Das habe ich auch schonmal versucht :-( beide haben sich danach ängstlich versteckt und wollten sich nicht mehr streicheln lassen für den Rest des Tages. Das ist ein Spiel, was die beiden untereinander spielen können, aber nicht mit einem Menschen.
Weisst du wie ich sie dazu gebracht habe? Ich bin ihnen mit einem speziell erfundenen Urschrei (bei uns "hambambambambambadeldam!") der so ähnlich klingt wie mein echtes Gebrüll, aber eine fröhliche Unternote hat hinterhegelaufen. Am Anfang hatten sie ebenfalls Angst. In der Ecke habe ich sie dann gaaanz lieb in den Arm genommen, ein Spielzeug hervorgezaubert (damals noch die Baldrianmäuse) und sie auffordernd geworfen. Spätestens nach zwei Wochen hatten sies raus, dass ich ihnen nix tue. Der Grosse nimmt die Spielaufforderung seit Ewigkeiten an. Der Kleine zeigt mir ganz deutlich, dass ich ihn mit so einem Mist bitteschön in Ruhe lassen soll. Bis vor ein paar Wochen. Jetzt lässt er sich auch ab und zu herab, mit dem Rudelältesten zu toben. Macht spass!
Ich habe das "Katzen - Clickertraining" von Katja Rüssel. Da steht zwar drin, was die Katzen machen sollen, aber nicht, wie man die Katzen dazu bringt daran auch Spaß zu haben. Nach fünf Leckerlis haben sich beide (auch im "Einzelunterricht") immer umgedreht und sind gegangen. Wir waren noch dabei, die beiden auf das Click zu konditionieren. Nach einer Woche üben, und ohne Erfolg habe ich es erstmal wieder sein lassen.
Ich befürchte, dass ICH irgendwas falsch mache und sie deshalb nicht mehr mutivieren kann. Aber was??
Du hast keine Geduld ;-)
Katzen sind Penntüten. Manche Phasen muss man sie das auch einfach lassen. Da bekommt man sie nicht aus dem Nest. Manchmal zerlegen sie einme die Bude ganz von selbst.
Aber auch beim Klickertraining sind 2 Minuten am Anfang schon sehr viel Zeit. Und das genügt. Hier ist eher die Regelmässigkeit des Spiels und die steigenden Anforderungen gefragt. Ganz sinnvoll ist auch, Christine Hauschild erklärts in ihrem Buch sehr schön, am Anfang mit einem Menschen zu üben (z.B. soll der den Lichtschalter bedienen und du darfst nur Klickern, nicht sprechen). Das ist schon schwer....
Dieses unkrontrollierte Rollen mag sie auch gerne, z.B. bei Walnüssen. Aber leider auch nur kurz ....
Ich sach nur: Knister-Raschelbälle! :mrgreen: Wir haben den Kleinen heute nacht gehasst für diesen Ball. Belohnung: einmal ins Schlafzimmer miteinsperren und Ball klauen, sonst absolut chancenlos.
Vielleicht liegst auch am Tagesrhythmus. Mein schwarzer ist ein nächtlicher Terrorist, mein Grosser hat tagsüber seine menschenfixierten Spielphasen und schläft mit uns nachts ganz brav in der Mitte des Bettes, so dass wir zwar nix mehr von der Decke abbekommen, aber immerhin.... ;-)
Die Naturmaterialien werde ich mal versuchen. Im Sommer haben wir ihnen imme ein riesen Grasbüschel mitgebracht und kopfüber aufgehängt. Am nächsten morgen sah zwar die Wohnung aus wie eine Prärielandschaft, weil das Gras überall (!) ihn verschleppt wurde, aber sie hatten Spaß! Warum habe ich das eigentlich vergessen?
Bitte tu mir einen Gefallen: denk an Parasitosen die über Hundepipi und kacka übertragen werden und nimm eine Wiese wo nicht alle Naselang ein Haufen liegt. In einem anderen Forum hatten ein paar Frauen grosse Bottiche mit Gras besät (Balkonkatzen) - Die Kleinen waren so dankbar endlich auf der Wiese zu schlafen zu dürfen und den Duft von frischer Erde einzuatmen, das ist für nächstes Jahr hier auch geplant, sofern kein Umzug ansteht.
Hast Du Erfahrung mit Katzen-Klicker-Training Erfahrung? Überfordere ich unsere Maus vielleicht? Versuche ich es zu lange?
siehe oben.
Ein Federwedel unter einem Teppich/Decke ist ein ernstzunehmender Gegner! Unsere Spiel-wie-verrückt-Katze liebt dies sehr! Aber unsere Das-Spiel-ist-doof-Katze krämpelt den Teppich fast mit Gewalt um und hat dann den Wedel und dann ist wieder alles laaaangweilig
bei uns ist die Position des Wedels entscheidend.
- Offen auf dem Bett: doof
- hinter einer Bettfalte/eines Kissens um die Ecke, so dass ein Federchen hinausguckt: für den kleinen Bodenguerilla perfekt, für den grossen Tiger doof.
- oben hochgerissen, so dass man hochspringen muss: für den Bodenguerilla mist, für den Traumkater perfekt, sein Reich ist die fiktive Luft.
Nein die Stinkemäuse kenne ich noch nicht, habe nur von ihnen gelesen. Das wäre vielleicht noch mal eine Maßnahme ....
Naturmaterialien sind immer klasse, überhaupt alles was von draussen kommt (unsere Schuhe nach langen Radtouren: Parfum, die Laufräder der Rennräder: Kratzbäume, die Trikots: Schlafplatz, Matsch aus den Schuhen: Spielzeug, mitgebrachte Steine/Blumen: durch die Wohnung gefetzt)
Eigentlich ist es ja nicht so schlimm, wenn eine Katze weniger spielt als die andere. Wenn sie doch nur dabei nicht sooo unausgeglichen wäre und ständig ihre Schwester anfallen wäre ...
Da solltest du unbedingt ganz, ganz klare Verhältnisse schaffen und eingreifen! Es darf nicht darum gehen, wer am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Jeder bekommt "gleich". Nur hat sich dafür auch jeder lieb zu verhalten mit dem nötigen Respekt untereinander. Schliesslich lebt man auf engem Raum miteinander. Das ist Bedingung, und da gibt es einfach keine Ausnahmen. Rücksichtnahme und aufs Schimpfen hören wird belohnt, gfs. sogar bei allzuschlechtem Gewissen mit einem Leckerli/mit einem kurzen Spiel. Alle sind gleichermassen deine absoluten Lieblinge, aber auch gleichermassen die Rabauken, wenn sie es verdienen und "die Gemeinschaft terrorisieren".