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Vielleicht hat die aktuelle Lymphom-Diagnose mit damals gar nichts zu tun - ich weiß es nicht und werde es wohl auch nie erfahren. Ich sehe nur, dass es unserer Kitty von Tag zu Tag schlechter geht und sie sich auf und davon macht.
Ich suche verzweifelt nach dem Exit, nach einer Option, ihr zu helfen, greife nach jedem Strohhalm, doch ich denke, ich helfe ihr vor allem, wenn ich sie gehen lasse.
Da ist etwas in ihrem süßen Bäuchlein, auch wenn ich mir das kaum vorstellen mag, was ihr arg zusetzt und meiner kleinen Fressmaschine ihre heißgeliebten Knabberstangen, Hähnchen, Stremel-Lachs und 2.584 Futtersorten madig macht. Was habe ich - außer den legendären Hühnerherzen - in den letzten vier bis sechs Wochen nicht alles gekauft, präsentiert und weggeworfen.
Mein Mann hat eben nach ihr gesehen und meinte, sie sei so müde, er würde sie am liebsten direkt morgen gehen lassen. Er ist derjenige von uns beiden, der eher Optimismus verbreitet hat, das hat mich auch sehr getragen in den letzten Tagen.
Jetzt ist es wohl wirklich an der Zeit, ehrlich mit mir, mit Kitty, mit euch... zu sein. Es geht nicht mehr weiter. Die schönste aller Marmorkatzen mit den allerschönsten grünen Augen, die gurren konnte wie ein Täubchen - sie kann nicht mehr und ich glaube, ich kann auch nicht mehr.
Ich weiß nur immer noch nicht, wie ich es schaffen soll, den Hörer in die Hand zu nehmen und anzurufen und zu sagen: Es ist jetzt soweit, bitte kannst du kommen?
@mote, ich denke an dich und daran, dass du es auch geschafft hast.
Danke @all von ganzem Herzen.