Von Herzen vielen Dank - @yodetta für den Hinweis auf das Forum, die freundliche Aufnahme und das Willkommen.

Wie schön @Stefanie-, dich hier wiederzutreffen!
Fast möchte ich sagen, wie schön, hier zu sein, wenn der Anlass kein so trauriger wäre.
Heute Abend wollte sie meine Prednisolon-Pralinen nicht nehmen, ich habe da schon gemerkt, dass ihr übel ist. Prompt hat sie das Thyronorm und das Prednisolon, das ich ihr daraufhin mit der Spritze gegeben habe, in hohem Bogen ausgek... So viel zum Thema, sie erbricht nicht.
Jetzt hat sie "Freigang" - wir haben die anderen Katzen weggesperrt und sie kann sich frei in der Wohnung bewegen, vielmehr sie könnte, wenn sie wollte. Sie will jedoch nicht. Sie liegt auf ihrem Prinzessinnen-Kissen vor dem Kaminofen, da ist es schön warm.
@yodetta, um deine Frage zu beantworten: Mein Mann schaut mit mir auf Kitty. Wir machen immer mittwochs eine Lagebesprechung. Wenn es notwendig würde, natürlich auch an einem Montag oder Samstag, doch Mittwoch ist aktuell der Tag, an dem wir entscheiden, ob wir sie noch übers Wochenende mitnehmen. Ich würde sie sehr ungern in der Tierklinik als Notfall erlösen und, soweit wir das überhaupt in der Hand haben, will ich das vermeiden.
Ansonsten sprechen wir nicht mehr ständig darüber, wie es ihr geht, warum es ihr so geht, wie es ihr geht und was wir tun könnten, damit es ihr besser geht - wobei wir das natürlich immer im Blick haben, doch wir sind wohl beide an dem Punkt angekommen, an dem uns klar ist, dass es kein Wunder geben wird.
Daran haben wir beide geglaubt, vielmehr, mein Mann hat daran geglaubt, ich habe es gehofft. Doch mir war im Grunde schon klar, als sie kurz nach Weihnachten so erbärmlich k... musste, dass das der Anfang vom Ende ist. So hat sie sich noch nie übergeben, es war so, als ob es sie einmal auf links drehen würde.
Ich habe es dankbar angenommen, dass sie in der Tierklinik der Meinung waren, dass sie so massive Probleme hat, weil ihr T4 Wert völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Wirklich daran geglaubt habe ich nicht.
Als dann etwa zehn Tage später beim Ultraschall zunächst alles in Ordnung war (Bauchspeicheldrüse, Magen, Milz, Leber etc.), wollte ich mich gerade entspannen, da meinte der Tierarzt, als wir beim Darm angekommen sind: Da ist was, was da nicht hingehört.
Ich habe mich zwar erschrocken, aber war nicht wirklich überrascht.
Er meinte dann nur, sie würde ihm gar nicht gefallen und wenn wir das wollten, könnten wir sie jetzt auch gehen lassen.
Wenn sie ihm da schon nicht gefallen hat, will ich gar nicht wissen, was er jetzt sagen würde.
Sie macht beim Tierarzt schon allein deshalb einen völlig anderen Eindruck, weil sie einfach unglaublich lieb ist und alles über sich ergehen lässt - sie beißt nicht, kratzt nicht, sie hat selbst als sie noch gesund war, keinerlei Gegenwehr gezeigt.
Doch langer Reder, kurzer Sinn: Ich kann es drehen und wenden wie ich will, dass Kitty sich aus dem Leben schleicht, ist leider nicht zu übersehen. Das wollte ich jeezt ungefähr drei Wochen nicht wahrhaben, dann kam der Punkt, an dem ich es mir eingestehen musste und ich fast wütend wurde, dann war ich zwei Tage panisch und jetzt bin ich hier.
Traurig, aber auch zuversichtlich, denn @mote, du hast etwas geschrieben, was ich mir auch die ganze Zeit sage: Krankheit und Sterben und Tod - das alles gehört zum Leben dazu.
Das Blöde daran ist, dass es so endgültig ist.
Ich hatte eine Vorahnung, noch vor dem erwähnten Erbrechen und habe die Vorweihnachtszeit und Weihnachten in vollen Zügen genossen. Wir lagen mit allen drei Katzen im Bett und ich habe zu meinem Mann gesagt: So schön wird es nie wieder!
Ich habe - leider - Recht behalten, doch diese Momente habe ich förmlich in mich aufgesogen und die bleiben.
Danke, dass ich hier sein darf.