Aber jetzt mal Hand aufs Herz, was ist denn die Alternative? Wer/was bleibt übrig? Tierschutz, okay aber woher stammt das Gros diese Tiere? Es wird immer Menschen geben, die Katzen wollen (oder mal einen Wurf) und für die wird dann immer weiter produziert, dafür dann aber nicht mehr im Verein, das werden dann Vermehrer ohne Sinn uns Verstand tun, weil immer wieder der Wunsch nach einer besonderen Aussehen da sein wird - dann doch lieber von Züchtern, die sich wenigstens bemühen, zu wissen, was sie tun.
Es ist doch unrealistisch, zu glauben, dass, wenn die Vereinszucht/die r
Rassekatzenzucht verboten würde, es weniger Tiere vom Schwarzmarkt gäbe und auch die Tierheime leerer würden.
Aber genau das wurde hier doch schon thematisiert (siehe die Posts von @Westpark-Nic ) - und ich habe dem sogar zugestimmt.
Das eine - z. B. mein Posting oben, dass man, wenn man
meinen Ansatz konsequent zu Ende denkt, Rassezucht von Grund auf in Frage stellen müsste, ist erstmal ja nur ein Gedankenkonstrukt, reine Theorie.
Dass die Praxis und die Realität nicht so einfach aussehen, ist zumindest mir (und ich denke, den meisten hier) klar.
Und noch unrealistischer ist in meinen Augen, dass die Tiere dann automatisch alle gesünder wären.
Da würden die Krankheiten, die am Anfang bei den ersten Zuchten aufkamen, wieder extrem aufploppen und wir wären, was den gesundheitlichen Status angeht, ins 19. Jahrhundert zurückversetzt.
Dazu bin ich zu wenig Genetikerin, um da fundiert was zu sagen. Mein GMV fragt sich allerdings, warum das dann so wäre? Meine vielleicht etwas vereinfachte Denke: Wenn gar nicht erst gezüchtet worden wäre, wären bestimmte Krankheiten auch nicht so verbreitet worden ....
Ich bin absoluter Verfechter davon, nur seriös zu züchten und das schließt einen hohen Inzuchtkoeffizienten aus - nichtsdestotrotz sehe ich überhaupt keinen Sinn darin, die Rassekatzenzucht per se abzuschaffen, weil sie die Grundproblematik in meinen Augen, das Zuviel an Katzen, nicht löst.
Und die Hundezucht hier immer wieder anzusprechen, ist für mich weiterhin ein Beispiel, das Äpfel und Birnen vergleicht.
Wie gesagt, dass es unrealistisch ist, Zucht generell abzuschaffen und es wenn, dann lieber Leute tun sollten, die wirklich Ahnung von der Sache haben, wurde hier schon gesagt.
Was den letzten Satz angeht - der Podcast, den ich als Aufhänger eingestellt habe, bezieht sich auf die Hundezucht. Vornehmlich ging es mir tatsächlich erstmal um die Frage, ob Rassezucht aus genetischer oder bioethischer Sicht generell hinterfragt werden sollte. Dass in einem Katzenforum der Fokus früher auf später auf Katzen liegt, ist klar, aber zumindest ich habe andere Tiere nicht ausgeschlossen.
Und finde es schon wichtig, den Blick auch auf andere Tierarten, speziell Hunde zu richten, um vielleicht Fehler zu vermeiden, die da gemacht wurden. Deswegen habe ich ja extra nachgefragt, wo die Unterschiede liegen.