Mich betrifft es nicht, weil ich nicht barfe, aber das ist echt erschreckend.
Danke für die Info.
An die Barfer, macht Euch das nicht auch Sorgen?
Nein.
1) Finde ich für mich die Daten aus England kaum auf Deutschland übertragbar, da ich z.B. den Umgang mit Antibiotika bei Tieren und inwiefern diese Deutschland ähnelt bei internationalen bzw. nicht auf Deutschland bezogenen Studien fraglich finde, sowohl was den Antibiotika-Einsatz insgesamt als auch den Einsatz der genannten Stoffe betrifft
2) Frage ich mich, inwiefern diese Aussage "jeder 10. Hund" wirklich belastbar ist, sprich ob es auch wirklich jeder 10. roh gefütterte Hund in England ist
3) Frage ich mich, ob bei der Studie das Verhältnis bzw. der Anteil von Barf/Rohfütterung in der Gesamtfuttermenge sowie der Anteil von Huhn/Geflügel im Barf berücksichtigt wurde
4) Fehlt mir da die Angabe, bei wie vielen dieser 10% ausscheidenden Hunde auch tatsächlich aufgrund dieser resistenten Bakterien erkrankt ist. Denn Ausscheider sein und tatsächlich daraus resultierende Erkrankungen sind für mich ein ziemlicher Unterschied
5) Selbst wenn es für Hunde durch das Barfen aufgrund dieser resistenten Bakterien eine gewisse Gefährdungslage gäbe, ist das für mich noch lange nicht gleichbedeutend damit, dass für gebarfte Katzen die gleiche Gefährdung gelten würde.
6) Mir fehlt im Übrigen auch eine Vergleichsgruppe mit Nass- oder Trockenfutter ernährten Hunden, ob sich dort im Kot nicht auch resistente Bakterien finden lassen und wenn ja, bei wie vielen. Oder ist es zweifelsfrei erwiesen, dass resistente Bakterien NUR durch (regelmäßiges) rohes Fleisch in den Hundekot kommen können (nicht z.B. über Kontakt zu anderen Hunden/Tieren, Kontakt zu Ausscheidungen anderer Hunde/Tiere, etc.)? Sprich für mich bräuchte es zumindest den Nachweis, dass diese Hunde vor dem Barfen diese Bakterien nicht im Kot hatten.
7) Außerdem ist für mich auch relevant, von wann diese Daten stammen bezüglich des Kotes. Denn gerade in den letzten Jahren tut sich ja was ich so mitbekomme doch einiges was Antibiotika betrifft in der Landwirtschaft, sprich es wäre auch relevant, ob der Umgang mit Antibiotika aktuell noch genau der Gleiche wäre wie zum Zeitpunkt der Datenerhebung. Da sonst die Ergebnisse in Bezug auf eine aktuelle Bewertung der Gefährdungslage wiederum weniger aussagekräftig sein könnten.
8) Finde ich es auch relevant, ob bei den Hunden geprüft wurde, woher das Fleisch kam. Und ob es da auffällige Parallelen gibt, z.B. das ein Großteil der ausscheidenden Hunde mit Fleisch aus einer bestimmten Region/Shop/Haltung etc. gefüttert wurde. Denn wenn das Untersuchungsgebiet 50*50 betrug, ist die Fläche 250qm oder? Also kleiner als Münster. Die Chance, dass da viele Hunde mit Fleisch aus denselben Betrieben gefüttert wurden, halte ich durchaus für nicht gering, sprich bei einer entsprechenden Studie die ein größeres Untersuchungsgebiet umfasst, könnte das Ergebnis wieder gleich ganz anders aussehen, wenn ich keinen Denkfehler habe.
Daher mache ich mir da kaum bis keine Gedanken, genau wie bei mir selber. Insbesondere da der Beitrag ja selbst betont, dass es vor allem um ausländisches und nicht-europäisches Fleisch geht. Laut Website meines Lieferanten kommt das Fleisch aber nur aus der EU bzw. wenn ich es richtig in Erinnerung habe größtenteils wenn nicht sogar komplett aus Deutschland. Also nochmal ein sehr starker Risikofaktor, der bei mir nicht gilt, selbst wenn eine Gefährdungslage für gebarfte Katzen aus der oben beschriebenen Studie existieren sollte.
Edit: Liste ergänzt