Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread

Diskutiere Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Nein. 1) Finde ich für mich die Daten aus England kaum auf Deutschland übertragbar, da ich z.B. den Umgang mit Antibiotika bei Tieren und...
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #61
Mich betrifft es nicht, weil ich nicht barfe, aber das ist echt erschreckend.
Danke für die Info. 👍

An die Barfer, macht Euch das nicht auch Sorgen?
Nein.
1) Finde ich für mich die Daten aus England kaum auf Deutschland übertragbar, da ich z.B. den Umgang mit Antibiotika bei Tieren und inwiefern diese Deutschland ähnelt bei internationalen bzw. nicht auf Deutschland bezogenen Studien fraglich finde, sowohl was den Antibiotika-Einsatz insgesamt als auch den Einsatz der genannten Stoffe betrifft
2) Frage ich mich, inwiefern diese Aussage "jeder 10. Hund" wirklich belastbar ist, sprich ob es auch wirklich jeder 10. roh gefütterte Hund in England ist
3) Frage ich mich, ob bei der Studie das Verhältnis bzw. der Anteil von Barf/Rohfütterung in der Gesamtfuttermenge sowie der Anteil von Huhn/Geflügel im Barf berücksichtigt wurde
4) Fehlt mir da die Angabe, bei wie vielen dieser 10% ausscheidenden Hunde auch tatsächlich aufgrund dieser resistenten Bakterien erkrankt ist. Denn Ausscheider sein und tatsächlich daraus resultierende Erkrankungen sind für mich ein ziemlicher Unterschied
5) Selbst wenn es für Hunde durch das Barfen aufgrund dieser resistenten Bakterien eine gewisse Gefährdungslage gäbe, ist das für mich noch lange nicht gleichbedeutend damit, dass für gebarfte Katzen die gleiche Gefährdung gelten würde.
6) Mir fehlt im Übrigen auch eine Vergleichsgruppe mit Nass- oder Trockenfutter ernährten Hunden, ob sich dort im Kot nicht auch resistente Bakterien finden lassen und wenn ja, bei wie vielen. Oder ist es zweifelsfrei erwiesen, dass resistente Bakterien NUR durch (regelmäßiges) rohes Fleisch in den Hundekot kommen können (nicht z.B. über Kontakt zu anderen Hunden/Tieren, Kontakt zu Ausscheidungen anderer Hunde/Tiere, etc.)? Sprich für mich bräuchte es zumindest den Nachweis, dass diese Hunde vor dem Barfen diese Bakterien nicht im Kot hatten.
7) Außerdem ist für mich auch relevant, von wann diese Daten stammen bezüglich des Kotes. Denn gerade in den letzten Jahren tut sich ja was ich so mitbekomme doch einiges was Antibiotika betrifft in der Landwirtschaft, sprich es wäre auch relevant, ob der Umgang mit Antibiotika aktuell noch genau der Gleiche wäre wie zum Zeitpunkt der Datenerhebung. Da sonst die Ergebnisse in Bezug auf eine aktuelle Bewertung der Gefährdungslage wiederum weniger aussagekräftig sein könnten.
8) Finde ich es auch relevant, ob bei den Hunden geprüft wurde, woher das Fleisch kam. Und ob es da auffällige Parallelen gibt, z.B. das ein Großteil der ausscheidenden Hunde mit Fleisch aus einer bestimmten Region/Shop/Haltung etc. gefüttert wurde. Denn wenn das Untersuchungsgebiet 50*50 betrug, ist die Fläche 250qm oder? Also kleiner als Münster. Die Chance, dass da viele Hunde mit Fleisch aus denselben Betrieben gefüttert wurden, halte ich durchaus für nicht gering, sprich bei einer entsprechenden Studie die ein größeres Untersuchungsgebiet umfasst, könnte das Ergebnis wieder gleich ganz anders aussehen, wenn ich keinen Denkfehler habe.

Daher mache ich mir da kaum bis keine Gedanken, genau wie bei mir selber. Insbesondere da der Beitrag ja selbst betont, dass es vor allem um ausländisches und nicht-europäisches Fleisch geht. Laut Website meines Lieferanten kommt das Fleisch aber nur aus der EU bzw. wenn ich es richtig in Erinnerung habe größtenteils wenn nicht sogar komplett aus Deutschland. Also nochmal ein sehr starker Risikofaktor, der bei mir nicht gilt, selbst wenn eine Gefährdungslage für gebarfte Katzen aus der oben beschriebenen Studie existieren sollte.

Edit: Liste ergänzt
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #62
Nein.
1) Finde ich für mich die Daten aus England kaum auf Deutschland übertragbar, da ich z.B. den Umgang mit Antibiotika bei Tieren und inwiefern diese Deutschland ähnelt bei internationalen bzw. nicht auf Deutschland bezogenen Studien fraglich finde, sowohl was den Antibiotika-Einsatz insgesamt als auch den Einsatz der genannten Stoffe betrifft
2) Frage ich mich, inwiefern diese Aussage "jeder 10. Hund" wirklich belastbar ist, sprich ob es auch wirklich jeder 10. roh gefütterte Hund in England ist
3) Frage ich mich, ob bei der Studie das Verhältnis bzw. der Anteil von Barf/Rohfütterung in der Gesamtfuttermenge sowie der Anteil von Huhn/Geflügel im Barf berücksichtigt wurde
4) Fehlt mir da die Angabe, bei wie vielen dieser 10% ausscheidenden Hunde auch tatsächlich aufgrund dieser resistenten Bakterien erkrankt ist. Denn Ausscheider sein und tatsächlich daraus resultierende Erkrankungen sind für mich ein ziemlicher Unterschied
5) Selbst wenn es für Hunde durch das Barfen aufgrund dieser resistenten Bakterien eine gewisse Gefährdungslage gäbe, ist das für mich noch lange nicht gleichbedeutend damit, dass für gebarfte Katzen die gleiche Gefährdung gelten würde.
6) Mir fehlt im Übrigen auch eine Vergleichsgruppe mit Nass- oder Trockenfutter ernährten Hunden, ob sich dort im Kot nicht auch resistente Bakterien finden lassen und wenn ja, bei wie vielen. Oder ist es zweifelsfrei erwiesen, dass resistente Bakterien NUR durch (regelmäßiges) rohes Fleisch in den Hundekot kommen können (nicht z.B. über Kontakt zu anderen Hunden/Tieren, Kontakt zu Ausscheidungen anderer Hunde/Tiere, etc.)? Sprich für mich bräuchte es zumindest den Nachweis, dass diese Hunde vor dem Barfen diese Bakterien nicht im Kot hatten.

Daher mache ich mir da kaum bis keine Gedanken, genau wie bei mir selber. Insbesondere da der Beitrag ja selbst betont, dass es vor allem um ausländisches und nicht-europäisches Fleisch geht. Laut Website meines Lieferanten kommt das Fleisch aber nur aus der EU bzw. wenn ich es richtig in Erinnerung habe größtenteils wenn nicht sogar komplett aus Deutschland. Also nochmal ein sehr starker Risikofaktor, der bei mir nicht gilt, selbst wenn eine Gefährdungslage für gebarfte Katzen aus der oben beschriebenen Studie existieren sollte.

Edit: Liste ergänzt
Genau das habe ich auch überlegt: gibt es tatsächlich Krankheitsfälle, die nachgewiesen durch das Barfen entstanden sind?
Und jeder 10. Hund - heißt das, es sind wirklich alle gebarften Hunde untersucht worden? Andernfalls stimmt die Behauptung ja nicht.
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #63
Genau das habe ich auch überlegt: gibt es tatsächlich Krankheitsfälle, die nachgewiesen durch das Barfen entstanden sind?
Und jeder 10. Hund - heißt das, es sind wirklich alle gebarften Hunde untersucht worden? Andernfalls stimmt die Behauptung ja nicht.
In erster Linie halt jeder 10. der untersuchten Hunde (passt auch ungefähr, 600 Hunde davon 57 Ausscheider). Ist halt die Frage inwiefern diese 600 Hunde aus einem 50km*50km Untersuchungsgebiet repräsentativ sind für alle "gebarften" Hunde in England.

Und ich hab in meiner Liste noch einen weiteren Punkt hinzugefügt.

Edit: Zwei weitere Punkte (den achten schreibe ich gerade)
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #64
Mal abgesehen von allen anderen Punkten. Ist das Fleisch überhaupt vor der Fütterung auf Keime untersucht worden, wenn ja, mit welchem Ergebnis? Die Keime wurden im Kot der Hunde gefunden. Die Magensäure von Hunden ist, wie bei anderen Carnivoren auch, in der Lage, Keime zu vernichten, die sich in der Nahrung befinden. Daher die Frage, wo die gefundenen Keime herkamen. Waren sie wirklich aus dem Fleisch?
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #65
Ok also voll supplementiert dann mit einzelnen Supplementen oder wie verstehe ich das?
Sorry habe mich unklar ausgedrückt. Mit Vollsupplementierung meinte ich, dass ich Rezepte nach dem DB Kalki berechnet und entsprechend supplementiert habe. Da er ab diesem Moment gestreikt hat, bin ich jetzt wieder einen Schritt zurück gegangen und nutze derzeit nur FC und EB.
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #68
Ok kürzlich war die Seite noch da. Ich hatte mir den Link gespeichert. Seltsam.
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #69
An die Barfer, macht Euch das nicht auch Sorgen?

Genau darauf wollte ich hinaus.
Mir würde das Sorgen machen.
Aber klar, letztendlich wird das Futter, welches industriell hergestellt wird, auch nicht "gesund" sein.
Etwas zynisch könnte man sagen, dass man bei der Fütterung eh die Wahl zwischen Pest oder Cholera hat.

Beim Barf sollen es resistente Keime sein - auf der anderen Seite steht Industriefutter wohl schon länger im Verdacht, aufgrund zugesetzter anorganischer Phosphate stark zu Nierenerkrankungen beizutragen. Da könnte ich ja auch fragen "Macht das euch Dosenfutter-Fütterern keine Angst?"

Machen mir nun die resistenten Keime Angst. Vielleicht ein bisschen. Aber ganz pragmatisch gesehen - Fienchen verträgt Barf eindeutig besser als Dosenfutter, nach langer Zeit spielt sie wieder ausgelassen, weil das Bäuchlein nicht mehr zwickt. Da werde ich nicht auf Dosenfutter umsteigen, dass ja wie gesagt auch nicht ohne ist.

Nun beziehen wir unser Fleisch von der örtlichen Hausschlachtung, d. h. das Rind, von dem die Katzen ernährt werden, war manchmal am Vortag noch am Leben. Viel frischer geht nicht, so dass ich das Risiko einer Belastung mit "normalen" Keimen schon mal für sehr gering halte. (Bei so Fertigbarf wäre ich tatsächlich deutlich skeptischer) Was nun die resistenten Keime angeht - die Tiere kommen auf jeden Fall von kleineren Betrieben aus der Region, sind allerdings in der Regel nicht Bio. Ich kann also nicht sagen, in welchem Maß AB eingesetzt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #70
Da könnte ich ja auch fragen "Macht das euch Dosenfutter-Fütterern keine Angst?"
Doch, macht es mir auch.
Ich habe leider nie das Gefühl, dass ich den Süßen gesundes Futter vor die Nase setze.
Hochwertig hin oder her.
Das sie Futter mit hohen Fleischanteil, ohne Getreide und Zucker bekommen, heißt ja leider nicht, dass es auch wirklich gesundes Futter ist.
Schon frustrierend irgendwie.

Aber uns Menschen geht's nicht wirklich besser.
Wurde nicht mittlerweile sogar Mikroplastik im Urin von Säuglingen gefunden?
Aber gut, dass geht hier zu weit.
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #71
Nein. Wie überleben denn Katzen, die draußen Mäuse fangen und sich bisweilen noch von ganz anderen Dingen ernähren müssen?
Kann die Welt nur noch mit allen möglichen Fertigartikeln überleben?

Ich sehe es so: Die Antibiose ist ja in jedem industriell hergestellten Fleisch vorhanden. Also sowohl in Tierfutter als auch in dem was zum menschlichen Verzehr gekauft wird.
Das ist das Grundproblem. Wenn einen das stört, sollte man als Konsument komplett auf Industriefleisch verzichten.

Als Barfer, der nicht verzichten will, hat man folgende Möglichkeiten:
1. Das Fleisch vorher garen
2. Fleisch aus öko Haltung kaufen
3. Fleisch nicht aus dem Ausland kaufen UND nicht vollbarfen, sondern z.B. nur zu einem Drittel. Das verringert zumindest die Expositionssituation erheblich.

Als drittes stellt sich mir noch die Frage, wie viele von den Ausscheider-Hunden bei einer Antibiosetherapie tatsächlich zu non Respondern werden, bei denen also, die im Artikel erwähnten Chinolone nicht mehr anschlagen.

Da das ganze ein systemisches Problem ist, hilft es der Situation nicht viel, wenn Barfer nicht mehr barfen. Da liegt nicht die Ursache für das Problem.
Man muss ja nur mal schauen, wie viele Menschen inzwischen Resistenzen, sogar gegen Reserveantibiose entwickelt haben. Wie viele von denen essen wohl regelmäßig Rohfleisch?

Wenn jemand weg. der Problematik nicht mehr barft schützt er vielleicht seinen Hund, ändert aber nichts an der Grundproblematik.

So wie ich die Untersuchung verstanden habe, ging es um das Problem der Zoonose, hier die Übertragung der resistenten Colibakterien vom Hund als Ausscheider auf den Menschen.
Gefährdet sind also in erster Linie die Familien der Hundehalter und alle, die engen Kontakt mit den Hunden haben.
Um die Hundegesundheit geht es gar nicht, die scheinen gar keine Probleme damit zu haben.
Es geht um ein Bakterium, das in westlichen Ländern die meisten Harnwegs- und Blutkreislaufinfektionen beim Menschen verursacht und resistent gegen Antibiotika geworden ist, was beim Menschen zu Krankenhausaufenthalten und Todesfällen führen kann.

Wenn also jemand barft, sollte er noch mehr auf Hygiene achten, nicht nur bei der Zubereitung der Nahrung (das betrifft die eigene wie die Hundenahrung), sondern auch im Umgang mit dem Hund.
Dass der Umgang mit Antibiotika in der Massentierhaltung zu den heutigen Problemen geführt hat und wie wichtig die Reduzierung des Anwendung ist, wird noch einmal extra betont.
Zudem wird vorgeschlagen, das Rohfleisch vor dem Verkauf auf Bakterien zu untersuchen.
Außerdem waren es mehrere Untersuchungen, eine prüfte gebarfte Hundewelpen aus ganz Großbritannien mit gleichen Ergebnissen.
Im Übrigen wurden Nassfutter, Trockenfutter, Umgebungsfaktoren etc. einbezogen.


PS: Ergänzungen
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #72
Wenn also jemand barft, sollte er noch mehr auf Hygiene achten, nicht nur bei der Zubereitung der Nahrung (das betrifft die eigene wie die Hundenahrung), sondern auch im Umgang mit dem Hund.
Das ist nochmal ein gutes Argument, was ich überhaupt nicht bedacht hatte. Natürlich können diese Keime vom Tier auf den Menschen übergehen. Mich würde interessieren, in wie häufig das schon passiert und wie gefährlich das z.B. für immunschwache Bevölkerungsgruppen ist.
Ansonsten ist es natürlich in einer Gesellschaft, die eng mit Haustieren lebt, ein wichtiges Glied in der Kausalkette des Antibiotikamissbrauches, das nicht zu vernachlässigen ist.

Chinolone wurden lange Zeit sehr häufig auch bei unkomplizierten Harnwegsinfekten verschrieben. Inzischen gibt es eine neue Leitlinie, die Empfiehlt, bei einem solchen nur noch Ibuprofen zu verschreiben.
Das liegt nicht zuletzt daran, dass es inzwischen immer mehr multiresistente Harnwegskeime gibt.
 
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #73
  • Der-ab-und-zu-Fragen-zu-BARF-Thread Beitrag #74
Das ist echt erschreckend und traurig zugleich. 😐😞
 
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