Zucht ist Rassismus??!!???

Diskutiere Zucht ist Rassismus??!!??? im Kurzhaar Forum im Bereich Katzenrassen; Nehmen wir mal 750,- als Mittelwert. Nach meiner Billigst-Möglich Rechnung müsste jemand mit wenig Geld (Schulden wie 30% der Deutschen, geringes...
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #41
Aber gerade der Anschaffungspreis ist doch das geringste was an Kosten anfällt, wenn man sich ein Haustier zulegt. Daraufhin kann man notfalls auch sparen, wenn man es nicht "so dicke hat".

Nehmen wir mal 750,- als Mittelwert.
Nach meiner Billigst-Möglich Rechnung müsste jemand mit wenig Geld (Schulden wie 30% der Deutschen, geringes Einkommen) ca. 20-24 Monate sparen.

Dann erklär das mal jemand...
"Spar bitte 2 Jahre eisern", könntest zwar auch kostenlos ne Katze vom Bauernhof holen, die wird sonst von Bauer Manfred ertränkt...aber nein, aus ideelen Gründen und als langfristige Strategie wartest Du jetzt 2 Jahre :razz: Die kleinen Bauernhofkatzen sterben für ne gute Sache.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #42
Warum keine Kätzchen aus dem Tierheim?? Meinst du, denen geht es wahnsinnig viel besser als Bauernhof Kätzchen? Die Tierheime platzen bald aus allen Nähten, gerade in den Großstädten.
Ausserdem geht diese "Billig-Rechnung" langfristig nicht auf - du willst doch auch für dein Tierchen das beste oder? Egal ob Rasse-, Tierheim- oder Bauernhofkatze nicht wahr?

Aber wir schweifen vom eigentlich Thema "Rassismus vs Rassekatze" etwas ab.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #43
Dachte da waren wir uns einig?

Gibt hier die eine Seite die sagt:
"Züchterkatzen sind Pflicht"

Die andere Seite sagt:
"Nicht-Züchterkatzen" gehen auch.
Katzen aus dem Tierheim werden wohl zu 98% von Nicht-Züchtern stammen. Ich persönlich finds ne gute Sache die Kitten von der Geborgenheit der Mutter zu übernehmen, anstatt ihnen den schmerzhaften evtl. traumatisierenden (+Ansteckungsgefahr) Umweg übers Tierheim aufzuzwingen.
Den schlimmsten Fall ---> Tötung der Kitten, weil keiner sie haben will, schliesst man damit nämlich auch eher aus (werden bestimmt einige, die mit Tierliebe gar nix am Hut haben "eine Annonce" schalten, wenn welche übrigbleiben --> weg damit. Aufwand und Erklärungsnot im Tierheim zu groß)
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #44
nun ja, wieder mal so ein Thema, und wenn ich da lese Tierhaltung ist ein Privileg ... dann bekomme ich Magenschmerzen. Ich bestimme über ein anderes Lebewesen. Das ist kein Privileg.

Im Grunde nutze ich ein Tier für meine persönlichen Bedürfnisse egal ob ich Zuchtziele verfolge oder etwas an meiner Seite haben möchte, was ich umsorge und mit menschlicher Liebe erdrücken darf.

lg
Verena
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #45
Katzen aus dem Tierheim stammen zum größten Teil von wildlebenden Streunern ab, evtl. noch von alten oder kranken Leuten, die ihre Tierchen ins Tierheim geben müssen.
Diese Tiere gibt es also quasi schon - wurden nicht "künstlich" durch Menschen vermehrt.

Und genau - da sind wir auch beim Thema. Meine beiden aus dem Tierheim waren zwar geimpft, entwurmt, gechipt, kastriert usw. (unser hiesiges Tierheim macht hier einen super Job), aber trotzdem bin ich gleich mal zum Tierarzt gerannt und habe sie untersuchen lassen. Gerade weil ich nicht wusste, wie gesund/krank die Elterntiere waren.
Großes Blutbild, Augen-, Nasen-, Ohren geprüft, Gewichtskontrolle usw. - pro Katze 200,-- Euro bezahlt.
400, -- gesamt. Weisste was ich meine? Bezogen auf "Billilgrechnung".

Ich kann dich schon verstehen @Moly - mir haben früher immer die Kaninchen in den Tierhandlungen leidgetan, wenn sie mir großen Augen aus den Glaskäfigen geschaut haben. Trotzdem bin ich tapfer zum Kleintierzüchter gegangen um dort meine Ninchen zu kaufen. Weil man eben solche Dinge nicht unterstützen darf. Diese armen Wesen werden nur in die Welt gesetzt um Profit zu machen.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #46
Diese armen Wesen werden nur in die Welt gesetzt um Profit zu machen.

Und genau da stimme ich 1000% zu :) :)
Leute die Katzen in die Welt setzen um Profit zu machen, gehören für mich hinter Gittern.

Eine Familie deren Katze einmal schwanger werden soll oder die die Kastration verbummelt haben, --> Einmal Kitten ohne Profitgedanken (und aus so ner Familie hab ich meine beiden auch)

Ganz böse Zungen mögen jetzt sagen..."Profit"....hui...Mein Züchter fährt nen teuren BMW und hat ein großes Haus...aber hat er bestimmt geerbt und der macht mit seiner Zucht bestimmt keinen sooooo großen Gewinn :p :twisted: ;)
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #47
Auch wenn ich mal wieder erst spät dazukomme:
Rassismus als Definition und neutral betrachtet ist meiner Meinung nach einfach die Bejahung des Vorhandenseins verschiedener Rassen und ihrer Eigenschaften. Ohne Wertung. Es ist die Bejahung der Verschiedenheit, der Vielfalt. Erst wenn man bestimmte Eigenschaften wertet, d. h. die eine Rasse der anderen gegenüber als minderwertig oder wertlos erklären will, ist es mies und unfair. Vielfalt und ihre Erhaltung und Förderung allein sind doch erst einmal was schönes. So ist für jeden (Katzenhalter) und seine Lebensform sicher das Richtige dabei. Auch wenn man mit Erwartungen in den Kauf geht, die sich hinterher nicht bestätigen sollen..... Gilt auch für Hunde. Wenn man Hunde und Katzen sich selbst überlässt und sie sich wieder frei mischen, kommt bei Hunden irgendetwas mittelgroßes, braunes undefinierbares heraus. Für bestimmte "Verwendungszwecke" z. B. bei der Jagt, ist so ein wenn auch liebes Überraschungspaket sicher nicht geeignet. Bei Katzen würde sicherlich je nach Region und Klima etwas kurz oder semilanghaariges herauskommen und rassetypische Extreme würden sich innerhalb weniger Generationen zurückbilden. Wald und Wiesenmixe bei Hunden und Katzen würden sich ihrer natürlichen Lebenswelt anpassen und wären damit überlebensfähig in freier Wilbahn. Kranke und Schwache würde die Natür rigouros ausmustern, mit allem Leid und Qual für das einzelne Tier. In unseren Haushalten können kranke und schwache Tiere geschütze und behütet leben, die in freier Natur keine Chance hätten. Das ist typisch menschlich. Aber es können auch Rassen überleben, deren Eigenschaften so ins Extrem gezüchtet wurden, wie wir Menschen uns das vorstellen. Mit Natur hat das nichts mehr zu tun.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #48
Ganz böse Zungen mögen jetzt sagen..."Profit"....hui...Mein Züchter fährt nen teuren BMW und hat ein großes Haus...aber hat er bestimmt geerbt und der macht mit seiner Zucht bestimmt keinen sooooo großen Gewinn :p :twisted: ;)

und noch bösere Zungen würden jetzt sagen, da hätten wir doch endlich den richtigen Job für so viele Arbeitslose, werdet Züchter und ihr habt bald eine Villa und einen flotten Flitzer in der Garage :mrgreen:
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #49
Großes Blutbild, Augen-, Nasen-, Ohren geprüft, Gewichtskontrolle usw. - pro Katze 200,-- Euro bezahlt.
400, -- gesamt. Weisste was ich meine? Bezogen auf "Billilgrechnung".

Da zitiere ich mich doch glatt mal selbst.

Wenn man das mal hochrechnet für einen Züchter auf Kitten + Elterntiere und dann davon ausgeht, dass ein Kätzchen ca. 700-800 Euro kostet, komme ich da auf keine große Gewinnspanne.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #50
Naja die Aussage "Ohne Papiere ist jede Katze nur eine Hauskatze" mag vielleicht bürokratisch oder meinetwegen auch rechtlich korrekt sein, biologisch ist und bleibt es aber Quatsch. Und jeder den sein Tier interessiert, hat wohl das Recht mal zu fragen warum seine Katze so aussieht wie sie aussieht. Kein Papier der Welt beinflusst das Aussehen, das Wesen oder die Abstammung eines Tieres. Hat ein Kitten ein Elternteil einer bestimmten Rasse, dann bleibt dies jawohl auch erhalten, egal wer mit wieviel Papierkram rumwedelt. [...]
Dazu empfehle ich mal den Thread:



[...] Und auch den hohen Preis für Rassetiere teilweise mit diesen Papieren zu rechtfertigen ist in meinen Augen Augenwischerei. [...]
Wo genau willst du das denn hier gelesen haben? IM GEGENTEIL, hier steht immer und überall:
[...] Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand. [...]


[...] Einen Wurf Mischlingskitten gesund und gewissenhaft mit Tierärztlicher Betreuung usw großzuziehen kostet genausoviel wie die Aufzucht eines Kittens mit Papieren. Aber Zusätze wie "von" und "zu" wirken halt edler und sugerieren etwas besonderes. [...]
Die AUFZUCHT ja, aber bei Katzen mit Stammbaum sind eben noch viele medizinische Tests im Vorfeld zu erledigen, das macht ja bei Hauskatzen leider keiner - und wenn doch, wären die Katzen so teuer, als würde man sie vergolden, weil man ja viel mehr Tests als bei Rassekatzen machen müsste, da man von ihnen ja GAR nichts weiß (im Gegensatz zu den Stammbaumtieren, bei denen man die Vorgeschichte meist schon anhand der Papiere ablesen kann bzw. anhand der Unterlangen der Cattery, aus der er stammt).

[...] Und wie man eine Katze mit 35 Euro pro Monat vernünftig halten soll ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Wie soll das Funktionieren mit gutem Futter, Katzenstreu, Zubehör wie Spielzeug usw und auch den bei gesunden Tieren ab und an nötigen Tierarztbesuchen??? 35 Euro im Monat sollte man schon allein für Tierarztkosten auf die hohe Kante legen, falls mal etwas passiert oder ein Tier krank wird.
Das war ja gar nicht die Aussage, es ging der Userin ja nur um 'halten', nicht 'vernünftig halten' :wink:.

Aber Gesundheitstest usw haben ja nunmal nix mit irgendeiner Rasse zu tun. Auch von Mischlingstieren könnte man eine Ahnentafel erstellen und nur mit nachweislich gesunden Tieren züchten. [...]
Und wenn du das über ein paar Generationen tatsächlich gewissenhaft und mit einer großen Population, einer Oraganisation, die die Richtigkeit der Angaben überwacht und einem großen Funduns an Menschen machst, nennt sich das Rassekatzenzucht von entsprechenden Rassetieren - das gibt es ja schon: Die Rasse nennt sich 'Europäisch Kurzhaar/Europäer' :wink:. Aber du kasnnst eben nicht wirklich alles erkunden und genetisch prüfen, daher wirst du bei Mix-Kätzchen immer gesundheitliche Wundertüten am Start haben, daher kann man bei so etwas eben leider nur bedingt von 'Züchten' sprechen.

[...] Ich meinte ja, dass es genausoviel kostet wenn man einen Wurf Mischlinge gut ung seriöos aufzieht wie einen Rassewurf. [...]
Wie gesagt, die Aufzuchtskosten bestreitet ja keiner, aber wer macht das schon?

[...] Nur leider macht das so gut wie niemand. [...]
Eben.

[...] Und zwar weil irgendwann mal suggeriert wurde, dass die Papiere den Ausschlag geben. [...]
Sorry, aber das STIMMT EINFACH NICHT!

[...] Warum auch immer. Leute geben keine hunderte Euro für ein gesund und vorbildlich aufgezogenes Kätzchen aus. Sind plötzlich Papiere dabei, dann kaufen die selben Leute ein Kitten. [...]
Sie kaufen DANN aber eben auch ein ANDERES Kitten - da liegt doch der Knackpunkt.

[...] papiere haben nichts mit Biologie oder sowas zu tun. Irgendjemand hat halt irgendwann mal bestimmt, dass man solche Papiere haben muss. [...]
... um nachweisen zu können, dass es sich bei genau diesem Tier um das entsprechendes Tier handelt. Du kaufst auch kein Fahrzeug ohne Fahrzeugbrief und wenn doch - selber Schuld :wink:

[...] Ich habe nichts gegen seriöse Rassezüchter und finde dass egal welches Tier nach besten Möglichkeiten aufgezogen werden muss und jedes Tier so teuer sein sollte, dass niemand sich mal eben so spontan ein Tier anschafft. Aber diese elitäre papierfuchtelei geht mir tierisch auf die Nerven. Wenn ein Tier BKH Eltern hat, dann ist das Kitten auch eine BKH oder je nach dem. Nur durch weglassen von einem Stück Papier ändert sich weder Abstammung noch genetische Veranlagung des Tieres. [...]
Es ändert sich etwas: Der Nachweis. Du kannst nun mal ohne entsprechende Papiere gewisse Sachen nicht nachweisen. Und wenn, dann nur durch aufwändige Gentests (wer das Geld dafür haben sollte, kann doch auch gleich 'die Sicherheit' kaufen und muss nicht erst diesen Umweg gehen), manches ist gar nicht nachzuweisen.

[...] Und wenn ich mir dann auf Ausstellungen die armen Tiere in kleinen Käfigen anschaue, an denen herumfrisiert und gezupft wird und mit ihren hochklassigen Papieren gewedelt wird, frage ich mich ernsthaft, ob diese Rassezüchter wirklich soviel von den Tieren verstehen. Von solchen Züchtern würde ich mir niemals ein Tier kaufen, nachdem es stundenlang zur Schau gestellt und in einen Käfig gesteckt wurde. Und das regelmäßig. [...]
Über Ausstellungen kann man sicher geteilter Meinung sein, aber a) ist nicht jede Ausstellung gleich, b) nicht jede Katze ist gestresst und c) stellt nicht jeder Züchter ständig aus oder gar Tiere, die sich dabei unwohl fühlen :wink:.

Beispiel einer völlig gestressten Katze ;-)

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[...] Ausserdem wurden viele Leiden erst durch gezielte Zucht hervorgebracht, weil der Mensch sich ja sein Rasseideal ausdenkt. Auch solche Tiere haben Papiere und Ahnentafeln, haben aber rein gar nichts mit guter Tierhaltung zu tun. Und sogenannte Qualzuchten aus den Statuten der elitären Züchtervereine zu verbannen oder zu verbieten ist ja oft sehr schwer.
Das ist sicher nicht von der Hand zu weisen und das ist auch etwas, was mich persönlich stört, trotzdem muss man dort auch unterscheiden: Es gab und gibt Züchter, die z.B. Peakface so züchten, dass die Katzen noch funktionierende Nasen-Tränen-Kanäle besitzen - vom Schönheitsideal mal abgesehen. Es liegt also an und Käufern, das zu eruieren und zu schauen, wen ich mit (m)einem Kauf unterstütze.

Weiterhin ist es so, dass erst durch die Rassekatzenzucht überhaupt Erkenntnisse über Erbkrankheiten wie HCM u.ä. erworben und nur Dank der Zucht diese auch erst erforscht wurden und wir heute auch mit unseren Nicht-Rassekatzen davon provitieren.

@Moly:


Dachte da waren wir uns einig?

Gibt hier die eine Seite die sagt:
"Züchterkatzen sind Pflicht"

Die andere Seite sagt:
"Nicht-Züchterkatzen" gehen auch. [...]
Schlicht und ergreifend: Falsch. Ich zitiere mich mal aus diesem Thread, wo du das schon mal falsch dargestellt hast (passt aber auch so schön zu deiner Argumentation :wink:):
[...] Du liest aber auch nur, was du willst :wink:... Hier steht IMMER und ÜBERALL: Kaufe vom seriösen Vereinszüchter, wenn du eine Rassekatze willst, und gehe zum Tierschutz, wenn du auf Papiere keinen Wert legst.

Katzen aus dem Tierheim stammen zum größten Teil von wildlebenden Streunern ab, evtl. noch von alten oder kranken Leuten, die ihre Tierchen ins Tierheim geben müssen.
Diese Tiere gibt es also quasi schon - wurden nicht "künstlich" durch Menschen vermehrt. [...]
Sorry, aber das stimmt meiner Erfahrung nach nur bedingt, denn woher stammen denn die meisten Streuner? Von Menschen, die (un-)gewollten Nachwuchs hatten und den einfach vor die Tür gesetzt haben. Außerdem landen da die Tiere, die unebdacht angeschafft wurden und die von denen, woher sie stammen, nicht wieder zurückgenommen werden. Da sollte man schon etwas genauer hinschauen :wink:.

Und genau da stimme ich 1000% zu :) :)
Leute die Katzen in die Welt setzen um Profit zu machen, gehören für mich hinter Gittern.

Eine Familie deren Katze einmal schwanger werden soll oder die die Kastration verbummelt haben, --> Einmal Kitten ohne Profitgedanken (und aus so ner Familie hab ich meine beiden auch)[...]
Es gibt neben dem Profit-Gedanken (und ich bleibe dabei, wer Katzen so hält wie du das bei deiner Rechnung beschreibst und dann ein Kitten für z.B. 100-150 € angeimpft und zu jung verkauft, der hat sehr wohl Gewinn in der Tasche) auch noch den anderen, nämlich den des Tierschutzes und der Vermeidung dieses Kittenüberschusses im Hauskatzenbereich, der sich dir aber nicht zu erschließen scheint.

[...] Ganz böse Zungen mögen jetzt sagen..."Profit"....hui...Mein Züchter fährt nen teuren BMW und hat ein großes Haus...aber hat er bestimmt geerbt und der macht mit seiner Zucht bestimmt keinen sooooo großen Gewinn :p :twisted: ;)
Da du dich mit seriöser Vereinszucht scheinbar noch nicht auseinandergesetzt hast, hier mal was zum Informieren:



Was das jetzt aber mit 'Rassismus in der Rassekatzenzucht' zu tun hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht :wink:.

Auch wenn ich mal wieder erst spät dazukomme:
Rassismus als Definition und neutral betrachtet ist meiner Meinung nach einfach die Bejahung des Vorhandenseins verschiedener Rassen und ihrer Eigenschaften. Ohne Wertung. Es ist die Bejahung der Verschiedenheit, der Vielfalt. Erst wenn man bestimmte Eigenschaften wertet, d. h. die eine Rasse der anderen gegenüber als minderwertig oder wertlos erklären will, ist es mies und unfair. Vielfalt und ihre Erhaltung und Förderung allein sind doch erst einmal was schönes. [...]
Dem stimme ich zu.

[...] Mit Natur hat das nichts mehr zu tun.
Und was ist z.B. mit Lethal-Faktoren wie bei den Manxkatzen? Von der Natur hervorgebracht und weiter am Leben (so paradox das klingt :wink:) gehalten.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #51
Und genau da stimme ich 1000% zu :) :)
Leute die Katzen in die Welt setzen um Profit zu machen, gehören für mich hinter Gittern.

Eine Familie deren Katze einmal schwanger werden soll oder die die Kastration verbummelt haben, --> Einmal Kitten ohne Profitgedanken (und aus so ner Familie hab ich meine beiden auch)

Ganz böse Zungen mögen jetzt sagen..."Profit"....hui...Mein Züchter fährt nen teuren BMW und hat ein großes Haus...aber hat er bestimmt geerbt und der macht mit seiner Zucht bestimmt keinen sooooo großen Gewinn :p :twisted: ;)

Der Züchter fährt nen teuren BMW und hat ein großes Haus heißt: Er kann es sich leisten, auch noch Katzen zu züchten... Also, darum beneide ich ihn jetzt eigentlich auch;-)

Eine Züchterin, mit der ich mich vor kurzem unterhalten hatte, warum viele Neu-Züchter nach nur wenigen Würfen wieder aufhören, meinte, entweder haben sie unterschätzt, wie schwierig es ist, sich von seinen Katzen zu trennen oder wie viel das Ganze kostet.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #52
Sorry, aber das stimmt meiner Erfahrung nach nur bedingt, denn woher stammen denn die meisten Streuner? Von Menschen, die (un-)gewollten Nachwuchs hatten und den einfach vor die Tür gesetzt haben. Außerdem landen da die Tiere, die unebdacht angeschafft wurden und die von denen, woher sie stammen, nicht wieder zurückgenommen werden. Da sollte man schon etwas genauer hinschauen ;-)


Da hast du natürlich Recht - viele der jetzigen Streuner sind zumindest die Nachkommenschaft einiger ausgesetzter Hauskatzen.
Ich kann nur von unserem hiesigen Tierheim ausgehen (kenne die Leitung da recht gut).
Es werden dort nur reine Streuner und/oder deren Nachkommenschaft aufgenommen (sofern man den Begriff "reine" Streuner definieren kann, denn wie bereits festgestellt, kommen die ja auch nicht aus dem Nichts ;-)).
Die Zusammenarbeit mit dem Tierschutz ist sehr eng. Streunerle werden eingefangen, die trächtigen Mamas dürfen bei ihren Babies im Tierheim bleiben bis zur 12. Woche und werden dann kastriert wieder entlassen.
Die Jungtiere werden vermittelt. So versucht man auch der örtlichen "Katzenplage" Herr zu werden.
Wer krankheitsbedingt ein Tier abgeben möchte, muss dies immer nachweisen.


Sorry, für's abschweifen :mrgreen:
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #53
Ich muss sagen, ich bin da auch sehr zwiegespalten.

Einerseits finde ich es schon sehr wichtig, dass nicht jeder XYZ Vermehrer einfach beschließt, ich lass meine Katze jetzt mal schwängern weil es ja so süß ist und verdiene noch etwas Geld dabei.
Denn es gibt definitiv zu viele Katzen auf der Straße, im Tierheim, in Pflegestellen und auch im Ausland, die auch ein schönes Zuhause verdient haben.

Aber genau aus diesem Grund finde ich das Züchten auch nicht so toll.
Meine Schwester plant nun auch Australian Kelpies zu züchten, also Hunde.
Es ist einfach viel zu einfach eine Zuchtzulassung zu bekommen und wer sagt man verdient daran nicht gut, lügt meiner Meinung nach.
Ich kenne einige Hundezüchter, die davon wirklich sehr gut leben.
Klar, es muss gezüchtet werden um die Rassen auch aufrecht zu erhalten usw, aber bitte in Maßen.
Habe mittlerweile das Gefühl, es wird an jeder Ecke gezüchtet, weil es ein angenehmer Weg ist Geld zu verdienen.
Dabei gibt es noch so viele andere Tiere, die ein Zuhause brauchen und in dem Ausmaß mittlerweile, weiß ich nicht mehr was am Züchten noch besser sein soll. Ich verstehe durchaus den Sinn dahinter, aber so mancher Züchter eben nicht. Daher machen manche in meinen Augen nichts anderes als Vermehrer XYZ, der Katzen für 20 Euro verhökert.
Mir ist bewusst, dass die Tierheime durch Nichtzüchter so voll sind, ABER dieses Problem wird sich auch in den nächsten 100 Jahren keinen Deut geändert haben.
Meine erste Anlaufstelle, und die ich auch oft predige, ist und bleibt das Tierheim.
So trägt man schon viel zum Ganzen bei.

Tut mir leid, wenn sich jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber das ist meine Meinung.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #54
Aber genau aus diesem Grund finde ich das Züchten auch nicht so toll.
Meine Schwester plant nun auch Australian Kelpies zu züchten, also Hunde.
Es ist einfach viel zu einfach eine Zuchtzulassung zu bekommen und wer sagt man verdient daran nicht gut, lügt meiner Meinung nach.

Es mag sein, dass es einfach ist, eine Zuchtzulassung für einen Kelpie zu bekommen (die Rasse hat allerdings auch keinen eigenen Zuchtverein), aber damit ist man noch lange kein guter Züchter. Gerade bei Gebrauchshunden ist das ein langer und auch teurer Weg. Neben allen gesundheitlichen Untersuchungen sollte so ein Kelpie schon nachweisen, dass er an der Herde arbeiten kann. So eine Ausbildung kann man nicht im Hundeverein nebenan machen und ist zudem langwierig. Wird einfach so gezüchtet, ohne die rassetypischen Eigenschaften nachzuweisen und erhalten zu wollen, ist das Vermehrung und völlig unnötig.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #55
Die weiß schon was sie tut, die Züchterin ihres Kelpies unterstützt sie sogar tatkräftig.
Richtig, in Deutschland gibt es bisher nicht einen Züchter und die nächste Anlaufstelle hierfür ist Holland.

Ich denke aber nicht, dass es dadurch nun einfacher ist eine Zulassung zu kriegen als für eine andere Rasse.
Eher im Gegenteil, weil z.B. auf den Ausstellungen die Richter keine Ahnung von der Rasse haben und schlechter bewerten als in Holland.

Es ist aber ein Irrglauben zu denken Kelpies sind nur Hütehunde. Selbstverständlich sind sie das und das wird auch mittrainiert. Es sind aber auch mit die aufmerksamsten und schnellsten Sporthunde.
Diese Diskussion möchte ich für sie jedoch nicht weiterführen, denn ich habe da im Gegensatz zu ihr nicht mal 1% ihres Wissens.

Dennoch habe ich ja selbst gesagt, ich unterschreibe nicht was sie tut. Weil sie selbst jeden verurteilt, der keinen Zuchthund hat. Selbst wenn Tiere aus der Not heraus gerettet werden.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #56
[...] Es ist einfach viel zu einfach eine Zuchtzulassung zu bekommen und wer sagt man verdient daran nicht gut, lügt meiner Meinung nach. [...] Habe mittlerweile das Gefühl, es wird an jeder Ecke gezüchtet, weil es ein angenehmer Weg ist Geld zu verdienen. [...]

Also lügen deiner Meinung nach alle, die sich bereits intensiv mit dem Thema beschäftigt haben und die, die es seit Jahren betreiben? Oder sind die deiner Meinung nach zu blöd, daran zu verdienen?

Sei so gut und liste mir einmal auf, wie ein seriöser Vereinszüchter, der ein durchschnittliches Zuchtprogramm hat, damit so gut verdient, dass er ggf. sogar nicht mehr arbeiten gehen muss. Ich denke, jeder verantwortungsvolle Züchter würde deine Vorschläge, wie das geht, dankend annehmen - wobei ich mich frage, wieso nicht viel mehr seriöse Züchter in Saus und Braus leben, wo es doch so einfach ist ...?

[...] Mir ist bewusst, dass die Tierheime durch Nichtzüchter so voll sind, ABER dieses Problem wird sich auch in den nächsten 100 Jahren keinen Deut geändert haben.
Meine erste Anlaufstelle, und die ich auch oft predige, ist und bleibt das Tierheim.
So trägt man schon viel zum Ganzen bei. [...]
Durch Aufklärung und nicht immer wieder Verbreitung von falschen Ammenmärchen wäre dem schon gut entgegengewirkt, dann durch das stetige Hinweisen darauf, dass man Katzen nicht bei einem Vermehrer/Schwarzzüchter kauft, weil man sein Tun damit auch noch unterstützt und dem nicht müdewerdenen Wiederholen genau dieser Tatsache, kann sich da durchaus etwas ändern - aber wenn man es schon gar nicht versucht und da sehr undifferenzierte Aussagen macht, wird es halt leider nicht besser.

[...] Tut mir leid, wenn sich jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt, aber das ist meine Meinung.
Die darfst du auch gerne haben, aber wenn sie sich in einigen Bereichen auf faktisch zumindest fragwürdige Argumente stützt, darfst du dich nicht wundern, wenn man sie nicht unkommentiert stehen lassen kann :wink:.
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #57
@saurier: Ganz ehrlich, ich hatte mir die zuerst die Mühe gemacht auf deinen Beitrag einzugehen, aber habe ihn nun wieder rausgenommen, nachdem ich gesehen habe, dass du selbst mich ja anscheinend für blöd hälst in einem anderen Thread und nicht für fähig die Suchfunktion zu benutzen.

Wenn man sich bei meinem Beitrag hier Dinge dazureimen möchte, steht es einem natürlich frei dies zu tun, nur werde ich dazu weiter nichts sagen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #58
Also ich lese das nun bei weitem anders...

Aber mich würde ebenfalls interessieren wie man denn reich wird mit Zucht :)
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #59
Au ja, das würde ich auch gerne wissen. :f040:
 
  • Zucht ist Rassismus??!!??? Beitrag #60
Es ist einfach viel zu einfach eine Zuchtzulassung zu bekommen und wer sagt man verdient daran nicht gut, lügt meiner Meinung nach.

Naja ... das jemand lügt, ist keine Meinung, sondern eine Tatsachenbehauptung. Und dann sind wir hier wohl eine Ansammlung von Lügnern ... denn WIR verdienen alle nicht einen Cent an unserer Zucht.
 
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Zucht ist Rassismus??!!???

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