Zucht ist Rassismus??!!???

Diskutiere Zucht ist Rassismus??!!??? im Kurzhaar Forum im Bereich Katzenrassen; Hallo ihr Lieben, mal wieder ein komisches Thema wie ich finde... Aber ich wurde in einer Katzengruppe damit konfrontiert, dass Zucht rassistisch...
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #1
Sunny083

Sunny083

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Hallo ihr Lieben,
mal wieder ein komisches Thema wie ich finde... Aber ich wurde in einer Katzengruppe damit konfrontiert, dass Zucht rassistisch ist...
Weil eben nur Rassekatzen ein "daseinsrecht" haben und die anderen nicht..Also im Prinzip wird die Katzenzucht mit dem dritten Reich verglichen... Und es wird bemängelt, dass wenn man gegen Vermehrung und nur für seriöse Vereinszucht ist, die Hauskatzen ja aussterben und keine Daseinsberechtigung haben
Nun würde mich mal eure Meinung und eure Argumente dagegen interessieren.. vor allem was die Züchter dazu sagen :)
Meine Meinung ist das nicht...
sorry wenn das etwas schwammig ist, kanns schlecht erklären weil ichs selbst nicht ganz verstehe :D
LG
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #2
Hallo ihr Lieben,
mal wieder ein komisches Thema wie ich finde... Aber ich wurde in einer Katzengruppe damit konfrontiert, dass Zucht rassistisch ist...

nicht bös gemeint Sunny, aber ein ziemlich ermüdendes Thema. das wir hier auch schon recht oft erörtert haben.
Wer Katzenzucht mit dem dritten Reich vergleicht, wird mich nicht dazu animieren, das mit ihm zu diskutieren, der hat sich damit aus jeder Diskussion geschossen :-D
Und die Hauskatzen würden aussterben, wenn man gegen Vermehrung ist......bei soviel 'Kennern' würde ich mich gar nicht trauen mit zu diskutieren :razz:
 
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  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #3
Ich persönlich bin da sehr zwiegespalten. Einerseits gibt es einige wenige Züchter, ob nun Katze, Hund oder wasweisweisich, die mit viel Liebe und Verstand züchten, andererseits diese Züchtungen die wider jede Natur sind. Ich denke züchten ist solange ok, wie der Mensch es unterlässt Aussehen, Wesen oder Anatomie eines Lebewesens zu verändern. Die Natur hat jedes Lebewesen so geschaffen das es selbstständig, oder im Rudel ohne menschliche Hilfe leben kann, wenn es denn plötzlich vor einer solchen Situation stünde. Ich denke wo immer die Zucht einem Tier diese Fähigkeit nimmt, wo immer Sie gesundheitlichen Schaden anrichtet (zu kurze Nasen ect..) , da ist es nur noch Tierdesign nach kranken menschlichen Bedürfnissen. Zucht ist nötig um alte bedrohte Rassen zu erhalten, aber muss man züchten solange die Tierheime voll sind? Warum? Wer ein Tier aus Liebe zum Tier haben möchte, den interessiert kein Stammbaum. Moderassen haben noch jeder Tierart geschadet. Ich für meinen Teil bin froh und stolz darauf sagen zu können das ich noch nie ein Tier hatte das nicht aus einem Tierheim kam. Hunde, Katzen, Kaninchen....alle "second hand". Und alle waren Rasselos und kerngesund bis ins hohe Alter. Meine ganze Familie hält es so, und unser gesamtzoo ist beachtlich. Für uns ist es nicht nachvollziehbar wie man sagen kann man möchte ein Tier weil man Tiere liebt, und geht zum Züchter obwohl jede Menge Tiere dieser Art , Hund Katze usw, sehnsüchtig in ihrem tierheimzwinger auf ein zuhause warten. So gesehen ist Zucht für mich zwar nicht rassistisch, auch wenn es wie überall auch da Extremfälle gibt, aber sie ist für den Konsumenten Mensch gemacht, nicht für die Ware Tier. Vielleicht etwas hart ausgedrückt, aber grundsätzlich mein Standpunkt.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #4
Mal ehrlich, wer Katzenzucht mit Rassismus und dem 3. Reich vergleicht, hat ganz andere Probleme und Defizite. An solchen Diskussionen beteilige ich mich nicht, da nicht ernst zu nehmen. :roll:
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #5
Ich denke züchten ist solange ok, wie der Mensch es unterlässt Aussehen, Wesen oder Anatomie eines Lebewesens zu verändern. Die Natur hat jedes Lebewesen so geschaffen das es selbstständig, oder im Rudel ohne menschliche Hilfe leben kann, wenn es denn plötzlich vor einer solchen Situation stünde.

Alle Haustiere sind vom Aussehen, Wesen und der Anatomie her anders als die Wildtierform, von der sie abstammen. So gut wie alle Haustiere können nicht in außerhalb der menschlichen Umgebung leben, weil sie an das menschliche Umfeld angepasst sind. Wildtiere sind dagegen an eine andere Umwelt angepasst und zeigen vor allem vom Verhalten her Unterschiede.

Man geht inzwischen davon aus, dass sowohl Hunde als auch Katzen von Vorfahren abstammen, die sich von sich aus eine neue Nahrungsquelle erschlossen haben und damit umso erfolgreicher waren, je weniger Scheu sie vor dem Menschen hatten. Da ist genauso natürliche Auslese wie ohne Einfluss des Menschen. Ganz genauso wie auch der Mensche durch "die Natur" hervorgebracht wurde.

Zucht ist nötig um alte bedrohte Rassen zu erhalten, aber muss man züchten solange die Tierheime voll sind? Warum? Wer ein Tier aus Liebe zum Tier haben möchte, den interessiert kein Stammbaum.

Da dese Frage schon sehr ausführlich diskutiert wurde, kopier ich meinen Text dazu einfach mal hier rein:

Ich finde es eigentlich ziemlich egal, welche Art von Katze gezüchtet wird (solange es keine Qualzuchten sind), aber ich wünsche es jedem Kätzchen, dass es bei Menschen zur Welt kommt, die ihr Bestes dafür getan haben, dass sich nur gesunde Katzen ohne größere erblichen Risiken fortpflanzen dürfen und die Kitten mit viel Wissen und Liebe aufgezogen werden. Und das geht nun mal über mehr als 2-3 Generationen nur, wenn es auch Organisationen gibt, die sich darum kümmern, dass die Abstammungsdaten unabhängigen von dem, was einzelne Menschen über die Katzen wissen, gesammelt werden. Der "Natur" seinen Lauf zu lassen, hat mit Liebe zur Katze absolut nichts zu tun.

Haustiere sind keine Wildtiere, die leben und sterben, wie es in der Natur eben so ist. Ihre natürliche Umgebung ist nun mal der Mensch. Meine Katzen würden sich mit jeden dahergelaufenen Kater paaren und sich mit Katzen-AIDS und sonst was anstecken und ihren Kitten alle möglichen Erbkrankheiten weitergeben. Ohne Fürsorge des Menschen würde ein gewisser Prozentsatz (meines Wissens um die 25%) innerhalb von Wochen bis Monaten elendig verrecken. Aber die natürliche Auslese funktioniert in der Umgebung des Menschen nicht besonders gut, deshalb hat man früher aus jedem Wurf nur die 1-2 stärksten am Leben lassen. Heute gibt es jedoch gute Möglichkeit das anders zu machen.

Alles andere ist für mich Verantwortungslosigkeit! Es ist in meinen Augen eine verklärte Naturromantik, wenn man meint, die Verantwortung an die Katzen abgeben zu können. Jedes Kitten hat es verdient, dass es gesund auf die Welt kommt und gute Startbedingungen bekommt. D.h. für mich aber auch, dass der Mensch dafür sorgt, dass sich nur Katzen fortpflanzen dürfen, die kein HCM, PKD und sonst was im Gepäck haben. Aber so viel sind den meisten Katzenliebhabern ihre Hauskätzchen auch wieder nicht wert. Das würde doch nur kosten. Die Folge: kaum eine Rasse leidet so häufig an HCM wie die Hauskatze.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #6
Bin da sehr zwiegespalten,

durfte mir in nem anderen Forum den Vorwurf anhören, dass ich meine 2 Katzenweibchengeschwister von einem "Vermehrer" geholt habe, die ja "sinnlos" Katzen in die Welt setzen :???:
Wtf...
Bei aller Liebe...eine Familie die vielleicht durch Zufall, vielleicht gewollt Ihrer Katze einmal Babys zumuten gehört für mich nicht verurteilt.
Und ich erst recht nicht...Soll die Katzen keiner nehmen? Die Logik hinter dieser Verurteilung leuchtet mir nicht ein.

Ich habe z.B. gar keine Lust auf eine "Rassekatze" mit Stammbaum aus dem 16ten Jhd. Wenn ich in Katzenzeitschriften die 5-6 Seiten Züchteranoncen anschaue wie "Nur das beste", "absolut rein", etc...
dann bekomme ich schon das kalte Grausen.

Das man die Vermehrung durch Kastration eindämmen muss, absolut dafür. Aber jedem das Recht abzusprechen seiner Katze mal Babys zu gönnen...bitte...wo leben wir...
Das sind Lebewesen...
Ich werde meine kastrieren lassen vor der Geschlechtsreife, um ihnen Rolligkeit ohne Abhilfe zu ersparen.
Wenn ich jedoch schön auf nem Dorf wohnen würde, mit vielen netten Nachbarskatzen, würd ich evtl. auch einen Wurf mitmachen :)
Bei meinen Eltern (ich war ca. 12-13 Jahre alt), hat unsere Katze auch einen Wurf mitgemacht. Von den 6 Babys hat leider nur die Hälfte überlebt, das ist halt "Natur"...traurig und klingt hart. Aber ich glaube nicht, dass unsere Katze (die 20 Jahre bei 90% vor der Türe geworden ist) durch den Wurf psychisch gelitten hat.


Alle Haustiere sind vom Aussehen, Wesen und der Anatomie her anders als die Wildtierform, von der sie abstammen. So gut wie alle Haustiere können nicht in außerhalb der menschlichen Umgebung leben, weil sie an das menschliche Umfeld angepasst sind. Wildtiere sind dagegen an eine andere Umwelt angepasst und zeigen vor allem vom Verhalten her Unterschiede.
Wenn ich mir Bilder von der Falbkatze anschaue, von denen unsere Haustiere abstammen, dann seh ich da keinen großen Unterschied.
Abgesehen davon, bis vor 30-40 Jahren hat wohl keiner "reine" Hauskatzen gehalten.
Die waren früher immer in der Natur, erst seit die Gefahren/der Verkehr etc so zugenommen haben, lassen viele schlauerweise die Katzen nicht mehr raus.
Also soooo lange sind die jetzt nicht gentechnisch an Haushaltung angepasst ;)
Seit den Ägyptern tigern die Katzen um die Menschensiedlungen und leben von Ratten/Mäusen und sonstigen für den Menschen lästigen Ungeziefern ;)

Das ist auch das einzig ungute Gefühl bei meinen Katzen...drum hab ich auch ewig gezögert. Eigentlich ist Haushaltung auch bei 2 Katzen eine egoistische Geschichte, das Revier ist normalerweise 20x so groß wie die Wohnung. Na ja, ich versuch das mit Liebe und Fürsorge bei den beiden wieder wettzumachen :)
 
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  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #7
[...] Die Natur hat jedes Lebewesen so geschaffen das es selbstständig, oder im Rudel ohne menschliche Hilfe leben kann, wenn es denn plötzlich vor einer solchen Situation stünde. [...]
Na, wenn du danach gehst, kannst du viele Haustiere schlichtweg 'abschaffen' oder musst sie 'aussterben lassen', weil sie definitv nicht mehr ohne eine 'Bewirtung' durch den Menschen leben könnten.

[...] Ich denke wo immer die Zucht einem Tier diese Fähigkeit nimmt, wo immer Sie gesundheitlichen Schaden anrichtet (zu kurze Nasen ect..) , da ist es nur noch Tierdesign nach kranken menschlichen Bedürfnissen. [...]
Nur, damit ich das jetzt nicht falsch verstehe - du sagst also, dass z. B. meine Katzen, da sie kein Unterfell haben, dementsprechend derzeit draußen sicher einen Kältetod sterben würden, deiner Meinung nach nicht mehr gezüchtet werden dürften?

[...] Zucht ist nötig um alte bedrohte Rassen zu erhalten, aber muss man züchten solange die Tierheime voll sind? [...]
Seriöse Zucht und volle Tierheime sind diametrale Begriffe, zusammen gehören leider Vermehrung und volle Tierheime, denn diese bedingen sich - so lange das aber nicht in den Köpfen der Menschen ankommt und immer weiter Vermehrer (welcher Coleur auch immer) unterstützt werden, kann man da leider nicht viel ändern.

[...] Warum? Wer ein Tier aus Liebe zum Tier haben möchte, den interessiert kein Stammbaum. [...]
Tja und da heißt es immer, Rassekatzenbesitzer seien die "Rassisten" - wie 'rassistisch' ist denn jetzt diese Aussage :wink:?! Da mein Tier einen Stammnaum hat, wollte ich es nicht aus Liebe haben, sondern nur des Stammbaumes wegen? Oder wie soll ich das verstehen?

[...] Moderassen haben noch jeder Tierart geschadet. [...]
Da ist was dran, hat aber mit seriöser Zucht auch wenig zu tun, daher finde ich, dass die Aussage wenig argumetative Wirkung hat.

[...] Ich für meinen Teil bin froh und stolz darauf sagen zu können das ich noch nie ein Tier hatte das nicht aus einem Tierheim kam. [...]
Bedeutet das im Umkehrschluss, dass ein Tier von einem seriösen Vereinszüchter zu holen etwas ist, worauf man nicht stolz sein darf?

[...] Und alle waren Rasselos und kerngesund bis ins hohe Alter. [...]
Das freut mich, ist aber sicher auch kein Argument für das eine oder gegen das andere - oder :wink:?

[...] Für uns ist es nicht nachvollziehbar wie man sagen kann man möchte ein Tier weil man Tiere liebt, und geht zum Züchter obwohl jede Menge Tiere dieser Art , Hund Katze usw, sehnsüchtig in ihrem tierheimzwinger auf ein zuhause warten. [...]
Aber warum ist es meine Aufgabe, für die Tiere, die z.B. von irgendeinem Vermehrer stammen, da sein zu müssen? Warum bin ich deiner Meinung nach gezwungen, diese Tier zu unterstützen und nicht die, die ich untersrützen möchte?

[...] So gesehen ist Zucht für mich zwar nicht rassistisch, auch wenn es wie überall auch da Extremfälle gibt, aber sie ist für den Konsumenten Mensch gemacht, nicht für die Ware Tier. Vielleicht etwas hart ausgedrückt, aber grundsätzlich mein Standpunkt.
Und für wen produzieren die ganzen Vermehrer? Nicht für Menschen? Nein, stimmt, die machen das direkt für's Tierheim... Was ist da jetzt wohl - im Sinne der Katzen - besser: Ein seriöser Vereinszüchter, desses Tiere im Regelfall nicht im Tierheim landen oder sinnfreie Vermehrung?

[...] durfte mir in nem anderen Forum den Vorwurf anhören, dass ich meine 2 Katzenweibchengeschwister von einem "Vermehrer" geholt habe, die ja "sinnlos" Katzen in die Welt setzen :???:
Wtf... [...]
Naja, wenn du beim Kauf der beiden tatsächlich bei jemandem warst, der 'nett' auf 'niedlich' gesetzt hat oder billigend in Kauf genommen hat, dass seine Katze trächtig wird, weil sie zu spät kastriert wurde, stimmt das ja auch, wo siehst du da jetzt einen faktischen Fehler?

[...] Bei aller Liebe...eine Familie die vielleicht durch Zufall, vielleicht gewollt Ihrer Katze einmal Babys zumuten gehört für mich nicht verurteilt. [...]
Sondern? Bejubelt? Und alleine die Tatsache, dass solche Menschen Katzen z.B. viel zu früh abgeben (deine waren ja leider auch mit 10 Wochen viel zu klein und auch noch mit Parasiten besiedelt :cry:), disqualifiziert sie in meinen Augen schon, für Lebewesen verantwortlich zu sein...

[...] Und ich erst recht nicht...Soll die Katzen keiner nehmen? Die Logik hinter dieser Verurteilung leuchtet mir nicht ein. [...]
Dazu mal das:



Jeder, der bei einem Vermehrer kauft, unterstützt ihn. Das ist erst mal Fakt. Wenn man das ohne entsprechende Rückmeldung tut, dann bestärkt man ihn auch noch in seinem Tun - das ist wohl kaum im Sinne des Tierschutzes. Wenn man sich wenigstens dafür einsetzt, dass das Muttertier kastriert wird (indem man dies z.B. zur Bedingung macht, um überhaupt ein Kitten zu nehmen), ist das zumindest schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, aber wer immer sagt: "Die Katzen sind ja schon da.", kann eben nichts, aber auch gar nichts zum präventiven Tierschutz beitragen und nur da ließe sich eben ansetzen. Wer der Hydra immer nur die Köpfe abschlägt, käpft gegen immer mehr - nur wer an die Wurzel des Übels geht, wird etwas auf längere Sicht und dauerhaft ändern können.

[...] Ich habe z.B. gar keine Lust auf eine "Rassekatze" mit Stammbaum aus dem 16ten Jhd. Wenn ich in Katzenzeitschriften die 5-6 Seiten Züchteranoncen anschaue wie "Nur das beste", "absolut rein", etc... dann bekomme ich schon das kalte Grausen. [...]
Warum? Weil sich dann jemand intensiv damit auseinandergesetzt hat, wie man z.B. Erbkrankheiten vermeinden kann oder Inzuchtdepressionen? Was graust dich daran, dass es Menschen gibt, die ihr Bestes geben, um Katzen ein möglichst gesundes Leben zu ermöglichen?

[...] Das man die Vermehrung durch Kastration eindämmen muss, absolut dafür. Aber jedem das Recht abzusprechen seiner Katze mal Babys zu gönnen...bitte...wo leben wir... [...]
Wir leben in einem Land, in dem es leider schon viel zu viele Katzen im Tierheim gibt und in dem jeder gezielte/gewollte und/oder aus Nachlässigkeit geschehene Wurf von Hauskatzen derzeit einer zu viel ist.
Und - nur um da keine Missverständnisse aufkommen zu lassen - einer Katze ohne die entsprechenden Kenntnisse (bezüglich Katzenherkuft und Genetik etc.) 'Babys zu gönnen', IST Vermehrung und der gehört, wie du schon so richtig geschrieben hast, durch Kastration der Garaus gemacht!

[...] Ich werde meine kastrieren lassen vor der Geschlechtsreife, um ihnen Rolligkeit ohne Abhilfe zu ersparen. [...]
Abhilfe :shock:... Gut, dass sie kastriert werden.

[...] Wenn ich jedoch schön auf nem Dorf wohnen würde, mit vielen netten Nachbarskatzen, würd ich evtl. auch einen Wurf mitmachen :) [...]
Diese Einstellung finde ich sehr schade. Aber genau darin liegt ein Hauptproblem des Tierschutzes.

[...] Bei meinen Eltern (ich war ca. 12-13 Jahre alt), hat unsere Katze auch einen Wurf mitgemacht. Von den 6 Babys hat leider nur die Hälfte überlebt, das ist halt "Natur"...traurig und klingt hart. Aber ich glaube nicht, dass unsere Katze (die 20 Jahre bei 90% vor der Türe geworden ist) durch den Wurf psychisch gelitten hat. [...]
Ja, 'Schwund' ist immer, was soll's, sind halt 50% gestorben, egal ... :cry: - soviel zum Thema
[...] Das sind Lebewesen... [...]
...

Genau das versucht seriöse Vereinszucht zu vermeiden, da zählt jedes kleine Lebewesen, es wird behütet und alles dafür getan, dass es schon von Anfang möglichst gar nicht zu so einer Situation kommt. Sicher kann man es nicht immer vermeiden, aber man hat dann zumindest im Vorfeld alles Menschenmögliche getan und es nicht auf 'die Natur' abgewälzt.

[...] Wenn ich mir Bilder von der Falbkatze anschaue, von denen unsere Haustiere abstammen, dann seh ich da keinen großen Unterschied.
Abgesehen davon, bis vor 30-40 Jahren hat wohl keiner "reine" Hauskatzen gehalten.
Die waren früher immer in der Natur, erst seit die Gefahren/der Verkehr etc so zugenommen haben, lassen viele schlauerweise die Katzen nicht mehr raus.
Also soooo lange sind die jetzt nicht gentechnisch an Haushaltung angepasst ;)
Seit den Ägyptern tigern die Katzen um die Menschensiedlungen und leben von Ratten/Mäusen und sonstigen für den Menschen lästigen Ungeziefern ;)

Das ist auch das einzig ungute Gefühl bei meinen Katzen...drum hab ich auch ewig gezögert. Eigentlich ist Haushaltung auch bei 2 Katzen eine egoistische Geschichte, das Revier ist normalerweise 20x so groß wie die Wohnung. Na ja, ich versuch das mit Liebe und Fürsorge bei den beiden wieder wettzumachen :)
Und diese Einstellung widersprucht jetzt wo seriöser Vereinzucht?

Um es noch einmal zu sagen: Dieses Forum spricht sich in seiner Forendirektive DEULICH GEGEN sinnfreies Vermehren und das Unterstützen und Schönreden desselben aus - wer dies trotzdem tut, muss eben auch mit massiver Kritik rechnen!

Zurück zum ursprünglichen Thema - hier einige Threads, in denen das Thema schon sehr ausführlich behandelt wurde, falles es jemanden interessiert und er nachlesen will :wink::









 
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  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #8
Das man die Vermehrung durch Kastration eindämmen muss, absolut dafür. Aber jedem das Recht abzusprechen seiner Katze mal Babys zu gönnen...bitte...wo leben wir...
Das sind Lebewesen...

Ich gönne jedem Katzenbesitzer Nachwuchs, wenn er mit der entsprechenden Sorgfalt vorgeht. Aber Katzenkinder sind Lebewesen und haben ein Recht darauf, dass der Besitzer ihrer Mutter alles ihm Mögliche dafür tut, dass sie gesund aufwachsen können und ein langes Leben haben. Und da ist es nicht egal, ob die Eltern auf Erbkrankheiten untersucht sind und ob man weiß, dass der Großvater mit 5-6 Jahren wegen HCM tot umgefallen ist. Ich finde es auch ganz und gar nichts egal, ob sich meine Katze bei der Paarung mit irgendwelchen Freigängern mit Leukose oder anderen Krankheiten infiziert. Dafür liegen mir meine Katzen zu sehr am Herzen.

Wenn ich mir Bilder von der Falbkatze anschaue, von denen unsere Haustiere abstammen, dann seh ich da keinen großen Unterschied.

Du siehst vielleicht keinen, aber es ist einer da. Warum leben unsere Hauskatzen nicht einfach als Wildtiere im Wald? Weil sie genetisch auf etwas anderes programmiert sind. Natürlich können sie in der Umgebung des Menschen auch mehr schlecht als recht als Streuner leben, aber Wildtiere sind das trotzdem nicht.

Abgesehen davon, bis vor 30-40 Jahren hat wohl keiner "reine" Hauskatzen gehalten. Die waren früher immer in der Natur, erst seit die Gefahren/der Verkehr etc so zugenommen haben, lassen viele schlauerweise die Katzen nicht mehr raus.

Wenn man eine reine Wohungshaltung nicht für gut hält, kann man seinen Garten katzensicher macher oder auf die Katzenhaltung verzichten.

Seit den Ägyptern tigern die Katzen um die Menschensiedlungen und leben von Ratten/Mäusen und sonstigen für den Menschen lästigen Ungeziefern ;)

ja, aber allein davon können sie nur leben, wenn sehr viel Ratten und Mäuse verfügbar sind.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #9
Ok, da liegen wirklich Welten zwischen unseren Meinungen.
Die Theorie der "Vermehrer" leuchtet mir bis zu einem gewissen Grad natürlich ein...
Gibt zuviele Katzen, viele Katzen leiden, also Kastration und strikte Ablehnung von Nicht-Züchter-Katzen als Lösung, die sich irgendwann langfristig auszahlt...

Sry...ich übertrage das (wenns auch schräg ist) mal auf den Menschen.
Es gibt zuviele Menschen in bestimmten Regionen der Welt (die nicht lokal genug Nahrung anbauen können), viele kleine Kinder sterben auf der ganzen Welt, also den Menschen in armen Ländern zum indirekten Schutz der Kinder verbieten Kinder zu bekommen? Nur noch Kinder für Menschen die ihr Kind zum absoluten Stand der Technik versorgen können...(also für Reiche)

So kommt das von der Logik für mich rüber.

Das Problem sehe ich dann eher nicht bei Leuten die Ihrer Katze "EINEN" Wurf geben wollen, sondern einfach in der mangelhaften finanziellen Ausstattung des Tierschutzes. Genauso wie viel Leid auf der Welt durch fairere Verteilung der Ressourcen gelindert würde...aber nein, das wichtigste scheint immer wieder der Spritpreis oder sonst irgendeine Nebensache zu sein, über die wir uns in unserem grenzenlosen Wohlstand aufregen können.

Ein "Vermehrer" im negativen Sinne, wäre für mich jemand der absichtlich haufenweise Kitten in die Welt setzt. Eine normale Familie, deren Katze aus Uniwssenheit mal schwanger wird, wird bestimmt alleine wegen des Aufwands direkt danach kastrieren lassen (in 95%). Warum diese "Ausrutscher" oder auch "Einmal-Wurf"-Katzen direkt verpöhnt und nicht aufgenommen werden sollen...
Sie landen bestenfalls dann im Tierheim, wo sie ne Weile im Käfig leiden und dann mit was Glück trotzdem vermittelt werden.

Aber ok...ich akzeptiere Eure Sichtweise, aber Ihr werdet es nicht schaffen, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich 2 Katzenbabys von Ebay-Kleinanzeigen habe anstatt von nem Züchter für den 10fachen Preis :D
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #10
Sry...ich übertrage das (wenns auch schräg ist) mal auf den Menschen.
Es gibt zuviele Menschen in bestimmten Regionen der Welt (die nicht lokal genug Nahrung anbauen können), viele kleine Kinder sterben auf der ganzen Welt, also den Menschen in armen Ländern zum indirekten Schutz der Kinder verbieten Kinder zu bekommen? Nur noch Kinder für Menschen die ihr Kind zum absoluten Stand der Technik versorgen können...(also für Reiche)

das ist ja wohl sehr zynisch. Was meinst Du, warum in armen Ländern die Menschen so viele Kinder haben? Doch sicher nicht, weil sie ein so großes Herz oder einen unermesslichen Wunsch nach Kindern haben. In Ländern mit miserabler medizinischer Versorgung sind für ein Ehepaar eine reiche Kinderschar die einzige Möglichkeit, im Alter nicht verhungern zu müssen. Durch hohe Kindersterblichkeit werden nur wenige erwachsen und die versorgen mit ihren geringen Mitteln gemeinsam die Eltern, wenn sie zu alt dafür sind, das selbst zu tun. Was meinst Du, warum in allen Ländern mit Sozialversicherungen und einem hohen medizinischen Standard weniger Kinder geboren werden, als zum Erhalt der Bevölkerung eigentlich nötig sind? Ganz sicher nicht, weil hier die Einsicht herrscht, dass das weltweite Bevölkerungswachstum problematisch werden könnte.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #11
Da kann man natürlich jetzt auch ewig drüber diskutieren. Kinder als Altersvorsorge sind natürlich ein extrem wichtiger Aspekt in diesen Ländern, aber natürlich auch mangelndes Wissen über Verhütung und Möglichkeiten dazu.
Man sieht es in China...vom Staat aufgezwungene Ein-Kind-Politik zum Wohle des Staates, da wünschen sich Leute mehr Kinder.... und genau so kommt mir diese Vermehrer-Strategie vor. Reiche Leute können auch in China mehr Kinder quasi "kaufen", arme nicht.
War mir aber klar, dass das zynisch rüberkommen würde.

Menschen nicht vergleichbar mit Katzen, logisch. Aber das man mit Nicht-Adoptionsstrategien versucht die Natur aufzuhalten...nicht mein Ding.
Mal ganz Ketzerisch, ich wette das die Krankheiten die viele Hauskatzen dezimieren eine natürliche Strategie der Natur sind, die Population zu kontrollieren. Da sind wir aber schon in einem grenzwissenschaftlichen Bereich ;)
Mich stört halt dieses extrem ideele an der Strategie, was in der "Theorie" schön klingt, in der Praxis aber nie wirklich umsetzbar sein wird. (auch wegen so renitenten Menschen wie mir :p )
 
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  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #12
Jeder mag und soll darüber denken wie es ihm beliebt. Nur aus langer beruflicher Erfahrung weis ich das weder erstklassige Zucht noch die besten Papiere ect. vor Tierheimaufenthalt schützen. Kein Züchter und sei er noch so vorbildlich, kann verhindern das das Tier dem Käufer nicht doch zu anstrengend wird, oder lästig oder was auch immer Menschen dazu bewegt ihr Tier abzugeben. Das gilt für alle Haustiere. Darum bin und bleibe ich der Überzeugung das wenn es schon ein Rassetier sein soll, der erste Weg ins Tierheim führen sollte.
Und was Zucht im allgemeinen angeht, ich würde möglicherweise anders darüber denken wenn das Tier so wie es die Evolution geschaffen hat bleiben dürfte. Sprich: mit Nase und ohne Atemnot, ohne Falten in denen sich Ekzeme bilden und all die anderen Absonderlichkeiten die der Mensch heranzüchtet weil er meint etwas "besonderes" haben zu müssen.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #13
Rassekatzen findest man kaum im Tierheim.

Ich sehe mir regelmäßig die Vermittlungsseiten vom Tierheim Berlin und dem Berliner Umland durch.

Derzeit gibt es eine einzige Perserdame.

Übrigens werden die Tier hier nicht in Käfigen gehalten !
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #14
[...]
Sry...ich übertrage das (wenns auch schräg ist) mal auf den Menschen.
Es gibt zuviele Menschen in bestimmten Regionen der Welt (die nicht lokal genug Nahrung anbauen können), viele kleine Kinder sterben auf der ganzen Welt, also den Menschen in armen Ländern zum indirekten Schutz der Kinder verbieten Kinder zu bekommen? Nur noch Kinder für Menschen die ihr Kind zum absoluten Stand der Technik versorgen können...(also für Reiche)

So kommt das von der Logik für mich rüber.

Das kannst du aber nicht so einfach. Du kannst doch nicht einen Menschen, der für sich selbst entscheiden kann, ob er Kinder möchte oder nicht, der auch in der Lage ist für sich zu entscheiden, dass er aufgrund der Überbevölkerung keine Kinder haben möchte (ja, solche gibt es) und der extrem darunter leiden würde, würde man ihn zwingen trotz Kinderwunsch darauf zu verzichten (im Übrigen gibt es diese Länder in denen kontrolliert wird wie viele Kindern eine Familie hat - auch wenn ich das nicht richtig finde) mit einem Tier vergleichen, dem das nach der Kastration herzlich egal ist und das dann einfach ein friedliches Leben führen kann ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass es ja auch mal hätte Mutter werden können.

Das Problem sehe ich dann eher nicht bei Leuten die Ihrer Katze "EINEN" Wurf geben wollen, sondern einfach in der mangelhaften finanziellen Ausstattung des Tierschutzes. Genauso wie viel Leid auf der Welt durch fairere Verteilung der Ressourcen gelindert würde...aber nein, das wichtigste scheint immer wieder der Spritpreis oder sonst irgendeine Nebensache zu sein, über die wir uns in unserem grenzenlosen Wohlstand aufregen können.

Versteh ich nicht. Was willst du damit sagen? Das wenn der Tierschutz mehr Geld hätte, er mehr Tiere, die von ihren Haltern einfach vor die Tür gesetzt werden aufnehmen könnte und das damit das Problem gelöst wäre? Und das wäre dann für die eine gute Lösung, oder wie? Anstatt, dass die Menschen die Tiere halten die Verantwortung für diese übernehmen?

Naja, wie gesagt, ich verstehe diese Passage irgendwie nicht!


Ein "Vermehrer" im negativen Sinne, wäre für mich jemand der absichtlich haufenweise Kitten in die Welt setzt. Eine normale Familie, deren Katze aus Uniwssenheit mal schwanger wird, wird bestimmt alleine wegen des Aufwands direkt danach kastrieren lassen (in 95%). Warum diese "Ausrutscher" oder auch "Einmal-Wurf"-Katzen direkt verpöhnt und nicht aufgenommen werden sollen...
Sie landen bestenfalls dann im Tierheim, wo sie ne Weile im Käfig leiden und dann mit was Glück trotzdem vermittelt werden.

Ich gebe dir in sofern Recht, dass es für mich noch einmal einen qualitativen Unterschied macht, ob jemand am laufenden Band Kitten produziert, oder ob er einen Ups-Wurf hatte. Das ändert aber nichts daran, dass beides schlecht und unnötig ist.
Das geht schon da los, dass sich die meisten Leute überhaupt keinen Kopf machen, wenn ihre Katze trächtig ist und die Katze dann keine qualifizierte Hilfe hat, wenn etwas nicht rund läuft. Wie oft schlagen hier Menschen auf, deren Katze kurz vor der Geburt seht und die in letzter Sekunde noch ein paar Tipps suchen? Ich kann es dir sagen: zu oft!

Die Katze hat es nicht verdient, dass sie vielleicht zwei Jahre nach der Trächtigkeit elendig an irgendeiner Infektionskrankheit stirbt, weil sie von irgendeinem Kater draußen gedeckt wurde.

Die Kitten haben es nicht verdient, dass sie bei der Geburt sterben, weil der Mensch nicht weiß wie richtig reagieren, oder dass sie in ihrem späteren Leben an irgendwelchen Erbkrankheiten sterben, weil keiner getestet hat.

Das alles sind Gründe dafür, dass man, wenn man nicht weiß was man tut, es einfach lässt.

Ach, und btw, bestenfalls würden die Kitten wohl eher nicht im Tierheim landen, sondern der für die Deckung verantwortliche Mensch würde sich selbst kümmern, anstatt die Verantwortung einfach abzuschieben, wenn er keine Abnehmer findet. Komisch, dass auf diese Idee nie jemand kommt. Ich würde auf jeden Fall keinen Menschen unterstützen wollen, der sich dieser Verantwortung entzieht, wenn er keine anderen findet, die sie ihm abnimmt.

Aber ok...ich akzeptiere Eure Sichtweise, aber Ihr werdet es nicht schaffen, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich 2 Katzenbabys von Ebay-Kleinanzeigen habe anstatt von nem Züchter für den 10fachen Preis :D

Jaja, manche regen sich über die Spritpreise auf, und manche über den Preis für ein möglichst gesundes, gut aufgezogenes, gut versorgtes und gut sozialisiertes Kitten. So gibt es immer wieder Dinge, die man nicht verstehen kann :roll:.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #15
Versteh ich nicht. Was willst du damit sagen? Das wenn der Tierschutz mehr Geld hätte, er mehr Tiere, die von ihren Haltern einfach vor die Tür gesetzt werden aufnehmen könnte und das damit das Problem gelöst wäre? Und das wäre dann für die eine gute Lösung, oder wie? Anstatt, dass die Menschen die Tiere halten die Verantwortung für diese übernehmen?

Naja, wie gesagt, ich verstehe diese Passage irgendwie nicht!

Wenn der Tierschutz mehr Geld hätte (mal angenommen soviel er will), könnte er jede Katze kostenlos impfen lassen, jedem eine kostenlose Kastration "anbieten" (und Aufklärungsarbeit leisten, warum diese wichtig ist), könnte er Tiere in großen umzäunten Gehegen halten (auch Katzen), etc etc
Das meinte ich damit.
Man müsste nicht jeden verurteilen, der es versäumt hat seine Katze rechtzeitig kastrieren zu lassen oder der der Ansicht ist, seine Katze sollte einmal im Leben ihrem Fortpflanzungsinstinkt zu folgen, weil man genau wüsste, den Katzen gehts super in den großen gepflegten "Katzenschutzgebieten"

Und das mit dem 10fachen Preis...
Da sind wir auch wieder bei der Arm-Reich-Debatte.
Soll jemand mit Hartz 4 keine Katze halten dürfen? Wer in der heutigen Zeit kann sich denn 500-1000 Euro schon alleine für die Anschaffung einer Katze leisten?
Ich geb jetzt mit Tierversicherung, hochwertigem Streu und bestem Nassfutter pi mal Daumen 120,- im Monat für die beiden Katzen aus, damit sie so gut wie möglich versorgt sind. Das wird schon die Mehrheit nicht können in Deutschland...
Zynisch zu sagen: Kauft wenn dann nur beim Züchter...damit nimmt man ner steigenden Zahl von Deutschen überhaupt die Möglichkeit für ne Katze
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #16
Und das mit dem 10fachen Preis...
Da sind wir auch wieder bei der Arm-Reich-Debatte.
Soll jemand mit Hartz 4 keine Katze halten dürfen? Wer in der heutigen Zeit kann sich denn 500-1000 Euro schon alleine für die Anschaffung einer Katze leisten?
Ich geb jetzt mit Tierversicherung, hochwertigem Streu und bestem Nassfutter pi mal Daumen 120,- im Monat für die beiden Katzen aus, damit sie so gut wie möglich versorgt sind. Das wird schon die Mehrheit nicht können in Deutschland...
Zynisch zu sagen: Kauft wenn dann nur beim Züchter...damit nimmt man ner steigenden Zahl von Deutschen überhaupt die Möglichkeit für ne Katze

also die Argumantation finde ich nun doch etwas schräg. Ich kann mir weder ein Pferd, noch einen Porsche oder einen Urlaub auf den Malediven leisten. Warum muss sich jeder eine Katze leisten können?
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #17
Kann denn jemand der Hartz IV bezieht sich Tierarztkosten erlauben ?

Oder werden in diesen Haushalten die Tiere nicht krank?

Ich hatte in einem Monat 600€ beim Tierarzt gelassen, weil ich aus dem Tierschutz aus Portugal ein krankes Kitten gekauft habe.

Viele Leute schaffen sich einfach Tiere an und sind gerade mal für die Grundversorgung finanziell
abgesichert. Doch wehe das Tier wird krank! oder braucht spezielles Futter.

Kastration für 50€ sind doch schon ein Einkauf für die ganze Woche. Jahresimpfung für reine Hauskatzen kostet 25€, auch schon ein Problem. Freigänger werden vermutlich noch teurer.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #18
Bis vor ein paar Jahren (hab hier noch ein Buch von 2002) war die Meinung:
- Trockenfutter, kein Problem
- Eine Katze, kein Problem
- Kastration, sinnvoll aber kein muss
- Katze nach draussen, die fängt sich ihr Futter...wenn das Schicksal ein Auto vorbeischickt, Lauf der Dinge

Schrecklicke Zeiten, auch aus meiner Sicht.
Aber diese "Perfektionierung" der Katzen-Haltung wie ich sie ja auch selber praktiziere, führt halt dazu, dass immer weniger sie sich leisten können (und ganz ehrlich, gibt doch nix schöneres als Haustier, da sind wir uns doch einig :razz:)
Wenn jemand mit wenig Geld eine Katze aus Ebay-Kleinanzeigen holt und die mit 20 Cent-Dosen-Futter durchfüttert oder mit Essensresten, sie aber trotzdem liebt und alles für sie tun würde...
Soll man so jemand das Recht auf ne Katze absprechen?
PS: 20 Euro für die Krankenversicherung seh ich in diesem Fall mit wenig Geld auch als Pflicht

Alles philosophisch langsam ;)
 
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  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #19
Wenn der Tierschutz mehr Geld hätte (mal angenommen soviel er will), könnte er jede Katze kostenlos impfen lassen, jedem eine kostenlose Kastration "anbieten" (und Aufklärungsarbeit leisten, warum diese wichtig ist), könnte er Tiere in großen umzäunten Gehegen halten (auch Katzen), etc etc
Das meinte ich damit.
Man müsste nicht jeden verurteilen, der es versäumt hat seine Katze rechtzeitig kastrieren zu lassen oder der der Ansicht ist, seine Katze sollte einmal im Leben ihrem Fortpflanzungsinstinkt zu folgen, weil man genau wüsste, den Katzen gehts super in den großen gepflegten "Katzenschutzgebieten"

Also irgendwie fehlen mir die Worte :shock:.
Schon mal was von Eigenverantwortung gehört?

Übrigens kostet Tierschutzarbeit nicht nur eine Menge Geld, sondern auch eine Menge Zeit und Wissen. Aber das können ja die anderen leisten, damit 08/15 Verbraucher seine rundum versorgte Katze kostenlos auf dem Silbertablett serviert bekommt...

Und das mit dem 10fachen Preis...
Da sind wir auch wieder bei der Arm-Reich-Debatte.
Soll jemand mit Hartz 4 keine Katze halten dürfen? Wer in der heutigen Zeit kann sich denn 500-1000 Euro schon alleine für die Anschaffung einer Katze leisten?
Ich geb jetzt mit Tierversicherung, hochwertigem Streu und bestem Nassfutter pi mal Daumen 120,- im Monat für die beiden Katzen aus, damit sie so gut wie möglich versorgt sind. Das wird schon die Mehrheit nicht können in Deutschland...
Zynisch zu sagen: Kauft wenn dann nur beim Züchter...damit nimmt man ner steigenden Zahl von Deutschen überhaupt die Möglichkeit für ne Katze

Tja, aber eine ordentliche Jungtieraufzucht inklusive aller relevanter Untersuchungen kostet nun mal ein paar hundert Euro PRO KITTEN. Und wenn Mensch sich das nicht leisten kann, dann muss halt Katze das ausbaden. Ganz abgesehen davon, dass diese Rechnung oft genug nach hinten losgeht. Ich kenne genug Beispiele in denen die Tierarzt-Kosten der ersten Monate den Kaufpreis einer Rassekatze locker gedeckt hätten.

Ich gehöre übrigens zu denen, die der Meinung sind, dass man einen gewissen Betrag im Monat über haben muss, um sich Tiere halten zu können, denn ganz ohne kann ich kein Tier versorgen. Und wenn ich das habe, dann kann ich auch monatlich etwas sparen um mir erst einmal ein Tier anschaffen zu können. Nur weil ich heute entschieden habe, dass eine Katze einziehen soll muss die ja nicht gleich morgen vor der Tür stehen, nicht ;-).

Und ab davon gibt es immer noch die Möglichkeit eine Katze aus dem Tierschutz zu nehmen. Vom Preis-Leistungsverhältnis fast unschlagbar ;-).
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #20
Ich komme hier ja gar nicht hinterher... *hetz*

[...] Sry...ich übertrage das (wenns auch schräg ist) mal auf den Menschen.
Es gibt zuviele Menschen in bestimmten Regionen der Welt (die nicht lokal genug Nahrung anbauen können), viele kleine Kinder sterben auf der ganzen Welt, also den Menschen in armen Ländern zum indirekten Schutz der Kinder verbieten Kinder zu bekommen? Nur noch Kinder für Menschen die ihr Kind zum absoluten Stand der Technik versorgen können...(also für Reiche) [...]
Sorry, aber Menschen und Katzen zu vergleichen, schließt sich in meinen Augen für eine faktenbezogene Diskussion aus.

[...] Das Problem sehe ich dann eher nicht bei Leuten die Ihrer Katze "EINEN" Wurf geben wollen, sondern einfach in der mangelhaften finanziellen Ausstattung des Tierschutzes. [...]
Ehrlich? Wenn du das ernst meinst, dass das Problem also nicht bei den Vermehrern, sondern bei denen, die dem Tierschutz nicht genug Geld geben, liegt, dann habe wir wirklich keine Basis zur Diskussion.

[...] Genauso wie viel Leid auf der Welt durch fairere Verteilung der Ressourcen gelindert würde...aber nein, das wichtigste scheint immer wieder der Spritpreis oder sonst irgendeine Nebensache zu sein, über die wir uns in unserem grenzenlosen Wohlstand aufregen können. [...]
Sorry, völlig am Thema vorbei.

[...] Ein "Vermehrer" im negativen Sinne, wäre für mich jemand der absichtlich haufenweise Kitten in die Welt setzt. Eine normale Familie, deren Katze aus Uniwssenheit mal schwanger wird, wird bestimmt alleine wegen des Aufwands direkt danach kastrieren lassen (in 95%). Warum diese "Ausrutscher" oder auch "Einmal-Wurf"-Katzen direkt verpöhnt und nicht aufgenommen werden sollen...
Sie landen bestenfalls dann im Tierheim, wo sie ne Weile im Käfig leiden und dann mit was Glück trotzdem vermittelt werden. [...]
Es gibt leider keine guten und schlechten Vermehrer, nur Vermehrer. Und Unwissenheit genau in dem Bereich ist die übelste Voraussetzung, um Katzen in die Welt zu setzen, daher kann ich auch einem 'Ausrutscher', ehrlich gesagt, nichts Gutes und Entschuldigenswertes abgewinnen.

[...] Aber ok...ich akzeptiere Eure Sichtweise, aber Ihr werdet es nicht schaffen, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, weil ich 2 Katzenbabys von Ebay-Kleinanzeigen habe anstatt von nem Züchter für den 10fachen Preis :D
Die Relation ist falsch, es müsste heißen: ... weil ich zwei Katzenbabys von Ebay-Kleinanzeigen habe anstatt vom Tierschutz - denn das wäre - in meinen Augen - die viel (!) bessere Alternative gewesen. Ob du ein schlechtes Gewissen hast oder nicht, ist deine Sache, ich persönlich finde es nicht gut, dass du Vermehrerei und das Unterstützen derselben meiner Meinung nach schönredest.

[...] Mal ganz Ketzerisch, ich wette das die Krankheiten die viele Hauskatzen dezimieren eine natürliche Strategie der Natur sind, die Population zu kontrollieren. Da sind wir aber schon in einem grenzwissenschaftlichen Bereich ;) [...]
Lieber sind mir da Züchter, die sich darum bemühen, mit ihren Katzen weniger Würfe zu machen und sich dabei dann aber um die Gesundheit aller zu kümmern...

[...] Mich stört halt dieses extrem ideele an der Strategie, was in der "Theorie" schön klingt, in der Praxis aber nie wirklich umsetzbar sein wird. (auch wegen so renitenten Menschen wie mir :p )
Ja, was soll man dazu sagen :wink:...


Jeder mag und soll darüber denken wie es ihm beliebt. Nur aus langer beruflicher Erfahrung weis ich das weder erstklassige Zucht noch die besten Papiere ect. vor Tierheimaufenthalt schützen. Kein Züchter und sei er noch so vorbildlich, kann verhindern das das Tier dem Käufer nicht doch zu anstrengend wird, oder lästig oder was auch immer Menschen dazu bewegt ihr Tier abzugeben. [...]
Jain, diejenigen, die einen anständigen Vertrag haben, kommen i.d.R. aber eben nicht ins Tierheim, weil der Züchter ein Vorkaufsrecht bei Abgabe hat.

[...] Und was Zucht im allgemeinen angeht, ich würde möglicherweise anders darüber denken wenn das Tier so wie es die Evolution geschaffen hat bleiben dürfte. Sprich: mit Nase und ohne Atemnot, ohne Falten in denen sich Ekzeme bilden und all die anderen Absonderlichkeiten die der Mensch heranzüchtet weil er meint etwas "besonderes" haben zu müssen.
Da wir von seriöser Vereinszucht reden, verstehe ich den Zusammenhang jetzt nur bedingt.

Wenn der Tierschutz mehr Geld hätte (mal angenommen soviel er will), könnte er jede Katze kostenlos impfen lassen, jedem eine kostenlose Kastration "anbieten" (und Aufklärungsarbeit leisten, warum diese wichtig ist), könnte er Tiere in großen umzäunten Gehegen halten (auch Katzen), etc etc
Das meinte ich damit.
Man müsste nicht jeden verurteilen, der es versäumt hat seine Katze rechtzeitig kastrieren zu lassen oder der der Ansicht ist, seine Katze sollte einmal im Leben ihrem Fortpflanzungsinstinkt zu folgen, weil man genau wüsste, den Katzen gehts super in den großen gepflegten "Katzenschutzgebieten" [...]
Sorry, aber in meinen Augen zäumst du das Pferd aber von GANZ hinten auf... Verquer :wink:.

[...] Und das mit dem 10fachen Preis...
Da sind wir auch wieder bei der Arm-Reich-Debatte.
Soll jemand mit Hartz 4 keine Katze halten dürfen? [...]
Jemand, der ein Tier nicht verantwortungsvoll halten kann (und dazu zählt auch die finanzielle Versorgung), sollte sich dasselbe nicht halten, ja - der Meinung bin ich, das ist aber nichts, was mit dem Thema Zucht zu tun hat, wenn da Diskussionsbedarf besteht, schau mal hier:



[...] Wer in der heutigen Zeit kann sich denn 500-1000 Euro schon alleine für die Anschaffung einer Katze leisten? [...]
Da muss man eben etwas sparen - und ein bisschen auf die Erfüllung seines Wunsches warten - aber das ist in der heutigen Zeit ja leider verpönt, Geiz-ist-geil (ich will ein 'Rassetier', bin aber nicht bereit, den dafür angemessenen Preis zu zahlen) und jeder will alles - jetzt - sofort. Warten und auch mal eine Sehnsucht aushalten... out. Leider. Dabei könnte man die Wartezeit dafür nutzen, sich schlau zu machen und wenn es eben tatsächlich nicht für 1000 € reicht, warum dann nicht eine Katze aus dem Tierschutz? Warum direkt vom Vermehrer und damit diesen noch unterstützen?

[...] Ich geb jetzt mit Tierversicherung, hochwertigem Streu und bestem Nassfutter pi mal Daumen 120,- im Monat für die beiden Katzen aus, damit sie so gut wie möglich versorgt sind. Das wird schon die Mehrheit nicht können in Deutschland... [...]
Das denke ich nicht, aber das ist ja hier auch nicht das Thema.

[...] Zynisch zu sagen: Kauft wenn dann nur beim Züchter...damit nimmt man ner steigenden Zahl von Deutschen überhaupt die Möglichkeit für ne Katze
Du liest aber auch nur, was du willst :wink:... Hier steht IMMER und ÜBERALL: Kaufe vom seriösen Vereinszüchter, wenn du eine Rassekatze willst, und gehe zum Tierschutz, wenn du auf Papiere keinen Wert legst.

So, den Rest muss ich jetzt erst mal nachlesen...
 
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