absätze weiter oben gewünscht habe.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #31
Erst wenn die Leute verstehen, dass man Probleme auf ganz vielen verschiedenen Ebenen angehen kann, GLEICHZEITIG, dass es eben nicht eindimensional ist und man sich nicht darauf ausruhen muss sollte nichts zu tun, so lange "die großen da oben" oder "Land xyz" oder "Nachbar Heinz-Günther" auch nichts ändert, können wir die Welt vielleicht ändern...retten. Denn so wird die Schuld eben immer nur von einem zum anderen geschoben und keiner fühlt sich verantwortlich und keiner macht etwas.
Diesbezüglich möchte ich noch hinzufügen, dass ich da ganz bei Dir bin. Jedes Bisschen ist ein Bisschen besser.

Nichts desto trotz darf ich doch benennen, dass es Schlimmeres gibt? Wo kämen wir sonst hin wenn jeder mit maximum pressure einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen muss? Wäre das nicht doch die Quintessenz der Mensch ist das Schlimmste auf Erden?
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #32
Das ist meine logische Abschätzung anhand der mir gegebenen Informationen und ich bin gern bereit dazu zu lernen.

Hier ein wie ich finde sehr balancierter Artikel zur Lage in Deutschland:

wenn Jemand von vornherein meint er weiß mehr weil er nen Zettel hat wo drauf steht wie klug er ist.
Als Wissenschaftler hat man die Aufgabe stetig aufzuklären nicht den andern zu erklären, dass sie ja eh nicht bescheid wissen.

Dies kommt unter Wissenschaftlern eigentlich tatsächlich selten vor. Zumindest nicht in meinem Umfeld.

Prinzipiell ist es halt aber immer schön bzw. angebracht, Behauptungen auch mit Fakten zu untermauern. Von allen Seiten.

Wie gesagt, die Frustration entsteht dann, wenn man seine Aussagen mit tatsächlichen Fakten (Studien) belegt und dies dann halt trotzdem von der Gegenseite schlicht ignoriert wird, weil es halt nicht ins eigene Weltbild passt und es ja unangenehm ist, sich eingestehen zu müssen, dass man vielleicht falsch lag. Und dies ist halt ein Verhalten, was ich gegenüber Wissenschaftlern vor allem in Zeiten von Social Media immer häufiger beobachte -- kaum einem würde einfallen einem Arzt zu sagen, er macht seinen Job falsch und seine Diagnose einfach mal nicht zu glauben. (jaja, ich weiss, gibt genug Leute die das machen .... aber in keiner Größenordnung wie es Wissenschaftlern vor allem beim Thema Umweltschutz/Klimawandel begegnet)
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #33
Hier ein wie ich finde sehr balancierter Artikel zur Lage in Deutschland:
Danke, genau sowas meine ich!

Zum Rest. Nun ja es ist mit Internet einfacher sich zu informieren als früher aber eben auch einfacher sich falsch zu informieren. Wenn wir zum Beispiel auf aktuelle Verschwörungstheorien schauen (z.b. Corona oder Klimawandel) dann sind dort doch ziemlich viele "kluge" Köpfe dran beteiligt es gibt mehr als genug Leugner die einen Dr. haben und es gibt mehr als genug Studien die solche Verschwörungstheorien vermeintlich belegen. Genau deswegen schrieb ich ja, dass man sich mit Studien erstmal auseinander setzen müsste.

Ich arbeite im wissenschaftlichen Bereich bei einer Institution die man wohl als "DIE" wissenschaftlich beratende Institution Deutschlands bezeichnen könnte. Von daher weiß ich genau wovon Du redest sehe aber eben auch die andere Seite, nämlich die Wissenschaftsriege muss aufklären und dazu gehört fair diskutieren.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #34
Tut mir Leid, das passiert mir als Wissenschaftler, vor allem einer der direkt mit Klimawandel zu tun hat, permanent. Nachweisliche Fakten, wissenschaftlich fundierte Studien(!), werden einfach ignoriert weil sie unangnehm sind und nicht ins eigene Weltbild passen. Zuviele Leute setzen ihre "Meinung" mit "Fakten" gleich. Es ist unglaublich frustrierend. Und arrogant.

Die Problematik dahinter ist ja schon eine Weile zu beobachten und betrifft eigentlich alle Richtungen der Wissenschaft und seit neustem ja auch die Medizin, da gehe ich auch gleich nochmal drauf ein. Das Meinungswesen der Menschen hat sich in den letzten Jahren stark geändert und viele bilden sich ihre "Meinung" über Plattformen, die ihre Ansichten vertreten. Da kommt man nur schwer gegen an. Gerade weil diese vermeintlichen "Fakten", auf die sich dann berufen wird auf den ersten Blick wie Fakten dar gestellt werden, die Propaganda dahinter aber meist nicht wahr genommen wird. Das ist beim Thema Klimawandel, Impfungen und momentan ja auch bei Covid zu sehen.
Da kommen halt auch alle, die jemanden kennen, der jemanden kennt Leute aus den Löchern und feuern mit Glück noch Halbwahrheiten raus oder es kommen dann von dubiosen Seiten irgendwelche Links, die irgendwelche Verschwörungstheorien aufdecken mit super tollen Fakten.
Dieses eindimensionale Denken ist leider in viel zu vielen Bereichen vorherrschend.

kaum einem würde einfallen einem Arzt zu sagen, er macht seinen Job falsch und seine Diagnose einfach mal nicht zu glauben. (jaja, ich weiss, gibt genug Leute die das machen .... aber in keiner Größenordnung wie es Wissenschaftlern vor allem beim Thema Umweltschutz/Klimawandel begegnet)

Diese Aussage würde ich zumindest momentan anzweifeln. Ich habe kaum soviel Negativität gesehen, gerade gegen Ärzte wie momentan. Von Anrufen, E-Mails oder über soziale Netzwerke. Gut fairerweise muss man dazu sagen, dass sich diese Angriffe meist um Covid-Erkrankungen drehen, sei es direkt oder indirekt. Was dann auch noch dazu kommt sind veränderte Behandlungspläne, weil einige Maßnahmen nicht stattfinden können. etc pp. das hat jetzt aber auch wenig mit meiner eigentlichen Aussage die ich treffen wollte recht wenig zu tun.

Um nun mal endlich auf den Kern dieser Aussage zu kommen, das Hauptproblem momentan ist einfach die Unzufriedenheit der Bevölkerung im Ganzen. Da werden nun mal Fakten, die die eigene Lebensweise oder die der Familie, Tiere etc pp. betreffen noch viel stärker boykottiert als in einer eher ausgeglichenen und entspannten mentalen Verfassung. Ist es ärgerlich, dass die Bevölkerung so auf Wissenschaftliche Arbeit reagier, natürlich und es ist auch nervig immer alles im Whataboutismus endet, aber man wird es nicht aufhalten oder ändern können, schon gar nicht in einer Zeit, in der jeder mit jedem über Socialmedia vernetzt ist. Im Gegenteil, das wird die nächsten Jahre nur noch schlimmer. Da wird auch die Wissenschaft andere Wege gehen müssen und vieles anders handhaben müssen um ihre Thesen und Studien an den Mann/Frau bringen zu können und das eben recht triviale Art und Weisen, dass es möglichst viele erreicht und das es möglichst viele verstehen.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #35
@Ankaa
Ich bin da ganz bei dir.

An diejenigen die der Meinung sind dass der Mensch den meisten Schaden anrichtet.
Das ist durchaus korrekt.
Ich sage auch nicht das Freigänger die Wurzel allen Übel sind. Dieser Gedanke liegt mir fern.
Nur beweisen mittlerweile mehrere Studien das Freigänger das Ökosystem nachhaltig stören.
Zwar lange nicht in einem Ausmaß wie der Mensch aber eben auch nicht so unbedeutend das man dieses Problem weg oder klein reden könnte.
Die Katze ist wie schon richtig gesagt wurde ein domestiziertes Haustier.
Es wäre utopisch sich einbilden zu wollen das man diese Tatsache in kürzester Zeit umkehren könnte. Ich will damit auch nicht sagen das Menschen keine Katzen halten sollen.
Jedoch sollte man die Katzenhaltung grundsätzlich überdenken. Beziehungsweise in einer einer Weise ausüben sodass sie Tier und Ökosystem nützt beziehungsweise gerecht wird.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #36
Nichts desto trotz darf ich doch benennen, dass es Schlimmeres gibt? Wo kämen wir sonst hin wenn jeder mit maximum pressure einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen muss? Wäre das nicht doch die Quintessenz der Mensch ist das Schlimmste auf Erden?

Das meinte ich gar nicht mal.

Aber, wenn auf "Katzen sind problematisch für Ökosysteme" sofort mit einem "x, y, und z sind viel viel schlimmer als die paar Katzen" reagiert wird, dann empfinde ich das halt als problematisch.

Für mich wird da halt anders herum ein Schuh draus.

Eben WEIL die Ökosysteme schon mit so vielen anderen, "schlimmerem", Problemen extrem belastet werden, sei es Habitatfragmentation, Klimawandel, invasive Arten (Nahrungskonkurrez, Prädation, Krankheiten), oder oder oder - fast alles Dinge auf die ich als einzelne Person erst einmal wenig Einfluss habe - muss ich doch nicht noch einen zusätzlichen, selbst wenn objektiv kleineren und vielleicht lange nicht so signifikanten Faktor, zu dem Stress hinzufügen. Vor allem wenn es etwas ist, was ich als Privatperson eben beschränken könnte. Wenn ein System extrem gestört ist, können eben auch <eigentlich> sehr kleine Stressoren zu massiven Auswirkungen führen, sogar regelrecht der letzte Tropfen im Fass sein, bevor es überläuft (oder im Falle von Ökosystemen: zusammenbricht).

Und, da das anscheinend nochmal betont werden muss. Nicht die <Katze> ist das Problem. Die Haltung ist es (+ die verwilderten, teils unkontrollierten Populationen). Eben weil es first and foremost domestizierte Haustiere sind. Und ja, da empfinde ich den Menschen eben in der Verantwortung. Die Katze selber kann da nix für.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #37
Es wäre ein guter Anfang wenn man sich darauf konzentrieren würde Katzen ausschließlich in der Wohnung beziehungsweise im Haus zu halten.
Katzen die ein größeres Freiheitsbedürfnis haben könnten auch im eigenen abgesicherten Garten leben.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #38
Ich unterstelle Katzenhalterinnen beziehungsweise Katzenhalter auch nicht das sie dem Ökosystem bewusst schaden wollen , nur sollte man sich einige Dinge einmal grundsätzlich klar machen.
Wir können Katzen gar nicht " artgerecht" halten , weil sie so wie sie beim Menschen leben unter normalen Umständen niemals leben würden.
Weder als Freigänger noch als Hauskatze.
Ich habe erst letztens gelesen das zum Beispiel Katzeneltern ihre Kinder erst nach 8 Monaten verlassen und dann auch nur die Kater. Die Weibchen bleiben meist ein Leben lang bei ihren Eltern. Auch ein Punkt den man sich vielleicht mal klar machen sollte wenn man wirklich glaubt etwas gutes zu tun wenn man zwei Kitten nach 12 beziehungsweise 16 Wochen aus einer Familie herausreißt. Denn nichts anderes tut man leider.
Die Katzenmutter vergisst das nicht. Sie muss eben damit leben.
Besser wäre es eine oder zwei Katzen aus dem Tierheim aufzunehmen aber auch nur wenn man ihnen wirklich gerecht werden kann.

Ich habe mich hier in so manchen Drittkatzen Thread eingeschaltet. Und ich wurde per PN gefragt warum ich so unfreundlich reagiere wenn sich jemand eine Drittkatze anschaffen möchte.
Die Erklärung ist simpel. Ab diesem Zeitpunkt beginnt für mich der Egoismus des Menschen. Ich kann mir nämlich beim besten Willen nicht erklären warum man in ein gut funktionierendes Team noch eine Drittkatze reinholen sollte.
Oft gehen diese Versuche ( Egoexperimente / nichts anderes ist es leider ) nicht gut aus.
Es geht nämlich immernoch um ein Lebewesen. Und das schiebt man nicht einfach nach ein paar Monaten wieder ab weil die anderen Katzenbewohner im eins drauf geben.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #39
Nachtrag :
Katzen aus einer Handaufzucht sind meiner nach auch in Ordnung.

Im allgemeinen sollte man wenn man den Katzen die domestiziert sind etwas Gutes tun möchte und dem Ökosystem einen Gefallen tun möchte vielleicht folgendes berücksichtigen :

1.Sich vor dem Kauf ausführlich informieren und nicht erst danach.
2.Nur eine Anzahl an Katzen kaufen denen man wirklich gerecht werden kann. ( Meist nicht mehr als 2 ).
3. Kauf ausschließlich aus dem Tierheim oder Handaufzucht. Damit unterbindet man die weitere Domestizierung jeglicher Art durch Züchter und reißt keine Katzenfamilien mehr auseinander.
4. Haltung ausschließlich in der Wohnung oder Haus. Maximal im abgesicherten Garten.
 
  • Stören Freigänger das Ökosystem ? Beitrag #40
Die Katzenmutter vergisst das nicht. Sie muss eben damit leben.
Ich glaube dass du die Katzen zu sehr vermenschlichst.
Ich kenne auch genug Beispiele, in denen die Katzenmutter ihre Jungen weit früher verjagt als mit 8 Monaten.
Woher nimmst du deine Beschreibung (sorry mir fällt um die Uhrzeit kein anderer Begriff mehr ein) "Katzenfamilie"?
Da hätte ich gerne den Bericht/Auszüge aus dem Buch das du erst letztens gelesen hast.
 
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