Hi @Salem,
ich habe mir jetzt nochmal
alle deine Posts seit Anfang Mai und einige von davor durchgelesen, um die Situation besser einordnen zu können, denn ich muss gestehen, dass ich zwar immer mal wieder bei dir mitgelesen, das aber auch immer wieder gelassen habe, weil ich dann immer Bauchschmerzen hatte.
Dein Umgang mit den Katzen hört sich immer wieder so kalt und distanziert an. Dein Kater ist seit gerade mal 11 Tagen (gestern waren es 11 Tage) nicht nach Hause gekommen und du schreibst:
Ich glaube, du hast nie eine richtige emotionale Bindung zu diesem Kater aufgebaut oder wie sonst kannst du so kalt drüber schreiben?
Oh wow, er bekommt nochmal eine Chance. Wie gütig von dir.

Sorry, aber ich kann es mir echt nicht verkneifen sarkastisch zu sein, denn ich bekomme bei deiner Wortwahl immer wieder Bauchschmerzen. Hier mangelt es akut an Wärme, Verständnis, Akzeptanz. Du hast die beiden Kater Mitte Mai bekommen, Ende Juli kommt der eine vom Freigang nicht mehr zurück; nach 8/9 Tagen telefonierst du schon herum, um erneut ein Katerpärchen aufzunehmen und falls der "Alte" wieder auftaucht, bekommt er von dir nochmal eine Chance? Eine Chance für was? Für dich ist die Zusammenführung bereits durch und gescheitert, Babu wurde schon in den letzten Tagen zunehmend zum Buh-Kater stilisiert und mit jedem weiteren Posting scheint sich deine Überzeugung zu verfestigen, dass augenscheinlich alles nur an Babu lag, der gemobbt hat (haben soll).
Schon mal drüber nachgedacht, dass ihn vielleicht jemand einfach eingesteckt hat? Immerhin ist er eine Savannah, eine ziemlich teure Katzenrasse. Hast du eigentlich seine Züchterin informiert? Vielleicht hätte sie ihn gerne zurück. Machst du dir keine Sorgen und Gedanken, dass er vielleicht irgendwo angefahren wurde und elend leidet? Wie kannst du mit dieser Ungewissheit leben und einfach so die nächste Seite aufschlagen?
Was soll denn mit dem "braven" Ekon passieren? Quakt er dir zu viel? Nicht ruhig genug? Die Altkatzen waren ja ruhig, warum musstest du unbedingt noch zwei Jungspunde dazu nehmen und die Harmonie stören?
Ach ja...:
Es ist nicht so, dass ich keinen Verständnis für traumatische Verluste hätte, aber wenn man sich z.B. auch das Video mit deinem "Spaziergang" mit Babu an der Leine anschaut, dann hättest du doch lieber einen Hund adoptieren sollen. Dann hättest du jeden Tag lange Spaziergänge an der Leine führen können. Dann hättest du auch erwarten können, dass dein Hund auf dich hört. Katzen hören auch, aber anders. Ganz anders. Außerdem braucht man unendliche Geduld.
Jedes Mal, wenn die Katze etwas tut, was dir nicht passt, musst du tatsächlich aufstehen und hingehen.
Als meine Max noch ein Kitten war - vor etwa 8 Jahren - wollte ich nicht, dass sie auf die Küchenarbeitsplatte springt. Sie wollte aber, also ist sie gesprungen. Nur vom Küchentisch aus tadeln oder sagen, "Max, runter" hat nichts gebracht. Ich musste aufstehen, hingehen und sie runternehmen. Ich habe mal ausgerechnet, wie oft ich das gemacht habe, bis sie verstanden hat, dass ich das nicht mag. Etwa 7.200 Mal. Ein Jahr lang, jeden Tag im Durchschnitt 20 Mal. Danach war es gut. Wenn sie doch manchmal selten noch hoch gesprungen ist, dann hat ein "max, runter" ausgereicht.
Also, wenn du dich aktiv kümmern willst, dann musst du das halt wirklich auch tun. Nicht nur ab und zu wenn es mal passt. Ganz allgemein habe ich den Eindruck, dass eure Katzen grundsätzlich ruhig sein sollen, nur beim Spaziergang oder beim Spielen müssen sie sich dann "auspowern". So funktionieren Katzen aber nicht.
Manchmal wollen sie spielen, manchmal nicht. Manchmal wollen sie fressen, manchmal nicht. Gründe für das eine oder andere hat es immer, aber meistens sind es nicht diejenigen, die wir Menschen als erstes vermuten. Du hast eure Situation auch schon an mehreren Stellen ganz falsch eingeschätzt. Das musst du dir aber auch eingestehen und ernsthafte Konsequenzen daraus ziehen.
Hier:
Auch das:
Fake-Schlafen habe ich persönlich noch nie erlebt und auch bei dir zum ersten Mal gelesen. Was ist das überhaupt für eine negative Interpretation eines kätzischen Verhaltens? Vielleicht will U'cha einfach nur ihre Ruhe haben und liegt im Körbchen.
Viel wahrscheinlicher ist aber, dass es ihr einfach nur schlecht ging und sie Schmerzen hatte.
Die arme Katze, so viele Baustellen und Schmerzen und dann wurde das nicht mal schnell genug erkannt, sondern ihre Unsauberkeit auf die Psyche und das Zusammenleben mit den Katern geschoben. Das ist eine massive Fehlinterpretation der Situation und du solltest dich immer daran erinnern. U'cha ist mit Sicherheit noch nicht komplett gesund. Das braucht einfach viel Zeit. Für Struvitgries sollte man auch die Ernährung umstellen und ein Darmaufbau dauert auch viele Monate. Ich finde, du solltest ihr die Ruhe gönnen, die sie braucht. Wenn du jetzt wieder zwei neue Kater ins Haus holst, wird allein der Stress sie wieder zurückwerfen. Und dazu noch Bengalen? Ich bitte dich inständig, im Namen deiner Altkatzen, nimm auf keinen Fall wieder neue Katzen auf und auf keinen Fall Bengalen. Die brauchen so viel Auslauf, Bewegung, Aktivität. Hat die Erfahrung mit Babu nicht gereicht? Jetzt neue Katzen holen, ist einfach nur reiner Aktivismus. Dieser war ja von Anfang an herauszulesen, aber so kommt man bei Katzen einfach nicht weiter.
Hier ein Beispiel. Das war zwei Tage nachdem die beiden Kater angekommen sind:
Dein ganzes Verhalten den Katzen gegenüber hat mir von Anfang an fast nur Bauchschmerzen bereitet. Sie sind doch keine Versuchsobjekte. Einfach mal 5 Schritte zurücktreten und den Katzen Ruhe gönnen. Keine neuen Katzen aufnehmen, bitte! Und Babu weiter suchen oder seine Zücherin informieren. Ich finde es wirklich schwer auszuhalten, wie du Babu emotional aufgegeben hast. Ich habe z.Z. zwei Pflegekatzen, für die ich ein Zuhause suche. Wenn ich mir überlege, dass ich meinen Sam irgendwohin gebe, er bekommt Freigang, ist dann verschollen und nach 12 Tagen wird nicht weiter nach ihm gesucht, also mir tut's in der Seele weh.