Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid

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Gast29323

Gast
Ich fang hier einfach mal an ein bisschen zu dokumentieren wo uns die Reise Freigänger mittlerweile hingeführt hat.

Angefangen hat es im Januar 2012 als sich der Gedanke festigte, dass mein Partner sich eine Katze wünschte, da er es seit Kindesbeinen an kannte.

Ich war zunächst nicht unbedingt überzeugt, es gab bei uns immer Haustiere, ich hatte seit meinem 5.Lebensjahr auch "eigene" Haustiere wie Kaninchen, Hamster, Mäuse, Ratten, Wellis,... für die ich soweit verantwortlich war wie es einem Kind möglich ist. Eigentlich wollte ich immer ein Pony :LOL:... zum Glück gehören meine Eltern zu den Menschen die jedes Tier als Verantwortung sehen statt als Weihnachtsgeschenk. So hatten wir z.B. immer Hunde obwohl meine Eltern beide Vollzeit arbeiteten, das ging nur weil beide Teile Großeltern mit im Haus wohnten.

So war ich nun mit allerlei Getier aufgewachsen aber nicht mit Katzen. Wenn man jetzt betrachtet, welche Tiere so dazu gehörten waren Katzen auch echt nicht naheliegend.

Mit in die Beziehung habe ich noch ein Pärchen persische Rennmäuse biblischen Alters gebracht, die dann knapp vierjährig noch ein kleines Zimmer (naja eher Kammer aber mit Fenster) in der ersten gemeinsamen Wohnung bekommen haben.

Es war also an der Zeit und so habe ich mich auf das Experiment eingelassen. Bei der Wohnungssuche (unser zweites Liebesnest) wurde also schon darauf geachtet, dass Katzen erlaubt sind und es eine Freigang-geeignete Gegend ist. Diese Mietwohnung haben wir dann im Januar 2012 gefunden, im April 2012 zog dann das erste Corpus Delicti ein.:cool:
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #2
:c010:..........:girl-wink:
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #3
Geduld.:a045:

Unser Bommel
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Irgendwie geplant aber doch wie die Jungfrau zum Kinde.

Eine Kollegin von mir (verrückte Katzenlady ;) 😘) hat Wind von unseren Plänen bekommen und sich unverzüglich reingekniet das Passende zu finden.

So sind spontan (zumindest für mich) eines Tages nach Feierabend direkt losgefahren (meine Kollegin und ich) um ein Inserat eines Katzenschutzvereins zu begutachten. Der Kater der von der Beschreibung her passte hatte keinen guten Draht zu mir, was aber auch nicht schlimm war, denn irgendwie war ich von der Aktion überrumpelt. Nichts desto trotz war ich schon irgendwie freudig aufgeregt, dass es jetzt losgeht. Wir haben uns noch mit der Dame die uns betreute unterhalten was wir eigentlich suchen. Ja und ab da kam alles anders... am Abend saß dann völlig unerwartet Bommel im Kennel (der uns geliehen wurde) im Kofferraum meiner Kollegin. Wir haben auf dem Weg zu uns noch kurz bei ihr angehalten um Klo, Streu, Napf, Futter und ein paar Kratzstangen einzuladen.

Meinem Freund hatte ich davon nichts erzählt, sagte nur, dass ich mit ihr noch nach der Arbeit unterwegs bin.:oops:

Ich bin rein in die Wohnung und sagte sinngemäß "Schatz ich hab heute mit XY ne Katze ausgesucht".
Er fragte "Und wie sieht sie aus?"
Ich sagte "Na guck se Dir halt an"
:a050:

Im Nachhinein alles richtig gemacht aber ganz ehrlich so sollte es eigentlich nicht laufen.
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #4
Meinen allerersten Kater hatte ja mein Hund beim Spaziergang im Gebüsch aufgestöbert. Mein Mann war sehr entsetzt, als ich den Kater mit nach Hause brachte. Seine erste Reaktion war: "bring das Tier bitte morgen ins Tierheim, ich will keine Katze"

Nach einer Woche lauteten dann seine Worte so: "ja wo ist denn das kleine Männlein, kommst Du mal schmusen?":LOL::LOL:
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #5
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #6
Ich bin ehrlich, ich wollte damals auch nie eine Katze. Ich hatte so die Vorstellung: die springen überall drauf und machen alles kaputt. "Sowas" möchte ich nicht.

Aber wenn dann so ein kleiner Kerl unverhofft einzieht und der auch noch den Hund zu seinem besten Freund macht, bleibt ja nichts anderes übrig als zu resignieren.:ROFLMAO:

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Meine jetzige Wohnung habe ich übrigens aus Katzensicht ausgesucht. Lange Rennstrecke, Balkon, und viel Platz für Kratzbäume:LOL:
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #7
Ich bin ehrlich, ich wollte damals auch nie eine Katze. Ich hatte so die Vorstellung: die springen überall drauf und machen alles kaputt. "Sowas" möchte ich nicht.
Einsicht ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. :LOL:

Wir haben dann auch die ersten Wochen lernen müssen was so alles dazu gehört eine Katze zu haben.

Am ersten Abend hat Bommel die Box verlassen, eine Runde durch die Wohnung gedreht und sich rund 30Minuten nach Ankunft zu uns auf die Couch gesetzt und die Nacht mit uns im Bett verbracht. Ich fand das damals schon krass relaxt aber nach so vielen Jahren im Katzenforum weiß ich mittlerweile, dass das schier unglaublich ist.

Da ja irgendwie alles ungeplant war mussten wir am Folgetag arbeiten. Morgens stand er mit uns auf, hat gut gefuttert und wir sind los. Abends war alles anders. Als wir nach Hause gekommen sind war der Kater weg.:eek:
Wir haben alles abgesucht, jeden Quadratzentimeter auf Links gedreht. Nach gut 1h war ich überzeugt, dass der Vermieter heimlich in der Wohnung war und er dabei entwischt ist.

Völlig verzweifelt hab ich mich im Flur auf den Boden gesetzt und geweint, da kam Bommel unterm Schuhregal vor, das Schuhregal habe ich ausgemessen um mir dieses unglaubliche Ereignis im Tagebuch zu notieren... unter dem Schuhregal waren 13,5cm platz. Wir haben alles abgesucht wo eine Katze runter oder reinpasst aber in diesen Spalt?
 
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  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #8
Da hätte ich auch geweint und Panik geschoben.....
Süß dass er dich dann getröstet hat. :love:
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #9
Völlig verzweifelt hab ich mich im Flur auf den Boden gesetzt und geweint, da kam Bommel unterm Schuhregal vor, das Schuhregal habe ich ausgemessen um mir dieses unglaubliche Ereignis im Tagebuch zu notieren... unter dem Schuhregal waren 13,5cm platz. Wir haben alles abgesucht wo eine Katze runter oder reinpasst aber in diesen Spalt?

Tja, hier mal das Schuhregal unter dem Emil seine ersten Stunden nach Einzug verbracht hat 😂
Für mich auch nach 8 Jahren immer noch ein Rätsel, wie er darunter gepasst hat.

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  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #10
Süß dass er dich dann getröstet hat.
Ich glaube wir haben uns gegenseitig getröstet. Er muss wohl ordentlich Angst gehabt haben.
Tja, hier mal das Schuhregal unter dem Emil seine ersten Stunden nach Einzug verbracht hat 😂
Gleiches Kaliber. :LOL:
Du wusstest aber wo er war?

Die nächsten Tage jeden Abend das selbe Spiel nur jedes mal ein anderes Versteck. Ganz langsam hatte er sich dran gewöhnt um kam auch raus bevor wir ihn entdeckt hatten. Gut zwei Wochen ging das so, seitdem werden wir nun seit 9Jahren jeden Tag den wir Heim kommen direkt an der Tür begrüßt, er hört genau wann unser Auto auf den Hof fährt.

Als er 4Wochen bei uns war hatten wir den ersten Übernachtungsbesuch: Schwiegereltern (wohnen weiter weg)

Sie kamen an einem Donnerstag, da mussten wir dann Freitag noch arbeiten und hatten das WE zusammen geplant.

Am Morgen haben wir noch zusammen gefrühstückt und wir sind los. Natürlich haben wir nochmal aufgeklärt drauf zu achten, dass Bommel nicht entwischt, denn an der Haustür und Terrassentür war er mittlerweile sehr präsent.
Als wir Abends heim kamen waren meine Schwiegereltern noch nicht von ihrem Tagesausflug zurück was uns wunderte aber ja dann doch bei Erwachsenen nicht besorgniserregend ist.

Als sie dann nach Hause kamen gabs für uns den Tagesbericht.
Schwiegervater hatte morgens geduscht und hinterher gelüftet. Er dachte die Katze springt nicht über die Badewanne (die direkt unter dem Fenster war).:rolleyes:
So begann ihr Tagesausflug also erst Mittags als sie es endlich geschafft hatten Bommel einzusammeln.

Ich war echt sauer, merke gerade, dass ich heute noch damit hadere. Denn das sind die typischen Szenen wo man dann die längste Zeit ne Katze gehabt hatte. Zum Glück haben sie es selbst glatt gebügelt, hätte ich früh auf Arbeit davon erfahren wäre ich mit Sirene voll Panik nach Hause geflogen. Aber ist ja dann doch alles gut gegangen, wir hatten den kleinen Mann schon sehr ins Herz geschlossen.
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  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #11
Ja, wir hatten gewusst, dass er unter dem Regal war. Ist ja sofort da hin geflitzt, als wir den Kennel geöffnet haben. ( Rasmus verschwand in einer vollen Schublade des Teewagens ) Er kam dann aber nach 2 Stunden raus und untersuchte das Haus, während Emil für 2 Tage unter die Kellertreppe umzog :ROFLMAO:
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #12
Minki und Möhrchen haben 3 Wochen lang hinter einer Kommode gehockt. Nur nachts sah ich 2 Schatten huschen...
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #13
Bei Bommel war es ja so komisch, dass dieses Ritual nur stattfand wenn wir länger außer Haus waren, sonst war er sowas von zutraulich und verschmust vom ersten Tag an.

Er wurde vom Tierschutz eingesammelt, da er in einem Wohngebiet in sämtliche Einfamilienhäuser eingebrochen ist, dort sollte er angeblich keinem gehören. Vermutlich wurde er dann dort oft rausgejagt und hatte daher die Macke.
Er wurde also entweder ausgesetzt oder aber, was eine furchtbar traurige Vorstellung wäre, ein "unangenehmer" Freigänger eingesammelt. Dass er ein Wildling ist würde ich definitiv ausschließen.
Wir hätten keine Chance gehabt auf die Suche nach eventuellen Besitzern zu gehen (dafür fehlten uns sämtliche Infos) und ehrlich gestanden wäre uns das damals auch nicht in den Sinn gekommen.
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #14
Bommel der Einbrecher 😆
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #15
Bommel der Einbrecher 😆
Als er dann bei uns endlich raus durfte ist er wie selbstverständlich in jede offene Terrasentür reingelatscht. :rolleyes:
Die Nachbarn ringsum kannten ihn dann alle ziemlich schnell. Leider kannte er bei einigen Nachbarn dann auch ziemlich schnell den Standort des Kühlschranks.:f020:
Zu Beginn war er noch mit Sicherheitshalsband unterwegs und so wussten zumindest alle, dass er ein zu Hause hat und man sich keine Hoffnung machen braucht. Die verlorenen Halsbänder waren dann dank Adressaufkleber immer im Briefkasten.
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #16
Und nach dem Geschwafel (wovon bestimmt noch einiges folgen wird:a035:), der eigentliche Kern des Themas.

Wir haben im Sommer 2020 beschlossen, dass die Katerz nicht mehr in den uneingeschränkten Freigang sollen/dürfen.

Es sollte schnell gehen und als Provisoriom erstmal günstig sein (naja 2,5k ist nicht gerade günstig).

Wir haben unseren massiven Zaun von 1,20m mit 4-Kantrohren erhöht und Netz dazwischen gespannt. Der Abschluss oben dann mit Regenfallrohren die sich drehen. So könnte man hochklettern hatte aber oben dank leichtläufiger Rolle keinen Halt.
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Im Frühjahr dann schon deutlich grüner...
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Und das war der alte Katzenzaun.
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  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #17
Hoho... wieviele Meter Zaun habt ihr verbaut..200...300?
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #18
Das ist doch kein Garten. Das ist ein Park o_O 😂
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #19
Hoho... wieviele Meter Zaun habt ihr verbaut..200...300?
140m Zaun. Dann links und rechts noch der Abschluss zu Haus, insgesamt etwa 180m umrundet. Das bringt es dann auf gut 1300 Quadratmeter Freigehege.

Sie waren absolute Freiheit gewohnt und es war alles andere als einfach für sie sich damit abzufinden, vorallem da der Blick in die gewohnte Freiheit ja noch vorhanden ist... aber es musste sein. Mittlerweile hat man sich damit arrangiert und kann es genießen.
 
  • Unser Katzenknast: Des einen Freud ist des anderen Leid Beitrag #20
👍was für eine Fläche- mega 👍
 
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