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Diskutiere Niemandskatzen im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Um den Tod von Merlin zu verarbeiten gehen meine Gedanken zu den Anfängen meines Einsatzes für die Niemandskatzen zurück und vielleicht...
  • Niemandskatzen Beitrag #1
Mascha04

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Um den Tod von Merlin zu verarbeiten gehen meine Gedanken zu den Anfängen meines Einsatzes für die Niemandskatzen zurück und vielleicht interessiert es ja den/die ein oder andere(n), wie diese Katzen leben.

Anfang Mai lernte ich eine Frau kennen, die eine Futterstelle für wildlebende Katzen betreute. Was sie mir berichtete konnte ich kaum glauben, weil mir noch nie wilde Katzen in der Gegend aufgefallen waren.

Sie zeigte mir dann die Futterstelle und der Anblick dieser vielen hungrigen Katzen liess mich nicht mehr los. Ich hatte bis dahin nicht gewußt, dass so ein Elend vor unserer Haustür möglich ist.

Hier mal ein paar Bilder von der Futterstelle im Mai

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Diese Katzenkolonie war dem hiesigen Tierschutzverein auch bekannt und sie hatten immer mal wieder einzelne Katzen eingefangen aber leider fehlte es auch hier an Mitarbeitern.

Wir beschlossen dann, endlich diese Katzen einzufangen und kastrieren zu lassen und bekamen eine Katzenfalle als Leihgabe vom TSV.
 
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  • Niemandskatzen Beitrag #2
Gut dass die armen Kreaturen auf Menschen wie euch trafen, die sich ihrer annahmen. Merlins Geschichte kennen wir ja jetzt :cry:, aber was ist mit den anderen Katzen geworden?
 
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  • Niemandskatzen Beitrag #3
Am Anfang hatten wir auch viel Erfolg, es gingen gleich zwei junge Kater gemeinsam in die Falle. Sie wurden kastriert, tätowiert und entfloht und wir gaben ihnen die Namen Mickey und Manni. Sie durften ihren Rausch ausschlafen und wurden am nächsten Tag wieder in die Freiheit entlassen.

Leider habe ich von den beiden nur Bilder auf meinem Arbeitsplatzrechner und darauf im Moment keinen Zugriff.

Dann hatten wir eine kleine Kätzin in der Falle, die wir Minnie nannten.

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Danach kamen noch Merlin von dem ich leider hier auch kein Bild habe und Mato ein schöner schwarzer Kater.

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Leider gab es immer wieder Probleme mit Zerstörungen an der Futterstelle. Die Näpfe waren verschwunden, das Trockenfutter ausgeschüttet. Es gab auch keinerlei Wetterschutz, wenn es regnete schwamm das Futter in den Näpfen.

Die Futterstelle befindet sich auf dem Gelände einer kirchlichen Einrichtung (Seniorenwohnhaus) und wird dort nicht gerne gesehen.
Ich habe dann ein Gespräch mit dem Leiter der Einrichtung gehabt und er stellte sich als tierfreundlich dar und hatte nichts gegen die Futterstelle, wenn wir dort Ordnung halten würden. In der Vergangenheit muss da wohl einiges schief gelaufen sein. Er hatte auch nichts gegen einen Wetterschutz für die Futterstelle und versprach uns dass von seiner Seite keine Massnahmen gegen die Katzen ergriffen würden.
 
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  • Niemandskatzen Beitrag #4
Dann habt ihr es ja jetzt richtig "organisiert" - toll!!! Und auch sehr nett, dass dieser Leiter das so unterstützt. Ist ja leider häufiger nicht so. Minnie und Mato sehen so goldig aus - ich hoffe, es geht ihnen gut. Mato sieht auf dem Bild oben schon so schön aus. Das ist er doch, oder?

Habe neulich mal was ähnliches im TV gesehen. Das war auch bei einem Seniorenheim und einige noch rüstige Senioren waren in die Versorgung mit einbezogen und lebten zum Teil durch die neue Aufgabe richtig auf. Es war sozusagen eine "win-win-Situation" wie man heut so schön sagt.

Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg bei dieser Aufgabe. Und kann nur nochmal sagen, dass ich es ganz toll finde, wie du dich da einsetzt. Was wird denn im Winter? Haben die Katzen dort irgendwie einen Unterschlupf?
 
  • Niemandskatzen Beitrag #5
Als nächstes ging uns dann wieder eine Kätzin in die Falle. Die TÄ rief dann an dass diese Kätzin schwanger wäre und ob sie ggf. einen Abbruch machen solle. Es stellte sich dann aber heraus dass diese kleine Kätzin nicht schwanger war sondern eine Gebärmuttervereiterung hatte. Ihr wurde dann komplett alles entfernt und wir haben sie noch zur Beobachtung einige Tage in einer großen Hundebox gehalten.

Sie ist uns dann auch noch beim Klo sauber machen entwischt und hat die Garage in ein Chaos verwandelt und meine Bekannte, die längst meine Freundin geworden ist, böse gebissen. Wir haben sie aber dann mit einem Kescher, den wir auch am Pfingstmontag noch vom TSV holen konnten wieder in ihre Box bekommen.

Das ist die kleine wilde Mona

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Wir haben sie die letzte Zeit leider nicht mehr an der Futterstelle gesehen und wissen nicht ob sie noch lebt.

Das gleiche gilt auch für Mia, auch eine kleine weibliche Katze, die wir nach der Kastration auch nicht mehr wieder gesehen haben.

Vieleicht sind sie ja auch zu umliegenden Bauernhöfen abgewandert, von denen auch immer mal wieder Katzen an der Futterstelle erscheinen.

Wie der nächste Kater, den wir nur selten an der Futterstelle gesehen haben und der uns dann in die Falle ging. Wir haben ihn Maicci getauft und nach dem Freilassen auch nie wieder gesehen.

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In der Zeit fiel uns auf dass ein Kater, den wir Merlin genannt hatten ganz rapide abbaute. Beim TSV meinte man er hätte wahrscheinlich einen Bandwurm und wir sollten ihm eine Wurmkur spendieren. Das haben wir dann auch gemacht aber an dem gleichen Tag abends hatte sich dann Merlin entschlossen schnurrend in die Falle zu gehen und um Hilfe zu bitten.
Er sah einfach schrecklich aus und ich hatte Angst, dass er die Nacht nicht überlebt. Am nächsten Morgen bin ich dann gleich mit ihm zum Tierarzt und danach war es ein ständiges Auf und Ab, aber das steht ja alles in seinem Vermittlungsthread.

Das war Merlin, als er zu mir kam

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Der Vater von Merlin, Mona und einer noch namenlosen unkastrierten Katze ist ganz sicher dieser alte Haudegen, wir haben ihn Malik genannt.

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und mit seiner Tochter

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Er ist uns auch schon mal in die Falle gegangen, aber er hat es geschafft im Rückwärtsgang mit seinem Rücken die Klappe der Falle offen zu halten, sowas habe ich auch noch nicht gesehen.

Dann kam ja mein Umzug und die Versorgung des kranken Katers und wir haben erst mal eine Fangpause gemacht.

Vergessen habe ich noch, dass meine Freundin gleich zu Anfang einen kleinen sehr mageren, aber sehr menschenbezogenen schwarzen Kater aufgenommen hat. Er bettelte förmlich um Zuneigung und wurde bestimmt ausgesetzt, ich wünsche demjenigen das was er verdient. Mittlerweile hat sich Mogli zu einem Prachtkater entwickelt und er weicht seiner Retterin nicht von der Seite.

Nachdem die neue Wohnung endlich den Vorstellungen aller Mitbewohner entsprach und die alte Wohnung ordnungsgemäß übergeben wurde und Merlin auch in seinem neuen Zuhause war, bin ich nach ein paar Arbeitstagen leider so krank geworden dass ich für zwei Wochen ins Krankenhaus musste.

Es geht mir auch jetzt noch nicht besonders gut, aber wir haben wieder mit dem Einfangen der restlichen Katzen begonnen.

Es läuft sehr zäh, wir hatten zuerst nur die beiden Kater Mickey und Manni in der Falle, die schon kastriert sind. Wahrscheinlich haben sie ihren Schock schon vergessen.

Dann ging uns doch noch eine von den Kätzinnen in die Falle, laut TÄ hat sie schon mal Junge gehabt. Sie hat die Kastration gut überstanden und ist wieder in Freiheit.

Wir haben sie Marla genannt

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  • Niemandskatzen Beitrag #6
die Betreuung wildlebender Katzen an Futterstellen ist eine Tierschutzarbeit, der ich besonders viel Respekt zolle.
Bei Wind und Wetter täglich rauszugehen, damit die Tiere nicht hungern, Fallen zu beobachten um Kastration und ärztliche Versorgung sicher zu stellen ist alles andere als einfach.
Ich hoffe ihr behaltet diesen Platz und könnt auch alle Neuzugänge nach und nach einfangen, das hilft viel das Katzenelend ein wenig einzudämmen
 
  • Niemandskatzen Beitrag #7
Sie war die zehnte Katze die wir kastrieren lassen konnten. Leider gibt es dort immer noch drei unkastrierte Kätzinnen und den alten schlauen Kater. Und es gab auch leider Nachwuchs, drei Jungkatzen. Zwei waren etwa drei Monate alt und die Mutter ist die weisse Katze mit den schwarzen Flecken. Dann gibt es noch eine Babykatze ihre Mutter ist die getiegerte Katze. Eins von den älteren Babies habe ich in der letzten Woche tot auf der Auffahrt zum Seniorenheim gefunden, obwohl da Schritttempo ist sah das Kätzchen übel aus. Ich konnte nicht mehr für es tun als es von der Fahrbahn zu nehmen, das Geschwisterchen habe ich seitdem nicht mehr gesehen, sie kamen ja schon zur Futterstelle.

Das sechs Wochen alte Baby ging uns in der letzten Woche in die Falle. Ich hatte sehr zwiespältige Gefühle, ob es richtig ist ein so junges Kätzchen seiner Mutter wegzunehmen. Die erste Nacht und den ersten Tag hat es sehr nach seiner Mutter geschrien.

Wir haben dann beim TSV nachgefragt ob die es evtl. aufnehmen können. Leider alles voll und das Kätzchen wird sowieso nicht mehr zahm war die Antwort. Also haben wir es aufgenommen, es wurde entwurmt, entfloht und es ist ein kleiner Kater.

Mittlerweile frisst er gut, heisst Marlon und ist sehr zutraulich geworden. Leider hat er immer wieder Durchfall, es wurden Giardien bei ihm festgestellt und jetzt müssen die erst behandelt werden bevor er geimpft werden kann. Er kann jetzt auch noch nicht zu anderen Katzen und das tut mir sehr leid. Ihm fehlt ein Spielkumpel, aber es kann nicht immer alles optimal sein. Draußen hätte er bei den Temperaturen nicht überlebt. Im Moment ist er noch bei meiner Freundin, sie hat Erfahrung mit Babykatzen, aber wenn sie in der nächsten Woche wieder arbeiten muss und ich noch weiter krank geschrieben werde, werde ich ihn übernehmen.

Wenn er geimpft ist suchen wir für ihn eine Pflege- oder besser noch Endstelle. Er ist so ein liebes Katerchen, da muss sich doch jemand finden.

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  • Niemandskatzen Beitrag #8
Die Bilder sind ja süss,find ich Klasse das du da mithilfst.
 
  • Niemandskatzen Beitrag #9
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was für ein süßer Kerl....
toll, was ihr macht, danke für deinen Einsatz....
 
  • Niemandskatzen Beitrag #10
Alle Achtung vor dem, was Du bzw. Ihr leistet! :-D

Ich kümmere mich um eine Bande von 13 Streunern und weiß ansatzweise, wieviel Energie und Zeit das kostet. Bei mir ist mittlerweile bis auf ein Weibchen alles kastriert, die Anzahl bleibt konstant und fit sind sie auch fast alle.
 
  • Niemandskatzen Beitrag #11
Danke für eure lieben Kommentare.

An der Futterstelle versorgen wir 14 Streuner, manche kommen zu jeder Fütterung, andere nur ab und zu. Sie bekommen bei der Kastration alle einen Namen und halten sich den Tag über viel im verwilderten Garten und auf der Terasse einer alten Dame auf. Diese Dame füttert aber nicht, sie duldet die Katzen nur. In dem Garten gibt es einen offenen Schuppen für Kaminholz und es liegt auch einiges an Gerümpel herum. Dort schlafen die Katzen und haben in dem Schuppen auch den letzten kalten Winter verbracht. Leider dürfen wir dort keine warmen Hütten für den Winter aufstellen.

Nach Berichten meiner Katzenfreundin gibt es dort schon seit etwa zehn Jahren herrenlose Katzen, aber erst im letzten Jahr ist ihre Anzahl so angestiegen und der alten Dame wurde es zuviel. Der TSV konnte ihr wegen Geld- und Personalknappheit da auch nicht viel helfen.

Niemand fühlte sich zuständig und es wäre allen lieber gewesen die Streuner wären verschwunden. Laut Aussage des Ordnungsamts gibt es in unserer Stadt keine wildlebenden Katzen und wenn doch sind die Leute schuld, die füttern. Deshalb habe ich sie Niemandskatzen genannt.

@lucky2004, schön dass du auch nicht wegschaust. Fütterst du alleine oder hast du Hilfe? Das Futter für soviel Katzen geht auch ganz schön ins Geld. Wir sind zu zweit und bekommen nur ab und zu mal eine Futterspende, da wird es manchmal schon ganz schön eng, zudem wir jede auch noch vier eigene Katzen haben. Die Kastrationskosten übernimmt zum Glück der TSV, aber Behandlungskosten kranker Tiere wie Merlin müssen wir selber tragen.

@Bat und @Sweet, Danke!

Ja der Kleine ist süss, sowas kann man doch nicht um diese Jahreszeit seinem Schicksal überlassen.

@russian, danke auch für deinen lieben Kommentar. Ich hoffe sehr dass die Katzen den Platz behalten können. Hoffentlich lebt die alte Dame noch lange, wenn sie stirbt wird das Haus sehr wahrscheinlich verkauft und ob dann noch die Katzen geduldet werden? Aber so weit mag ich noch gar nicht denken.

Die Futterstelle ist auch kein schöner Platz, wir haben jetzt ein paar niedrige Tische dort aufgestellt, damit das Futter etwas wettergeschützt ist. Bei Regenwetter ist dort alles schlammig, wir wollen unter den Tischen etwas Kies aufschütten, müssen aber erst wieder fragen ob das erlaubt ist.

Mir graut schon vor dem Winter aber ich bin ja immer nur zum Füttern da, die Katzen müssen das ständig aushalten.:sad:

Im Sommer wird dieser Platz von einem herumziehenden Obdachlosen als Schlafplatz benutzt und er lässt seinen Müll da und benutzt den Platz als Klo, einfach eklig. Da sind die Streuner sauberer, er hat zwar Platzverbot aber das kontrolliert abends ja keiner. Ich habe mich am Anfang auch mit ihm unterhalten, er tat mir ja leid und er fand das auch ganz toll was wir machen. Er hatte mir versprochen den Platz nicht mehr zu nutzen hat sich aber leider nicht daran gehalten. Er hat mich ein paar Mal im Dunkeln erschreckt als ich eine Falle aufgestellt hatte da bin ich dann auch etwas ärgerlich geworden.

Die Tage danach bin ich dann nur noch in Begleitung zum Füttern gegangen, aber das ist jetzt erst mal vorbei, es wird ihm zu kalt.
 
  • Niemandskatzen Beitrag #12
@kaba, vielen Dank. Mato geht es gut, er ist ein sehr schöner stattlicher Kater mit glänzendem Fell und er kommt regelmäßig zur Futterstelle. Minnie ist immer noch klein und dünn, sie braucht bestimmt eine Wurmkur, sie ist aber auch immer am Futterplatz und frisst sehr gut. Die beiden Kätzinnen Mona und Mia und den Kater Maicci sehe ich gar nicht mehr, hoffentlich ist ihnen nichts passiert. Leider kann man das nicht ausschliessen, es ist eine vielbefahrene Durchgangsstrasse ganz in der Nähe. Eine kleine namenlose Babykatze hat es ja erwischt, die sind noch unerfahren und leben dort sehr gefährlich. Auch deshalb haben wir den kleinen Marlon eingefangen und von seiner Mutter getrennt obwohl uns die Tränen in den Augen standen.

Ich habe ja mit dem Leiter des Seniorenheims gesprochen und ihn auch gefragt, ob man die Senioren nicht einbeziehen könnte. Mir fiel nämlich auch dieser Bericht im Fernsehen ein. Sie könnten eine Patenschaft übernehmen oder Füttern helfen wenn sie es möchten. Er sagte darauf hin nur, dass die Katzen und der Platz dazu nicht geeignet wären weil die Katzen krank und der Platz für alte Menschen zu gefährlich wäre, sie könnten dort stürzen. Außerdem käme oft eine Frau mit einem Therapiehund und den könnten die Senioren dann verwöhnen.
Es kommen aber ab und zu Bewohner des Seniorenhauses auf mich zu und drücken mir eine Bockwurst oder andere Fleischreste vom Essen in die Hand die ich den Katzen geben soll. Ich finde das immer sehr rührend und es entwickeln sich dabei oft schöne Gespräche.

Ich habe auch erfahren, dass in dem Heim früher mal für Futterspenden gesammelt wurde, aber auch das ist jetzt nicht mehr erwünscht. Er meinte auch noch wenn wir die Katzen nicht füttern, würden sie bestimmt abwandern. Ich habe ihn dann aber davon überzeugt dass es besser ist die Tiere kontrolliert zu füttern, kranke Tiere zu behandeln und dafür zu sorgen dass sie sich nicht mehr vermehren.

Nein sie haben keinen vernünftigen Unterschlupf, nur einen offenen Schuppen im Garten einer Anwohnerin. In diesem Schuppen haben sie auch den letzten Winter verbracht und mir graut schon vor dem kommenden Winter. Evtl. können wir ja doch noch ein paar warme geschützte Kisten dort aufstellen, die Dame duldet die Katzen nur und füttert auch nicht.
Wir werden es einfach noch mal versuchen.
Wenn ich da an meine verwöhnten Stubentiger denke, obwohl Waldkatzenmixe aus Moskau mögen sie die momentane Kälte gar nicht und trauern dem Sommer nach.
 
  • Niemandskatzen Beitrag #13
@lucky2004, schön dass du auch nicht wegschaust. Fütterst du alleine oder hast du Hilfe?

Alleine könnte ich das gar nicht schaffen. Die ehemalige Nachbarin, die die ganze Bande angefüttert hat und dann weggezogen ist, schickt monatlich noch einen Betrag an andere Nachbarn, damit diese Trockenfutter und Wasser hinstellen. Und ich bekomme gelegentlich Futterspenden von einem Tierheim und über ein anderes Katzenforum. Die Tierarzt-Kosten und ein großer Teil des Futters gehen aber auf meine Kosten. Aber insgesamt bin ich fast schon eine Luxus-Streuner-Mama. :-D
 
  • Niemandskatzen Beitrag #14
Ich bin tief beeindruckt was ihr da leistet.

Die Umsetzung, Seniorenheim und Katzen, wäre eine sehr schöne Vorstellung.
Es gibt viele Seniorenheime wo es die Möglichkeit gäbe für die Niemandskatzen ein schönes Reich zu gestalten (von der Umgebung und Wohnlage her).
Es ist ja bereits bekannt, dass Tiere kranken Menschen gut tun. Und warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?
Die alten Leute könnten sich um die Katzen kümmern. Sowohl Mensch als auch Tier hätte dann was davon.

Aber diese Idee wird wohl leider nie Realität :cry:
 
  • Niemandskatzen Beitrag #15
Donnerstag abend ging uns wieder eine Katze in die Falle. Am nächsten Morgen konnten wir dann die Tätowierung im Ohr lesen, sie war schon kastriert und wir haben sie wieder in die Freiheit entlassen. Es war die ehemals kleine Mona, die so gewachsen ist, dass ich sie nicht wieder erkannt habe. Aber ich bin froh, dass sie lebt.

So langsam ist es schon frustrierend, die restlichen drei Katzen, darunter eine dreibeinige, sind nur sehr schwer zu fangen, sie sind sehr scheu und vorsichtig. Ich hoffe, wir bekommen sie noch vor dem Winter.
 
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  • Niemandskatzen Beitrag #16
Ich drücke die Daumen, dass Ihr alle einfangen könnt! :wink:

Ich habe hier leider auch so eine clevere alte Mutter der Kompanie, die alle Tricks drauf hat, um sich nicht einfangen zu lassen, aber mir jedes Jahr noch einen Wurf abliefert! :sad:
 
  • Niemandskatzen Beitrag #17
Heute abend habe ich den kleinen Marlon für einige Wochen zur Pflege bekommen. Meine Freundin muss wieder arbeiten und kann sich nicht mehr genug um ihn kümmern. Nachdem er seine achtel Tablette gegen die Giardien nur sehr widerwillig geschluckt hat, gab es als Belohnung Rinderhackfleisch. Vier Tage muss er diese Tabletten noch nehmen, das wird ein Kampf, leider muss es sein.

Er hat es mir aber nicht übel genommen, jedesmal wenn ich an seinen Käfig kam fing er an zu schnurren und zu treteln. Ich habe ihm eine Plüschkatze zum Kuscheln und eine Ikea Maus zum Spielen gegeben und beides hat er gerne angenommen.

Obwohl er kein Rohfleisch kannte hat er im Lauf des Abends alles bis auf den letzten Krümel gefresen. Ein Häufchen hat er auch schon abgesetzt es sah schon sehr gut aus, kein Durchfall, aber diese Giardien sind sehr tückisch. Ich muß sehr vorsichtig sein weil ich ihn nicht wirklich separieren kann. Dazu kommt noch dass ich eine Katze, die Ulli, mit chronischem Schnupfen habe. Der Kleine ist ja noch nicht geimpft und ich würde es mir nie verzeihen wenn er sich anstecken würde.

Wenn er diese blöden Giardien los ist und geimpft wird suchen wir ein liebevolles Zuhause für ihn, er kommt ja von einer Futterstelle und ist wild geboren, hat sich aber innerhalb zwei Wochen so sehr an uns gewöhnt und hat überhaupt keine Scheu, er mag auch andere Katzen und er mag es sehr gekrault zu werden vor allem am Bauch dann schnurrt er los wie ein Traktor.

Er ist einfach nur ein liebes Kerlchen und hat eine Chance auf ein besseres Leben so sehr verdient. Ich habe mich schon total in ihn verliebt und wir würden ihn ja beide gerne selbst behalten, aber es geht leider nicht. Ich werde unter Vermittlung für ihn einen extra Thread einstellen.

Hier noch ein paar Bilder, leider etwas unscharf.

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  • Niemandskatzen Beitrag #18
So sieht es jetzt bei uns in der Kinderstube aus, aufmerksam beäugt von den Alteingesessenen. :mrgreen:

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Ich lasse ihn mehrmals am Tag im Schlafzimmer frei laufen, da kommt die Ulli nicht hin. Das Einfangen danach ist dann immer ein Spaß für sich.

Heute nachmittag blieb mir fast das Herz stehen. Er ist den Kratzbaum zum Kleiderschrank rauf in einem Rutsch hochgerannt, so schnell konnte ich gar nicht reagieren. Dann stand er oben und wußte nicht wie er runter kommen könnte. Er ist mir da oben immer wieder entwischt und ich dachte schon ich kriege ihn nie.
Aber mit Hilfe eines Spannbezugs den ich über ihn geworfen habe habe ich ihn dann doch noch wieder einfangen können.

In Zukunft muss ich einfach besser aufpassen, es gibt so viele Gefahrenquellen an die man nicht denkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Niemandskatzen Beitrag #19
Was ein putziges Kerlchen! :smile: Gar nicht auszudenken, wenn du ihn nicht eingefangen und mit zu dir genommen hättest.
 
  • Niemandskatzen Beitrag #20
Er wäre mit großer Wahrscheinlichkeit tot, von dem dritten Jungkätzchen das älter als er war, gibt es keine Spur mehr. :cry:
 
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