Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma?

Diskutiere Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Nachtrag: ich stelle die Sinnhaftigkeit von Zucht - besonders bei Karten immer noch in Frage. Man wird aber das Rad nicht zurückdrehen können...
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #161
Nachtrag: ich stelle die Sinnhaftigkeit von Zucht - besonders bei Karten immer noch in Frage. Man wird aber das Rad nicht zurückdrehen können. Meine Argumentation und Nachfragen richten sich also nicht ausschließlich gegen Zucht, sondern zielen auch darauf ab, wie man die Sache zum Wohl der Tiere so optimal wie möglich gestalten kann. Eben auch unter Einbeziehung der Genetik und Bioethik, um den Bogen zum Thema zu schließen.

Müsste es nicht fast schon so was wie einen "Studiengang Zucht" geben?
 
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  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma?

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  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #162
...
@Emily ... in einer idealen Welt, wäre das so. Aber ich kann dir ganz sicher sagen, dass es in Realität anders aussieht. Leider.
.......
Ja sicher - es geht bei Zucht doch auch immer um "Erhalt und Verbesserung des Standards" - Ich finde es eigentlich immer viel bedenklicher, wenn Züchter auf ihrere Seite als Zuchtziel Gesundheit angeben. Das war für mich nie ein Ziel, sondern immer Prämisse.
.....
Sind wir denn mittlerweile nicht an dem Punkt, dass "Gesundheit" als oberstes Ziel angestrebt werden muss?

Also ich glaube Hundevereine reglementieren da noch wesentlich strenger. Bei Katzen ist ja schon die ganze Vereinsstruktur anders. Es gibt unzählige Vereine und auch wenn es Dachverbände wie die FiFe gibt, kümmern die sich nicht wirklich.

Ich habe über 15 Jahren gezüchtet - und ich habe nie auch nur so etwas wie eine Wurfabnahme gehabt. Du reichst die Unterlagen ein und bekommst die Stammbäume - fertig. Deshalb reicht es eben absolut nicht zu glauben, alles wäre super, nur weil ein Tier Papiere hat. Tatsächlich kapiere ich nicht, wie jemand überhaupt schwarzzüchten kann ... denn im Grunde gibt es kaum Kontrollen. Daher wird hier ja immer betont, dass man einen seriösen Vereinsszüchter suchen soll - denn bei weitem sind nicht alle seriös.

So und die Züchter selbst: sorry - da erwartest du jetzt zu viele Kenntnisse von einem durchschnittlicher Züchter. Ich habe mehrere Jahre Genetikseminare gegeben. Farbgenetik ... also wirklich nur die simpelsten Basics. Und ich hatte Züchter in meinen Veranstaltungen, die seit 10 Jahren und länger gezüchtet haben und denen die einfachsten Abläufe nicht klar war. Da zu erwarten, dass die sich auch ansatzweise mit den vertiefenden Aspekten von Genetik beschäftigen, ist leider Illusion.
Das ist ein Punkt, bei dem ich nicht nur die Käufer in die Pflicht nehme.
Sicher kann man sagen, dass man sich bei der Anschaffung eines Lebewesens mindestens so gründlich informieren muss wie bei der Anschaffung eines Handys.

Aber Handys werden nicht von "Hobbybastlern" hergestellt. Für Berufe braucht man eine Ausbildung und Produkte werden anschließend vom TÜV etc. geprüft.

Außerdem sind Angebot und Nachfrage auch keine Einbahnstraßen.
Kunden wünschen bestimmte Produkte, richtig, aber Wünsche werden auch erzeugt, z.B. durch Werbung.

Ich sehe immer noch die Vereine und Dachverbände in der Pflicht, in den skandinavischen Ländern läuft es da anders und besser, es geht also.

Außerdem haben wir passende Gesetze, die zur Anwendung kommen müssen. Da mangelte es bis jetzt an der Umsetzung, aber ich schätze mal, der Druck wird größer und auch da bewegt sich etwas, leider zu spät für zu viele Tier und zu langsam.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #163
Nachtrag: ich stelle die Sinnhaftigkeit von Zucht - besonders bei Karten immer noch in Frage.
Äh .... Katzen sollte das heißen.

Die Sinnhaftigkeit der Kartenzucht stelle ich aber auch in Frage. 😂
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #164
Ich habe nicht solche Sätze geschrieben
Ich verstehe deinen Punkt immer noch nicht.

Den Züchter wo 2 Ragdolls her stammen habe ich vorhin kontaktiert.
Der teile mit dass bei Ihm Zuchttiere nur 2 Jahre in der Zucht sind danach werden Sie als Kastrate verkauft.
Und was bringt die Info nun bezüglich der Rassekatzenzucht?

Nein er trägt keine Tiere in der Datenbank ein.
Hat er begründet, warum nicht?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #165
Und was bringt die Info nun bezüglich der Rassekatzenzucht
Die Erkenntnis dass nicht alle Tiere in der Datenbank zu finden sind. Also ist die Datenbank unvollständig.
Gestern haben 5 Personen das auch versucht ihre Tiere zu finden und haben nix gefunden 2x hl Birma, Norweger, Maine Coon.
Auch hier sind weder Tiere noch Elterntiere aufgeführt.

Ich denke es gibt weit mehr Züchter die hier nichts eintragen. Ich werde in den nächsten Wochen mal bei uns im Katzenstammtisch fragen.
Die haben alle Rassetere.

Mal sehen ob überhaupt Jemand ein Tier in der Datenbank findet. Bis jetzt sind von den 5 Bekannten 12 Tiere nicht gefunden worden + meine 4 Tiere die auch nicht gefunden wurden.

Für mich persönlich bringt ein Ergebnis nicht viel, wenn viele Tiere in der Datenbank nicht erfasst wurden.
Dann stimmt ja das Ergebnis nicht wirklich.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #166
Die Erkenntnis dass nicht alle Tiere in der Datenbank zu finden sind. Also ist die Datenbank unvollständig.
Gestern haben 5 Personen das auch versucht ihre Tiere zu finden und haben nix gefunden 2x hl Birma, Norweger, Maine Coon.
Auch hier sind weder Tiere noch Elterntiere aufgeführt.
Dass bei Ihm Zuchttiere nur 2 Jahre in der Zucht sind und danach als Kastraten verkauft werden?

Ich denke es gibt weit mehr Züchter die hier nichts eintragen. Ich werde in den nächsten Wochen mal bei uns im Katzenstammtisch fragen.
Die haben alle Rassetere.

Mal sehen ob überhaupt Jemand ein Tier in der Datenbank findet. Bis jetzt sind von den 5 Bekannten 12 Tiere nicht gefunden worden + meine 4 Tiere die auch nicht gefunden wurden.
Pawpeds gibt es seit rund 20 Jahren, weil engagierte Leute, die sich mit Genetik und Katzenzucht beschäftigen, schon damals erkannt haben, dass Zucht ohne Kenntnis der Verwandtschaftsverhältnisse in eine Katastrophe führt.
Es gibt auf der Seite nicht nur die Datenbank, sondern auch höchst interessante Artikel zum Nachlesen.


Jeder Züchter, der dort nicht einträgt, verweigert sich der Chance, etwas zum Guten für die jeweilige Rasse und ihre Gesunderhaltung zu tun, denn es reicht eben nicht, die paar Generationen im Stammbaum zu betrachten.

Das ist für mich unseriös und ich wundere mich ehrlich, dass es heute noch Leute gibt, die für sich und andere fordern und in Anspruch nehmen, nur bei "seriösen" Züchtern zu kaufen und Pawpeds nicht kennen.

Für mich persönlich bringt ein Ergebnis nicht viel, wenn viele Tiere in der Datenbank nicht erfasst wurden.
Dann stimmt ja das Ergebnis nicht wirklich.
Natürlich stimmt die Datenbank mit den eingetragenen Tieren, viele sind bis in die 10. Generation vollständig, und auch wenn bei manchen Stammbäumen Lücken vorhanden sind, lassen sich Tendenzen ablesen.

Stellt sich die Frage, warum nicht alle Züchter eintragen, haben sie etwas zu verbergen?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #167
Stellt sich die Frage, warum nicht alle Züchter eintragen, haben sie etwas zu verbergen?
Würde mich auch interessieren.
Was könnte es für Gründe geben, sich dort nicht eintragen zu lassen?
@saurier @Westpark-Nic habt ihr eine Idee?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #168
Das ist für mich unseriös und ich wundere mich ehrlich
Das war ja klar dass das kommt. Es ist mir offengestanden egal was du persönlich für unseriös hälst.
In den Papieren ist ein bzw beide Elternteile von einem anderen Züchter Mit einem anderen Zwingernamen.
Wie es aussieht tragen ja einige bzw für meine jetzigen Recherchen viele Züchter die Tiere hier nicht ein.

Ich habe nicht alle Generationen verfolgt. Das ist mir dann zu blöd.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #169
Das war ja klar dass das kommt. Es ist mir offengestanden egal was du persönlich für unseriös hälst.
Wie es aussieht tragen ja einige Züchter die Tiere hier nicht ein.

Ich habe nicht alle Generationen verfolgt. Das ist mir dann zu blöd.

Kann man natürlich machen.
Sich zu informieren ist anstrengend und kostet Zeit.
Dann sollte man sich aber auch nicht dafür auf die Schulter klopfen, dass man bei einem Vereins- und Stammbaumzüchter gekauft hat und meinen, dass man alles richtig gemacht hat.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #170
Dann sollte man sich aber auch nicht dafür auf die Schulter klopfen, dass man bei einem Vereins- und Stammbaumzüchter gekauft hat und meinen, dass man alles richtig gemacht hat.
Du willst nun sagen dass es falsch war bei den Züchtern gekauft zu haben? Typisch weder die Züchter kennen noch die Katzen nur aufgrund keines Eintrages hier behaupten die Züchter seien unseriös. Ich denke dazu gehört mehr Wissen als dieses um zu behaupten dass etwas unseriös ist.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #171
Ich finde diese Diskussion sehr interessant und lehrreich. Erfreulich ist auch, dass sie, bis auf eine Ausnahme, trotz unterschiedlicher Meinungen, sehr sachlich geführt wird.
Ich habe viel aus dieser Diskussion gelernt.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #172
Ich finde diese Diskussion sehr interessant und lehrreich. Erfreulich ist auch, dass sie, bis auf eine Ausnahme, trotz unterschiedlicher Meinungen, sehr sachlich geführt wird.
Ich habe viel aus dieser Diskussion gelernt.
Oh, da fallen mir aber auf Anhieb mehrere unsachliche Beiträge ein.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #173
Oh, da fallen mir aber auf Anhieb mehrere unsachliche Beiträge ein.
Ich habe nicht auf die Vielzahl der unsachlichen Beiträge abgehoben sondern auf die Person, die sich am häufigsten unsachlicher Bemerkungen bedient hat.
Mein Hauptaugenmerk gilt aber nicht der Frage, wer und wie oft unsachlich war sondern der Tatsache, dass die Diskussion für mich sehr lehrreich war und mich zu noch intensiverem Nachdenken angeregt hat.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #174
Zynisch könnte man sagen "Für Schönheit muss der Züchter halt auch mal ein paar Krankheiten in Kauf nehmen."

Und leider ist es ja wohl so, dass zu viele Züchter so oder ähnlich denken? Oder ihnen halt einfach das Wissen fehlt.
Das würde ich für Katzen jetzt nur begrenzt so sehen. Und auch bei Hunden, bin ich mir nicht sicher, dass das den Züchtern so bewusst ist. (wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass die durchschnittliche Intelligenz von Hundezüchtern, die der Katzenzüchter nicht übersteigt). Denn wie kommt man zur Zucht? man kauft sich ein Tier, fängt an darüber nachzudenken und informiert sich etwas - schnell landet man bei einem anderen Züchter oder bei einem Verein - und die erzählen dir dann, "wie es sein muss" - Und wenn dir ganz viele erzählen, dass der Schäferhund "hinten tiefer liegen muss als vorne" - und sich ein Cavalier am besten verkauft, wenn er so richtig das Babyface hat ... dann glaubt man das ja vielleicht erst einmal und hinterfragt nicht groß.

Jetzt sind mir bei Katzen aber nur wenig optische Merkmale bekannt, die analog zu so massiven Problemen führen. Ein Phänomen, was man bei den Schwurblern in der Pandemie erleben konnte, kannte ich vorher schon aus der Zucht: "ist ja kein Wunder, dass so viele positiv sind, wenn so viel getestet wird". Da war viel Nicht-Wissen, aber auch nicht-Wissen-wollen bei.
Und die, bei denen Informationen zu kognitiven Dissonanzen geführt haben, lösten das Dilemma, indem die, die gewarnt haben eben als Spinner, Neider oder sonst was abgestempelt wurden. Schließlich hatte man viel Geld für eine Zuchtkatze bezahlt - da kann es doch nicht sein, dass etwas mit der nicht stimmt ...

Wenn ich jetzt aber lese, wie es in der Züchterwelt zugeht und das mit so wenig echter Expertise gezüchtet wird - ist das nicht ein "Recipe for Desaster?"
Irgendwie schon ...

Wie kann man verhindern, dass es eben nicht so weit kommt wie bei den Hunden?
Ich habe es ja mal an anderer Stelle gesagt: die Vereinsstruktur und das mit den Dachverbänden ist bei Hunden viel strenger (und vermutlich einheitlicher). Bei den Katzen gibt so unendliche viele Vereine, da ist so eine einseitige Linie - wo sich dann z.B. alle Katzen einer Rasse in genau die gleiche Richtung entwickeln eher unwahrscheinlich. Während man vermutlich im VdH mit einem Schäferhund, der normal hohe Hüften hat, keinen Blumenpott gewinnen kann (oder mit einem Mops, der normal atmen kann), ist das in der Katzenzucht anders: egal wie schlecht eine Katze im Standard ist - wenn man nur oft genug auf Ausstellungen (verschiedener Vereine) geht - irgendwann hat man seine Punkte zusammen. Und wenn nicht - auch egal - denn man kann auch mit Katzen züchten, die nie auf einer Ausstellung waren.

Da ich z.B. dieses Ausstellungsgedöns immer furchtbar fand. Auf meiner letzen Ausstellung war ich mit meiner roten Langhaarkatze, damals vermutlich eine der ersten in Deutschland, die ticked tabby war. Und ich musste am ersten Tag unendlich mit einem Richter diskutieren, weil er das nicht "anerkennen" wollte. Am zweiten Tag habe ich ihm entsprechende Literatur mitgebracht und Stammbäume um ihm aufzeigen, dass das, was er "noch nie gesehen hat" genetisch durchaus möglich und logisch war. Als mein Mann mich anschließend fragte, ob ich noch "ganz frisch im Kopf wäre, dass wir Geld bezahlen würden, damit ich dem Richter Nachhilfe in Genetik gebe" - musste ich ihm zustimmen und beschloss, nie wieder meine Katzen auszustellen.

Kann man da wirklich nur an die Sorgfalt der Züchter und Käufer appellieren, oder müsste da der Gesetzgeber nicht viel stärker eingreifen? Damit nicht jeder Hinz und Kunz sich Züchter schimpfen darf?
oh ja - so ein Züchterführerschein, mit dem man nachweisen muss, dass man wirklich weiß, was man tut - ein Verbot mit hohen Strafen für alle, die ohne den Schein züchten. Und eine Wegnahme des Scheins, wenn jemand so richtig Mist baut. Ich bin absoluter Fan dieser Idee ... ich sag ja: in einer idealen Welt!
ich stelle die Sinnhaftigkeit von Zucht - besonders bei Karten immer noch in Frage. Man wird aber das Rad nicht zurückdrehen können.
Genau das ist das Problem. Und jetzt verschärft es sich noch: Menschen, die in der Lage sind, derartige Problematiken zu durchdringen, die wir hier unter anderem diskutieren, die werden in der Züchterwelt zumindest eher im Lager der "Guten" zu finden sein. Und wenn die jetzt noch aufhören ... dann bleiben nur noch die Deppen und die Schwarzzüchter übrig.

Sind wir denn mittlerweile nicht an dem Punkt, dass "Gesundheit" als oberstes Ziel angestrebt werden muss?
Wie ich sagte: Gesundheit ist kein Ziel, sondern die Prämisse. Aber schau mal, auf wievielen Züchterseiten (sofern sie noch HPs haben) steht: "Unser Zuchtziel sind gesunde, gut sozialisierte Katzenbabys" - da könnte ich im Strahl kotzen.

Das ist ein Punkt, bei dem ich nicht nur die Käufer in die Pflicht nehme.
Sicher kann man sagen, dass man sich bei der Anschaffung eines Lebewesens mindestens so gründlich informieren muss wie bei der Anschaffung eines Handys.
In der Grundidee hast du Recht - aber für einen Laien ist das unglaublich schwierig. Bei einem Britenzüchter muss ich nur auf die HP und die Stammis schauen und weiß, "was es für einer ist". Aber ich habe das mal für eine andere Rasse versucht und da bin ich selbst mit meinem Hintergrundwissen schon gnadenlos verloren. Sicher kann man die totalen Versager aussortieren - aber ob man wirklich die richtig Guten findet? Ich bezweifle es.

Außerdem haben wir passende Gesetze, die zur Anwendung kommen müssen. Da mangelte es bis jetzt an der Umsetzung, aber ich schätze mal, der Druck wird größer und auch da bewegt sich etwas, leider zu spät für zu viele Tier und zu langsam.
Welche Gesetzte? Jeder darf ohne irgendeine Erlaubnis, Genehmigung oder Nachweis Katzen züchten (oder vermehren) - welcher Druck? Viele schauen in erster Linie auf den Preis, glauben den Unfug, dass Züchter sich bereichern und verstehen nicht, warum ein Tier mit Papieren so viel teurer ist. Und wollen es auch gar nicht so genau wissen ... die 400-Euro Kätzchen vom Schwarzzüchter, sind doch genauso niedlich. Und der züchtet mit Liebe und nicht, weil es ihm um Pokale geht ....

Stellt sich die Frage, warum nicht alle Züchter eintragen, haben sie etwas zu verbergen?

Zum einen sicherlich auch das. Zum anderen sind sie zu faul und zuletzt, gibt es die, die Angst vor gefälschten Stammbäumen haben.
Grundsätzlich denke ich auch, dass jemand, dem es nicht nur um seine eigene kleine Wohnzimmerzucht, sondern wirklich um die Rasse geht, natürlich alle seine Tiere dort eintragen lässt. Aber ich kenne auch zahlreiche Züchter, die zu dusselig sind, diese Datenbanken für sich selbst zu nutzen - die begreifen nicht einmal, welchen Wert das hat.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #175
Ich finde bei Katzen fängt das auch an und wird immer mehr. Nehmen wir Perser mit platten Gesicht, Spynx Katzen ohne Fell, und die neuen Grausamkeiten die aus Asien/USA rüber schwappen (Munchkin, xxl Maincoon).
Und auch Rassen die auf Optik gezüchtet werden (bsp Bengale) ohne auf Wesen und artgerechtigkeit zu achten (Wieviele Bengale sind in Einzelhaltung oder bei völlig überforderten Besitzern, die sie nur wegen der schönen Zeichnung gekauft haben ohne sich zu informieren wieviel Zeit man für die Tiere braucht)
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #176
Du willst nun sagen dass es falsch war bei den Züchtern gekauft zu haben? Typisch weder die Züchter kennen noch die Katzen nur aufgrund keines Eintrages hier behaupten die Züchter seien unseriös.

Kann es sein, dass du etwas sehr dazu neigst, Beiträge falsch zu verstehen? Its4Pets hat lediglich gesagt, dass er es für unseriös hält dort nicht einzutragen.
Und das ist jetzt nicht so weit hergeholt. Tatsächlich gibt es keinen logisch nachvollziehbaren Grund (jedenfalls keinen, der mir einfällt) warum man als Züchter seine Tiere nicht in der - weltweit größten - Datenbank einträgt.

Anstatt hier Handlungen von Menschen zu verteidigen, deren Motive du nicht wirklich kennst, kannst du ja bei denen Züchtern nachfragen, warum sie dort nicht eintragen lassen. Oder du lässt es, wenn es dich nicht wirklich interessiert oder es dir "zu blöd" ist. Aber dann musst du aushalten, das andere das kritisieren.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #177
Kann es sein, dass du etwas sehr dazu neigst, Beiträge falsch zu verstehen? Its4Pets hat lediglich gesagt, dass er es für unseriös hält dort nicht einzutragen
Ich denke nicht dass ich dazu neige. Ich kenne die Gründe der Züchter nicht weshalb sie Tiere dort nicht eintragen.
Aber ich bin jetzt auf einige Homepages von Züchtern gegangen und habe die Namen der Zuchttiere gesucht die auf der Homepage zu finden waren. Zu 70 % wurden keine Einträge gefunden. Unterschiedliche Rassen.
Also haben wohl einige Züchter Gründe die Tiere dort nicht einzutragen.
Mich stören derartige pauschal Aussagen die sich auf einen Eintrag in der Datenbank stützen um Züchter als seriös oder unseriös zu betiteln.
Um das zu beurteilen gehören für mich weit mehr Informationen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #178
ch finde bei Katzen fängt das auch an und wird immer mehr. Nehmen wir Perser mit platten Gesicht,

Nun - hier kann man nicht alles am "platten GEsicht" festmachen, denn es kommt auf die Größe der Nasenlöcher an - es gibt tatsächlich Peak face Perser, die normal Luft bekommen und normale Zähne haben. (Schön finde ich sie immer noch nicht) - aber das trifft tatsächlich nicht für alle zu und somit ist das dann schon kritisch.

Spynx Katzen ohne Fell,
Soweit ich weiß, gelten nur die ohne Tasthaare als Qualzucht. Und ich kenne jetzt einige Sphinx, bei denen ich nicht den Eindruck habe, dass sie in irgendeiner Form beeinträchtigt sind. Ok - sie haben einen höheren Pflegeaufwand als befellte Kollegen.

und die neuen Grausamkeiten die aus Asien/USA rüber schwappen (Munchkin, xxl Maincoon).
Gut - da brauchen wir nicht drüber reden - hier geht beides zu Lasten der Gesundheit.

Und auch Rassen die auf Optik gezüchtet werden (bsp Bengale) ohne auf Wesen und artgerechtigkeit zu achten

bei völlig überforderten Besitzern, die sie nur wegen der schönen Zeichnung gekauft haben ohne sich zu informieren wieviel Zeit man für die Tiere braucht)

Nun ja - ich denke mal, alle Rassen werden vorrangig auf Optik gezüchtet (eben nicht wie bei Hunden, die auch für Aufgaben gezüchtet werden). Ich denke aber, hier machst du noch mal ein ganz anderes Fass auf - nämlich: wie viel Verantwortung hat ein Züchter, wenn er die die Dosis seiner Katzen aussucht.
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #179
Tatsächlich gibt es keinen logisch nachvollziehbaren Grund (jedenfalls keinen, der mir einfällt) warum man als Züchter seine Tiere nicht in der - weltweit größten - Datenbank einträgt.
Gibt es denn irgendwo eine Regel, die besagt dass Züchter ihre Zuchttiere dort eintragen müssen um als seriös zu gelten?
 
  • Reinrassigkeit - ein überholtes Dogma? Beitrag #180
Ich denke nicht dass ich dazu neige. Ich kenne die Gründe der Züchter nicht weshalb sie Tiere dort nicht eintragen.
Da kannst du doch einfach nachfragen, du hattest doch erst gerade Kontakt.

Aber ich bin jetzt auf einige Homepages von Züchtern gegangen und habe die Namen der Zuchttiere gesucht die auf der Homepage zu finden waren. Zu 70 % wurden keine Einträge gefunden. Unterschiedliche Rassen.
Also haben wohl einige Züchter Gründe die Tiere dort nicht einzutragen.
Welche könnten es denn sein?
Katastrophale Inzuchtkoeffizienten vielleicht?

Mich stören derartige Aussagen die sich auf einen Eintrag in der Datenbank stützen um Züchter als seriös oder unseriös zu betiteln.
Um das zu beurteilen gehören für mich weit mehr Informationen.
Wenn jemandem wirklich etwas an der Rasse liegt, die er züchtet, dem sollte doch die Gesundheit der Tiere wichtig sein. Und dazu gehört nicht nur der HCM-Schall, dazu gehört auch die Genetik.
 
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