• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen

Diskutiere Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Mit der freundlichen Erlaubnis von Helga Schoolmann, darf ich diesen wunderbaren Infotext verwenden. Deine Katze ist beim Tierarzt mit...
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #1
yodetta

yodetta

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Mit der freundlichen Erlaubnis von Helga Schoolmann, darf ich diesen wunderbaren Infotext verwenden.

Deine Katze ist beim Tierarzt mit Katzendiabetes diagnostiziert worden? Dann erschrick nicht, das ist kein Todesurteil. Diabetes ist zwar eine komplizierte Erkrankung, aber gut zu behandeln. Du musst nur etwas Geduld mitbringen, es geht nicht von heute auf morgen. Eine Einstellung dauert Wochen, wenn nicht Monate.

Wo liegen die Ursachen des Diabetes? Sie sind vielfältig und ein Tierarzt tut gut daran, gleich nach der Erstdiagnose nach den Ursachen zu suchen und wenn möglich, sie zu beheben.
Dann nämlich ist bei Katzen ein Diabetes oft reversibel, er kann sich wieder ganz zurückziehen (Remission oder Honeymoon).

Sekundärer Diabetes tritt oft im Gefolge anderer Erkrankungen auf:

z. B. Pankreatitis, Harnwegsinfektionen, Schilddrüsenüberfunktion, Zahnfleischerkrankungen, kranke Zähne, Tumore, Verabreichung von Glukokortikoiden (Cortison) oder Progestagenen (zwecks Unterdrückung der Rolligkeit):

Wie beim Menschen ist Übergewicht eine häufige Ursache. Viele Katzen werden falsch ernährt, bekommen zu viele Kohlenhydrate durch Trockenfutter oder durch Nassfutter mit Getreide, Zucker und Karamell. Dem ist die Bauchspeicheldrüse der Katze, die eigentlich ein Fleischfresser ist, nicht gewachsen. Dazu kommt dann leider oft mangelnde Bewegung.

Bei freilaufenden Katzen, die sich von kleinen Beutetieren ernähren (viel Protein, moderat Fett, kaum Kohlenhydrate) wird sich kaum ein Diabetes einstellen. Auf dem Ernährungskonzept fußen auch die modernen Diabetesdiäten.

Wahrscheinlich geht es deiner an Diabetes erkrankten Katze momentan nicht gut. Symptome für Diabetes bei Katzen sind häufiges Trinken, große Mengen von Urin, ein unbändiger
Hunger, Aufnahmen großer Futtermengen und trotzdem nimmt das Tier ab. Im fortgeschrittenen Stadium hört das Tier auf zu fressen. Die Diagnose beim Tierarzt erfolgt über eine Blutprobe. Der Blutzuckerwert ist oft sehr hoch. Die eigentliche Diagnose erfolgt jedoch über den Fructosaminwert. Er gibt einen Überblick über die Glukosewerte der Katze während der letzten 2-3 Wochen und ist NICHT stressabhängig. Fast alle Katzen neigen nämlich beim Tierarzt-Besuch zu sehr hohen Werten (Stresshyperglykämie). Um eine Fehlbehandlung zu vermeiden, sollte auf der Messung dieses Fructosaminwertes bei der Erstdiagnose UNBEDINGT bestanden werden.

Auf die Diagnose folgt die Behandlung, die in der Regel durch Insulin erfolgt wie auch beim Menschen. Im 12-Stunden-Abstand bekommt die Katze zweimal täglich Insulin unter die Haut gespritzt. Nur wenige Tiere kommen mit einer einmaligen Gabe aus. Die Tiere gewöhnen sich schnell daran, und holen sich nach einiger Zeit ihr Insulin sogar ab, weil sie merken, dass es ihnen gut tut. Die Verabreichung von Insulin geht mit dem gleichen Risiko
daher wie bei Menschen auch. Darum ist im Prinzip auch die Behandlung wenig unterschiedlich.

Ziel der Einstellung ist es, der Katze soviel Insulin zu geben, wie sie benötigt, dadurch die oben genannten Symptome zum Verschwinden zu bringen und die Lebensqualität wieder
herzustellen. Dabei sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Startdosierung nicht zu hoch gewählt wird, da es sonst im Regulierungsprozess zu gefährlichen Zwischenfällen und Verzögerungen kommen kann.

Mehr Infos dazu bei Caninsulin ist ein für Hunde und Katzen zugelassenes Insulin und das vorgeschriebene Erstinsulin. Wenn es versagt und die Werte zu
hoch bleiben oder wenn die Katze oft kleine Mahlzeiten fressen möchte, stehen andere Insuline aus dem Humanbereich zur Verfügung. Gute Erfolge werden mit Langzeitinsulinen gemacht (z.B. Lantus und Levemir):

Immer mehr setzt sich glücklicherweise bei der Behandlung diabetischer Katzen das sogenannte Hometesting (auch Home-Monitoring genannt) durch. Mit Hilfe eines modernen
Glukometers, das nur ganz wenig Blut ansaugt, kann der aktuelle Blutzuckerspiegel auch bei Katzen durch einen winzigen Tropfen Blut, der aus dem Ohr entnommen wird, mühelos festgestellt werden. Das tut dem Tier nicht weh, erfordert kaum Zeit, erleichtert die Einstellung enorm und macht sie vor allem sicherer.

Falls der Tierarzt Hometesting noch nicht kennt, sollte man ihn darauf aufmerksam machen. Es ist für seine tierärztliche Arbeit nur von Vorteil, weil eine Überdosierung des Insulins vermieden werden kann. Die Erlaubnis des Tierarztes fürs Hometesting benötigt man jedoch nicht.

Insulin ist zwar ein körpereigener Stoff, doch zuviel davon kann tödlich sein. Eine Überdosierung mit Insulin kann eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) bewirken, d.h. die Blutzuckerwerte sinken bedenklich tief, das Tier taumelt, ist nicht ansprechbar, bekommt einen glasigen Blick, kann ins Koma fallen und kann, wenn die Hypo nicht rechtzeitig erkannt wird, durch die Unterzuckerung schwere neurologische Schäden erleiden oder sogar daran sterben.

Zuviel Insulin kann auch noch eine andere Wirkung haben: die Blutzuckerwerte steigen, oft sogar astronomisch hoch, auf HI, d. h. Werte über 600 mg/dl. Diesen Vorgang nennt man Somogyi-Effekt, auch Somogyi Overswing oder Rebound genannt. Es ist eine Gegenreaktion des Körpers auf zuviel Insulin. Die Leber schüttet Glykogen (gespeicherte Glukosevorräte) aus, um den Körper vor einer Unterzuckerung zu schützen. Der Somogyi-Effekt tritt bei Katzen sehr leicht auf, kann aber durch das oben erwähnte Hometesting schnell erkannt werden.

TÄ können den Somogyi-Effekt nur vermuten, denn bei ihnen in der Praxis hat das Tier sowieso wesentlich höhere Stresswerte. Durch häusliches engmaschiges Messen ist er oft zu erkennen. Der Fall ist dann zu schnell oder viel zu tief.
Die Behandlung des Somogyi-Effektes besteht darin, der diabetischen Katze WENIGER Insulin zu geben. Leider wird der Somogyi-Effekt oft mit Insulinresistenz verwechselt. Echte Insulinresistenz ist bei Katzen jedoch selten. Nach chronischem Somogyi-Effekt ist jedoch manchmal ein Wechsel auf ein anderes Insulin angebracht, z. B. Lantus.

Wie bereits erwähnt, erfolgt die Behandlung des Somogyi-Effektes durch die Verminderung des Insulins. Diese Reduzierung des Insulins sollte aber unbedingt in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt erfolgen und unter Ketonkontrolle, denn ZU WENIG Insulin ist auch mit Gefahren verbunden.

Zu wenig Insulin bedeutet, dass der Körper sich seine Energien woanders holen muss. Er greift auf seine Fettvorräte zurück und beginnt, sie massiv abzubauen. Dabei entstehen Ketone, auch Ketonkörper genannt, schädliche Abfallprodukte des Fettstoffwechsels. Das Blut übersäuert, und es kann zu einer schweren Stoffwechselentgleisung, genannt Ketoazidose, kommen.

Eine Ketoazidose ist lebensgefährlich und bedarf unbedingt einer intensiven tierärztlichen Behandlung, da sie sonst tödlich ausgeht.

Vorbeugend sollte man den Urin einer diabeteskranken Katze regelmäßig mit Teststreifen auf Ketone überprüfen. Das ist
eine billige, leicht durchzuführende Kontrolle, die lebensrettend sein kann. Noch besser ist die Kontrolle auf Blutketone, z.B. mit dem Glukometer GlucoMen LX PLUS. Es ist zwar teurer,
damit zu messen, aber so gut wie jede Ketoazidose kann damit im Keim erstickt werden, weil man frühzeitig reagieren kann.
Manche diabetische Katzen zeigen zur Zeit der Erstdiagnose schon neuropathische Erscheinungen, d.h. sie springen schlechter oder laufen schlurfend auf dem unteren Teil der Hinterbeine. Durch die Einstellung mit Insulin verschwinden diese Erscheinungen jedoch oft wieder. Methylcobalamin, ein B12-Derivat, kann diese Besserung beschleunigen. Es ist in
Tablettenform erhältlich.

Ein wesentlicher Teil der Diabetesbehandlung muss hier noch erwähnt werden: das Futter.

Richtiges Futter in der richtigen Menge zur richtigen Zeit ist die halbe Einstellung. Viele Futter, vor allem die Trockenfutter, enthalten für eine diabetische Katze zu viele Kohlenhydrate. Auch Katzenleckerlis sind mit Vorsicht zu genießen. Sie enthalten wie die verschiedenen Futter oft Zucker. Gutes Katzenfutter, nicht nur für die diabetische Katze, enthält hoch Protein, moderat Fett und so wenig Kohlenhydrate wie möglich.

Die Behandlung der diabetischen Katze sollte in enger Zusammenarbeit mit einem Tierarzt erfolgen, der sich mit Katzendiabetes auskennt und auch neuen Methoden wie Hometesting und Überprüfung auf Ketone aufgeschlossen gegenüber steht.


Wenn nun der Eindruck erweckt wurde, dass Katzendiabetes schwer zu behandeln ist, so ist das nicht richtig. Durch richtige Organisation ist die Behandlung in den Griff zu bekommen und wird schnell zur Routine. Die Lebensqualität erkrankter Katzen ist oft erstaunlich schnell wieder da. Die Tiere gewöhnen sich schnell an das neue Procedere.

Du solltest deshalb keinen Moment zögern, eine an Diabetes erkrankte Katze umgehend mit Insulin zu behandeln, wenn dein Tierarzt dazu rät. Ohne Insulin verurteilt man das Tier zu einem
qualvollen Hungertod oder es fällt in eine Ketoazidose, die auch oft tödlich verläuft, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Einige wenige Katzen können mit Tabletten behandelt
werden, doch ist die Behandlung oft problematischer als das Verabreichen einer Spritze. Es sprechen auch nur wenige Katzen auf diese Tablettenbehandlung an. Einige wenige Katzen
sind Grenzfälle und können ausschließlich über richtiges Futter (proteinreich, kohlenhydratarm) geregelt werden.

Je früher und je sorgfältiger die Diabetesbehandlung beginnt, desto größer sind die Aussichten auf eine Remission.

Copyright Helga Schoolmann, 2012
 
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  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen

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  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #2
Wow, prima.
Kannst du das irgendwo anpinnen? (Falls noch nicht geschehen).
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #3
Hallo Zusammen! :)

Ich möchte meine eigenen Erfahrungen auch noch aufschreiben und das, was ich bei der lieben Doris T gelesen/gelernt habe.

Feivel hat/hatte ja leider auch Diabetes (er bleibt nun immer latenter Diabetiker) und ist nun seit ein paar Monaten in Remission.
Was genau den Diabetes bei ihm ausgelöst hat, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.
Feivel war aufgrund des Bewegungsmangels (Schmerzen durch Spondylarthrose) übergewichtig, er war ein absoluter Trockenfutterjunkie, er hat zu der Zeit Cortison als Depotspritze, aber auch in Tablettenform erhalten.

Ich habe von vielen Fehlversuchen mit Caninsulin gelesen und mir deshalb von meinem Tierarzt direkt das Insulin Lantus verordnen lassen.
Das hier war mein Zubehör, mit dem ich super zurecht gekommen bin. :)
Screenshot_20211206-113824_Gallery.jpgScreenshot_20211206-113830_Gallery.jpg
Dieses Insulin wird von Katzen sehr gut vertragen, weil es ganz sanft seine Wirkung entfaltet und ein sogenanntes Langzeitinsulin ist.
Im Gegensatz zu Caninsulin, welches eigentlich für Hunde entwickelt wurde und ein Kurzzeitinsulin ist.

Das A und O ist das Hometesting.
Blind, Insulin zu spritzen kann tödlich enden, ebenso tödlich enden kann es wenn die Katze zu wenig Insulin erhält.
Warum das so ist wird oben in dem Text von Helga Schoolmann wunderbar erklärt.

Wichtig zu wissen ist unbedingt, wie das Insulin im Körper wirkt.
Deshalb wird ca 4-5 Stunden nach der Insulinspritze erneut der Blutzucker gemessen, weil sich dann die Wirkung des Insulins vollständig entfaltet hat.
Niedriger wird der BZ nach der Spritze dann also nicht mehr.
Somit kann man individuell die Dosis immer wieder anpassen.

Im Idealfall misst man also morgens früh, vor dem Füttern den BZ, dann wird gefüttert und erst wenn die Katze gut gefressen hat, wird das Insulin gespritzt.
Dann wird, wie gesagt ca nach 4 Stunden erneut der BZ gemessen um zu wissen, wie das Insulin gewirkt hat.
Am Abend verfährt man, wie am Morgen und kontrolliert ca 4 Stunden später erneut den BZ.

So, das wars erstmal. 🙂
Wenn mir noch was einfällt, ergänze ich das noch und wenn ich Fragen beantworten kann, mache ich das auch gern.

Hier noch mein süßer Honeymooner. ❤
Auch an Doris T. geht mein herzlicher Dank.
Ohne Dich, wäre Feivel heute nicht in Remission. ❤
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Liebe Grüße
Melli
 
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  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #4
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #5
Mehr Infos dazu bei Caninsulin ist ein für Hunde und Katzen zugelassenes Insulin und das vorgeschriebene Erstinsulin.
Dazu fällt mir ein, dass es mittlerweile auch ein Insulin für Katzen gibt, nämlich das

Allerdings waren die Erfolge damit auch eher mäßig, bei Allem was ich recherchiert habe.

Zum Hometesting möchte ich noch sagen, dass mein Mann und ich in der Anfangszeit schier verzweifelt sind, weil Feivel sich mit Händen und Füße gewehrt hat.
Er hat geschrien wie am Spieß, hat gekratzt, gebissen und wollte immer nur noch weg.
Das hat ca ein oder zwei Wochen gedauert und dann war der Schalter umgelegt.
Wir haben natürlich mit Leckerchen gearbeitet und nach diesen schlimmen Wochen ist Feivel schon zu den bestimmten Zeiten auf den Tisch gesprungen und hat darauf gewartet, dass der Blutzucker gemessen wird um danach sein Leckerchen zu bekommen. :)
Es ist also immer machbar, wenn man geduldig und liebevoll aber bestimmt dran bleibt. :)
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #6
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #7
Danke, auch wenn ich keine Zucker-Katzen habe 🙏

Aber ich selbst bin seit vielen Jahrzehnten latente Diabetikerin; aufgrund eines Insulinoms.
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #8
Hallo Zusammen! :)

Ich möchte meine eigenen Erfahrungen auch noch aufschreiben und das, was ich bei der lieben Doris T gelesen/gelernt habe.

Feivel hat/hatte ja leider auch Diabetes (er bleibt nun immer latenter Diabetiker) und ist nun seit ein paar Monaten in Remission.
Was genau den Diabetes bei ihm ausgelöst hat, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.
Feivel war aufgrund des Bewegungsmangels (Schmerzen durch Spondylarthrose) übergewichtig, er war ein absoluter Trockenfutterjunkie, er hat zu der Zeit Cortison als Depotspritze, aber auch in Tablettenform erhalten.

Ich habe von vielen Fehlversuchen mit Caninsulin gelesen und mir deshalb von meinem Tierarzt direkt das Insulin Lantus verordnen lassen.
Das hier war mein Zubehör, mit dem ich super zurecht gekommen bin. :)
Anhang anzeigen 241158Anhang anzeigen 241159
Dieses Insulin wird von Katzen sehr gut vertragen, weil es ganz sanft seine Wirkung entfaltet und ein sogenanntes Langzeitinsulin ist.
Im Gegensatz zu Caninsulin, welches eigentlich für Hunde entwickelt wurde und ein Kurzzeitinsulin ist.

Das A und O ist das Hometesting.
Blind, Insulin zu spritzen kann tödlich enden, ebenso tödlich enden kann es wenn die Katze zu wenig Insulin erhält.
Warum das so ist wird oben in dem Text von Helga Schoolmann wunderbar erklärt.

Wichtig zu wissen ist unbedingt, wie das Insulin im Körper wirkt.
Deshalb wird ca 4-5 Stunden nach der Insulinspritze erneut der Blutzucker gemessen, weil sich dann die Wirkung des Insulins vollständig entfaltet hat.
Niedriger wird der BZ nach der Spritze dann also nicht mehr.
Somit kann man individuell die Dosis immer wieder anpassen.

Im Idealfall misst man also morgens früh, vor dem Füttern den BZ, dann wird gefüttert und erst wenn die Katze gut gefressen hat, wird das Insulin gespritzt.
Dann wird, wie gesagt ca nach 4 Stunden erneut der BZ gemessen um zu wissen, wie das Insulin gewirkt hat.
Am Abend verfährt man, wie am Morgen und kontrolliert ca 4 Stunden später erneut den BZ.

So, das wars erstmal. 🙂
Wenn mir noch was einfällt, ergänze ich das noch und wenn ich Fragen beantworten kann, mache ich das auch gern.

Hier noch mein süßer Honeymooner. ❤
Auch an Doris T. geht mein herzlicher Dank.
Ohne Dich, wäre Feivel heute nicht in Remission. ❤
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Liebe Grüße
Melli
Hallo
Mein Kater hat auch Diabetis
Mit dem spritzen klappt es gut ihm geht es schon wieder etwas besser eigentlich viel besser aber mit dem zucker messen klappt es gar nicht entweder bin ich zu dumm ich weiss es nicht
Was oder wie soll ich es versuchen Videos in Youtube helfen mir gar nicht
Danke Claudia
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #9
Hallo Claudia und herzlich Willkommen,

wie gehst Du denn bisher vor, beim Messen bzw wo hakt es?

Vielleicht kann ich Dir noch Tipps geben. 🙂

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #10
Hallo ihr lieben, da wir schon bei etlichen Tierarzt waren, hoffe ich nun hier schlauer zu werden. Unser Kater (9) ist krank und wir wissen nicht was er hat. Er ist seit einem Beinbruch (08/22) vom Freigänger zur Hauskatze geworden, da er sehr traumatisiert war und nicht gut laufen konnte. Sein Verhalten: Er läuft ständig unruhig herum, meist an den Wänden entlang; er "vergisst" zu fressen, d.h. wir müssen ihn manchmal immer wieder an seinen Napf setzen; er schläft tagsüber viel; er hat abgenommen, sowohl Fett als auch Muskulatur; er ist nicht stubenrein und pullert sehr viel obwohl er sehr schlecht trinkt. Er ist gerne bei uns drinnen, also er will gar nicht raus, sonst würde er Fluchtversuche wagen. Tierarzt meinte es könnte Demenz sein, aber dafür ist er eigentlich zu jung. Seine Nieren-, Leber- & Schilddrüsenwerte sind gut. Seine Augen sind auch nicht schlecht.
Habt ihr Ideen? Wir dachten, dass es vielleicht auch Diabetes sein könnte, aber da passen die Symptome nicht ganz.
Danke schonmal!
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #11
Hallo @Michelle003 , 🙂

es tut mir sehr leid, dass es Deinem Kater so schlecht geht.
Das klingt wirklich schlimm. 😥

Was wurde denn bisher genau untersucht?
Wurde der Fruktosaminwert gemessen, bei der Blutuntersuchung?

Liebe Grüße
Melanie
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #12
Seine Augen wurden untersucht, er hat Tabletten bekommen, welche die Durchblutung im Gehirn anregen sollen und er hatte eine Zahn-op. Blut wurde auch genommen und auf Leber, Niere und Schilddrüse überprüft. Dabei hieß es nur, dass der Langzeitzucker sehr niedrig gewesen wäre. Leider haben uns schon zwei Tierärzte damit konfrontiert, dass man ihm nicht mehr helfen kann und wir darüber nachdenken sollen, ob wir ihn erlösen lassen.. Der Langzeitzucker hat mich aber stutzig gemacht, deshalb habe ich das Thema auch an dieses Forum gerichtet.
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #13
Kannst Du das Blutbild mal einstellen?

Also ein Diabetes an sich, wäre kein Grund, den Kater einschläfern zu lassen. :-(

Wurde mal der Blutdruck gemessen und gab es auch einen Herzschall?
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #14
Wir haben das Blutbild leider nur gezeigt bekommen, Herzschall wurde nicht gemacht, Blutdruck auch nicht. Er wurde nur abgehorcht, mehr nicht. Komisch ist bei ihm auch, dass er schlecht oder garnicht mehr riechen kann. Früher war er so verfressen, heute riecht er sein Futter kaum und läuft manchmal sogar durch seinen Napf durch.
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #15
Lass Dir das Blutbild mal aushändigen.
Dann kann man auch den Referenzbereich sehen.
Ein zu niedriger Fruktosaminwert wäre eher ungewöhnlich...

Also ich würde den Kater jetzt mal nach und nach, wenn möglich, auf links drehen lassen.

Ein großes bzw geriatrisches Blutbild wurde ja anscheinend gemacht.
Dann würde ich mal ein Herzschall machen lassen und den Blutdruck messen lassen.
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #16
Hallo ihr lieben, da wir schon bei etlichen Tierarzt waren, hoffe ich nun hier schlauer zu werden. Unser Kater (9) ist krank und wir wissen nicht was er hat. Er ist seit einem Beinbruch (08/22) vom Freigänger zur Hauskatze geworden, da er sehr traumatisiert war und nicht gut laufen konnte. Sein Verhalten: Er läuft ständig unruhig herum, meist an den Wänden entlang; er "vergisst" zu fressen, d.h. wir müssen ihn manchmal immer wieder an seinen Napf setzen; er schläft tagsüber viel; er hat abgenommen, sowohl Fett als auch Muskulatur; er ist nicht stubenrein und pullert sehr viel obwohl er sehr schlecht trinkt. Er ist gerne bei uns drinnen, also er will gar nicht raus, sonst würde er Fluchtversuche wagen. Tierarzt meinte es könnte Demenz sein, aber dafür ist er eigentlich zu jung. Seine Nieren-, Leber- & Schilddrüsenwerte sind gut. Seine Augen sind auch nicht schlecht.
Habt ihr Ideen? Wir dachten, dass es vielleicht auch Diabetes sein könnte, aber da passen die Symptome nicht ganz.
Danke schonmal!
Vielleicht sollte man das hier lieber auslagern? @yodetta
1. Wodurch wurde der Beinbruch verursacht? Kann es sein, dass er noch andere Verletzungen hatte, die unentdeckt geblieben sind? Z.B. am Schädel, an der Wirbelsäule?
Es geht hier ja eher um eine Wesensveränderung. Ist diese dirket nach dem Unfall aufgetreten? Oder nach der Narkose?


2. Kann es sein, dass er durch den fehlenden Freigang depressiv ist? Unruhiges Herumlaufen, Wildpinkeln, wären für mich Indikatoren, dass er vielleicht doch raus will. Dass er keine Fluchtversuche unternimmt, ist für mich kein Indikator für die Zufriedenheit des Tieres mit der Situation.
Warum darf er denn nicht mehr raus? Weil er eine Behinderung hat oder weil ihr es nicht wollt?
 
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  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #17
@Gast54355
1. Wir wissen leider nicht wodurch er sich das Bein gebrochen hat. Das Gelenk war gebrochen und er war traumatisiert, dehydriert und ausgehungert, da er 5 tage weggelaufen war. Man hat ihn komplett geröntgt und keine anderen Verletzungen gefunden. Als er wieder zuhause war, hat er aber normal gefressen.
2. Unsere Angst ist, dass er doch dement sein könnte bzw. kognitiv irgendetwas nicht hin haut. Wenn das so wäre und wir ihn wieder rauslassen, besteht die Gefahr, dass er in ein Auto läuft oder so. Wir hatten ihn bereits 2 Monate nach dem Bruch rausgelassen und da ist er auch wieder 3 Tage weggelaufen..
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #18
Vielleicht sollte man das hier lieber auslagern?
Da der Kater auch sehr viel Wasser lässt, unruhig oder unsortiert umherläuft und stark abgenommen hat, würde das schon auch zu einem Diabetes passen.
Deshalb wollte ich mit dem Auslagern noch etwas warten.
Hatte/habe es aber auch auf dem Schirm. 🙂👍
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #19
Seit dem Unfall haben wir schon mehr als 1000€ beim Tierarzt gelassen, ich habe hier auch schon einen eigenen Beitrag erstellt. Da wir mit Diabetes gerätselt haben, wollte ich es hier noch einmal versuchen, falls jemand ähnliche Verhaltensweisen bei seiner Katze beobachtet hat. Wir lieben unseren Kater sehr, er ist bei uns auf die Welt gekommen und hat noch nie gekratzt o. ä. deshalb fällt es mir schwer zu glauben, dass es keine andere Lösung gibt und wir ihn mit 9 Jahren einschläfern sollen
 
  • Diabetes bei der Katze - Wichtige Erstinformationen Beitrag #20
@Michelle003
Sag mal, wurde der Urin mal untersucht?

Katzen, die plötzlich nicht mehr stubenrein sind, haben häufig eine Blasenentzündung und drücken ihre Schmerzen dadurch aus, dass sie sich andere Orte zum Erleichtern suchen.

Also nicht, dass das noch obendrauf kommt.
Eine Blasenentzündung wäre ja recht simpel zu behandeln.
 
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