Ich glaube, mit vielen Punkten hat die Autorin Recht.
Ich dachte im Grunde auch, dass eine größere Gruppe die Integration erleichtert, weil es verschiedene Typen gibt und da sicher eher ein potenzieller Kumpel bei ist und weil ich gedacht habe, dass die souveränen Tiere (also hier Bambam und Lillie) den anderen mehr Ruhe vermitteln.
Aber laut ihr ist es so, dass die "Karten" völlig neu gemischt werden und dass quasi jede der 5 Katzen die Beziehung zu den anderen 4 neu ausloten muss, was einen erheblichen Stress bedeutet, der natürlich größer ist, wenn es mehr Beziehungen sind.
Tja, und sie sagt, dass man im Grunde einem "Opfertyp" (bei uns eindeutig Emmi) keine Integration mit einem dominanteren Tier zumuten sollte (Was wir vor 2 Jahren schon mit Toffee getan haben), weil die Katze dadurch depressiv etc. werden könnte.
Ebenso bedeutet es für Katzen, die sehr an ihrem Menschen hängen (=Lillie), enormer Stress, wenn sie den teilen müssen.
Ach ja, das Wichtigste: Sollte es bei den ersten Treffen der Katzen zu den schlimmsten Drohungen (Singen, ans Gitter springen/angreifen...) kommen, sollte man laut Autorin im Grunde da schon wirklich gut überlegen, ob eine Integration überhaupt Sinn macht, weil eine solch starke Abneigung kaum zu lösen sei.
Eigentlich ist das alles nichts Neues. Sie betont auch, dass das Ziel einer Integration nicht das bloße Akzeptieren sein sollte, weil das im Grunde für die Katzen nicht schön ist.
Es ist halt alles etwas "esoterisch" oder eher "psychologisch" formuliert.
Das Gute bisher ist wirklich die Tür. Dadurch ist zum Beispiel Emmi immer noch verunsichert, aber sie kommt ab und zu gucken, sie wandert nicht nach draußen ab und ist viel entspannter, als bei Toffee, bei dem wir im Grunde alles falsch gemacht haben. Aber irgendwann (!) kommt ja vielleicht der Tag der Öffnung und wer weiß, was dann ist.
Aber machen wir uns nichts vor: Dass ich Pommes integrieren möchte, ist vor allem eine egoistische Entscheidung, weil ich ihn eigentlich nicht hergeben mag und weil ich einfach hoffe, dass er in unsere Gruppe passt.
Aber für ihn ist es sehr stressig, gleich vier neuen Katzen gegenüber zu stehen und für die anderen vier ist es ja auch Stress.
Und dadurch muss er natürlich auch noch ziemlich lange in diesem Zimmer hocken.
