Hallo liebes Katzen-Forum
Ich bin ganz neu hier, da ich einen Rat gebrauchen könnte und hoffe, ihr könnt mir etwas weiterhelfen.
Entschuldigt schonmal den langen Text und danke an jeden, der weiterliest!
Ich habe zwei Katzenmädchen, Geschwister, knapp 8 Jahre alt, Wohnungskatzen und beide Fresstechnisch das totale Gegenteil.
Mein Sorgenkind macht mir aktuell sehr viele Gedanken.
Vorab - ich war auch schon bei der Tierärztin.
Sie war schon immer eine sehr schwierige Esserin, wahrscheinlich wurde sie von mir auch etwas mäkelig "gemacht".
Laut Tierärztin ist sie nicht zu dünn und hätte eine gute Figur, sie wiegt 3,3kg aber sie war schon immer sehr klein und zierlich.
Es kam seit jeher vor, dass sie an ihr gewohntes Futter irgendwann nicht mehr dran wollte und allgemein sehr wenig frisst.
Meistens hat es sich wieder eingependelt, aber viel gefuttert hat sie noch nie.
Von selbst ist sie bisher auch oft nicht ans Futter, ich musste sie manchmal hintragen oder es vor die Nase stellen.
Aber seit zwei Wochen nimmt es kein Ende, egal was ich ihr hinstelle - mal nur ein Haps, mal garnichts, mal zum Glück wenigstens Trockenfutter.
Ich füttere morgens und abends Nassfutter, Trockenfutter hatte ich immer zur Verfügung.
Das frei verfügbaren Trockenfutter musste ich einstellen, das Schwesterlein isst und wiegt nämlich zu viel.
Bei den Futtersorten achte ich darauf, dass es kein Zucker und kein Getreide enthält, beim Nass sowie auch beim Trockenfutter.
Seit vier Tagen verschmäht sie leider eigentlich alles...Gestern habe ich sie mit ach und krach über den Tag verteilt zu ein bisschen trockenfutter bekommen (20gr).
Ich habe schon alles mögliche versucht.
X verschiedene Sorten Nassfutter (sogar aus Verzweiflung das mit Zucker/Getreide), verschiedenes Trockenfutter, andere Fütterzeiten und Orte, mal erwärmen, mit Leckerli toppen, mit Wasser oder Katzenmilch anrühren, und sogar Thunfisch in eigenem Saft aus der Dose.
Am Anfang hat sie das Leckerli Topping noch gegessen, aber das möchte sie nun auch nicht mehr, da hat sie mich wohl durchschaut.
Leckerli einzeln frisst sie meistens, das habe ich aus Verzweiflung auch versucht um zu wissen, ob sie überhaupt was ins Schnütchen nimmt.
Die Tierärztin hat sie durchgecheckt.
Ein Geriatrisches Blutbild hat nichts ergeben, alles im grünen Bereich, da kamen heute die Ergebnisse.
Sie hat nur beim Abhören einen Galopprhythmus festgestellt, was ich in der Klinik beim Kardiologen abklären soll. Da habe ich am Montag einen Termin.
Das bringt sie allerdings nicht unbedingt mit dem Nicht-Fressen in Verbindung.
Vom Verhalten ist sie auch wie immer - viel am schlafen, sehr verschmust und auch spielbereit. Trinken tut sie auch, das bekomme ich mehrmals am Tag mit und Durchfall o.Ä. hat sie auch nicht.
Langsam habe ich auch das Gefühl, dass es an mir liegt... vor jedem füttern werde ich mittlerweile innerlich hibbelig und wenn sie nicht drangeht, fange ich echt manchmal an zu weinen.
Manchmal denke ich sie hat vergessen, was fressen ist oder das sie das ja muss.
Und manchmal denke ich auch, sie will mich veräppeln.
Vor einem halben Jahr haben sich mein Partner und ich getrennt, vor drei Monaten bin ich dann mit beiden umgezogen.
Es war sicher eine Umstellung und ungewohnt für sie, aber auch frühere Umzüge haben sie gut gemeistert, an mich alleine haben sie sich gewöhnt und bisher war auch alles soweit ok.
Daher glaube ich eher nicht, dass es daran noch liegen könnte.
Ich arbeite auch zu 90% im Homeoffice und hab daher gut Zeit für die beiden und kann sie gut beobachten.
Ich würde mich über Tipps und Ratschläge sehr freuen und wäre sehr dankbar
Liebe Grüße
