Zuchtgedanken

Diskutiere Zuchtgedanken im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Guten Abend zusammen! Ich bin neu in diesem Forum. Eigentlich müsste es "wir" heißen. Wir, das sind meine Familie und ich. Zu meiner Familie...
  • Zuchtgedanken Beitrag #1
M

Mo und Miley

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Guten Abend zusammen!
Ich bin neu in diesem Forum. Eigentlich müsste es "wir" heißen. Wir, das sind meine Familie und ich. Zu meiner Familie gehören mein Mann, unsere beiden Kinder und Ragdoll Mo und Birma Miley.
Das o.g. Thema betrifft weder Mo noch Miley ( beide können nicht mehr).
Seit ca. einem halben Jahr beschäftigen wir uns mit dem Gedanken einer Katzenzucht, wobei wir immer noch nicht zu einer Entscheidung gelangt sind. Das liegt u.a. daran, dass mir nachts Gedanken kommen, zu denen ich Antworten suche. Ich hoffe, dass ich hier vielleicht die ein oder andere Antwort finde. 1) Wie reagiert mein kastrierter Kater auf den Nachwuchs?
2) Katze ist tragend oder hat Kitten, aber der nächste Impftermin steht an, kann der verschoben werden?
3) Zierliche Katze, großer Kater ( gleiche Rasse ) kann es zu Komplikationen kommen?

Sollten wir uns tatsächlich für eine Zucht entscheiden, würde das nur mit einem Zuchtverband stattfinden, mit allem was dazugehört.

Vielen Dank im voraus
 
  • Zuchtgedanken

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  • Zuchtgedanken Beitrag #2
Hallo Mo und Miley,

deine Fragen kann ich dir leider nicht beantworten, aber ich würde dir raten dir schon jetzt einen Verein zu suchen und dort versuchen einen Mentor zu finden. Der kann dir dann nämlich genau solche Fragen beantworten und noch die 1000 anderen, die da kommen werden ;-).

Hier nur mal generelle Infos:


Vielleicht hilft dir das ja auch ein bisschen.

Welche Rasse möchtest du denn züchten?
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #3
Ich hoffe, dass ich hier vielleicht die ein oder andere Antwort finde. 1) Wie reagiert mein kastrierter Kater auf den Nachwuchs?
das kann man nicht sagen, Du würdest es beobachten müssen.
2) Katze ist tragend oder hat Kitten, aber der nächste Impftermin steht an, kann der verschoben werden?
Eine Katze braucht vor der Deckung einen umfassenden Gesundheitscheck, dazu würde auch die Impfung gehören, wenn sie bald ansteht.
Informiere Dich hier noch gründlich, für Zuchtkatzen steht einiges an Untersuchungen an, und manche davon vor jeder Deckung.
3) Zierliche Katze, großer Kater ( gleiche Rasse ) kann es zu Komplikationen kommen?
Eine Zuchtkatze sollte nicht viel weniger wiegen als der Durchschnitt der Katzen der Rasse, ansonsten wäre sie nicht zuchtgeeignet..
Ich gebe Dir mal ein Beispiel, Russisch Blau Katzen wiegen ca.2,7kg, ich habe aber auch schon welche gesehen, die nur 2,3kg wogen, mit diesem Leichtgewicht würde ich keine Russin decken lassen
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #4
Hallo herzlich willkommen hier im Forum :)

Welche Rasse würdest du denn züchten wollen?

Hast du dir das gut überlegt und weißt du was auf dich zukommt?

Erstmal musst du dich für eine Rasse entscheiden, dann solltest du dich ausgiebig über die Rasse informieren und dich auf die Suche nach seriösen und verantwortungsvollen Züchtern dieser Rasse machen, am besten findest du unter ihnen auch eine Art Mentor, der dir beim Aufbau deiner Zucht behilflich ist und mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Dann solltest du dich wirklich umfangreich in das Thema Genetik einarbeiten und mit den rassespezifischen Erbkrankheiten auseinandersetzen, mit dem Thema Geburt und Aufzucht. Du musst auch Stammbäume lesen können und dich mit den Linien auseinandersetzen und dir einen Verein suchen.

Hast du genügend Platz und Räumlichkeiten, wenn du Tiere mal abtrennen musst, die Kitten sollten aber nicht in einem seperaten Raum aufwachsen, sondern im Haushalt integriert.

Wie ist die finanzielle Situation, Zucht ist ein teures Hobby? Du hast doch nicht etwa geglaubt, dass man damit Geld verdienen könnte? ;-)
(Katzen mit Zuchtzulassung kosten deutlich mehr als Liebhabertiere, die regelmässige Untersuchungen auf Erbkrankheiten, allgemein die tierärztliche Versorgung der Tiere, hochwertiges Katzenfutter, Deckgebühren, dann musst du auch wenn es gut läuft mit 150-200 € Kosten pro Kitten mindestens rechnen Futter, Streu, 2-3 Entwurmungen, Impfungen, Stammbaum, usw.)

Für mich ist schon Grund genug, warum ich mich nicht als Züchter eignen würde ist, die Abgabe der Kitten. Wie soll ich die Kitten die ich mit viel Liebe 13-16 Wochen bei mir großgezogen habe, dann abgeben? Abgesehen davon dass es mir das Herz brechen würde sie wegzugeben, mir wäre auch niemand gut genug für sie.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zuchtgedanken Beitrag #5
Zunächst Danke für die Antworten.
Über die grundlegenden Dinge haben wir uns ausreichend Gedanken gemacht. Kosten, Zeitaufwand und Platzangebot lassen sich ja irgendwie "berechnen".
Es sind eher die emotionalen Dinge, die wir, soweit es möglich ist, zu erklären versuchen. Kann wirklich jeder aus der Familie damit leben, dass nicht aus jedem Wurf ein Kitten behalten wird? Was passiert, wenn die Katze plötzlich doch nicht zur Zucht geeignet ist?
Und dann wie gesagt, kommen noch irgendwelche mehr oder weniger merkwürdige Fragen (wie die oben) dazu.
Eine Zucht wäre für uns eine riesengroße Sache, deswegen versuchen wir vorher (!!!!) soviele Informationen wie möglich aufzusaugen.
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #6
Du musst dir schon von Anfang an bewußt sein, dass es nicht einfach ist.

Potente Katzen sind deutlich schwieriger zu vergesellschaften und zusammen zu halten als kastrierte Katzen, auch zwischen potenten und kastrierten Katzen kann es immer wieder zu Spannungen kommen.

Wie gut deine vorhandenen Katzen, deine Familie damit zurecht kommt, wird dir keiner vorab sagen können.

Wichtig ist aber, dass wirklich alle hinter dem Vorhaben stehen und sich der Konsequenzen bewußt sind, der viele Dreck, deutlich mehr Katzenhaare, Arbeits- und Zeitaufwand und vorallem die Abgabe der Kitten, was für mich am schwersten wäre, aber man muss sich auch immer wieder von erwachsenen Tieren trennen, falls sie nicht in das Katzenrudel passen oder zuviel Unruhe in die Gruppe bringen und auch wenn man dann schon einige Würfe hatte mit einer Kätzin, man kann nicht alle Zuchttiere bis ins hohe Alter behalten, sonst werden es viel zu viele Katzen und das bedeutet die Trennung von Tieren, die mehrere Jahre im Haushalt gelebt haben, die zur Familie gehören.

Auch kann man dann nicht mehr in Urlaub fahren, weil man kaum jemanden findet, der die Betreuung übernimmt, dass ist wesentlich aufwendiger, als wenn man Katzen nur so als Haustiere hält, nicht nur wegen der Zahl der Katzen, sondern eben auch weil es potente Tiere sind, die können rollig werden oder müssen die Pille bekommen, es kann zu Reibereien kommen, da ist es mit 2x täglich füttern und Katzenklos säubern nicht getan.

Dann musst du jederzeit Urlaub nehmen können, wenn ein Wurf erwartet wird, falls es Schwierigkeiten bei der Geburt gibt, sollte man doch dabei sein und wenn eine Kätzin die Kitten nicht annimmt oder zuwenig Milch hat, bei einer Handaufzucht, musst du dir auch länger freinehmen können.


Welche Fragen hast du noch konkret, was willst du uns hier fragen?

An welche Rasse hast du jetzt gedacht und welche Räumlichkeiten stehen zur Verfügung?

Wie willst du es mit dem Deckkater halten? Eigenen Deckkater oder Fremddecken?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zuchtgedanken Beitrag #7
Wir denken an Ragdoll oder Heilige Birma. Diese Rasse haben wir selbst und auch wenn es anfangs nur die blauen Augen waren, ist es heute viel mehr. Wenn ich jetzt anfangen würde, all das Positive zu diesen Rassen aufzuzählen(natürlich aus meiner Sicht), wäre ich morgen noch nicht fertig. Angefangen mit der Legende der Birma und der Herkunft der Ragdoll.

Wir haben ein ausgebautes Dachgeschoss, fast eine Wohneinheit, die zum Teil von unserer großen Tochter bewohnt wird. Dort soll dann ggf. ein Platz für die Mama und die Kitten in der ersten Zeit eingerichtet werden. Sie hätte dort die nötige Ruhe, wäre aber nie völlig alleine.

Ich denke wir würde mit einer Katze beginnen und erstmal fremddecken lassen.

Was möchte ich hier bzw. welche Fragen habe ich noch. Gar nicht so einfach zu beantworten! Zunächst ganz viel lesen? und auch gerne Kritik einstecken (aber nicht soviel).
Ich kaufe keine Waschmaschine mit Garantie, sondern möchte ggf. eine große Verantwortung übernehmen. Ich möchte Informationen sammeln und mich dadurch immer wieder hinterfragen.
Als Beispiel:
Die Frage was meinen Kater betrifft, kam aus einer ganz niedlichen Situation heraus. Ich habe gelesen, dass manche kastrierten Kater Kitten gegenüber aggressiv werden können. Wir hatten vor einiger Zeit Besuch von einer Familie mit Baby. Mo, unser Ragdoll, hat dieses Baby die ganze Zeit "bewacht". Und abends im Bett, beim Kuschelritual habe ich ihn dann gefragt, was er von Katzenkindern halten würde, aber er hat mir nicht geantwortet?.
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #8
Eigentlich habe ich von Zucht gar keine Ahnung, nur die Mutter mit den Kleinen in die separate Dachwohnung zu packen, ist meines Wissens nach nicht ok. Die Kleinen sollen ja an die normalen Tagesabläufe und Geräusche des Alltages gewöhnt werden.

Also zumindest hatte meine Züchterin die Familie in Wohn-Esszimmer-Küche, da hatten sie dann sogar Kontakt zum Familienhund.
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #9
Ich meine damit, dass Mutter und Kinder die ersten Wochen bei meiner Tochter Ruhe habe. Die Katzen sollen um Gotteswillen nicht in einem separaten Raum. Nach den ersten Wochen soll der Wirkungskreis natürlich vergrößert werden, bis sie dann das ganze Haus erobern (Gefahrenquellen ausgeschlossen). Die Kitten sollen mit allen erdenklichen Alltagsgeschäften aufwachsen.
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #10
Es sind eher die emotionalen Dinge, die wir, soweit es möglich ist, zu erklären versuchen. Kann wirklich jeder aus der Familie damit leben, dass nicht aus jedem Wurf ein Kitten behalten wird? Was passiert, wenn die Katze plötzlich doch nicht zur Zucht geeignet ist?

Eine Freundin von mir hat mal über Jahre hinweg Katzen gezüchtet, und neben den von dir genannten Punkten gibt es noch viele weitere, deutlich schlimmere Szenarien.

Kann die Familie damit leben das (geliebte) Zuchtiere im Zuge einer Schwangerschaft sterben? Kann die Familie damit leben, das ganze Würfe sterben, Kitten tot geboren werden etc.? Das ist natürlich alles Schwarzmalerei, aber auch damit muss man rechnen, diese Dinge kommen - häufiger als man als außenstehender denkt - leider vor.

Ich möchte dich nicht von deinem Vorhaben abhalten, aber eine Zucht ist auch eine hohe psychische Belastung. Mir ganz persönlich würde sich außerdem die Frage stellen, weshalb ich Katzen züchten möchte. Wenn ich mir die Lage im Tierschutz angucke, haben wir mehr als genug Katzen und mein Engagement gilt deshalb lieber der Aufgabe, schon vorhandenen Katzen ein würdiges Leben zu ermöglichen, als noch weitere Tiere in die Welt zu setzen.

Das ist natürlich immer eine Grundsatzfrage - aber für mich ganz persönlich ist Katzenzucht ein rein egoistisches Vergnügen, weil man gerne züchten möchte, weil man Kitten mag und die Geburt und das Aufwachsen miterleben will, weil man eine bestimmte Rasse mag, etc. Aber den Tieren tut man damit (in meinen Augen) nichts gutes. Denn es gibt einfach zu viele. Und ich wollte nicht erleben, dass ich nach 10 Jahren mal eines meiner (ehemaligen) Babys im Tierheim entdecke... :cry:

Bitte versteh mich nicht falsch Mo und Miley, ich wünsche dir für dein Vorhaben alles gute und einige gute Hinweise und Ratschläge hast du ja schon bekommen. :)

Liebe Grüße
Annette
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #11
Eine Freundin von mir hat mal über Jahre hinweg Katzen gezüchtet, und neben den von dir genannten Punkten gibt es noch viele weitere, deutlich schlimmere Szenarien.

Kann die Familie damit leben das (geliebte) Zuchtiere im Zuge einer Schwangerschaft sterben? Kann die Familie damit leben, das ganze Würfe sterben, Kitten tot geboren werden etc.? Das ist natürlich alles Schwarzmalerei, aber auch damit muss man rechnen, diese Dinge kommen - häufiger als man als außenstehender denkt - leider vor.

Ich möchte dich nicht von deinem Vorhaben abhalten, aber eine Zucht ist auch eine hohe psychische Belastung. Mir ganz persönlich würde sich außerdem die Frage stellen, weshalb ich Katzen züchten möchte. Wenn ich mir die Lage im Tierschutz angucke, haben wir mehr als genug Katzen und mein Engagement gilt deshalb lieber der Aufgabe, schon vorhandenen Katzen ein würdiges Leben zu ermöglichen, als noch weitere Tiere in die Welt zu setzen.

Das ist natürlich immer eine Grundsatzfrage - aber für mich ganz persönlich ist Katzenzucht ein rein egoistisches Vergnügen, weil man gerne züchten möchte, weil man Kitten mag und die Geburt und das Aufwachsen miterleben will, weil man eine bestimmte Rasse mag, etc. Aber den Tieren tut man damit (in meinen Augen) nichts gutes. Denn es gibt einfach zu viele. Und ich wollte nicht erleben, dass ich nach 10 Jahren mal eines meiner (ehemaligen) Babys im Tierheim entdecke... :cry:

Bitte versteh mich nicht falsch Mo und Miley, ich wünsche dir für dein Vorhaben alles gute und einige gute Hinweise und Ratschläge hast du ja schon bekommen. :)

Liebe Grüße
Annette

Das möchte ich mal so zu 100% unterschreiben ;-)
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #12
Danke Neryz,
ich dachte ich wäre die einzige die so denkt. ;-)

...ich kann auch die Lust am züchten total verstehen, ich würde es selbst total toll finden, wenn ich die fantastischen Charakter meiner Mäuse in kleinen Kitten wiedererkennen würde und sie ein bisschen unsterblich mache. Überhaupt die Geburt und das Aufwachsen usw.

Aber erstens würde es mir das Herz brechen meine Tiere abzugeben, Katzen leben so lange... man weiß nie ob sie am Ende noch da sind, wo man sie hingegeben hat. Und dann eben der Tierschutzaspekt, da muss ich ehrlich sagen, so schön wie die Freude am Züchten sein mag, es ist für mich einfach handeln ohne (Tierschutz-)Weitsicht.
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #13
Überlege es Dir bitte sehr genau, mit einer Zucht.
Züchten heißt nicht, einfach Kater mit Katze verpaaren, um niedliche Kitten zu bekommen, da gehört so viel zu, wie Stammbaum/Linienkenntnisse, was mit Fremddeckungen nicht einfach ist.
Zumal nicht alle Züchter , ihre Kater zur Verfügung stellen, man sich wie gesagt mit den Linien beschäftigen muß, weshalb ich mich für eine eigene Linienzucht entschieden hatte.
dies zu erreichen nimmt Jahre in Anspruch, um seine Linien zu kennen, was harmoniert und was nicht.
Bei fremden Katern ist es genau so schwierig, Du weißt nicht, was evtl. schon vorgefallen ist, da wenige Züchter da auch ehrlich sind.
Kitten zu bekommen, bedeutet nicht immer Freude, es fließen auch Tränen, bei Verlusten, Zeitaufwand, wie Handaufzuchten oder wenn man um ein oder mehrere Kitten kämpft, bei Krankheit usw.


Du solltest auf alle Fälle einen guten Mentor haben, einen Züchter Deines Vertrauens, den Du kennst oder mit dem Du befreundet bist, das ist viel Wert.


Dann als Zuchtanfänger die Kitten zu vermitteln ist ebenfalls nicht einfach und es wird immer schwieriger in der Züchterschwemme.
Die Leute überlegen sich heutzutage auch dreimal, ob es ein Rassekätzchen für 600,00 Euro sein muß, immer mehr Rassekatzenausstellungen fallen wegen weniger Meldungen aus, jedenfalls hier im Norden.


Auch die finanzielle Seite ist beachtlich, Vorsorge der Mutterkatze, die Kosten, die ein Wurf mit sich bringt, ein Kaiserschnitt z.B. kostet eine Menge Geld.
Ein Kaiserschnitt kann schnell mal 300,00 Euro kosten, allein die Impfungen für die Lütten.
Stell Dir vor, Du hast 6 Lütte-das sind allein schon gut bei 2 Imfungen, die sie brauchen, um die 360,00 Euro.
Deckgebühren, bei einem guten Fremdkater kosten etwa 300-650 Euro.


Also, ich würde heutzutage nicht nochmal eine Zucht beginnen.


LG
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #14
Ich nehme Kritik gerne an, so lange es nicht persönlich wird.
Deshalb habe ich mich u.a. auch in diesem Forum angemeldet. Einmal wegen meiner Fragen und dann aber auch, um Meinungen zu diesem Thema zu sammeln. Ich mag mich jetzt zwar für gut informiert halten, aber es gibt sicher ganz viele Dinge, an die ich noch nicht gedacht habe. Vielleicht kann man zu bestimmen Sachen auch erst tatsächlich etwas sagen, wenn man selbst züchtet oder gezüchtet hat.

LG Sandra
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #15
Hattest du denn das Gefühl persönlich angegriffen worden zu sein? Ich hoffe nicht.

Vielleicht möchtest du uns einfach noch ein bisschen erzählen über was du dich schon alles informiert hast und was du schon so alles gelernt hast. Vielleicht fällt dann dem ein oder anderen noch ein Ratschlag für dich ein.

Hast du dir denn schon einen Verein ausgeguckt und kennst du ein paar aktive Züchter mit denen du dich austauschen kannst? Das finde ich z.B. wirklich sehr wichtig.
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #16
Nein, ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Es ist ein kritisches Thema und da sollte man auch ein bisschen Kritik einstecken können. Also alles gut!
Ich kann ja mal von vorne anfangen?
Das allererste Mal an eine eigene Zucht habe ich gedacht, als wir für Mo einen Partner gesucht haben. Ich fand es nahezu unglaublich, wie manche Menschen mit Katzen umgehen. Angebliche Katzenliebhaber wollen einem sieben oder acht Wochen alte Kitten andrehen, nur um die Impfkosten zu sparen. Oder man kommt in Wohnung, die man eigentlich dem Seuchenschutz melden sollte, da tummeln sich dann drei oder vier Würfe von unterschiedlichen Rassen. Niedlich war auch der Anruf einer Hobbyzucht. Da teilte mir die Dame mit, dass das von mir reservierte Kätzchen aus gesundheitlichen Gründen mehr vermittelt werden kann. Niedlich deswegen, weil ich mich bei dieser Züchterin zwar erkundigt hatte, aber nie da war und auch kein Kätzchen reserviert hatte. Also null Plan!
Leider stehe ich mit diesen negativen Erfahrungen nicht allein da. Auch Bekannte berichten von solchen Dingen.
Ich wurde auch bereits gefragt, ob wir unsere Miley einmal decken lassen würden. Vermutlich hätte ich mehr Abnehmer als Kitten. Dabei wurde ganz oft das Argument angebracht, dass man dann wenigstens wüsste, wo die Kitten her kommen.
So kam ich überhaupt zu der Überlegung.

Sandra

Sicher gibt es auch seriöse und liebevolle Züchter oder/ und Hobby- Züchter. Unsere Miley fanden wir ja dann schließlich auch, aber so leicht war das halt nicht?
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #17
Was hast du dir denn bis jetzt alles angeeignet, welche Ziele hast du dir ausgesucht?
Zuerst geht es erstmal um die unglaublich große Menge an Theorie, die man sich aneignen muss. Es gibt doch zb diese Genetik Seminare. Wie weit bist du denn bzgl. dieser Theorie?
Hast du schon direkt mit Vereinen gesprochen und dir einen ausgesucht?
Ich denke, erst wenn diese Schritte getan wurden, sollte man überhaupt an einen ersten Wurf denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zuchtgedanken Beitrag #18
Wenn du eine wirklich gute, sorgfältige und durch und durch informierte und seriöse Züchterin werden willst, spricht nichts dagegen, finde ich. Die werden durch die von dir beschriebenen "Hobbyzüchter" und Vermehrer leider eher verdrängt und rarer.

Wie häufig Birmas und Ragdolls zur Zeit gezüchtet werden, müsstest du noch in Erfahrung bringen, aber sicher nicht so häufig, wie z.B. BKH oder Maine Coons, wo ich direkt abraten würde, wegen der von Katzekratz genannten Züchterschwemme. Wie sieht denn dein Zuchtziel aus?

Hobbyzüchter würde ich mich aber besser nicht nennen, auch wenn Katzenzucht natürlich ein Hobby ist. ;-) Der Begriff ist "verbrannt".
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #19
Nein, ich habe mich nicht angegriffen gefühlt. Es ist ein kritisches Thema und da sollte man auch ein bisschen Kritik einstecken können. Also alles gut!

Na, dann bin ich ja beruhigt ;-).

Ja, einen wirklich seriösen Züchter zu finden ist nicht einfach.

Mit was hast du dich denn schon beschäftigt?
Hast du z.B. schon mal ein Genetikseminar besucht (ist auch ganz nett um Kontakt zu anderen Züchtern zu bekommen)?
Hast du dir die verschiedenen Vereine schon mal angeschaut?
Weißt du welche Erbkrankheiten bei "deiner" Rasse häufig auftauchen und hast du dich diesbezüglich mit der Vererbung beschäftigt?
Kannst du einen Stammbaum lesen?
Wie sieht es mit der Aufzucht aus? Weißt du worauf du achten musst? Hat dir schon mal jemand gezeigt, wie man z.B. richtig ein Kitten füttert?
Was ist denn eigentlich dein Zuchtziel?

Sicher gibt es auch seriöse und liebevolle Züchter oder/ und Hobby- Züchter. Unsere Miley fanden wir ja dann schließlich auch, aber so leicht war das halt nicht?

Klar gibt es die, aber wo ist jetzt der Unterschied zwischen Züchter und Hobby-Züchter?

[...]
Hobbyzüchter würde ich mich aber besser nicht nennen, auch wenn Katzenzucht natürlich ein Hobby ist. ;-) Der Begriff ist "verbrannt".

Und genau deshalb sollte man klarstellen, dass man als seriöser Vereinszüchter der "Hobbyzüchter" ist. Alles andere ist nur Vermehrung ;-).
 
  • Zuchtgedanken Beitrag #20
So, nach all Euren Antworten, Anregungen und Anmerkungen haben mein Mann und ich uns nochmal besprochen. Wir werden erst einem Verein beitreten.
Genetik ist definitiv eine Lücke bei mir. Ich habe mich mal mit den Farben beschäftigt , aber mit mehr nicht. Seminar muss also her.
Kitten Aufzucht, Erfahrungen ja, wenn auch sehr traurige. Notfall Ausrüstung und "Erste Hilfe Plan" sollten wohl Standard sein.
Zuchtziel , jetzt wird es etwas schwierig. Wenn ich mir zum Beispiel den Mo anschaue würde ich die Standards dieser Rasse beibehalten wollen. Ich würde nie irgendwelchen Modeerscheinungen nachgeben, somal dabei wohl auch die Gesundheit der Katze manchmal im Hintergrund steht. Zudem wäre es mir wichtig das die Kitten super sozialisiert sind.
 
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